ForumE36
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. BMW
  5. 3er
  6. E36
  7. rasseln von der Trommelbremse beim beschleunigen...!

rasseln von der Trommelbremse beim beschleunigen...!

Themenstarteram 30. März 2009 um 19:37

hi, ich hab folgendes problem! habe am sa. meine Beläge und federn der Trommelbremse erneuert. (316i compact bj. 96)

und seitdem hab ich beim beschleunigen zwischen 2000 und 3000 immer mal ein rasseln von der linken bremstrommel...hatte sie schon 2 mal wieder auseinander,aber konnte nichts feststellen! weiß echt nicht mehr weiter...hat das schonma jemand von euch gehabt?

danke schonma für antworten :-)

Domi

Ähnliche Themen
9 Antworten

Ursache für das Rasseln ist das Spreizschloss (Teil 3 Trommelbremse, Teil 2 Scheibenbremse). Die Einstellschraube war bei mir fast ganz aufgedreht, aber das Spreizschloss lag bei gelöster Feststellbremse lose unten drin -> und das klappert wie Hölle bei jeder kleinen Bodenwelle.

Meine Handbremse ist eigentlich rottig, seit ich mein Auto hab. Über die Einstellschrauben (Teil 6 Trommelbremse, Teil 4 Scheibenbremse) hab ich sie vor einem Jahr nachgestellt, dass sie wieder hielt. Jetzt waren die Beläge wie vermutet am Ende und es rasselte beidseitig erbärmlich. Die Feststellbremse muss immer beidseitig erneuert werden.

Das Rasseln behebt man eventuell nur durch nachstellen der Bowdenzüge direkt am Handbremshebel - siehe weiter unten. Aber der Reihe nach:

Beläge Feststellbremse entfernen (Scheibenbremse)

Das Fahrzeug mit Keilen gegen wegrollen sicher (vorn links, wenn hinten rechts angehoben wird, vorn rechts, wenn hinten links...) . Zuerst die Radmuttern lösen und dann das Fahrzeug anheben und mit einem Unterstellbock sichern (!! - der Wagenheber allein hält das nicht!) Leerlauf einlegen - wir müssen am Rad drehen können. Nun das Rad abschrauben und unter den Schweller legen. Die Sicherungsschraube (20) mit etwas Öl behandeln, zwecks leichterem Lösen. Durch ein Radschraubenloch die Einstellschraube (4) ganz zusammendrehen, dass die Bremsbacken maximales Spiel haben. Fahrerseitig sitzt die Einstellschraube auf ca. 2 Uhr, auf der Beifahrerseite auf 10 Uhr. Die rückseitigen Schrauben des Bremssattels mit einem Ringschlüssel 16 lösen und den Bremssattel an der Feder festbinden (Vorsicht mit der Bremsleitung!). Die Passchraube an der Bremsscheibe lösen. Sollte die Scheibe auf der Nabe klemmen, vorsichtig mit dem Gummihammer bearbeiten, Scheibe dabei immer eine viertel Drehung weiterdrehen.

Um die Bremsbacken zu lösen, habe ich erst die Einstellschraube herausgenommen und anschließend die Stifte mit Federn (rechts im Bild, zu 5-RS) durch eine viertel Drehung entnommen. Die beiden anderen Federn brauchen Geduld, Kraft und eine gute Spitzzange.

Beläge Feststellbremse einsetzen (Scheibenbremse)

Zuerst den groben Bremsenstaub vom Spreizschloss und der Nabe entfernen. Das Spreizschloss mit etwas Kupferpaste auf der Nut für die Bremsbacke behandeln. Als nächstes werden die Bremsbacken eingesetzt und mit den neuen Stiften mittig gesichert. Fummelei, aber viel Licht hilft sehen... Bitte unbedingt die Einbaurichtung der Bremsbacken beachten, die breite Nut gehört zur Einstelllschrauben, die schmale zum Spreizschloss! Bei mir war die Einstellschraube (4 ) noch in Ordnung, das muss aber nicht so sein, eigentlich gehört die ersetzt: Einstellschraube einhängen. Die neuen Federn (5-RS ) mit Hilfe einer Spitzzange einhängen, viel Spaß dabei. Das ganze Konglomerat aus Bremsbacken mittig ausrichten und die Bremsscheibe wieder aufsetzen. Zum sichern der Scheibe sollte eine neue Passchraube (20) verwendet werden. Jetzt noch den Bremssattel wieder befestigen. Durch ein Radschraubenloch die Einstellschraube so weit drehen, dass die Bremsbacken die Trommel blockieren, und anschließend wieder vier Rastungen lösen.

