Radfahrer auf der Straße trotz Fahrradweg

Hallo,

mich würde mal Eure Meinung zu Fahrradfahrern interessieren, die trotz vorhandenem Fahrradweg auf der Straße fahren und das z. T. sogar nebeneinander (bei Rennradfahrern in Gruppen oft zu beobachten).

Ich beobachte diesen Zustand immer öfter und es wird wahrscheinlich mit zunehmend besserem Wetter immer mehr werden.

Was haltet Ihr davon?

Grüße

gusch

Beste Antwort im Thema

Ich kann sowas absolut nicht leiden, genauso wie Radfahrer die meinen an die STVO müssen sich nur andere halten. Und dann über Rote Ampeln Fahren, mitten in der Einbahnstrase einem entgegen komme, irgnedwie kurz und quer auf der Straße fahren, anderen die Vorfahrt klauen und sich dann noch beschweren wenn man eine Vollbremsung wegen ihnen machen muss weil man sie fast abgeschossen hätte.

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Gustavbenz,
wieviel Steuern Bezahlst du fur dein Fahrrad. Sieh mal kurz nach in deinem Steuerbescheid.

Folge doch einfach den Gesetzen. Ist doch so schon im Taglichen leben, wenn sich eine Person WISSENTLICH uber Bestehende Gesetze hinwegsetzt, weil es Bequemer fur diese Person ist.

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz



Zitat:

Original geschrieben von Kipperstefan


Mich nervt es aber, wenn bei normalem Verkehr ein, oder besser noch mehrere, Radfahrer die Fahrspur verengen und damit ein Überholen unmöglich machen. Immerhin fahre ich meistens aus beruflichen Gründen, die Radler tun es aus Spass. Sie behindern also "hobbymäßig" den Strassenverkehr. Welcher andere Sportler darf das?
Du unterscheidest hier zwischen "hobbymäßig", das sollen die Radfahrer sein, und "Straßenverkehr", das soll dann wohl der Kfz-Verkehr sein. Du unterstellst, daß der "Straßenverkehr" Geld verdient und die "Hobby"leute nur zum Spaß fahren.

Das ist falsch. Ich wohne etwa 4km von meinem Arbeitsplatz entfernt und fahre meistens mit dem Fahrrad ins Büro. Mein Kollege wohnt nebenan und fährt meistens mit dem Auto. Warum darf der Kollege eine 7-15m breite, glatte Fahrbahn benutzen und ich muss auf einem 1.5m schmalen holprigen Radweg fahren, der regelmäßig von Fußgängern blockiert wird?

Ich mache die gleiche Arbeit, ich verdiene das gleiche Geld und bezahle die gleichen Steuern wie der Kollege. Es ist völlig widersinnig, dass es mir verboten wird 25-30kmh zu fahren (der Radweg gibt nur 15kmh her), nur damit der Kollege ungestört seine 50kmh fahren kann. Zumal er mich ja problemlos überholen kann (über den linken Fahrstreifen oder die Gegenfahrbahn). Und wenn er wirklich mal 150m hinterherfahren muss, dann hat er eben Pech gehabt. Er freut sich trotzdem, dass ich (und viele andere) mit dem Rad komme(n), sonst würde er nämlich keinen Parkplatz mehr bekommen.

Auch ich fahre mal zum Spaß mit dem Rad, aber deshalb fühle ich mich nicht minderwertiger als wenn ich ins Büro fahre. Der Autofahrer hinter mir fährt nämlich auch manchmal zum Spaß und der fühlt sich deshalb auch nicht anders, als wenn er ins Büro fährt.

Solang nicht ALLE Fahrzeuge auf der Strasse über 3,5 Tonnen unabhängig vom Alter Mindestens die Sichtfeldanforderungen der Richtlinie 2003/97/EG entsprechen ist das fahren dort (auf der Strasse) legitimiert aufgrund der Assies die nicht freiwillig nachrüsten da Sie aus der Regel raus fallen.
Meine kontroverse Meinung aber sehe das so, zudem rat Ich allen Radlern auf der Strasse nicht ganz Rechts zu fahren sondern Mittig damit beim Überhollen die Gegenspuhr benutzt werden muß und es ausgeschlossen ist das bei Gegenverkehr ohne Sicherheitsabstand von 1,50 Meter überhollt wird was den Radler gefährdet.
Von so katastrofale Verhältnise wie Ausfahrten wo kein Spiegel vorsteht zwischen 2 Hauswänden ect. wollen wir gar nicht erst anfangen, da müste der Gesetzgeber wieder dran und Spiegel vorschreiben am Mast an jeder dieser Ausfahrten oder das die Benutzung ohne Spiegel am Mast NUR von Fahrzeugen mit Radar System staat finden darf bei Androhung von 250 Euro und mindestens 3 Punkten.

Zitat:

Original geschrieben von Rudiger


Gustavbenz,
wieviel Steuern Bezahlst du fur dein Fahrrad. Sieh mal kurz nach in deinem Steuerbescheid.

Folge doch einfach den Gesetzen. Ist doch so schon im Taglichen leben, wenn sich eine Person WISSENTLICH uber Bestehende Gesetze hinwegsetzt, weil es Bequemer fur diese Person ist.

Rudiger

Selbstverständlich bezahle ich keine Steuern für mein Fahrrad, warum sollte ich? Ich zahle Kfz-Steuer für mein Auto und das völlig unabhängig davon ob ich es jeden Tag benutze oder nur einmal im Monat.

Ich habe auch nirgends geschrieben, dass ich mich nicht an die Gesetze halte. Ich benutze blau ausgeschilderte Radwege, aber nicht weil ich sie gut finde, sondern weil es vorgeschrieben ist.

Wie wäre es denn, wenn die LKW-Fahrer sich auch mal an die Gesetze halten würden.

