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Rechtsfrage: Neuwagen bezahlt, aber wegen Händlerpleite keine Auslieferung?

Themenstarteram 29. April 2019 um 23:17

Hallo,

ich bin davon nicht betroffen, mache mir aber meine Gedanken, wie man sich beim Neuwagenkauf gegen eine Händlerinsolvenz schützen kann.

Nehmen wir mal an, das Autohaus teilt mir mit, dass das Neufahrzeug zur Werksabholung bereit steht. Ich überweise das Geld an das Autohaus, aber zur Abholung des Fahrzeuges kommt es nicht mehr, weil zwischenzeitlich die Insolvenz angemeldet wurde, mein Geld nicht weiter an den Hersteller gezahlt wird und ich auch keinen Abholschein mehr zur Werksabholung erhalte.

Wie sieht es in so einem Fall rechtlich aus? Verschwindet mein Geld dann tatsächlich in die Insolvenzmasse und meinen Neuwagen bekomme ich auch nicht mehr?

Wie kann man sich gegen so ein Szenario schützen?

Gruß, Ralf

 

Beste Antwort im Thema

Schützen kann man sich quasi gar nicht.

Wenn dein Neuwagen wegen der Händlerinsolvenz einbehalten wird musst du deine Forderung an den Insolvenzverwalter stellen und der prüft dann ob der Vertrag noch erfüllt wird oder nicht.

Aber eines ist klar... sowas dauert lange.....sehr lange.

Als kleiner Otto-Normalbürger hat man eh kaum Chancen, da die grossen Investoren meist Vorrang haben !

Das beste ist halt : Bezahlung erst gegen Auto. Max. 24 Stunden dazwischen !

Anzahlen würde ich gar nichts, zumindest bei einem Neuwagen. Händler, die auf eine Anzahlung beim Neuwagenkauf bestehen sind für mich nicht seriös !

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Die größeren Scheine gibt es ja demnächst nicht mehr. :D

Dafür kannst aber mit Handy zahlen.

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 30. April 2019 um 13:47:10 Uhr:

Ich vermute aber, dass sich viele mit einem grossen Batzen "Bares" etwas unwohl fühlen.

Ging mir auch so. Die eigentliche Aufgabe war für mich die Kennzeichenplatten in einer großen Tasche zu verstecken, damit sie niemand im Zug sehen kann und auf dumme Gedanken kommt ... :D

Diese Lösung (Barzahlung) hat mir übrigens auch mein Bankberater sugeriert, anstatt das Geld vorab zu überweisen (der Kauf wude über einen Bankkredit finanziert).

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 30. April 2019 um 14:00:45 Uhr:

Die größeren Scheine gibt es ja demnächst nicht mehr.

Sie gibt es schon noch, sie werden nur nicht mehr ausgegeben, sondern nach und nach eingezogen und dann gegen kleinere eingetauscht. Die bleiben weiterhin gültig, falls du noch ein paar tausend davon liegen haben solltest.

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 30. April 2019 um 14:00:45 Uhr:

Dafür kannst aber mit Handy zahlen.

10x iPhone genen Auto tauschen, oder wie?

Zitat:

@PeterBH schrieb am 30. April 2019 um 14:03:05 Uhr:

Zitat:

@bobbymotsch schrieb am 30. April 2019 um 14:00:45 Uhr:

Die größeren Scheine gibt es ja demnächst nicht mehr.

Sie gibt es schon noch, sie werden nur nicht mehr ausgegeben, sondern nach und nach eingezogen und dann gegen kleinere eingetauscht. Die bleiben weiterhin gültig, falls du noch ein paar tausend davon liegen haben solltest.

Ich muss kurz in den Keller. Zwei oder drei Umzug-Kartons so ungefähr. Hoffentlich sind die noch da und voll. Meine Tochter war letztens so auffällig lange im Keller. ;)

All das setzt voraus, dass der Händler das Auto vor der Insolvenz noch beim Hersteller bezahlen konnte und die Papiere erhalten hat. Daran wird es idR aber bei einem so notleidenden Händler schon kranken.

Themenstarteram 30. April 2019 um 23:33

Wann bezahlt denn ein Händler in der Regel das Fahrzeug bei dem Hersteller?

Passiert das erst nachdem der Käufer das Fahrzeug beim Händler bezahlt hat?

Oder geht der Händler in Vorkasse und bezahlt das Fahrzeug schon, bevor es zum Händler geliefert wird?

Das ist unterschiedlich bei den Herstellern. Teilweise haben die Händler Zahlungsziel von mehreren Tagen bis Wochen. Jetzt wird der Wagen geliefert ohne Papiere (die gibts ja erst nach Zahlung an den Hersteller) - der Hersteller zieht zum vereinbarten Zeitpunkt das Geld für den Wagen ein, weil der Händler Notleidende ist und keinen Kredit mehr hat bei seiner Hausbank wird der Einzug nicht durchgeführt - = Alarm beim Hersteller, man tritt in Kontakt mit dem Händler sowie der Bank - für den Fall dass sich der Grund für die Nichtzahlung nicht einfach aufklärt bzw die Hausbank des Händlers nicht bürgt fährt noch am selben Tag der Transporter und holt alle Wagen ab.

