Pressefahrzeug
Hallo,
in einem süddeutschen PZ hab ich einen 2 Jahre alten Gebrauchtwagen gekauft, bei dem trotz sehr weniger Km erstaunlich viele Verschleißteile getauscht werden mussten.
Nun habe ich erfahren, daß dies ein Pressefahrzeug ist, das ihn Spanien von Journalisten auf der Rennstrecke getestet wurde. Davon haben die vom PZ aber nichts erzählt geschweige denn in den KV geschrieben.
Ist ein Pressefahrzeug mit einem Mietwagen vergleichbar. Hat da jemand einschlägige Erfahrungen oder juristische Erkenntnisse?
Beste Antwort im Thema
Hallo
erst mal eine Klarstellung:
Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler
und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.
Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.
Die meisten Hersteller "ködern" Journalisten mit einem
fetten Preisnachlass in der Hoffnung die "Testwagen"
vorher zu erkennen.
Journalisten die mit Nachlass kaufen sind aber meist aus
der eher alsBoulevard zu bezeichneten Ecke oder kaufen sowieso
alles mit Journalistenrabatt obwohl die am Ende nur
Leserbriefe oder Werbetexte schreiben.....
Porsche hat einen Pool Pressefahrzeuge die auf Anfrage an die
Presse oder auch an andere Interessierte Personen übergeben
werden. Normalerweise bespricht man mit der PR Abteilung
was man wie lange und wie Intensiv testen will und bekommt
ein passendes Fahrzeug mit einem Nutzervertrag und einer
Versicherung.
Tendenziel darf man mit dem Fahrzeug nur das selbe machen wie
mit allen Porsche Serienfahrzeugen sprich auf die Rennstrecke
solange man auf Serienreifen bleibt und keinen Wettbewerb.
Anderst gesagt das schnelle fahren auf der Rennstrecke ist für einen
Porsche der selbe Normalzustand wie das parken vor der
Dorfdisko wobei letzteres bestimmt riskanter ist.
Will man mehr als Otto Normalfahrer testen arangiert
Porsche meist einen Rennstreckentermin und passende
Begleiter in Form von "Fahrlehrern" und einem Boxenteam.
Natürlich kann man sich die Fahrlehrer sparen wenn HvS
einen "Supertest" fahren will.
Nach dem Test muss man an die Presseabteilung einen ausführlichen Testbericht einreichen und auch Fahrtenbuch wird meist gefordert.
Tut man dass nicht wird aus der Testwagenanfrage in Zukunft
ein Verweiss zur Mietwagenagentur oder zum nächsten Händler.
Es ist anzunehmen das Porsche nach jedem Test die Fahrzeuge penibel
durchsieht und auf den nächsten Pressetester vorbereitet zur Not über Nacht oder am Wochenende. Dabei werden schon mal Datenlogger verbaut und Steuergeräte sehr genau ausgelesen.
Bei exessivem Verschleiss oder mitgelogten Überdrehern wird halt
das Aggregat kurz gegen ein gleichwertiges aber halt neuwertiges getauscht.
Andere Mängel werden natürlich auch beseitigt und bei Bedarf
gibt es neue Sitzbezüge oder Neulack.
Neue Reifen gibt es selten die Reifensätze werden zuvor von einem
versierten Fahrer optimal "angefahren"
Wenn die Autos aus der PR Abteilung dann in den Ruhestand gehen werden die meist nochmal komplett aufgearbeitet.
Ca 90% der PR Testautos sind übrigens weit weg vom Normalausstatter und wer z.B einen dunkelgrünmetallicfarbenen
Boxster mit einer bestimmten Ausstattungskombination fahren will
bekommt oft das Auto von Frau Wiedeking.
Ein grosser Teil der PR Autos wanderd übrigens in die Garagen von
Porsche Mitarbeitern oder Freunden des Hauses nur die "Normalausstatter" sickern in die Aussenwelt durch.
Kommen wir zu den "Rudeltests".
Bei grossen PR Neu-Vorstellungen werden ganze Fahrzeugflotten
an besonders schönen Locationen aufgefahren.
Die Journalisten haben dort meist Gelegenheit auf einer Rennstrecke
ohne Risiko die Limits des Autos oder auch deren eigenen genau auszuloten.
Dafür werden meist Fahrzeuge aus der Vorserienproduktion verwendet.
Nach Abschluss der Veranstaltungen werden diese Fahrzeuge oft nochmal zerlegt und ausgewertet oder für Crashtests verwendet.
Ansonsten werden Vorserien inzwischen verschrottet ( Früher
wurde sowas innerhalb der Familie oder an WA verkauft ).
Porsche kann übrigens vom Band nicht einfach Fahrzeuge an Tester vergeben. Sämtliche Autos die vom Band purzeln sind laut Porsche
verkauft ( es wird nicht auf Halde produziert ).
