Privater autokauf für selbständigen
Hallo!
Ich bin selbständig, aber kann die steuer nicht direkt abziehen. Möchte den wagen privat plus geschäftlich nutzen.
Weiss jemand, ob ich bei einem privaten autokauf den preis als aufwand für das laufende jahr geltend machen kann, um weniger steuern nach der steuererklärung zahlen zu müssen?
Beste Antwort im Thema
Lasst doch einfach mal die Finger von der Tastatur, wenn ihr bestenfalls über gefährliches Halbwissen verfügt. 🙄
Zitat:
Das ist wichtig! falls das Finanzamt erkennt, daß unverhältnismäßig wenig privat gefahren worden ist, zahlst Du nach und das nicht wenig.
Und das ist absoluter Schwachsinn.
60 Antworten
ganz schön kompliziert das ganze für mich laien.
hab zwar diplom-kaufmann gemacht, aber bei buchführung und rewe war ich immer schlecht.
kompliziert deshalb, weil es so viele möglichkeiten gibt, die kosten zu händeln und zu verbuchen. ohne praxisrechnen ist es da schwer, einen überblick zu erhalten und dann noch die richtige entscheidung zu bekommen.
zu meiner situation.
aktuell fahre ich seit 9 jahren einen kleinwagen mit ca. 6,5l super verbrauch. der hat nunmal seine 160tkm gelaufen. da muss was neues her. allerdings wollte ich es nicht wie mein kollege machen... einen a4 für 450 eur im monat zu leasen. ich brauche kein neues auto, wo ich auch noch rechnen muss, ob ich die km-laufleistung im jahr nicht überschreite.
ich habe vor einen neuen gebrauchten zu kaufen mir guter ausstattung. der listenpreis liegt wohl über 50k. kosten wird er wohl um die 15-20k.
da ist nix groß mit abschreiben!
da mir mein steuerberater anfangs zu einem fahrtenbuch geraten hat, mache ich das auch. empfinde das aber als ein sehr lästiges übel, vor allen dingen, wenn es knapp wird mit termin einhalten. manchmal vergisst man es einfach und es kostet zeit, die richtigen daten ins fahrtenbuch einzutragen.
fest steht aber, dass die 1% regelung nicht aufgeht, da listenpreis und kaufpreis (also der betrag zum abschreiben runtergerechnet auf die jahre) zu große differenzen haben.
daher vermute ich, dass ich entweder
1) ein fahrtenbuch führen muss und die km mit 30cent als kosten aufwende (neues auto kommt in privatbesitz) oder
2) ich ein fahrtenbuch führen muss und am ende des jahres den privatanteil ausrechne, dafür aber die kosten für steuern, versicherung, benzinkosten geltend machen kann (kfz geht in firmenbesitz über)
wobei mein privatanteil an km geschätzt etwa 50/50 (+/- 10%) liegt und ich denke, dass ich am besten mit der 30 cent regelung + fahrtenbuch auskomme.
wundere mich, wieso der anteil der fahrtenbuchführer so sehr klein ist?! fahren eure kunden nur geleaste karren? ich denke mehr über kostensparen nach, als mir den luxus eines neuwagens alle 3 jahre zu gönnen...
Zitat:
Original geschrieben von Driver82
wundere mich, wieso der anteil der fahrtenbuchführer so sehr klein ist?! fahren eure kunden nur geleaste karren? ich denke mehr über kostensparen nach, als mir den luxus eines neuwagens alle 3 jahre zu gönnen...
Ich habe es zwar oben mehrfach geschrieben, aber du hast es ja schon selber beantwortet:
Zitat:
Original geschrieben von Driver82
da mir mein steuerberater anfangs zu einem fahrtenbuch geraten hat, mache ich das auch. empfinde das aber als ein sehr lästiges übel, vor allen dingen, wenn es knapp wird mit termin einhalten. manchmal vergisst man es einfach und es kostet zeit, die richtigen daten ins fahrtenbuch einzutragen.
😉
Und wenn dann je nach persönlichem Steuersatz kein nennenswerter Unterschied zwischen der 1%-Regelung und der Abrechnung nach Fahrtenbuch besteht besteht ...