- Habt Ihr nicht in der Fahrschule gelernt, dass Ihr nur mit Einweiser rückwärts fahren dürft? Ich habe schon ewig keinen LKW mehr gesehen, der sich einweisen lässt. Aber ist ja bequemer und billiger, wenn es auch ohne geht. Normalerweise haben ja auch alle Angst vor LKWs und laufen rechtzeitig weg.

- Wie oft fahrt Ihr im Winter los und habt dicke Schnee- und Eisplatten auf dem Dach? Ist ja auch zu teuer eine standsichere Leiter und einen großen Schneeschieber mitzunehmen, wird ja schon gutgehen, die meisten PKWs können das ab und die verrückten Motorradfahrer sind selbst schuld.

- Wie oft überholt Ihr auf der Autobahn ohne "wesentlich höhere Geschwindigkeit"?

- Wann seid Ihr zum letzten mal mit Strich 80 über die Autobahn gefahren? Wie schnell fahrt Ihr auf der Landstraße?

Ich verstehe ja, warum Ihr das macht. Aber Ihr verstoßt ganz genauso Täglich und Willentlich und Wissentlich gegen die Gesetze wie die Radfahrer. Darüber wessen Verstöße gefährlicher sind und wer wen mehr behindert und gefährdet, kann man sich streiten. Ihr werdet sagen, das sind die Radfahrer, die Radfahrer werden sagen, es sind die Kfz. Auf welcher Seite ich stehe, ist wohl klar geworden.

Gustavbenz,
wenn die anderen von der Brucke springen, springst du auch???

Jeder einzelne sollte die Gesetze befolgen. Dann functioniert das Zusammenleben unheimlich gut.

Wenn jeder die Einstellung hat, mein Nachbar verstosst gegen das Gesetz, darum mache ich das auch!
Ich glaube das nennt man im entstadium ANARCHIE.

Versuche doch mal ein VORBILD zu sein. Nicht fur Dich, sondern fur die Schulpflichtigen KINDER die sehen das du auf der Strasse Fahrst, obwohl ein Radweg vorhanden ist.

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz



Zitat:

Original geschrieben von Rudiger


Gustavbenz,
wieviel Steuern Bezahlst du fur dein Fahrrad. Sieh mal kurz nach in deinem Steuerbescheid.

Folge doch einfach den Gesetzen. Ist doch so schon im Taglichen leben, wenn sich eine Person WISSENTLICH uber Bestehende Gesetze hinwegsetzt, weil es Bequemer fur diese Person ist.

Rudiger

Selbstverständlich bezahle ich keine Steuern für mein Fahrrad, warum sollte ich? Ich zahle Kfz-Steuer für mein Auto und das völlig unabhängig davon ob ich es jeden Tag benutze oder nur einmal im Monat.

Ich habe auch nirgends geschrieben, dass ich mich nicht an die Gesetze halte. Ich benutze blau ausgeschilderte Radwege, aber nicht weil ich sie gut finde, sondern weil es vorgeschrieben ist.

Wie wäre es denn, wenn die LKW-Fahrer sich auch mal an die Gesetze halten würden.

- Habt Ihr nicht in der Fahrschule gelernt, dass Ihr nur mit Einweiser rückwärts fahren dürft? Ich habe schon ewig keinen LKW mehr gesehen, der sich einweisen lässt. Aber ist ja bequemer und billiger, wenn es auch ohne geht. Normalerweise haben ja auch alle Angst vor LKWs und laufen rechtzeitig weg.

- Wie oft fahrt Ihr im Winter los und habt dicke Schnee- und Eisplatten auf dem Dach? Ist ja auch zu teuer eine standsichere Leiter und einen großen Schneeschieber mitzunehmen, wird ja schon gutgehen, die meisten PKWs können das ab und die verrückten Motorradfahrer sind selbst schuld.

- Wie oft überholt Ihr auf der Autobahn ohne "wesentlich höhere Geschwindigkeit"?

- Wann seid Ihr zum letzten mal mit Strich 80 über die Autobahn gefahren? Wie schnell fahrt Ihr auf der Landstraße?

Ich verstehe ja, warum Ihr das macht. Aber Ihr verstoßt ganz genauso Täglich und Willentlich und Wissentlich gegen die Gesetze wie die Radfahrer. Darüber wessen Verstöße gefährlicher sind und wer wen mehr behindert und gefährdet, kann man sich streiten. Ihr werdet sagen, das sind die Radfahrer, die Radfahrer werden sagen, es sind die Kfz. Auf welcher Seite ich stehe, ist wohl klar geworden.

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Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz



Selbstverständlich bezahle ich keine Steuern für mein Fahrrad, warum sollte ich? Ich zahle Kfz-Steuer für mein Auto und das völlig unabhängig davon ob ich es jeden Tag benutze oder nur einmal im Monat.

Ich habe auch nirgends geschrieben, dass ich mich nicht an die Gesetze halte. Ich benutze blau ausgeschilderte Radwege, aber nicht weil ich sie gut finde, sondern weil es vorgeschrieben ist.

Wie wäre es denn, wenn die LKW-Fahrer sich auch mal an die Gesetze halten würden.

- Habt Ihr nicht in der Fahrschule gelernt, dass Ihr nur mit Einweiser rückwärts fahren dürft? Ich habe schon ewig keinen LKW mehr gesehen, der sich einweisen lässt. Aber ist ja bequemer und billiger, wenn es auch ohne geht. Normalerweise haben ja auch alle Angst vor LKWs und laufen rechtzeitig weg.

- Wie oft fahrt Ihr im Winter los und habt dicke Schnee- und Eisplatten auf dem Dach? Ist ja auch zu teuer eine standsichere Leiter und einen großen Schneeschieber mitzunehmen, wird ja schon gutgehen, die meisten PKWs können das ab und die verrückten Motorradfahrer sind selbst schuld.