Man kann nur Fahrzeuge aus dem Bestellpool der Importeuere
rausziehen.
Deswegen muss die PR Abteilung ja selbst Porsche Fahrzeuge
für Testzwecke bevorraten und ein grosser Teil der Testflotte
sind Leihfahrzeuge die normalerweise von Mitarbeitern der
gehobenen Ebene genutzt werden.
(Porsche Tradition, die früher verwendeten Testfahrzeuge waren meist die "Privatfahrzeuge" von Ferry Porsche oder Familienmitgliedern sowie von RvF oder HvH.
Für echte dass heisst über jedem Limit bewegte Testfahrzeuge
kann man Masstäbe wie für Fahrzeuge mit Sondernutzung ( Taxi, Mietwagen ) ansetzten diesbezügliche Preisabschläge findet man im
Schwacke, bei Eurotax oder beim nächsten Gutachter.
Noch ein Hinweiss:
Die bei Porsche von der PRAbteilung verwendeten Kennzeichen sind
"fest" und werden wiederverwendet dass heisst wenn man die
Nummer der Zulassung im Brief hat und ein Bild von einem
Auto mit dem selben Kennzeichen dann muss es nicht das identische
Auto sein.
Damit die Nummer zur Not über Nacht frei wird kann das bisherige
das Kennzeichen tragende Fahrzeug einfach auf einen anderen
Zulassungsort angemeldet oder stillgelegt werden.
Früher wurden aus S-PR of BB-PW oder LB-PL
Grüsse
17 Antworten
Hi
dass das PZ dir nichts davon gesagt hat, ist schon fast logisch (wer will so eine "abgelutschte" Karre😉?), es muss dir aber auch nichts sagen, so lange keine Schäden am Fahrzeug zu erkennen sind. Für die vielen Verschleissteile "kann" dann auch das PZ nichts und Du kannst sie dafür auch nicht rechtlich belangen. Es könnte ja auch sein, dass Du den Wagen nach der Übernahme 20 Runden über die Nordschleife geprügelt hast und dadurch diese Verschleissteile gewechselt werden mussten...Pressefahrzeuge werden in der Regel vom Band an die jeweiligen Tester vergeben (außer bei Vorserienfahrzeugen) und werden eventuell "verbessert".😉
Max
Hallo
erst mal eine Klarstellung:
Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler
und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.
Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.
Die meisten Hersteller "ködern" Journalisten mit einem
fetten Preisnachlass in der Hoffnung die "Testwagen"
vorher zu erkennen.
Journalisten die mit Nachlass kaufen sind aber meist aus
der eher alsBoulevard zu bezeichneten Ecke oder kaufen sowieso
alles mit Journalistenrabatt obwohl die am Ende nur
Leserbriefe oder Werbetexte schreiben.....
Porsche hat einen Pool Pressefahrzeuge die auf Anfrage an die
Presse oder auch an andere Interessierte Personen übergeben
werden. Normalerweise bespricht man mit der PR Abteilung
was man wie lange und wie Intensiv testen will und bekommt
ein passendes Fahrzeug mit einem Nutzervertrag und einer
Versicherung.
Tendenziel darf man mit dem Fahrzeug nur das selbe machen wie
mit allen Porsche Serienfahrzeugen sprich auf die Rennstrecke
solange man auf Serienreifen bleibt und keinen Wettbewerb.
Anderst gesagt das schnelle fahren auf der Rennstrecke ist für einen
Porsche der selbe Normalzustand wie das parken vor der
Dorfdisko wobei letzteres bestimmt riskanter ist.
Will man mehr als Otto Normalfahrer testen arangiert
Porsche meist einen Rennstreckentermin und passende
Begleiter in Form von "Fahrlehrern" und einem Boxenteam.
Natürlich kann man sich die Fahrlehrer sparen wenn HvS
einen "Supertest" fahren will.
Nach dem Test muss man an die Presseabteilung einen ausführlichen Testbericht einreichen und auch Fahrtenbuch wird meist gefordert.
Tut man dass nicht wird aus der Testwagenanfrage in Zukunft
ein Verweiss zur Mietwagenagentur oder zum nächsten Händler.
Es ist anzunehmen das Porsche nach jedem Test die Fahrzeuge penibel
durchsieht und auf den nächsten Pressetester vorbereitet zur Not über Nacht oder am Wochenende. Dabei werden schon mal Datenlogger verbaut und Steuergeräte sehr genau ausgelesen.
Bei exessivem Verschleiss oder mitgelogten Überdrehern wird halt
das Aggregat kurz gegen ein gleichwertiges aber halt neuwertiges getauscht.
Andere Mängel werden natürlich auch beseitigt und bei Bedarf
gibt es neue Sitzbezüge oder Neulack.
Neue Reifen gibt es selten die Reifensätze werden zuvor von einem
versierten Fahrer optimal "angefahren"
Wenn die Autos aus der PR Abteilung dann in den Ruhestand gehen werden die meist nochmal komplett aufgearbeitet.