Und dann noch ... Wer eh wenig verdient und daher wenig Steuern zahlt, kann hier auch weniger sparen, die "Besserverdienenden" machen sich einfach nicht die Arbeit, weil es ihnen zu lästig ist. Außnahmen bestätigen wie immer die Regel.
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naja ein nennenswerten unterschied besteht schon, da mein privatanteil recht hoch ist und da die differenz (listenpreis zu kaufpreis auto) sehr hoch ist. irgendwie habe ich das gefühl ich mache was falsch... will nicht die "1" sein bei 278 anders denkenden 😁
Zitat:
Original geschrieben von Driver82
naja ein nennenswerten unterschied besteht schon, da mein privatanteil recht hoch ist und da die differenz (listenpreis zu kaufpreis auto) sehr hoch ist. irgendwie habe ich das gefühl ich mache was falsch... will nicht die "1" sein bei 278 anders denkenden 😁
Habe schon in einem früheren Beitrag darauf hingewiesen, dass das Verhältnis dienstlicher zu privaten Fahrten eine wesentliche Kenngröße ist.
Für Freiberufler und Selbständige, also Nicht-Angestellte, gilt, dass die 1 % Regelung nur in Anspruch genommen weren kann, wenn der Anteil der privaten Fahrten weniger als 50% sind.
Also erst mal überschlagen, wie hoch der Anteil ist. Dann ergibt sich ggfs. die Lösung von alleine.
O.
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
und dem Geringverdiener sind hundert € schon viel Geld und da macht er das halt. Denn nach der Autofahrt gerade eine Zeile mit Datum, Km-Stand, Grund, einzutragen ist in noch keiner Minute erledigt. 😉Zitat:
Und dann noch ... Wer eh wenig verdient und daher wenig Steuern zahlt, kann hier auch weniger sparen, die "Besserverdienenden" machen sich einfach nicht die Arbeit, weil es ihnen zu lästig ist. Außnahmen bestätigen wie immer die Regel.
In meinem Fall hätte ich z.B.: mit Fahrtenbuch ca. 300.-/Jahr mehr zu versteuerndes Einkommen. Mit 1% 300/Monat = 3600.- /Jahr
bei 30 % privat wären es 1800.-/Jahr
Zitat:
Original geschrieben von bobbysix
und dem Geringverdiener sind hundert € schon viel Geld und da macht er das halt. Denn nach der Autofahrt gerade eine Zeile mit Datum, Km-Stand, Grund, einzutragen ist in noch keiner Minute erledigt. 😉In meinem Fall hätte ich z.B.: mit Fahrtenbuch ca. 300.-/Jahr mehr zu versteuerndes Einkommen. Mit 1% 300/Monat = 3600.- /Jahr
bei 30 % privat wären es 1800.-/Jahr
Sorry, aber ich weiß jetzt wirklich nicht was du da rechnest.
1) 300 Euro im Monat oder 300 Euro im Jahr?
2) Du hast mit Fahrtenbuch 300 Euro pro Jahr mehr zu versteuern? Dann nimm doch die 1% Regelung.
3) Was nun => Bei 1% Regelung 3.600 und bei Fahrtenbuch und 30% privater Nutzung 1.800 Euro? Das waren dann 150/Monat Euro mehr bei der 1% Regelung.
4) Gehen wir mal von 3) aus - also 1.800 Euro Differenz pro Jahr. Wie hoch ist dein Grenzsteuersatz, damit wir mal ausrechnen können, was es dich nun tatsächlich kostet.
Bei einem Geringverdiener gehen wir mal von maximal 10% aus. Das wären dann 180 Euro Steuern/Jahr oder 15 Euro im Monat.
😕😕😕😕😕
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Zitat:
Original geschrieben von bobbysix
und dem Geringverdiener sind hundert € schon viel Geld und da macht er das halt. Denn nach der Autofahrt gerade eine Zeile mit Datum, Km-Stand, Grund, einzutragen ist in noch keiner Minute erledigt. 😉In meinem Fall hätte ich z.B.: mit Fahrtenbuch ca. 300.-/Jahr mehr zu versteuerndes Einkommen. Mit 1% 300/Monat = 3600.- /Jahr
bei 30 % privat wären es 1800.-/JahrZitat:
Ich weiss nicht was bei den 2 Sätzen so schwer zu verstehen ist, aber für Dich nochmal 😉 Fahrtenbuch 300.-/Jahr mehr zu versteuern, 1% Regelung 3600 .- (Auto kostete 30.000 €, 1%=300.- x12 = 3600.-)
Sorry, aber ich weiß jetzt wirklich nicht was du da rechnest.Zitat:
ok. dies hat etwas verwirrt sollte ein Vergleich sein wenn mehr km privat fahren würde, also in dem Fall 30%
1) 300 Euro im Monat oder 300 Euro im Jahr?