- Wie oft überholt Ihr auf der Autobahn ohne "wesentlich höhere Geschwindigkeit"?

- Wann seid Ihr zum letzten mal mit Strich 80 über die Autobahn gefahren? Wie schnell fahrt Ihr auf der Landstraße?

Ich verstehe ja, warum Ihr das macht. Aber Ihr verstoßt ganz genauso Täglich und Willentlich und Wissentlich gegen die Gesetze wie die Radfahrer. Darüber wessen Verstöße gefährlicher sind und wer wen mehr behindert und gefährdet, kann man sich streiten. Ihr werdet sagen, das sind die Radfahrer, die Radfahrer werden sagen, es sind die Kfz. Auf welcher Seite ich stehe, ist wohl klar geworden.

Du kannst auch Äpfel mit Birnen vergleichen.

Einen Radfahrer der trotz vorhandenem Radweg auf der Straße fährt kannst du vielleicht mit einem LKW vergleichen, der ständig auf der mittleren Spur fährt, weil rechts immer voll ist und so tiefe Spurrillen dort sind. Findest du da viele?

Zum Thema Einweiser: Die paar Einweiser die ich hatte (und auch aus Erzählungen von Kollegen) waren meist so doof, dass genau aus diesen Situationen die meisten Schäden an den Fahrzeugen passierten. So nach dem Motto "Geht-Geht-Geht....mich nichts mehr an". Einweiser müssen eine vertrauenswürdige Person sein. Wenn du drauf bestehst können wir aber gern auf der Hauptstraße stehenbleiben und erst mal eine vertrauenswürdige Person suchen um in den Firmenhof einzufahren. Kann etwas dauern, in der Zeit wird zwar der Verkehr etwas blockiert, aber ok. Wir können auch jeder einen vertrauenswürdigen Einweiser ständig mitnehmen, will nur keiner bezahlen.

Schnee- und Eisplatten gehören auf jeden Fall weg. Ich persönlich hab immer im Firmenhof ein paar scharfe Runden gedreht, dann war das Zeug runter. Mit Leiter steig ich dir da sicher nicht drauf, wenns blöd geht rutscht man aus und landet 4m weiter unten, im schlimmsten Fall sitzt du danach im Rollstuhl. Nein Danke. Darfst du gerne für mich machen, ist mir auf jeden Fall 10 Euro wert. Leider wurde auch die Ausstattung der Raststätten mit Enteisungsgestellen verschlafen.

Dass Überholen mit zu geringem Geschwindigkeitsunterschied bestraft gehört, da widerspricht dir glaub keiner.

Die gesetzlichen Höchstgeschwindigkeiten stammen aufgrund technischer Vorraussetzungen aus einem Jahrzehnt, das wir nur aus dem Museum kennen. Als die Höchstgeschwindigkeit 80 eingeführt wurde, erreichte ein LKW diese Geschwindigkeit nur mühsehlig, also durfte der LKW damals praktisch fahren was die Kiste hergab. Da die Technik extrem weit entwickelt ist und wir Lenkzeitbeschränkungen unterliegen, die wesentlich stärker bestraft werden als die Geschwindigkeitsüberschreitungen, sucht man sich das kleinere Übel aus. Aber wenn du willst fahren alle brav 60 und 80, bitte nicht schimpfen dass alle zu langsam sind und stell dich drauf ein, dass etwa 10% mehr LKW unterwegs sein werden, weil die liegengebliebenen Frachten auch weggefahren werden müssen.

Damit will ich die Dinge nicht legitimieren, allerdings ist das Geschrei auch da, wenn alles gesetzmäßig gemacht wird. Zumal du mit deinem PKW sicher immer gesetzmäßig unterwegs bist.

@gustavbenz
Du bist nicht rein zufällig Richter beim Verkehrsgericht in Köln und hast gar keine Fe nach FeV?!? Zumindest liest sich das so ähnlich, wie die Urteile, die diese Richter bisweilen gefällt hat.

Aber zu Deinen Fragen:

- grds. hast Du echt recht mit Deinem Einweiser. Kennst Du die korrekten Handzeichen für einen Einweiser? Weißt Du, was ich machen muss, dass sich das Fahrzeug hinten so bewegt, wie Du das willst? Stellst Du Dich immer so, dass Dich der Fahrer tatsächlich sieht? Korrigierst Du auch mal Deine Position? - Viele Fragen, die nicht von der eigentlichen Verpflichtung befreien. Andererseits muss man allerdings erkennen, dass nicht jeder für eine solche Aufgabe geeignet ist. Solange Du nur die billigen Waren einkäufst und nicht bereit bist mehr zu zahlen, wird in den Frachtraten auch nicht das notwendige Kleingeld drin stecken, entweder einen passenden Einweiser immer dabei zu haben oder an Ort und Stelle vorzuhalten.
Grade erinnere ich mich an eine Ladestelle in Pfalzgrafenweiler. Das liegt im Schwarzwald. Die Rampe darf ausschließlich mit firmeneigenem Einweiser angefahren werden. Bisher war noch keiner dabei, der auch halbwegs davon Ahnung hatte, was ich tun muss, geschweige denn hätte lotsen können. Für einen Stop-Ruf, wenn es fast zu spät ist, sind die qualifiziert genug, aber zu mehr auch nicht.

- Du redest beim Eis auf dem Dach von Sachen, von denen Du eigentlich keine Ahnung hast. Klar muss das Zeugs runter. Trotzdem gehört es zu den gefährlichsten Arbeiten eines Kraftfahrers, weil entsprechende Vorrichtungen, um das machen zu können tatsächlich in Firmen, aber auch auf öffentlichen Rastplätzen fehlen. Die Folgen hat dartom schon geschildert. Das soll nicht heißen, dass wir es nicht machen. Trotzdem gibt es Kollegen, die es nicht machen und auch Beobachter, die alle in einen Topf werden und nicht differenzieren können - womit ich konkret Dich adressiere! Du willst den Job nicht selber machen - bezahlen willst Du auch nichts für die wesentliche Tätigkeit, welche wir machen - und Ursachen willste auch nicht beheben, indem Du Dich für bessere Arbeitsbedingungen von uns einsetzt, sondern prangerst lieber die Symptome an.

