Probleme mit HUK nach Unfall. Was denkt ihr ? Klagen ?

BMW 5er F10

Hi Freunde,
hatte vor ca. 4 Monaten einen Unfall wo mir ein Fahrzeug beim ausparken am Poco Parkplatz meins beschädigt hat. Schuldfrage war klar und ich habe danach einen Sachverständiger und Anwalt beauftragt.

Sachverständiger hat den Schaden auf ca.9000 € und der Anwalt hat danach alles in die Wege geleitet. Ich wollte, dass laut Gutachten abgerechnet wird. Direkt danach kam ein Schreiben wo die mitgeteilt haben, dass die den Sachverständiger auszahlen und meine Sache in Bearbeitung ist und schnellstmöglich erledigt wird.

Nach ca. 8 Wochen kam ein Brief von der HUK…
„ Die Überprüfung des Gutachtens hat ergeben, dass der dort aufgeführte Reperaturumfang Anhang der Fotos nicht nachzuvollziehen ist“

„Zur Nachbesichtigung wurde die Dekra beauftragt.“

Jedoch habe ich das Fahrzeug schon selbst umgebaut nachdem ich zuvor das Ok vom Sachverständiger mir geholt habe.

Mein Anwalt hat mich dann gebeten Bilder vom Fahrzeug zu schicken wo eine aktuelle Bild Zeitung auch zu sehen ist, was ich auch gemacht habe. Er hat der HUK geschrieben, dass das Fahrzeug schon repariert ist, sie sich das gerne sich es anschauen können. Falls noch weitere Fotos benötigt werden hätte der Sachverständiger noch einige. Den Text hat er mit den aktuellen Bildern der HUK geschickt. Bis gestern also über 2 Wochen keine Antwort auf die E-Mail obwohl danach noch einmal eine Nachricht von meinem Anwalt den geschickt wurde. 2 Frist nicht eingehalten. So mein Anwalt hat gestern dort angerufen und dann sagen die … ja die Zeitung ist nicht zu erkennen und Termin verstrichen bla bla Blub. So jetzt wisst ihr alles. KLAGEN ?

71 Antworten

Zitat:

@Pauliese schrieb am 5. September 2021 um 05:53:44 Uhr:



Parkplatz Unfall...Poco... Privatgelände?
Solche Unfälle weden doch meist 50 zu 50 gewertet?

Nicht wenn eines der Fahrzeuge friedlich auf seinem Stellplatz steht.

Zitat:

@Pauliese schrieb am 5. September 2021 um 05:53:44 Uhr:


9000.- Euro Schaden beim Ausparken? Wie kommt dieser sehr hohe Betrag zustande?
[...]
Wenn ich jemanden beim Ausparken antitsche , so wie Du schreibst, stelle ich mir das halt auch so vor, und meine Versicherung würde mir mitteilen daß ich 9000 € Schaden verursacht habe, ginge bei mir erstmal das Wort Abzocke im Kopf rum....

Fahr mal einem neueren Audi, BMW oder Mercedes seitlich auf ein Rad...

Meinem Audi fuhr einer mit geringer Geschwindigkeit genau auf das Hinterrad... Schadenhöhe lag ebenfalls bei etwa 9.000€ (kein Blechschaden, aber die ganze Achse auf der Seite musste neu). Selbst repariert, weil es bei einem 16 Jahre alten Auto keinen Sinn macht das in der Werkstatt machen zu lassen...vor allem dann nicht, wenn man selbst die Möglichkeiten dazu besitzt.
Die Schadenhöhe hat die gegnerische Versicherung allerdings nie angezweifelt; nur den Unfallhergang (inzwischen durch gerichtlich angeordnetes Gutachten bestätigt) wurde in Zweifel gezogen.

Bei einem Fahrzeug mit Alu-Seitenteil hinten (Z.B. Audi A8) kommt man auch sehr schnell auf 9.000€ Schadenhöhe. Das repariert man allerdings auch nicht mehr selbst.

Ja, das stimmt. Beide Antworten nach meinem Beitrag sind natürlich korrekt.
Was mich insofern bestätigt, daß wir hier einfach nicht alle Details kennen, die entscheidend sein können.

50/50 nur wenn beide Fahrzeuge am Verkehr teilgenommen haben. Das war hier wohl nicht der Fall. Die Schadenshöhe wurde von einem Gutachter festgestellt. Ist nicht unsere Aufgabe das in Frage zu stellen, das macht ja die Versicherung schon.
Warum der TE sein Auto selber repariert hat? Vermutlich weil er es kann oder zumindest meint, dass er es kann 🙂
Ist inhaltlich unerheblich. Er hätte sich auch auf Kostenvoranschlag auszahlen lassen können und das Auto nicht reparieren lassen. Früher haben dann Versicherungen gerne für jeden Kack Abzüge machen wollen bis das Fahrzeug nachweislich repariert ist. Aber soweit ich weiß ist das nicht rechtens. Mir wollten sie in 2019 auch die Verbringungskosten (ca. 70 EUR) des Fahrzeugs zum Lackierer aus dem Kostenvoranschlag vom Freundlichen erst erstatten, wenn diese auch angefallen wären. Der Rest ca. 700 EUR wurde netto ausbezahlt. Nachdem ich mich eingelesen haben stand für mich fest, dass Abzug nicht rechtens war. Und nach Hinweis, dass ich auch für 70 EUR gerne noch einen Rechtsbeistand einschalten könnte, kamen diese. Repariert wurde nix, war nur eine Druckstelle in der Stoßstange...