2) Du hast mit Fahrtenbuch 300 Euro pro Jahr mehr zu versteuern? Dann nimm doch die 1% Regelung.
3) Was nun => Bei 1% Regelung 3.600 und bei Fahrtenbuch und 30% privater Nutzung 1.800 Euro? Das waren dann 150/Monat Euro mehr bei der 1% Regelung.
4) Gehen wir mal von 3) aus - also 1.800 Euro Differenz pro Jahr. Wie hoch ist dein Grenzsteuersatz, damit wir mal ausrechnen können, was es dich nun tatsächlich kostet.Bei einem Geringverdiener gehen wir mal von maximal 10% aus. Das wären dann 180 Euro Steuern/Jahr oder 15 Euro im Monat.
😕😕😕😕😕
1.
Bei 10000 wären es 315.-
Bei meinem Fall mehr zu versteuern (12x300=3600.- (1%) -300.- (Fahrtenbuch) = 3300.-) 13300.- = 1002.-
Da sind es schon
687.-mehr/Jahr
2.
Bei 20000 waren es 2849,55
23300 = 3813,82
Da sind es schon 964,27.- mehr
3.
Bei 30000 wären es 5934,37
33300 = 7059.-
Da sind es schon 1124,63 mehr
Also bei einem Aufwand von gut 1 Minute pro Tag x 365 Tage sind 6 Std. Das entspricht einem (Netto-) Stundenlohn von
1. gut 100.-
2. gut 150.-
3. fast 200.-
Wo bekommt man das heute noch??😉
Wem es das nicht wert ist, meinetwegen, jeder hat da ne andere Einstellung zu. Es müssen ja auch noch welche geben die dem Staat noch Geld lassen, sodass er dieses in Grabprojekte wie S12, etc. investieren kann.😉
Übrigens: Viele Firmenwagen kostet locker doppelt so viel wie meiner und da spart es sich (bei geringen Privatfahrten vorrausgesetzt) das Fahrtenbuch noch mehr, aber das will ich hier jetzt nicht ausrechnen.
Schreibe doch einfach mal fogende Werte auf:
1) Bruttolistenpreis
2) Gefahrene Kilomter insgesamt
3) Gefahrene Kilometer privat
4) Tatsächliche Fahrzeugkosten, also
A) Abschreibung
B) Laufende Kosten - Benzin, Versicherung, KFZ-Steuer, Wartung, Reparaturen
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Schreibe doch einfach mal fogende Werte auf:1) Bruttolistenpreis
2) Gefahrene Kilomter insgesamt
3) Gefahrene Kilometer privat
4) Tatsächliche Fahrzeugkosten, also
A) Abschreibung
B) Laufende Kosten - Benzin, Versicherung, KFZ-Steuer, Wartung, Reparaturen
1. 30695.-
2. 25000
3. 1000
4. a 3600.-
b. 2250, 500, 200, 200, 200
ausrechnen darfste selber.😉😁
Jetzt habe ich auch deine Berechnungen verstanden.
Du solltest vielleicht etwas mehr zu den Zahlen schreiben und an der Satzstellung arbeiten. 😉
Zitat:
In meinem Fall hätte ich z.B.: mit Fahrtenbuch ca. 300.-/Jahr mehr zu versteuerndes Einkommen.
und
Zitat:
Fahrtenbuch 300.-/Jahr mehr zu versteuern, 1% Regelung 3600 .-
lese ich als: "Mit Fahrtenbuch habe ich 300 Euro/Jahr mehr zu versteuern (als ohne Fahrtenbuch) => Mit der 1% Regelung versteuere ich 3.600 Euro, mit Fahrtenbuch 3.900".
Abgesehen davon sind das natürlich auch extreme Werte, wenn du kein anderes Fahrzeug hast sind 1.000 KM pro Jahr schon sehr wenig. Aber deine Abschreibung dürfte ja langsam aber sicher zu Ende sein, dann wird es für die ja noch günstiger mit Fahrtenbuch.