- Wenn ich überhole, habe ich tatsächlich wesentlich höhere Geschwindigkeit drauf und das manchmal sogar oder gerade im Überholverbot! Beispielsweise die Strecke A8 bei Pforzheim von München kommend: Du rollst so wunderbar den Berg runter und hast richtig Schwung, dann kommst Du den Berg hoch, kannst aufgrund Deines geringen Gewichtes oder Deinen überragenden Motorleistung Deine Geschwindigkeit halten und ab Mitte des Berges sollst Du Dich in eine Schlange einreihen, weil ganz vorne jemand versucht 40 oder gar mehr t mit 280 PS den Berg rauf zu hieven! Das ganze garniert mit einem Überholverbot, wo ich absolut verstehen kann, wenn man das mal zur Verringerung der Umweltbelastungen übersieht.
Eine recht konträre Situation hat man, wenn man die A6 von Ludwigshafen Richtung Kaiserslautern fährt. Die Strecke fahre ich gar nicht gerne. Nach Grünstadt kommt eine kleine Kuppe mit Überholverbot und ziemlich langsam fahrenden Fahrzeugen, die den Verkehr aufhalten. Das obwohl die Strecke dreispurig ist in jede Richtung ist. Die nächste Kuppe hat kein Überholverbot, sondern eine Mindestgeschwindigkeit auf dem zweiten und dritten Streifen. Letztere Situation gefällt mir besser, obwohl auch da manchmal Leute auf die zweite Spur kommen, die es nur langsam den Berg hoch schaffen.

- Die Reisegeschwindigkeit auf der Autobahn beträgt um die 85 km/h rum. Damit bleibt der Verkehrsfluss am Laufen. Warum sollte ich den Verkehrsfluss reduzieren? Gibt es nicht genug, die behaupten, wir würden den Verkehr behindern. Das prangern sie einerseits an und andererseits wollen sie nicht, dass wir als professionelle Verkehrsteilnehmer an einem flüssigen Verkehr teilnehmen.

Insgesamt sind Deine Ansichten ziemlich fern von jeder Praxis. Irgendwie erinnert mich das an FoxT - obwohl beschimpfen will ich Dich jetzt nicht grade. Bevor man eine Situation beurteilt, sollte man mehrere Standpunkte bewerten und auch Sinn vor Recht ergehen lassen. Auch wenn die Gesetze die Rahmenbedingungen für unser Leben darstellen, heißt das nicht, dass sie auch fehlbar sein können. Manchmal hilft es, dem Sinn und Zweck des Gesetzes genug zu tun, wenn man mal über eine Vorschrift hinweg sieht.

Bei Deinen Touren auf der Straße, so neben dem extra zur Sicherheit geschaffenen Fahrradweg, handelt es sich um Deinen persönlichen Leichtsinn, in welchen Du andere Verkehrsteilnehmer negativ hineinbeziehst, ohne dass sie vorher darum wissen. Das ist eine andere Qualität und hat mit praktischer Auslegung nach Sinn und Zweck des Rechtes nichts zu tun.

Zitat:

Original geschrieben von Rudiger



Jeder einzelne sollte die Gesetze befolgen. Dann functioniert das Zusammenleben unheimlich gut.

Wenn jeder die Einstellung hat, mein Nachbar verstosst gegen das Gesetz, darum mache ich das auch!
Ich glaube das nennt man im entstadium ANARCHIE.

Versuche doch mal ein VORBILD zu sein. Nicht fur Dich, sondern fur die Schulpflichtigen KINDER die sehen das du auf der Strasse Fahrst, obwohl ein Radweg vorhanden ist.

Rudiger

Ich wiederhole noch einmal: Ich fahre auf den Radwegen, wenn das so vorgeschrieben ist. Wenn das nicht vorgeschrieben ist, dann fahre ich auf der Fahrbahn. Und ich bin dagegen das Fahren auf dem Radweg vorzuschreiben.

Wenn ich Kinder hätte, dann würde ich Ihnen bestimmt nicht beibringen, sich am Vorbild anderer Leute auf der Straße zu orientieren.

Eins weiß ich aber sicher, nämlich wie der typische schwere Radfahrerunfall aussieht: Der LKW biegt rechts ab, der Radfahrer fährt geradeaus und kommt unter die Hinterachse des LKW. Der Radfahrer hatte recht, aber der Radfahrer ist tot. ICH weiß, dass der LKW einen toten Winkel hat und mich gar nicht sehen kann, ICH werde meine Vorfahrt nicht erzwingen. Aber das typische Opfer dieses Verkehrsunfalls ist nicht der schnelle Radfahrer, der sich einen Dreck um die Gesetze schert. Das typische Opfer sind langsame Radfahrer, Schulkinder und Rentner, die sich drauf verlassen, dass der LKW-Fahrer sie gesehen hat. Oft kommen unglückliche Umstände dazu, vielleicht hatte der LKW schon angehalten, weil er andere Radfahrer durchgelassen hat. Vielleicht hatte er seine Geschwindigkeit stark verringert um besser gucken zu können, so dass das Opfer dachte er würde halten.

Ihr LKW-Fahrer müsstet doch froh sein, um jeden Radfahrer, der sicher nicht im toten Winkel ist, weil er auf der Fahrbahn und nicht auf dem Radweg fährt.

