Problem mit Notlaufmodus
Hallo zusammen,
ich hoffe, dass mir hier einer behilflich sein kann.
Hier erstmal meine Fahrzeugdaten:
Golf IV TDI-PD 74 kW (101 PS) BJ 05/2002 - Manuelles 5 Gang Getriebe
Mein Problem:
Der Motor schaltet mittlerweile fast immer im 5. Gang zwischen 100 - 120 km/h in den Notlaufmodus.
Wenn ich die Zündung abstelle und ihn abermalig starte ist alles wieder fein.
Dies passiert allerdings immer nur dann, wenn ich mindestens eine leichte Steigung habe.
Ich kann es bisher umgehen, indem ich im vierten Gang bis 120 km/h beschleunige und dann in den fünften Gang schalte.
Ich habe auch mal den Fehlerspeicher des Motormanagements ausgelesen und folgendes steht dort:
======== 001 [01] - Motor (ECU) ===========================================
-> Steuergerät gefunden <-
VAG Geräte-Typnummer: 038 906 019 AT
Bauteilbezeichnung: 1,9l R4 EDC 0000SG 1513
Zusatzinformationen: WVWZZZ1JZ2W677634 VWZ6Z0B0105001
VAG Werkstattcode: 01271
Softwarecodierung: 00002
-> 1 Fehlercode(s) <-
-- 1 --
17964
163
Nach einer kleinen Recherche bedeutet dies übersetzt folgendes:
- Fehler
- 17964 - P1556 Ladedruckregelung
- Regelgrenze unterschritten, 35-10, sporadisch
Vom Gefühl würde ich den Turbolader als Fehlerquelle ausschließen wollen, da ich in den unteren Gängen keine Probleme habe und der Wagen auch ordentlich beschleunigt...ab 120-200 km/h habe ich ebenfalls keine Probleme. Bin allerdings kein Fachmann. Was ich sehr oft gelesen habe wäre als Fehlerquelle der VTG Gestänge, dass durch Russablagerungen schwerfällig ist.
Habt ihr zufällig noch andere Ideen?
Wäre über jede Hilfestellung sehr dankbar.
Viele Grüße
Karl
Beste Antwort im Thema
Ladeluftstrecke auf Undichtigkeit prüfen.
Bei Problemen mit der VTG wird die Regelgrenze i.d.R. überschritten.
Gruß
schwarzabgleich
10 Antworten
Ladeluftstrecke auf Undichtigkeit prüfen.
Bei Problemen mit der VTG wird die Regelgrenze i.d.R. überschritten.
Gruß
schwarzabgleich
Zitat:
Original geschrieben von schwarzabgleich
Ladeluftstrecke auf Undichtigkeit prüfen.Bei Problemen mit der VTG wird die Regelgrenze i.d.R. überschritten.
Meine ich auch, aber wäre die Ladeluftstrecke undicht, hätte er vermutlich schwarzen Qualm. Er schreibt auch, daß er bei höheren Drehzahlen (bei denen die VTG offen sein kann/muss) kein Problem hat. Bei undichter Ladeluftstrecke hätte er aber wohl eins.
Daher denk ich eher, daß die VTG im unteren Bereich nicht voll anzieht.
Wenn Du die Verstelldose sehen kannst, dann schau, ob die Verstellstange kurz nach Motorstert wenigstens 1cm anzieht.
Prüf die (dünnen) Unterdruckschläuche, die vom Megnetventil zur Verstelldose führen.
Wenn da alles ok scheint, dann kann es auch ein Defekt an diesem Magnetventil sein.
Grüße Klaus
Hallo zusammen,
vielen Dank für die schnelle Antwort Schwarzabgleich und Klausl.
Ich würde nun mit der Analyse starten und
1) die Ladeluftstrecke prüfen (@Klausel: ich habe tatsächlich überhaupt keinen schwarzen Rauch)
2) die Verstelldose prüfen
Wenn ich das richtig sehe, sitzt die Verstelldose ziemlich weit oben, richtig?
3) die Unterdruckschläuche prüfen
Das werde ich als aller erstes machen!
4) das Magentventil prüfen
Hier bin ich ein wenig überfragt. Wie kann ich denn testen, ob das Magentventil funktioniert? Kann ich das mit einem Programm auslesen oder bewegt sich bei eine bestimmten Motordrehzahl etwas?
Wäre euch auch hier für jeden Hinweis dankbar!
Besten Gruß
Karl
Zitat:
Original geschrieben von Charlie0309
2) die Verstelldose prüfen
Wenn ich das richtig sehe, sitzt die Verstelldose ziemlich weit oben, richtig?
Es geht eine Stange in den Turbo hinein, daran kennst Du es.
Zitat:
Original geschrieben von Charlie0309
4) das Magentventil prüfen
Hier bin ich ein wenig überfragt. Wie kann ich denn testen, ob das Magentventil funktioniert? Kann ich das mit einem Programm auslesen oder bewegt sich bei eine bestimmten Motordrehzahl etwas?
Im Stand kannst Du nicht viel machen, aber das Anziehen kurz nach Motorstart (mit Helfer) kannst Du checken, wie ich es beschrieben habe.