Auf der anderen Seite ebenso verfahren.

Einstellen

Nach dem Belagwechsel hab ich die Einstellschraube (20) so weit angezogen, dass das Rad gerade blockiert. Anschließend hab ich sie vier Rastungen freigegeben. Jetzt hab ich den Balg vom Handbremshebel abgezogen. Schlecht zugänglich lachen einen jetzt die Stellmuttern für die Bowdenzüge links und rechts der Handbremse an (Bowdenzug 9, Kontermuttern 10/11 Trommelbremse, Bowdenzug 8, Kontermuttern 9/10 Scheibenbremse). Man braucht Maulschlüsselweite 12 und einen Ringschlüssel 9 zum entkontern. Die Bowdenzüge habe ich jetzt so weit reingeschraubt, dass die Bremsbacken nach der ersten Rastung am Bremshebel hörbar aber nur leicht schleifen, bei der zweiten Rastung deutlich schleifen und nach der dritten Rastung das Rad fest ist. Gelöst dreht das Rad frei. Mit etwas Gefühl bekommt man es hin, dass die Bremse links und rechts halbwegs gleich zieht. Hab bald TÜV, da werd ich sehen, was mein Gefühl wert ist :D. Das klappern ist jedenfallsweg.

Zum Schluss nicht vergessen, die Radschrauben anzuziehen!

Man braucht für die Reparatur der Feststellbremse:

Werkzeug

  • den Wagenheber & einen Unterstellbock,
  • einen Radmutternschlüssel,
  • einen Ringschlüssel 16 gekröpft für den Bremssattel,
  • einen Inbus 6,0 für die Passchraube an der Bremsscheibe,
  • einen mittleren Schraubenzieher zum Einstellen der Bremse am Rad,
  • Maulschlüssel 12 und Ringschlüssel 9 für Bremsseile vorn am Hebel,
  • eine Spitzzange zum Einhängen der Bremsen-Federn,
  • einen Gummihammer zum Lösen der Scheibe und
  • etwas Blumenbindedraht zum hochbinden des gelösten Bremssattels (nich baumeln lassen, gelle).

Material

  • Reparatursatz Federn (7- RS Trommelbremse, 5-RS Scheibenbremse),
  • evtl. die Einstellschraube (6 Trommelbremse, 4 Scheibenbremse),
  • Passchraube (2 Trommelbremse, 20 Scheibenbremse),
  • Bremsbacken (6-RS nur Scheibenbremse),
  • Kupferpaste,
  • Öl und
  • Geduld
Themenstarteram 30. März 2009 um 20:26

hat denn keiner ne idee...wäre echt wichtig

Hmmm, wenn du sie schon 2 mal auseinander gehabt hast dann können wir hoffentlich fasches Einhängen der Beläge ausschließen. Ich denke auch es kann nichts mehr lose sein (die Halteklammer noch über der obersten Querfeder?

Ich würde jetzt mal 2 Tips abgeben:

1. Die Handbremse nicht richtig eingestellt, dass sie ganz leicht greift.

2. Lagerschaden, bei mir hat es auch mal leicht gerasselt oder besser gesagt "gemahlen", da wars im Popo

Themenstarteram 31. März 2009 um 12:43

also radlager schließ ich aus...hab jetzt mal oben am handbremshebel den zug ein bisschen mehr gespannt und es ist ein bisschen besser geworden...aber kann ja jetzt nicht den zug bis ins unendliche spannen damit das rasseln weg ist....jemand noch ein paar ideen/erfahrungsberichte?

danke trozdem für die tipps ;)

ganz ehrlich: das Einstellen der Handbremse hab ich selbst nicht gemacht sondern ein Mechaniker Kumpel.