Meint ihr nicht, dass diese Diskussion so langsam ins Leere führt?
Radfahrer haben imho auf der Straße nix zu suchen, sofern ein Radweg da ist; ist auch Gesetz, sofern das nicht geändert wurde.
LKW-Fahrer sind bei einem Unfall eh dran, weil davon die höhere Betriebsgefahr ausgeht, oder wie es so schön heißt.
Natürlich möchte keiner einen Radfahrer plattfahren.
Einem Kollegen von mir ist es mal passiert; der hat sich ein paar Monate später aufgehangen....
Aber deswegen zu sagen, dass doch alle Biker auf der Straße sich tummeln mögen, geht auch am Ziel vorbei.
Solange es Verkehr gibt, wird es auch immer Unfälle geben; ist traurig, aber nun malnicht zu ändern. Hier jetzt wieder die Schuld bei den Truckern zu suchen, bringt doch nichts.

mfg

Gustavbenz,
du willst, oder kannst das MENTAL (mentally challenged) nicht begreifen.
Ist ein Radweg vorhanden, rechnet der LKW Fahrer damit, das dort Verkehr ist, der Vorfahrt hat.

Wenn du mich Rechts uberhohlst, (was nicht passieren wird, weil ich so knapp rechts am Bordstein stehe, so das keiner dran vorbei kommt) und du machst "bekanntschaft" mit dem Radern, ist die Zukunft auch gleich deine Vergangenheit.

Stell Dir das Bildlich vor.
Die Haut ist noch in Ordnung.
Innerlich ist alles Matsch.
Die Gedarme sind durch das Ar$chloch rausgepresst.
It's ugly.

Das kann die Zukunft sein von einem Radfahrer der sich Verkehrswiderig verhalt.
Keiner rechnet mit Dir auf der Strasse wenn ein Radweg vorhanden ist.

Desweitern sprach ich auch nicht von Deinen Kindern.
Die Gesellschaft erzieht die Kinder. Nicht nur du alleine als Eltern.
Kinder sehen Gesetzesubertretungen und denken das ist normal und richtig.

Rudiger

Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz



Zitat:

Original geschrieben von Rudiger



Jeder einzelne sollte die Gesetze befolgen. Dann functioniert das Zusammenleben unheimlich gut.

Wenn jeder die Einstellung hat, mein Nachbar verstosst gegen das Gesetz, darum mache ich das auch!
Ich glaube das nennt man im entstadium ANARCHIE.

Versuche doch mal ein VORBILD zu sein. Nicht fur Dich, sondern fur die Schulpflichtigen KINDER die sehen das du auf der Strasse Fahrst, obwohl ein Radweg vorhanden ist.

Rudiger

Ich wiederhole noch einmal: Ich fahre auf den Radwegen, wenn das so vorgeschrieben ist. Wenn das nicht vorgeschrieben ist, dann fahre ich auf der Fahrbahn. Und ich bin dagegen das Fahren auf dem Radweg vorzuschreiben.

Wenn ich Kinder hätte, dann würde ich Ihnen bestimmt nicht beibringen, sich am Vorbild anderer Leute auf der Straße zu orientieren.

Eins weiß ich aber sicher, nämlich wie der typische schwere Radfahrerunfall aussieht: Der LKW biegt rechts ab, der Radfahrer fährt geradeaus und kommt unter die Hinterachse des LKW. Der Radfahrer hatte recht, aber der Radfahrer ist tot. ICH weiß, dass der LKW einen toten Winkel hat und mich gar nicht sehen kann, ICH werde meine Vorfahrt nicht erzwingen. Aber das typische Opfer dieses Verkehrsunfalls ist nicht der schnelle Radfahrer, der sich einen Dreck um die Gesetze schert. Das typische Opfer sind langsame Radfahrer, Schulkinder und Rentner, die sich drauf verlassen, dass der LKW-Fahrer sie gesehen hat. Oft kommen unglückliche Umstände dazu, vielleicht hatte der LKW schon angehalten, weil er andere Radfahrer durchgelassen hat. Vielleicht hatte er seine Geschwindigkeit stark verringert um besser gucken zu können, so dass das Opfer dachte er würde halten.

Ihr LKW-Fahrer müsstet doch froh sein, um jeden Radfahrer, der sicher nicht im toten Winkel ist, weil er auf der Fahrbahn und nicht auf dem Radweg fährt.

Zitat:

Original geschrieben von ScaniaChris


@gustavbenz
Du bist nicht rein zufällig Richter beim Verkehrsgericht in Köln und hast gar keine Fe nach FeV?!? Zumindest liest sich das so ähnlich, wie die Urteile, die diese Richter bisweilen gefällt hat.

Richter bin ich nicht, und Führerschein habe ich nur Klasse 3.

Zitat:

- grds. hast Du echt recht mit Deinem Einweiser. Kennst Du die korrekten Handzeichen für einen Einweiser? Weißt Du, was ich machen muss, dass sich das Fahrzeug hinten so bewegt, wie Du das willst? Stellst Du Dich immer so, dass Dich der Fahrer tatsächlich sieht? Korrigierst Du auch mal Deine Position? - Viele Fragen, die nicht von der eigentlichen Verpflichtung befreien. Andererseits muss man allerdings erkennen, dass nicht jeder für eine solche Aufgabe geeignet ist. Solange Du nur die billigen Waren einkäufst und nicht bereit bist mehr zu zahlen, wird in den Frachtraten auch nicht das notwendige Kleingeld drin stecken, entweder einen passenden Einweiser immer dabei zu haben oder an Ort und Stelle vorzuhalten.
Grade erinnere ich mich an eine Ladestelle in Pfalzgrafenweiler. Das liegt im Schwarzwald. Die Rampe darf ausschließlich mit firmeneigenem Einweiser angefahren werden. Bisher war noch keiner dabei, der auch halbwegs davon Ahnung hatte, was ich tun muss, geschweige denn hätte lotsen können. Für einen Stop-Ruf, wenn es fast zu spät ist, sind die qualifiziert genug, aber zu mehr auch nicht.

