Produktionsfehler, der Lackprobleme hervorruft

VW Phaeton 3D

Hallo Zusammen,

fahre einen Phaeton Modell 2006 und habe nur Probleme mit dem Lack.
Bisher wurde er vier mal lackiert inkl. neuer Türen und Heckklappe. Das letzte Mal wurde er sogar nach Dresden in die gläserne Manufaktur gefahren. Zwar alles auf Kulanz, aber verdammt ärgerlich.
Als Anlage zwei Seiten aus der dazugehöigen TPI, in der genau aufgeführt ist, was das für ein Produktionsfehler ist, welche Maßnahmen ergriffen werden müssen und wie die Kulanz geregelt ist.
Kann gerne auch gerne alle Seiten der TPI veröffentlichen.

Beste Antwort im Thema

Hier noch mehr aus der TPI. Nervt damit eure VW-Verkäufer! Bei mir sind bisher für knapp 20.000€ Reparaturen auf Kulanz durchgeführt worden. Also fast so viel wie ich dafür bezahlt habe.

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Über die Lackproblematik habe ich ja schon viel hier im Forum gelesen - wenig erfreuliches. Als Käufer eines mehr als 10 Jahre alten Phaetons sehe ich die Kulanz-Frage wenig optimistisch, kenne auch die Vorgeschichte des Lacks an meinem Fahrzeug nicht. Bisher weist es nur zwei winzige Korrosionsstellen (eine pro Seite) auf, die ich erst auf der Bühne ertastet habe, weil ich gezielt danach suchte. Gesehen hatte ich sie nicht. Meine aktuelle Haltung dazu: Finger weg!

Denn bei mir ist hier im Forum der Eindruck entstanden, als ob eine Neulackierung nur zeitlich begrenzt Abhilfe schafft. Manchmal klingt es so, als wäre es danach noch schlimmer geworden. Gibt es auch positive Erfahrungen im Stil von "neu gemacht und endgültig weg"? - Und sieht man dem Fahrzeug die Nachlackierung(en) nicht an? - Zu meinen Oldtimer-Zeiten gehörte eine Original-Lackierung zu den höchsten Gütern?

Gruß Udo

eben, es sind Korrosionstellen und die haben mit dem Lack nichts zu tun. Der Lack beim Phaeton ist super.
Auf "Durchrostung" gibt es auch nach 10 Jahren Kulanz, man muss sie sich nur "erdrohen" :-)

Die Nachlackierungen sieht man immer, bei hellen Tönen mehr als bei dunklen. Der Phaeton ist mit Lösemittelhaltigen Basislacken lackiert, eine Nachlackierung dann auf Wasserbasis, das passt nie...
Wenn man die oxidierten Stellen abschleift, sollt man auch die richtige Grundierung verwenden, sonst war es für die Katz.

Ich habe leider aktuell die identische Problematik an meiner Tür. Direkt über der Chromleiste hebt sich der Lack ab.

Vor zig Jahren wurden schoneinmal alle Türen lackiert.

Bezüglich Kulanz und VW kann ich nur negatives berichten. Aussage VW: "Sie haben 2 Jahre Garantie, danach ist alles persönliches Lebensrisiko. Sie können nicht ernsthaft erwarten, dass wir bei einem Fahrzeugalter von 10 Jahren noch irgendeine Kulanz gewähren."

Daher interessiert mich gerade brennend die Frage, nach den Garantien seitens VW. Gibt es eine Lackgarantie? Fallen die Schäden unter die Durchrostungsgarantie? Wenn meine besagte Tür vor einigen Jahren bereits lackiert wurde, beginnt dann eine der Garantien erneut zu laufen?

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Zitat:

@OpiW schrieb am 10. September 2016 um 11:13:59 Uhr:


offensichtlich hat man ja wohl seitens VW nicht daran gearbeitet diese Fehler abzustellen, da dieses sich durch viele Baujahre ziehen.

Bei dem hohen Neupreis darf so etwas einfach nicht passieren, vor allen Dingen nicht über solch einen langen Zeitraum.
Für Qualität spricht das jedenfalls nicht.

Gruß Wolfgang

das sehe ich auch so!

Zitat:

@C0RLE0NE schrieb am 10. September 2016 um 13:39:02 Uhr:


@ phaetonw1260
Der Schriftverkehr würde mich mal interessieren, hast du da was für mich?

Hallo

Und den Schriftverkehr abzukürzen . Mein Phaeton Bj 2/10 das erste mal wurde er 1/12 neu lackiert wegen bekannter Mängel das hat VW komplett bez. Und dann kam es immer wieder so Ca alle 1,5 Jahre und da hat mein Anwalt ganz einfach die Garantie geltend gemacht

Gruß Frank

Zitat:

....und da hat mein Anwalt ganz einfach die Garantie geltend gemacht
Gruß Frank

welche Garantie? Die gegen 12 Jahre Durchrosrtung von innen nach aussen, oder die Garantie/Gewährleistung aus dem Reparaturvorgang?

Von der 1 von VW bezahlen Lackierung

Zitat:

@abubillas schrieb am 10. September 2016 um 16:17:09 Uhr:


Auf dem Bild sieht man, wie es bei mir unter der Chromleiste anfing (Tür wurde erneuert).

Sieht bei mir absolut genauso aus: Hintere Türe auf der Fahrerseite. Habe es schon reklamiert und warte auf die Antwort.