Da muss bevor du am Handbremshebel verstellst erst die Lage der Backen/des Handbremsmetallteis an der Backe in der Trommel eingestellt werden. Das wird über diesen Spanner mit Gewinde gemacht der etwas unterhalb der Mitte in der Trommel von dem Belag zur Fahrtrichtung bis zu dem Metallteil zum Autohintern geht. Er hat diesen dann mit aufgesetzter Trommel mit einem kleinen Schraubenzieher durch eines der Schraubenlöcher gemacht. Da muss man nur "Klick" -weise runterdrehen/weiterstellen, kann man sich ja bei offener Trommel ansehen wies geht.

Erst weitdrehen bis die Bremse greift und dann Stück für Stück aufdrehen und immer prüfend an der Trommel drehen obs noch schleift.

Hoffe das hilft weiter

Themenstarteram 31. März 2009 um 17:22

hilft mir eig. nicht unbedingt weiter :-P

hab selbst schon die Grundeinstellung gemacht...bin auch vom fach...aber ich kann halt dieses "rasseln" nicht zuordnen...könnte ja sein,dass es schonma jemand gehabt hat...nur zwischen 2000 und 3000 upm!

und nur kurz...weiß echt net mehr weiter...selbst meine arbeitskollegen sind ratlos....

Themenstarteram 2. April 2009 um 20:27

also ich roll das hier nochma auf...hab immernoch keine ergebnisse... :-(

hab jetzt ma genau drauf geachtet und will jetzt nicht mehr unbedingt sagen,dass es aus der bremstrommel links kommt...aber das rasseln hab ich ja erst seitdem ich die Grundeinstellung auf der seite gemacht habe^^

und das geräusch ist nicht nur beim beschleunigen,sondern immer bei ~2500 1/min

bin mir aber zienlich sicher,dass es von der linken seite kommt!

und auspuff wird es denke auch nicht sein,da man im stand beim gasgeben gar nichts hört...nur während der fahrt....

weiß jemand irgendwas?

gruß Domi

Ich weiß nicht, ob das überhaupt noch jemanden interessiert. Das ganze ist ja hundealt.

Ursache für das Rasseln ist das Spreizschloss (Teil 3 Trommelbremse, Teil 2 Scheibenbremse). Die Einstellschraube war bei mir fast ganz aufgedreht, aber das Spreizschloss lag bei gelöster Feststellbremse lose unten drin -> und das klappert wie Hölle bei jeder kleinen Bodenwelle.

Meine Handbremse ist eigentlich rottig, seit ich mein Auto hab. Über die Einstellschrauben (Teil 6 Trommelbremse, Teil 4 Scheibenbremse) hab ich sie vor einem Jahr nachgestellt, dass sie wieder hielt. Jetzt waren die Beläge wie vermutet am Ende und es rasselte beidseitig erbärmlich. Die Feststellbremse muss immer beidseitig erneuert werden.

Das rasseln behebt man eventuell nur durch nachstellen der Bowdenzüge direkt am Handbremshebel - siehe weiter unten. Aber der Reihe nach:

Beläge Feststellbremse entfernen (Scheibenbremse)

Das Fahrzeug mit Keilen gegen Wegrollen sicher (vorn links, wenn hinten rechts angehoben wird, vorn rechts, wenn hinten links...) . Zuerst die Radmuttern lösen und dann das Fahrzeug anheben und mit einem Unterstellbock sichern(!! - der Wagenheber allein hält das nicht!) Leerlauf einlegen - wir müssen am Rad drehen können. Nun das Rad abschrauben und unter den Schweller legen. Die Sicherungsschraube (20) mit etwas Öl behandeln, zwecks leichterem Lösen. Durch ein Radschraubenloch die Einstellschraube (4) ganz zusammendrehen, dass die Bremsbacken maximales Spiel haben. Fahrerseitig sitzt die Einstellschraube auf ca. 2 Uhr, auf der Beifahrerseite auf 10 Uhr. Die rückseitigen Schrauben des Bremssattels mit einem Ringschlüssel 16 lösen und den Bremssattel an der Feder festbinden (Vorsicht mit der Bremsleitung!). Die Passchraube an der Bremsscheibe lösen. Sollte die Scheibe auf der Nabe klemmen, vorsichtig mit dem Gummihammer bearbeiten, Scheibe dabei immer eine viertel Drehung weiterdrehen.