Der Stop-Ruf, bevor es zu spät ist, ist doch aber völlig ausreichend!

Ich fahre gelegentlich PKW oder Transporter mit großen Anhängern. Allen Hindernissen, die sich nicht bewegen, kann ich sehr gut ohne Einweiser ausweichen. Im Extremfall muss ich halt aussteigen und nachschauen, wieviel Platz noch ist. Fast alle LKW-Fahrer, die ich sehe, können sehr gut ohne Einweiser rangieren und kommen ohne Blechschaden da an, wo sie hinwollen. Ich müsste vermutlich lange üben, bis ich das könnte. Ich sehe aber immer wieder LKW-Fahrer, die rückwärts durch eine belebte Fußgängerzone in eine Baustelle fahren. Die kommen auch ohne Bechschaden da an, wo sie hinwollen, aber die alte Frau, die hinter dem LKW stürzt und nicht rechtzeitig wegkommt, die werden sie nicht sehen, der Einweiser würde sie sehen.

Zitat:

- Du redest beim Eis auf dem Dach von Sachen, von denen Du eigentlich keine Ahnung hast. Klar muss das Zeugs runter. Trotzdem gehört es zu den gefährlichsten Arbeiten eines Kraftfahrers, weil entsprechende Vorrichtungen, um das machen zu können tatsächlich in Firmen, aber auch auf öffentlichen Rastplätzen fehlen. Die Folgen hat dartom schon geschildert. Das soll nicht heißen, dass wir es nicht machen. Trotzdem gibt es Kollegen, die es nicht machen und auch Beobachter, die alle in einen Topf werden und nicht differenzieren können - womit ich konkret Dich adressiere! Du willst den Job nicht selber machen - bezahlen willst Du auch nichts für die wesentliche Tätigkeit, welche wir machen - und Ursachen willste auch nicht beheben, indem Du Dich für bessere Arbeitsbedingungen von uns einsetzt, sondern prangerst lieber die Symptome an.

Ja Du hast recht: Ich habe keine Ahnung, wie man das Zeugs am besten vom Dach runter bekommt. Ich weiß, dass die Berufsgenossenschaft verbietet aufs Dach zu klettern und ich weiss, die STVO verbietet mit dem Zeug auf dem Dach loszufahren. Es ist aber sicher mit vertretbarem Aufwand möglich eine technische Lösung für dieses Problem zu finden.

Zitat:

Insgesamt sind Deine Ansichten ziemlich fern von jeder Praxis. Irgendwie erinnert mich das an FoxT - obwohl beschimpfen will ich Dich jetzt nicht grade. Bevor man eine Situation beurteilt, sollte man mehrere Standpunkte bewerten und auch Sinn vor Recht ergehen lassen. Auch wenn die Gesetze die Rahmenbedingungen für unser Leben darstellen, heißt das nicht, dass sie auch fehlbar sein können. Manchmal hilft es, dem Sinn und Zweck des Gesetzes genug zu tun, wenn man mal über eine Vorschrift hinweg sieht.

Bei Deinen Touren auf der Straße, so neben dem extra zur Sicherheit geschaffenen Fahrradweg, handelt es sich um Deinen persönlichen Leichtsinn, in welchen Du andere Verkehrsteilnehmer negativ hineinbeziehst, ohne dass sie vorher darum wissen. Das ist eine andere Qualität und hat mit praktischer Auslegung nach Sinn und Zweck des Rechtes nichts zu tun.

Das hatte ich ja oben geschrieben, dass ich verstehe, warum Ihr (mache mehr, manche weniger) gegen die Gesetze verstoßt. Meine Bitte an Euch ist zu verstehen, warum die Radfahrer (manche mehr, manche weniger) gegen die Gesetze verstoßen. Der Grund ist, dass das Fahren auf dem Radweg langsam ist, und man an jeder Kreuzung und jeder Einfahrt Gefahr läuft übersehen zu werden.

Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz


Eins weiß ich aber sicher, nämlich wie der typische schwere Radfahrerunfall aussieht: Der LKW biegt rechts ab, der Radfahrer fährt geradeaus und kommt unter die Hinterachse des LKW. Der Radfahrer hatte recht, aber der Radfahrer ist tot. ICH weiß, dass der LKW einen toten Winkel hat und mich gar nicht sehen kann, ICH werde meine Vorfahrt nicht erzwingen. Aber das typische Opfer dieses Verkehrsunfalls ist nicht der schnelle Radfahrer, der sich einen Dreck um die Gesetze schert. Das typische Opfer sind langsame Radfahrer, Schulkinder und Rentner, die sich drauf verlassen, dass der LKW-Fahrer sie gesehen hat. Oft kommen unglückliche Umstände dazu, vielleicht hatte der LKW schon angehalten, weil er andere Radfahrer durchgelassen hat. Vielleicht hatte er seine Geschwindigkeit stark verringert um besser gucken zu können, so dass das Opfer dachte er würde halten.

Das schlimmste, was passieren kann, ist eine Erwartungshaltung, welche nicht erfüllt wird und das im positiven, wie auch im negativen.

Deine Ausführungen zeigen aber, dass wir ein Problem im Straßenverkehr haben: Die Einen müssen alles sehen und berücksichtigen, die Anderen brauchen sich um die Anderen nicht zu scheren.

Was ich damit sagen will ist, dass dem professionellen Fahrer, spätestens ab Klasse C1/D1 bewusst ist, dass es andere Verkehrsteilnehmer gibt und er darauf nicht nur Rücksicht zu nehmen hat, sondern auch deren Eigenheiten/-arten kennen muss. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen das mit größeren Fahrzeugen nicht.

