Quattro beim Bergabfahren im Winter gefährlicher als z.B. Fronttriebler ?
Hallo allerseits !
Ich würde gerne einmal Eure Erfahrungen mit Allrad im Winter beim Bergabfahren lesen.
Ich komme aus Tirol und muß berufsbedingt bei jedem Wetter auch viele Bergstrecken fahren. Ich hatte bis jetzt noch nie einen Quattro.
Viele Leute sagen, dass ein vierradgetriebenes Auto beim abwärtsfahren sensibler reagiert als ein anderes. Auch sollen sich die Fahrer vom Sicherheitsgefühl vom "hinauffahren" bei abwärtsfahren beeinflussen lassen.
Bitte um Erfahrungen oder Tipps !
André
30 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von neverman
das geschilderte zucken mit dem heck, bzw bei unsensiblem Kupplungsfuß auch kräftige Ausbrechen IST ein Nachteil von quattros (allen allradlern) und auch hecktrieblern beim bergabfahren. die einzige antriebsform bei der dieser Effekt nicht auftritt sind Frontis. Ist ja auch logisch - eine frei rollende Achse wird von der Motorbremse nicht beeinflusst. Bei Allradlern und hecktrieblern wirkt die Bremswirkung des Motors auch (nur) nach hinten. Und da bekanntlich die Hinterachse stabilisierende Wirkung hat, wirkt dort ein Verlust an Führungskraft entsprechend unschön aufs Fahrverhalten aus.Viele Leute haben (anfangs) ein Problem sich umzustellen - man merkt leider nicht schon beim Beschleuningen, wie glatt es wirklich ist. Übrigens sind grade die Torsen-quattros durch die variable Karftverteilung etwas heikel, wenn es mal "sportlich" sein soll. Die erste Quattrogeneration hatte fixe 50:50 - war aber für den normalen Autofahrer eher "anspruchsvoll" zu fahren da hier noch manuelle Sperren betätigt werden mussten. Die Torsen sind im Normalbetrieb leichter zu fahren, man muß sich um nichts kümmern und bis man die bei den Torsen als Anfahrhilfe ausgelegte Sperre fürs Heckdiff mal benötigt muß es schon knüppeldick kommen.....
Wie gesagt, durch die variable Momentenverteilung ist ein Torsen-Q bei glätte etwas heikel wenn man "sportlich" fahren will - da kann einen bei entsprechender leistung und lenkeinschlägen schonmal das eigene Heck überholen....fährt man jedoch "der Witterung angepasst" kann einen fast nur sehr hoher Schnee aufhalten....
So wollt ichs eigentlich sagen.😉😁
Zitat:
Original geschrieben von anderer
Hi !
Danke - ich werde mir das jetzt ins Hirn eingravieren ! 😮
und - Steirermen sind wirklich gut - nicht nur für hollywood !
André
😁😁
PS:Wieviel schnee habt ihr??
Bei uns 50cm Neuschnee.🙁
Hi,
das Zucken/Ausbrechen mit dem Heck ist kein konstruktiver Nachteil, eine Schwäche hat höchstens der Fahrer.
Fronties schieben bei apruptem Gaswegnehmen meist brutal in Richtung Leitplanke geradeaus, Hecktriebler neigen zum Ausbrechen des Hecks, nur Quattros sind insofern sensibel, als es ein bisschen Gefühl braucht, wie er reagiert. Schaltet man knallhart runter (mit entsprechender Kupplungsbetätigung) geht der A.... weg, bremst man zu hart, spielt er Fronti.
Wer sich jedoch an den Quattro gewöhnt hat, kann sich die Art des Kurvenfahrens ob bergauf oder -ab selbst aussuchen, heraushängendes Heck wie ein BäÄmWä oder Orientierung an der Leitplanke wie ein japanischer Frontkratzer.