Um die Bremsbacken zu lösen, habe ich erst die Einstellschraube herausgenommen und anschließend die Stifte mit Federn (rechts im Bild, zu 5-RS) durch eine viertel Drehung entnommen. Die beiden anderen Federn brauchen Geduld, Kraft und eine gute Spitzzange.

Beläge Feststellbremse einsetzen (Scheibenbremse)

Zuerst den groben Bremsenstaub vom Spreizschloss und der Nabe entfernen. Das Spreizschloss mit etwas Kupferpaste auf der Nut für die Bremsbacke behandeln. Als nächstes werden die Bremsbacken eingesetzt und mit den neuen Stiften mittig gesichert. Fummelei, aber viel Licht hilft sehen... Bitte unbedingt die Einbaurichtung der Bremsbacken beachten, die breite Nut gehört zur Einstelllschrauben, die schmale zum Spreizschloss! Bei mir war die Einstellschraube (4 ) noch in Ordnung, das muss aber nicht so sein, eigentlich gehört die ersetzt: Einstellschraube einhängen. Die neuen Federn (5-RS ) mit Hilfe einer Spitzzange einhängen, viel Spaß dabei. Das ganze Konglomerat aus Bremsbacken mittig ausrichten und die Bremsscheibe wieder aufsetzen. Zum sichern der Scheibe sollte eine neue Passchraube (20) verwendet werden. Jetzt noch den Bremssattel wieder befestigen. Durch ein Radschraubenloch die Einstellschraube so weit drehen, dass die Bremsbacken die Trommel blockieren, und anschließend wieder vier Rastungen lösen.

Auf der anderen Seite ebenso verfahren.

Einstellen

Nach dem Belagwechsel hab ich die Einstellschraube (20) so weit angezogen, dass das Rad gerade blockiert. Anschließend hab ich sie vier Rastungen freigegeben. Jetzt hab ich den Balg vom Handbremshebel abgezogen. Schlecht zugänglich lachen einen jetzt die Stellmuttern für die Bowdenzüge links und rechts der Handbremse an (Bowdenzug 9, Kontermuttern 10/11 Trommelbremse, Bowdenzug 8, Kontermuttern 9/10 Scheibenbremse). Man braucht Maulschlüsselweite 12 und einen Ringschlüssel 9 zum entkontern. Die Bowdenzüge habe ich jetzt so weit reingeschraubt, dass die Bremsbacken nach der ersten Rastung am Bremshebel hörbar aber nur leicht schleifen, bei der zweiten Rastung deutlich schleifen und nach der dritten Rastung das Rad fest ist. Gelöst dreht das Rad frei. Mit etwas Gefühl bekommt man es hin, dass die Bremse links und rechts halbwegs gleich zieht. Hab bald TÜV, da werd ich sehen, was mein Gefühl wert ist :D. Das klappern ist jedenfallsweg.

Zum Schluss nicht vergessen, die Radschrauben anzuziehen!

Man braucht für die Reparatur der Feststellbremse:

Werkzeug

  • den Wagenheber & einen Unterstellbock,
  • einen Radmutternschlüssel,
  • einen Ringschlüssel 16 gekröpft für den Bremssattel,
  • einen Inbus 6,0 für die Passchraube an der Bremsscheibe,
  • einen mittleren Schraubenzieher zum Einstellen der Bremse am Rad,
  • Maulschlüssel 12 und Ringschlüssel 9 für Bremsseile vorn am Hebel,
  • eine Spitzzange zum Einhängen der Bremsen-Federn,
  • einen Gummihammer zum Lösen der Scheibe und
  • etwas Blumenbindedraht zum hochbinden des gelösten Bremssattels (nich baumeln lassen, gelle).

Material

  • Reparatursatz Federn (7- RS Trommelbremse, 5-RS Scheibenbremse),
  • evtl. die Einstellschraube (6 Trommelbremse, 4 Scheibenbremse),
  • Passchraube (2 Trommelbremse, 20 Scheibenbremse),
  • Bremsbacken (6-RS nur Scheibenbremse),
  • Kupferpaste,
  • Öl und
  • Geduld

Ergänzungen? Verbesserungen? nur zu.

Gruß

WA

perfekte beschreibung, hab sie mal unserer FAQ hinzugefügt!

Vielen Dank!

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Auto
  4. BMW
  5. 3er
  6. E36
  7. rasseln von der Trommelbremse beim beschleunigen...!