Hiermit prangerst Du wieder ein Symptom an und nicht eine Ursache. Die Ursache liegt wesentlich in zwei Sachen verankert:

1. Andere Verkehrsteilnehmer wollen große Fahrzeuge erst gar nicht akzeptieren
2. Die Schulung richtet sich stets nach unten, bezogen auf eine Pyramide vom schwächsten zum stärksten Verkehrteilnehmer aus, nicht jedoch umgekehrt. Einseitige Rücksichtnahme ist noch lange nicht Umsicht.

Wer ist nun der richtige Adressat für Deine Kritik? Sicherlich nicht die LKW-Fahrer, sondern vor allem die Legeslative, womit Du letztendlich bei Deinen gepriesenen Politikern bist.

---

Für's Eis gibt es Gerüste. Da kann man mit dem LKW hinfahren und dann das Eis vom Dach holen. Mit einer Plane besteht die Alternative eine Pipe einzubauen, die bei solchen Witterungsverhältnissen aufgeblasen wird, womit das Wasser abläuft und kein Eis entstehen kann. War eigentlich jemand mal aufgefallen, dass man früher vorwiegend Firstdächer an Aufliegern hatte?
Bei der ganzen Geschichte muss man aber berücksichtigen, dass das a) Arbeitszeit und b) Lenkzeit verbraucht. Sowas gehört heute eher zu den wertvollen Sachen im Fahrerleben. Man könnte das vermutlich sogar mit Gold aufwiegen, oder so.

Beim Radfahrer, der neben einem Fahrradweg auf der Straße fährt, handelt es sich um etwas, was man nicht erwartet, da auch der LKW-Fahrer diese blauen Schilder mit dem Fahrrad drauf sieht. Proportional hat ein LKW-Fahrer per Gesetz ALLES zu sehen. Nach Rechtsprechung muss er sogar einen Radfahrer, der sich schnell auf weiter Entfernung nähert sehen, wenn er irgendwie im Spiegel oder so hätte gesehen werden können. Demzufolge sollte auch kein Unfall passieren.
Bevor wir aber weiter über evtl. marginale Themen reden, sollten wir vielleicht einmal festhalten, wieviele Radfahrer im Jahr von einem LKW angefahren. Hast Du konkrete Zahlen?

Ich ja: 17 im Fahrradland Niederlande in 2005.

gruß f

Zitat:

Original geschrieben von ScaniaChris



Was ich damit sagen will ist, dass dem professionellen Fahrer, spätestens ab Klasse C1/D1 bewusst ist, dass es andere Verkehrsteilnehmer gibt und er darauf nicht nur Rücksicht zu nehmen hat, sondern auch deren Eigenheiten/-arten kennen muss. Alle anderen Verkehrsteilnehmer müssen das mit größeren Fahrzeugen nicht.

Hiermit prangerst Du wieder ein Symptom an und nicht eine Ursache. Die Ursache liegt wesentlich in zwei Sachen verankert:

1. Andere Verkehrsteilnehmer wollen große Fahrzeuge erst gar nicht akzeptieren
2. Die Schulung richtet sich stets nach unten, bezogen auf eine Pyramide vom schwächsten zum stärksten Verkehrteilnehmer aus, nicht jedoch umgekehrt. Einseitige Rücksichtnahme ist noch lange nicht Umsicht.

Ich möchte eigentlich nicht zwischen großen und kleinen Verkehrsteilnehmern unterscheiden, sondern zwischen gefährlichen und ungefährlichen.

Ein Fußgänger ist ziemlich ungefährlich und darf deshalb ohne Führerschein einfach so auf die Straße. Auch die alte Frau, die schon nicht mehr so gut gehen kann, und der alte Mann, der nicht mehr so gut sieht, dürfen noch am Straßenverkehr teilnehmen. Weil der Fußgänger so ungefährlich ist, bekommt der Kfz-Fahrer im Falle eines Unfalls auch fast immer eine Mithaftung, selbst wenn er strafrechtlich völlig unschuldig ist und nur wenn ihm der Fußgänger direkt vors Auto springt, hat er eine Chance einigermaßen heil aus der Sache herauszukommen.

Ein Radfahrer ist schon wesentlich gefährlicher. Er ist deutlich schneller, sein Bremsweg ist länger, die Energie im Falle eines Unfalls ist größer. Ein Radfahrer braucht auch noch keinen Führerschein, aber sein Fahrrad muß diverse Vorschriften erfüllen, er darf nicht alkoholisiert fahren, wenn er regelmäßig auffällt, kann man ihm das Radfahren verbieten. Von einem Radfahrer wird selbstverständlich verlangt, dass er auf Fußgänger Rücksicht nimmt.

Ein PKW ist noch um ein vielfaches gefährlicher, er ist viel schwerer, er erreicht viel höhere Geschwindigkeiten, es gibt Winkel, die vom Fahrersitz aus nicht einsehbar sind, die Ausmaße sind viel größer. Deswegen muss ein PKW haftplflichtversichert sein, man braucht einen Führerschein, es gibt eine Vielzahl von Vorschriften. Während es ein Grundrecht ist, als Fußgänger sich frei bewegen zu dürfen, gibt es kein Grundrecht auf Autofahren.

Ein LKW ist so gefährlich, dass die Zahl der Vorschriften schon kaum noch zu begreifen ist. Von einem PKW-Fahrer kann der LKW eine gewisse Rücksicht erwarten. Von der alten Frau, die nicht mehr so gut gehen kann, und von dem alten Mann, der nicht mehr so gut sieht, kann er keine besondere Rücksicht erwarten. Es ist imho alleine die Aufgabe desjenigen, der das gefährliche Fahrzeug bewegt, dafür zu sorgen, dass keine Unbeteiligten zu Schaden kommen.

Es ist ja (hoffentlich) nicht so, dass die Schwachen die Starken mit Absicht behindern, aber im Straßenverkehr gilt eben auch nicht das Faustrecht des Stärkeren.