Stellglieddiagnose ist besser, brauchst aber VCDS dafür (oder Werkstatt).
Grüße Klaus
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Hallo zusammen,
ich habe mich gestern, nachdem ich etliche Artikel gelesen habe und teilweise die Verwirrung in mir aufstieg, einiges versucht zu checken.
1) Magnetschalter N75: Hier habe ich die Selbstdiagnose via VAG-COM genutzt. Es klackt. kann ich davon ausgehen, dass es funktioniert? Wie könnte ich das anderweitig testen?
2) Druckschläuche geprüft: Habe sie abgezogen und reingeblasen bzw. daran gesogen. Scheint dicht zu sein.
3) Druckdose: beim lösen/anbringen des Unterdruckschlauchs (bei laufendem Motor) bewegte sich das VTG Gestänge so gut wie gar nicht. Habe mich also unter den Wagen gelegt und mittels Draht und Bügel das VTG Gestänge leichtgängig gemacht. Nun zieht es das Gestänge bei Unterdruck in die Dose, und bei keinem wieder raus.
4) Der Turbo macht ganz normale Pfeifgeräusche bei niedrigen Drehzahlen und bei höheren dann nicht mehr (nicht hörbar)
Probefahrt gemacht und der Wagen sprang im 5.gang bei 2000-3000 rpm nicht in den Notlauf rein. Bei der Probefahrt ist mir allerdings aufgefallen, dass die Werte (Luftmenge, Druck) mit denen im VAG-COM nicht ganz übereinstimmen. das Log füge ich bei. Nach kurzer Freude kam dann die Ernüchterung. Der Notlauf sprang wieder im 4gang zw. 2000-3000 rpm Bergauf rein.
Da es soviel Gründe geben kann, würde ich gerne anfangen, Komponenten auszuschließen.
Kann es sein, das der LMM bzw. der Magnetschalter n75 defekt ist? Hoffe nur nicht, dass der Turbo verschlissen ist.
Könnte mir jemand anhand des Logs weiter helfen, bzw. mir sagen, was ich loggen sollte?
Ich danke Euch vielmals!
Zitat:
Original geschrieben von Charlie0309
Könnte mir jemand anhand des Logs weiter helfen ...
Eine entscheidende Frage bei der Interpretation des Logs ist, ob er während dieser Logfahrt in den Notlauf gegangen ist oder nicht. Den MWBen 10 und 11 sieht man das nicht ohne weiteres an, dazu bräuchte man die MWB Kombination 1,8,11.
Wenn er nicht im Notlauf war, dann sieht es typisch danach aus, als ob die VTG bei niedrigen Drehzahlen nicht in ihre Stellung "zu" kommen würde. Dann fehlt in niedrigen und mittleren Drehzahlen bei Last massiv Ladedruck (siehe Zeilen 346 und folgende, sowie Zeile 446 und folgende). Der Sollladedruck wird dann nur bei hohen Drehzahlen erreicht (siehe Z. 115 und folgende), also nur dann, wenn der Abgasstrom auch bei offener VTG ausreicht (bei hohen Drehzahlen mit Last muß die VTG offen sein).
Grüße Klaus
Hallo Klausel,
vielen Dank für die schnelle Antwort.
Zu deiner Frage:
Der Motor ist nicht in den Notlauf gegangen, da ich bis in den 3. gang hoch beschleunigt habe. Der Notlauf geht häufig nur im 4./5. Gang zwischen 2000 - 3000 rpm rein.
Ich mache nochmal einen Test mit 1,8 und 11 und poste den nochmal.
P.S. Habe mir jetzt mal zur Sicherheit ein neues Magnetventil bestellt. Das hört sich aber nicht danach an, als wäre es der Grund.
Zitat:
Original geschrieben von Charlie0309
Ich mache nochmal einen Test mit 1,8 und 11 und poste den nochmal.
Brauchst Du nicht, denn das Problem ist ja klar.
Das Magnetventil kann es schon sein.
Mach doch mal einen Stellgliedtest : bei 1400 U/min muß muß der Druckunterschied so bei 150 mbar liegen. und schau auch, ob die Stange wenigstens 1 cm hin- und herfährt.
Grüße Klaus
Hallo Klausel,
Ich habe nochmal die "Gruppe 11" angesteuert: Bei 1400 U/min liegt der mbar Druckunterschied bei grade mal 10 mbar.
Das Gestänge bewegt sich ca. 1cm hin- und her. Es ist allerdings nicht viel.
Das Log habe ich beigefügt.
Könnte das nicht auch andere Gründe haben? Wodurch wird denn der Unterdruck gebildet?
Besten Dank nochmals
Da die Drehzahl von 1400 U/min erstaunlich exakt eingehalten worden ist, nehm ich an, daß Dein AXR (ist wohl einer, oder) das beim Stellgliedtest automatisch gemacht hat, sehr komfortabel. Bei meinem alten AFN ist das manuell (also "peduell"😉 immer total knifflig.
Diesen Test kannst Du auch hier nachlesen, wenn Du auf der Seite nach "1400" suchst.
Ebenso die Konsequenzen.
Grüße Klaus