Hmm meinen habe ich auf Rechnung gekauft, d.h. ich bekam die Papiere zum Zulassen zugeschickt, bin dann hin, Schilder dran, altes Auto in Zahlung gegeben, neues mitgenommen und abends überwiesen. War Neukunde, Volvokäufer sind wohl vertrauenswürdiger ;-)

So läuft das mit der Bezahlung und Abholung in Wolfsburg

https://www.motor-talk.de/.../...g-in-wob-und-bezahlung-t1705377.html.

Gespart ist da im Übrigen nicht viel (nur bei Mercedes ist die Werksabholung kostenlos)

https://www.zeit.de/.../seite-2

Ich habe am wochende auch so ein tolles erlebnis gehabt.

Nachdem man annehmen sollte in der heutigen zeit sollten echtzeitüberweisungen funktionieren bin ich 500 km weit gefahren um meinen neuen gebrauchten in empfang zu nehmen.

Vor ort dann locker lässig mit dem handy überwiesen... Nix passierte, nach 1 stunde auf der notfallnummer meiner bank angerufen. Geld ist raus, dann hab ich gesagt er soll das bitte dem händler per mail bestätigen. Geht nicht er ist ja nur eine notfall hotline (für mich war es ein notfall).

Nachdem ich kein bock hatte nochmal 2x 500 km zu fahren musste ich den händler beinahe knieend anflehen mir das auto zu geben und den brief als pfand zu behalten. Nachdem ich im anschluß meine kompletten vermögensverhältnisse offen gelegt habe willigte er ein. Da ich das auto mit kurzeitkennzeichen abgeholt habe kann ich das auto jetzt natürlich nicht anmelden und es steht in der garage bis der brief kommt.

Unterm strich gibt es keine 100% sichere möglichkeit für BEIDE seiten so ein geschäft jederzeit innerhalb von ein paar minuten abzuwickeln. Traurig aber wahr...eigentlich sollte man meinen heutzutage sollte so etwas technisch garantiert durchführbar sein.

Hast du die Sofortüberweisung vorher mal getestet bei deiner Bank? Ist dort ggf. ein Limit eingestellt? Nur so als Frage, woran es denn nun lag.

Ich stimme dir aber prinzipiell zu. In der aktuellen Praxis ist es eher ein Witz, wie wir im Autogeschäft die meisten Zahlungen und Käufe/Verkäufe abwickeln und wie rechtssicher dies alles ist. Theoretisch geht alles, aber praktisch fahren Leute ja offenbar noch nach Anraten der Bank (!) mit einem Bündel Geld durch die Gegend.

Ich habe es vorher mal getestet, da ging es. Ich vermute deshalb es lief nicht beim empfänger (commerzbank) allerdings steht auf dessen homepage seit februar kann die commerzank echtzeitzahlungen empfangen... Nur scheinbar halt nicht am wochenende. Nur dann bringt mir das herzlich wenig unter der woche kann ich auch per blitzüberweisung alles regeln und kann reklamieren wenn es nicht klappt. Am wochenende hast irgend eine handlampe am telefon.

Unterm strich ist das lächerlich wenn ich von einem gedeckten konto wo das limit vorher extra entsprechend angepasst wurde nicht innerhalb ein paar minuten geld zu einer anderen deutschen bank überweisen kann.

Es wäre sinnvoller da anzusetzen anstatt den 500 euro schein einzustampfen wenn diese stümper es nicht hinkriegen geld in kurzer zeit zu transferieren.

Zitat:

@Sven210779 schrieb am 1. Mai 2019 um 12:07:06 Uhr:

Ich habe es vorher mal getestet, da ging es. Ich vermute deshalb es lief nicht beim empfänger (commerzbank) allerdings steht auf dessen homepage seit februar kann die commerzank echtzeitzahlungen empfangen... Nur scheinbar halt nicht am wochenende. Nur dann bringt mir das herzlich wenig unter der woche kann ich auch per blitzüberweisung alles regeln und kann reklamieren wenn es nicht klappt. Am wochenende hast irgend eine handlampe am telefon.

Unterm strich ist das lächerlich wenn ich von einem gedeckten konto wo das limit vorher extra entsprechend angepasst wurde nicht innerhalb ein paar minuten geld zu einer anderen deutschen bank überweisen kann.

Es wäre sinnvoller da anzusetzen anstatt den 500 euro schein einzustampfen wenn diese stümper es nicht hinkriegen geld in kurzer zeit zu transferieren.

Ja, müssen Sender und Empfänger-Bank können. 7 x 24 Stunden Verfügbarkeit des Service habe ich auch vorausgesetzt, da greift ja normal keiner manuell ein. Aber Stümper trifft die Sachlage bei deutschen Banken schon recht gut.

Wie sieht es denn aus wenn man bereits den Brief erhalten hat und das Fahrzeug angemeldet und schon per Überweisung bezahlt ist..

Dann ist man doch der Eigentümer des Fahrzeugs und es würde nicht in die Insolvenzmasse einfließen, korrekt?

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