Zitat:

Bevor wir aber weiter über evtl. marginale Themen reden, sollten wir vielleicht einmal festhalten, wieviele Radfahrer im Jahr von einem LKW angefahren. Hast Du konkrete Zahlen?

Konkrete Zahlen zu suchen ist immer ein sehr mühsames Geschäft. Als Beispiel möchte ich auf diesen Artikel verweisen:

http://www.tz-online.de/de/aktuelles/muenchen/artikel_43252.html

Schon 5 tote Radfahrer 2008 in München, dabei 4 schwere Unfälle im Juli mit 3 Toten und 1 Schwerverletzten.

Für die Juli Unfälle sind die Unfallhergänge angegeben:

2xdas Szenario von oben, LkW biegt rechts ab und übersieht den geradeaus fahrenden Radfahrer

1xfährt der Radfahrer bei rot und wird von Bus überfahren

1xKollision mit PKW, PKW nimmt Radfahrer die Vorfahrt, Radfahrer überlebt schwer verletzt.

Im übrigen möchte ich mich für die weitgehend sachliche Diskussion bei diesem ziemlich emotionalen Thema bedanken.

Lt. destatis waren bei 13,6 % der mit Beteiligung von Güterkraftverkehrsfahrzeugen Fahrräder involviert. Bei 26.076 Unfällen wären das also 3546.

Bei 59 % aller Unfälle war das Güterkraftverkehrsfahrzeug Hauptverursacher.

Betrachten wir aber mal die Zweiradunfälle und da sieht man, dass in 2006 durch Unfälle 77.054 Radfahrer ums Leben kamen. Schau ich mir die Ursachen dafür an, dann liegt die Hauptursache in der FALSCHEN STRASSENBENUTZUNG, gefolgt von ALKOHOLEINFLUSS. Die anderen Fehler sind da nur noch marginal.

Überlegt man, wieviele Verkehrstote Zweiradfahrer es tatsächlich gab und wieviele der Zweiradfahrer mit einem Güterkraftverkehrsfahrzeug in einen Unfall verbandelt waren, muss man feststeleln, dass die Hauptgefahr woanders liegt.

Diese Informationen stammen aus mehreren Werken der Reihe "Verkehrsunfälle" des Statistischen Bundesamtes. Über die Ursachen bei Zweiradunfällen gibt es eine Grafik auf Seite 18 des Werkes "Zweiradunfälle im Straßenverkehr".

Zitat:

Original geschrieben von gustavbenz

Eins weiß ich aber sicher, nämlich wie der typische schwere Radfahrerunfall aussieht: Der LKW biegt rechts ab, der Radfahrer fährt geradeaus und kommt unter die Hinterachse des LKW. Der Radfahrer hatte recht, aber der Radfahrer ist tot. ICH weiß, dass der LKW einen toten Winkel hat und mich gar nicht sehen kann, ICH werde meine Vorfahrt nicht erzwingen. Aber das typische Opfer dieses Verkehrsunfalls ist nicht der schnelle Radfahrer, der sich einen Dreck um die Gesetze schert. Das typische Opfer sind langsame Radfahrer, Schulkinder und Rentner, die sich drauf verlassen, dass der LKW-Fahrer sie gesehen hat. Oft kommen unglückliche Umstände dazu, vielleicht hatte der LKW schon angehalten, weil er andere Radfahrer durchgelassen hat. Vielleicht hatte er seine Geschwindigkeit stark verringert um besser gucken zu können, so dass das Opfer dachte er würde halten.

Folgende Situation, geschehen vor ein paar Jahren:

Sattelzug hält als erstes Fahrzeug an einer roten Ampel und blinkt rechts, um auf eine mehrspurige Bundesstrasse einzubiegen. Neben der Fahrbahn, durch Bordstein getrennt, ein 2,50m breiter kombinierter Rad-/Fußweg. Hier kommt eine Radfahrerin an, während der LKW Grün bekommt. Sie möchte geradeaus die Bundesstrasse queren. Dies geht über die Rad-/Fußgängerampel, per Anforderung. D.h. sie hat ROT. Der LKW fährt an und biegt rechts ein (Bei 40t dauert das schon ein wenig bis der rum is...) Die Radfahrerin "übersieht" die Wand des Aufliegers vor ihr und rutscht mit dem Rad zwischen die Achsen eins und zwei des Aufliegers. Bis der Fahrer das realisiert hat, hat er die Frau auf dem Asphalt quasi zerrieben.

Wir kommen dann als Feuerwehr dazu, und dürfen die Strasse mit dem Kärcher reinigen (mehr war nich mehr über, nur Matsch)

Jetzt kommst Du und willst erzählen, der Trucker ist schuld???
Die gleiche Aussage haben die Angehörigen auch gemacht. Der rücksichtslose Trucker ist bei grün losgerast und hat die arme Frau gnadenlos zermalmt ohne mit der Wimper zu zucken.
Gut, auf die Wimpern hab ich nicht geachtet, als wir Ihn mit schwerem Schock in den Rettungswagen verladen haben...

@ alle Pseusosportler mit ihren nicht verkehrsgerechten Sportgeräten auf der Strasse:

Das Scheinargument mit kaputten Radwegen, die das Training verhindern: Ein Radweg der von dieser Gattung Mensch akzeptiert werden würde, müsste wohl mindestens 4m breit sein, glatt wie eine polierte Stahlplatte und für alle anderen Lebewesen bei Todesstrafe gesperrt! OK ich übertreibe bewußt ein wenig, aber mal ehrlich: Es ist doch eine tolle Ausrede. "Ich trainiere und bin schneller als die anderen und außerdem ist der Radweg ja sooo schlecht!"
Macht Ihr Euch die Sache vieleicht nicht doch ein wenig zu leicht??

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