Jedenfalls hängts im Prinzip am Hirn des
Hi,
das Zucken/Ausbrechen mit dem Heck ist kein konstruktiver Nachteil, denn Lastwechselreaktionen zeigen so gut wie alle Autos. Eine Schwäche hat höchstens der Fahrer.
Fronties schieben bei apruptem Gaswegnehmen meist brutal in Richtung Leitplanke geradeaus, Hecktriebler neigen zum Ausbrechen des Hecks, nur Quattros sind insofern sensibel, als es ein bisschen Gefühl braucht, wie er reagiert. Schaltet man knallhart runter (mit entsprechender Kupplungsbetätigung) geht der A.... weg, bremst man zu hart, spielt er Fronti.
Wer sich jedoch an den Quattro gewöhnt hat, kann sich die Art des Kurvenfahrens ob bergauf oder -ab selbst aussuchen, heraushängendes Heck wie ein BäÄmWä oder Orientierung an der Leitplanke wie ein japanischer Frontkratzer.
Jedenfalls hängts im Prinzip am Hirn des Fahrers (und dessen Popometer), ob er abfliegt oder net.
Allen Quattrofahrern weiter viel Spaß im Winter - auch bergab - und eine unfallfreie Fahrt !
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Zitat:
Original geschrieben von carolus
aber man sollte halt an die Schwerkraft (nach unter zählen immer 9,81 Newton !) denken.
Das nenn´ ich mal Superleichtbauweise😁
F = m x g
g = 9,81 m/s²
Zitat:
Original geschrieben von i need nos
Das nenn´ ich mal Superleichtbauweise😁Zitat:
Original geschrieben von carolus
aber man sollte halt an die Schwerkraft (nach unter zählen immer 9,81 Newton !) denken.F = m x g
g = 9,81 m/s²
gut in der schule aufgepasst. aber ich glaube es denkt keiner beim bergab fahren an diese formel. was auch völlig egal ist den es ist erstmal wichtiger unten heile anzukommen, oder?
ist mir eigentlich Latte, aber wenn das so falsch geschrieben wird, dann muss ich das kommentieren, bevor irgendjemand das so weiter verbreitet😁 Dazu musst ich nicht in der Schule aufpassen: das ist Grundbildung😉
Außerdem: welche Kraft zieht denn dann am Wagen, wenn nicht die Schwerkraft? Sicher, der Wagen bewegt sich nicht senkrecht nach unten (hoffentlich), aber die Kraft, die in den Berg hinunter zieht, wirkt trotzdem senkrecht und erzeugt einen resultierenden Kraftvektor in Richtung der Fahrbahn.
*Klugscheißermodus aus*😁
Um noch was zum Thema zu sagen: bergab merke ich mit meinem Quattro bei Regen und in Kurven, dass das Heck sowohl in der Motorbremse als auch beim Beschleunigen schneller ausbricht als beim Frontler.
@i need nos: ich wollte dir nix....so war das nicht gemeint. ich wollte damit nur sage, das sich in dem moment wo dus rum rutschen anfängst keiner über die schwerkraft gedanken macht.
egal.....zurück zum thema........
Hi,
finds ja toll, dass hier ein paar Leute so aufpassen. War etwas unklar, aber ich wollte nicht über die zur Beschleunigung benötigte Kraft dozieren, die aus dem Ruhezustand wirkt. Auch ich weiß, dass 1 N die SI-Einheit für Kraft ist und sich aus 1(kg*m)/s² berechnet.
1 N entspricht dann in etwa einer Gewichtskraft von 102 g auf Meereshöhe, was in etwa wieder den Faktor 9,81 enthält. Selbst Hauptschüler in Bayern lernen, dass man kg einfach mal rund 10 nehmen muss, um die Gewichtskraft zu erhalten. Und die soll ja beim bergabfahren wirksam sein.
Nix für ungut! Aber draußen fällt vor dem Fenster der Schnee. Wenns bei euch auch so ist viel Spaß beim Fahren!