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Mein weiteres Vorgehen hinge davon ab, ob das eigene Gutachten im Zweifel einer Prüfung durch einen vom Gericht bestellten Gutachter stand hält. Eine behauptete und nicht nachweisbare Reparatur sollte erklärbar und plausibel sein.

Bei dem Schaden ist davon auszugehen dass der Richter einen Gutachter bestellt und er dessen Aussage folgt.

Selbstverständlich Klagen.

Die Huk bettelt ja darum.

HUK ist wohl bekannt für solche Dinge. Hat mir gerade mein Anwalt erzählt ;-)

Das ist bestimmt lediglich eine der rein statistischen Logik folgende Aussage.
Ist halt nunmal der am meisten gebuchte Versicherer.

Also ist kein 50/50 Fall … ich stand einfach nur hinter ihm paar Meter und er hat ohne nach hinten zu gucken Rückwärtsgang eingelegt in mein Fahrzeug. Repariert habe ich selber … teile habe ich klar Rechnung aber will ja über Gutachten abrechnen und vor allem sieht man es auch weil ich ein andere Stoßstange verbaut habe

Zitat:

@Pauliese schrieb am 10. September 2021 um 19:01:57 Uhr:


Das ist bestimmt lediglich eine der rein statistischen Logik folgende Aussage.
Ist halt nunmal der am meisten gebuchte Versicherer.

Da steckt, wie ich schon schrieb, etwas mehr dahinter.

https://www.motor-talk.de/.../...as-denkt-ihr-klagen-t7151978.html?...

@Jonny123bmw
Danke für die Rückmeldung.
Wie Du siehst wären noch mehr Infos hilfreich.
Weiter oben schrieb jemand:
" 50 / 50 nur wenn beide am Verkehr teilnehmen, war hier offensichtlich nicht der Fall... "
Der hat Deine Infos also auch fehlinterpretiert!
Drum bräuchte man hier einen richtig guten Aufschlußreichen Bericht des Unfallhergangs und was wer geschrieben hat.
Vielleicht kannst Du wenigstens noch erklären, warum Dein Gutachter auf 9000.- € kommt. Sehr virl Geld.
Welches Autohast Du da? Typ, Modell, Bj. KM. Ausstattung?
Was wurde alles beschädigt?
Gruß Paul

Edit: wenn ich ganz gemein wäre, könnte ich sagen: der STAND da auf dem Parkplatz rum, hat seinen Rückwärtsgang eingelegt, aber Du bist Ihm hinten draufgerummst, noch bevor er sich bewegt hat....
Zeugen oder schriftliche Aussagen gibt es wohl nicht, gell?

Eventuell kann ja der Te mal einige Bilder reinstellen.

Bei einem Ein/Aus Parkschaden von 9000 Euro würde ich als Versicherung auch erstmal zucken und gewisse Dinge erstmal in Frage stellen.

AEG

@Jonny123bmw - da gebe ich Pauliese Recht. Am Verkehr teilnehmen heißt nicht, dass Dein Fahrzeug in Bewegung gewesen sein muss. Wenn nachweislich keiner im Fahrzeug war, bist Du aus 50/50 raus. Alleine, wenn Du schon drin gesessen hast, müsstest Du theoretisch beweisen, dass Du das Fahrzeug nicht bewegt hast.
Mir ist das passiert, dass ich rückwärts zum Ausparken angesetzte habe, einen Meter gefahren bin und dann gehalten habe weil hinter mir gegenüber jemand das Gleiche gemacht hat. Nach ca. 10 Sekunden ist die Dame dann komplett an meiner Heckecke erst rückwerts und dann vorwärts lange geschrappt und wäre auch weggefahren, wenn ich ihr nicht hinterhergelaufen wäre. Die Spuren alleine waren schon eindeutig, aber Polizei sagte 50/50. D.h. ich hätte per Gutachtennachweisen müssen, dass sich mein Fahrzeug nicht bewegt hat...vermutlich auch, dass es sich deutlich vor dem Zusammenstoß nicht mehr bewegt hat. Und das war zu riskant für einen Bagatellschaden.

Also in Theorie kann man, wenn Du im Fahrzeug gesessen hast immer an der Schuldfrage basteln...

Zitat:

@AEG47 schrieb am 10. September 2021 um 20:36:36 Uhr:


Eventuell kann ja der Te mal einige Bilder reinstellen.

Bei einem Ein/Aus Parkschaden von 9000 Euro würde ich als Versicherung auch erstmal zucken und gewisse Dinge erstmal in Frage stellen.

AEG

Ja, und wenn dann der Schaden ohne Einverständnis des Versicherers schon repariert wurde, kann man auch skeptisch werden.

Zitat:

@Jonny123bmw schrieb am 10. September 2021 um 19:06:48 Uhr:


Also ist kein 50/50 Fall …

Was das Schwadronieren über 50/50 soll weiß keiner.

Die Versicherung bestreitet die Haftung nicht dem Grunde nach sondern in der Höhe.

Wie weiter vorn schon steht: Sind die 9k realistisch und plausibel und halten der Bewertung eines durch das Gericht bestellten Sachverständigen stand, kann und sollte man selbstverständlich klagen.

Beruht das Ganze eher auf einem mehr oder weniger überzogenen Gefälligkeitsgutachten vieleicht lieber nicht.

Das kannst nur du wissen und insofern kannst auch nur du die Entscheidung treffen. Zu den sonstigen Risiken und Nebenwirkungen sollt dich dein Anwalt beraten können bzw. schon haben.

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