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Jetzt habe ich auch deine Berechnungen verstanden.Du solltest vielleicht etwas mehr zu den Zahlen schreiben und an der Satzstellung arbeiten. 😉
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
undZitat:
In meinem Fall hätte ich z.B.: mit Fahrtenbuch ca. 300.-/Jahr mehr zu versteuerndes Einkommen.
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
lese ich als: "Mit Fahrtenbuch habe ich 300 Euro/Jahr mehr zu versteuern (als ohne Fahrtenbuch) => Mit der 1% Regelung versteuere ich 3.600 Euro, mit Fahrtenbuch 3.900".Zitat:
Fahrtenbuch 300.-/Jahr mehr zu versteuern, 1% Regelung 3600 .-
Abgesehen davon sind das natürlich auch extreme Werte, wenn du kein anderes Fahrzeug hast sind 1.000 KM pro Jahr schon sehr wenig. Aber deine Abschreibung dürfte ja langsam aber sicher zu Ende sein, dann wird es für die ja noch günstiger mit Fahrtenbuch.
Na, dieses verflixte Wort "mehr" kam mir entweder 1x zuviel oder 1x zu wenig über die Lippen. Ups. Naja, bin ja auch nur ein Mensch😉😁
Da ich in einer Stadt wohne, habe ich alle Geschäfte um mich. Wobei es Anfangs ja mal um die 0% Privatanteil ging, was noch seltener vorkommt. Als Beispiel habe ich ja noch die 30% privat als reellen Wert mit immerhin nur 1800.- mehr zu verst. Einkommen dazu angeben. In beiden Fällen spart man natürlich auch umso mehr wenn das Auto ganz abgeschrieben ist. Denn ein kleiner 1 Mann-Betrieb wird sich i.d.R. nicht alle paar Jahre eine neues Auto kaufen (können) Ob er es trotzdem macht, steht dann auf einem anderen Blatt!😉 Nicht selten, dass dadurch einem Betrieb das Genick gebrochen wird.
Ich habe jetzt mal meine KM von 2007 - 2010 nachgerechnet.
Ich komme bei realistischer Betrachtung auf einen Privatanteil von 6%-9% (Gesamtkm - (Anzahl der Arbeitstage * Wegstrecke)). Wenn ich ein Fahrtenbuch führen würde, hätte ich in den 4 Jahren ca. 7.200 Euro an Einkommensteuer gespart.
Ich habe jetzt mit meinem Großen (14½) einen Deal abgeschlossen: Er führt jetzt täglich (abends) für mich das Fahrtenbuch und bekommt dafür die Hälfte der Steuersparnis. 😁
Da ich während der Woche äußerst selten privat unterwegs bin, dürfte das kein Problem darstellen.
Zitat:
Original geschrieben von Nr.5 lebt
Ich habe jetzt mal meine KM von 2007 - 2010 nachgerechnet.Ich komme bei realistischer Betrachtung auf einen Privatanteil von 6%-9% (Gesamtkm - (Anzahl der Arbeitstage * Wegstrecke)). Wenn ich ein Fahrtenbuch führen würde, hätte ich in den 4 Jahren ca. 7.200 Euro an Einkommensteuer gespart.
Ich habe jetzt mit meinem Großen (14½) einen Deal abgeschlossen: Er führt jetzt täglich (abends) für mich das Fahrtenbuch und bekommt dafür die Hälfte der Steuersparnis. 😁
Da ich während der Woche äußerst selten privat unterwegs bin, dürfte das kein Problem darstellen.
Na sieh mal einer an.........🙄
Sofern Du immer die selbe Strecke fährst ohne Umwege ist es für Deinen Sohn ganz einfach. Wenn Du aber immer verschiedene Strecken fährst, musst Du IHM die KM bei Start und Ziel immer aufschreiben. Zeiten und Grund nicht vergessen. Denn hier schon gesagt wurde, wenn das Fahrtenbuch nicht korrekt geführt (bei 1-2 kleinen Fehlern kann das FA Dir nix wollen, aber bei größeren und mehr Fehlern schon) ist kann es verworfen werden und dann gilt wieder die 1% Regelung!!!
Viel Spass beim Steuern sparen...........😁😁