Selbst bei der Klavierlackvarantie, deren Lackstärke deutlich höher als bei den Standardlacken ist.

Im Grunde ist es ja schon fast ein Armutszeugnis für VW, das Problem innerhalb eines Jahrzents offensichtlich in der Fertigung nicht in den Griff bekommen zu haben.

Zitat:

@mike95 schrieb am 12. September 2016 um 19:55:56 Uhr:


[...]

Im Grunde ist es ja schon fast ein Armutszeugnis für VW, das Problem innerhalb eines Jahrzents offensichtlich in der Fertigung nicht in den Griff bekommen zu haben.

Zunächst ist eher ein konstruktiver Fehler. Da die Tür aus Aluminium ist, einige der verbauten Elemente aber Blechteile aus Eisenlegierungen (z.B. Stahlblech) enthalten, kommt es in Kombination mit Feuchtigkeit zu sogenannten Lokal- oder galvanischen Elementen. Also Ionenfluß mit Auflösung bzw. Korrosion des 'unedleren' Metalls. Was bedeutet, daß zwischen den beiden Metallen entweder eine isolierende Trennschicht gehört (Pulverlack, Plastikfolie...) oder sichergestellt wird, daß an der Kontaktstelle nie Feuchtigkeit auftritt.

M.E. ist es ein konstruktiver Fehler, weil es selbst für einen gewissenhaften und geübten Mechaniker sehr, sehr schwer ist, eine Abdeckleiste mit Halteklammern aus Blech auf einen Türausschnitt zu montieren, ohne daß eine der Halteklammern vielleicht doch einen direkten metallischen Kontakt mit dem Aluminium der Tür bekommt.

Falls hier ein Jurist mitliest: gilt Produkthaftung bei konstruktiven Mängeln nicht zeitlich unbegrenzt? Und was bedeutet das für den Phaeton(End-)Kunden?

Zitat:

Zunächst ist eher ein konstruktiver Fehler. Da die Tür aus Aluminium ist, einige der verbauten Elemente aber Blechteile aus Eisenlegierungen (z.B. Stahlblech) enthalten,...

Die elektrochemischen Prozesse sind mir schon bekannt. Mein Chrysler 300C hatte auch Alumium-Karrosserieteile in Kombination mit Stahl und da waren solche Ausblühungen nicht.

Es ist klar, dass es schlicht eine Fehlkonstruktion ist, man es aber in der Fertigung in Griff bekommen konnte, durch eben zusätzliche Trennschichten oder Einsatz galvanisch neutraler Klammern.

Zitat:

gilt Produkthaftung bei konstruktiven Mängeln nicht zeitlich unbegrenzt? Und was bedeutet das für den Phaeton(End-)Kunden?

Nein, sie greift erst garnicht, da die beschädigte Sache das fehlerhafte Produkt selbst ist. Es kommt in diesem Fall nur der Gewährleistungsrechtliche Aspekt, der verjährt nach 2 Jahren.

Grundsätzlich verjährt die Produkthaftung nach 10 Jahren, oder drei Jahren ab dem Zeitpunkt, wo der Geschädigte Kenntnis davon hatte.

Es gibt aber eine Produzentenhaftung, und die würde vermutlich anwendbar sein, wenn Integritätsinteresse (Interesse am unveränderten Fortbestand des Eigentums) besteht. Aber auch diese verjähren nach 3 Jahren. Zudem stellt sich die Problematik des Eigentums, da die meisten Fahrzeuge wohl geleast sind oder finanziert, der Fahrer/Halter daher nur "Besitzer" ist.

VW gibt aber eine Druchrostungsgarantie von 12 Jahren, auf Lack 3 Jahre. Die Garantie ist aber nicht gesetzlich geregelt, sondern ein Versprechen des jeweiligen Herstellers und zu seinen Bedingungen und Leistungen.

Hierauf beruht auch die Kulanzhaltung von VW, rechtlich hat man nach Fristablauf evtl. gesetzlicher Möglichkeiten, keine weitere Handhabe.

Anbei auch mal ein Bild meiner Türe.

Zierleiste

Wenn man das Auto kauft muss der Händler 2 Jahre für solche Schäden haften danach ist laut GMD eine Frage des fahrzeugsalters älter als 6 Jahre darf der Phaeton dann nicht alt sein,denn dann will VW keine Kulanz mehr gewähren....meiner wurde an allen 4 Türen lackiert inkl. Neuer leisten und die Leiste an beifahrertür Höhe des Außenspiegels wurde erneuert und lackiert....VW hat die Kosten zu 75%vw und 25% der Händler bezahlt inkl.leihwagen

das Problem ist, dass es häufig damit nicht getan ist, denn die Korrosion kommt wieder :-(

Ich denke mal, dass nach Anwendung der technischen Produktinformation 2022690/4 das Problem nicht mehr kommen sollte. Vermute allerdings, dass man sich bei der Instandsetzung häufig nicht genau daran hält. Es sollen nämlich auch alle nicht befallenen, aber in Frage kommenden Teile vorsorglich behandelt werden.

In der Regel: Leiste ab, schleifen und Lack drauf, Leiste wieder dran. Damit ist es aber nicht getan.

..und was beinhaltet die technische Produktinformation 2022690/4 ?

Gruß Wolfgang

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