Zitat:
Außerdem: welche Kraft zieht denn dann am Wagen, wenn nicht die Schwerkraft? Sicher, der Wagen bewegt sich nicht senkrecht nach unten (hoffentlich), aber die Kraft, die in den Berg hinunter zieht, wirkt trotzdem senkrecht und erzeugt einen resultierenden Kraftvektor in Richtung der Fahrbahn.
Um genau zu sein ist das auch nicht nur masse x 9,81m/s² sondern:
Hangabtriebkraft= mg x sin ß und sonst nichts!! 😉
Hi !
Ich mache es jetzt auch wie mein steirischer Freund. Endlich schneit es jetzt auch in
Innsbruck und ich kann mit meinem Quattro erste Erfahrungen im Schnee sammeln.
Schöne Grüße
Hi,
jetzt ham wir mal richtig gezeigt, welche gebildeten Leute sich in Audis setzen🙂
Allerdings ist mir im Moment sowohl die Gravitation mit allen Einheiten und Formeln als auch Herr Newton ziemlich wurscht, denn vorhin ist mir auf der nur leicht überzuckerten Straße ein Astra mit Sommerreifen in den hinteren Stoßfänger gerutscht (Hinten links, weil ich ihm bergab(!) in einer Rechtskurve nicht schnell genug war und er untersteuert hat und übers linke Vorderrad weggerutscht ist). Hab allerdings Glück gehabt, nur Clips herausgerutscht und der ganze Schmonzenz muss neu lackert werden, aber die Halterungen und die Karosserie (Kofferraumboden) haben nix abgekriegt.
Wünsch allen Quattrofahrern mit oder ohne Physikkenntnissen ein glücklichere und unfallfreie Fahrt im Schnee!
Zitat:
Original geschrieben von carolus
Hi,
das Zucken/Ausbrechen mit dem Heck ist kein konstruktiver Nachteil, denn Lastwechselreaktionen zeigen so gut wie alle Autos. Eine Schwäche hat höchstens der Fahrer.
Naja und da Fahrer selten ihre Schwäche zugeben versuche ich nochmal ne Erklärung zusätzlich. Es geht ja beim "bergabfahren" nicht nur um Lastwechsel. Dort tritt es allerdings aus nachvollziehbaren Gründen verstärkt auf. Aber auch wenn man ohne jegliche Lastwechsel bergab rollt IST ein quattro (bei sonst gleichen Bedingungen) auf der Hinterhand unruhiger bzw bricht eher aus als ein Fronti. Der Punkt wo (sogar auf schnurgerader Gefällestrecke, quasi einer schiefen Ebene) das Ausbrechen passiert (oder wenigstens das Heck sehr unruhig wird) wird natürlich vom herrschenden Reibwert bestimmt. Man könnte sich nun einen Versuchsaufbau ausdenken:
Eine schiefe Ebene mit veränderlichem Reibwert, je weiter es die Ebene "runter" geht, desto geringer wird der Reibwert. Nun lässt man dort einmal einen quattro und einmal einen sonst identischen Fronti mit eingelegtem Gang herunterrollen. Der quattro wird früher ausbrechen (früher = noch weiter oben auf der Ebene) als der Fronti. Einfach weil die Bremsmomente höher sind als bei der Frontihinterachse....
und trotzdem wirkt auf das Auto nicht eine Kraft von 9,81 N, sondern es wirkt die Erdbeschleunigung in der Form der Hangabtriebskraft. Sicher ist der Bezug für die Gewichtskraft bei einem Referenzgewicht von einem Kilogramm eine Kraft von 9,81 N, aber das Auto wiegt eben nicht 1 Kg😉
Aber egal, es ging ja nicht um die Hangabtriebskraft des Quattros, sondern seine Wintertauglichkeit🙂
@carolus: shit, aber hätte schlimmer kommen können. Freu Dich doch einfach, dass nicht mehr passiert ist🙂