Ca 90% der PR Testautos sind übrigens weit weg vom Normalausstatter und wer z.B einen dunkelgrünmetallicfarbenen
Boxster mit einer bestimmten Ausstattungskombination fahren will
bekommt oft das Auto von Frau Wiedeking.
Ein grosser Teil der PR Autos wanderd übrigens in die Garagen von
Porsche Mitarbeitern oder Freunden des Hauses nur die "Normalausstatter" sickern in die Aussenwelt durch.
Kommen wir zu den "Rudeltests".
Bei grossen PR Neu-Vorstellungen werden ganze Fahrzeugflotten
an besonders schönen Locationen aufgefahren.
Die Journalisten haben dort meist Gelegenheit auf einer Rennstrecke
ohne Risiko die Limits des Autos oder auch deren eigenen genau auszuloten.
Dafür werden meist Fahrzeuge aus der Vorserienproduktion verwendet.
Nach Abschluss der Veranstaltungen werden diese Fahrzeuge oft nochmal zerlegt und ausgewertet oder für Crashtests verwendet.
Ansonsten werden Vorserien inzwischen verschrottet ( Früher
wurde sowas innerhalb der Familie oder an WA verkauft ).
Porsche kann übrigens vom Band nicht einfach Fahrzeuge an Tester vergeben. Sämtliche Autos die vom Band purzeln sind laut Porsche
verkauft ( es wird nicht auf Halde produziert ).
Man kann nur Fahrzeuge aus dem Bestellpool der Importeuere
rausziehen.
Deswegen muss die PR Abteilung ja selbst Porsche Fahrzeuge
für Testzwecke bevorraten und ein grosser Teil der Testflotte
sind Leihfahrzeuge die normalerweise von Mitarbeitern der
gehobenen Ebene genutzt werden.
(Porsche Tradition, die früher verwendeten Testfahrzeuge waren meist die "Privatfahrzeuge" von Ferry Porsche oder Familienmitgliedern sowie von RvF oder HvH.
Für echte dass heisst über jedem Limit bewegte Testfahrzeuge
kann man Masstäbe wie für Fahrzeuge mit Sondernutzung ( Taxi, Mietwagen ) ansetzten diesbezügliche Preisabschläge findet man im
Schwacke, bei Eurotax oder beim nächsten Gutachter.
Noch ein Hinweiss:
Die bei Porsche von der PRAbteilung verwendeten Kennzeichen sind
"fest" und werden wiederverwendet dass heisst wenn man die
Nummer der Zulassung im Brief hat und ein Bild von einem
Auto mit dem selben Kennzeichen dann muss es nicht das identische
Auto sein.
Damit die Nummer zur Not über Nacht frei wird kann das bisherige
das Kennzeichen tragende Fahrzeug einfach auf einen anderen
Zulassungsort angemeldet oder stillgelegt werden.
Früher wurden aus S-PR of BB-PW oder LB-PL
Grüsse
Herrlich - ich lese viel lieber deine Beiträge, als mir noch länger diesen Eurovision Müllcontest im TV anzusehen. Klasse geschrieben, sehr interessant. 🙂
Wirklich ein klasse Beitrag wie eigentlich jeder von "IXXI"! Ich frage mich immer ,wenn ich deine Beiträge lese, woher du das alles weisst.
Man kann es ja positiv betrachten, dass viele Verschleißteile schon gewechselt wurden, dennoch würde es mich immer enorm stören, wenn ich wüsste, dass mein Auto die wenigen ersten KM seines "Lebens" über eine Strecke gef**kt wurde.
Da kann Porsche Fahrtenbücher anlegen oder noch so viele Daten erheben, solch ein Auto wird immer Nachteile haben, die im Verkaufspreis zu berücksichtigen sind.
MFG
Sévo
Hallo
habe "zufälligerweise" einen der VW&Porsche Pressesprecher
gekannt (War ein Freund meines Vaters).
Vorher war der bei Daimler Benz und danach ging er
zu FIAT/Lancia und war danach wieder freiberuflicher
Motorjournalist und Dozent (hatte in Germanistik & Literatur
habiliti und legendi) und tw als Consulter bei diversen Automobibezogenen Firmen.
Hat ab und an auch in diversen Blättern pupliziert.
Zuletzt machte der aber nur noch Reiseberichte die
auch Teilweise im Christopherus erschienen sind.
Bei dem lernte ich schon in sehr jungen Jahren auch andere
Pressefritzen (Impressari ?) und sonstiges Personal kennen.
Über denn Kontakt war es möglich ein PR Auto zu organsieren bzw eine Einladung zu den kleineren PR Zirkeln zu bekommen ( Da wo die Fachjournalisten unter sich sind und die Techniker direkt löchern dürfen ).
Danach musste man halt einen "Testbericht" schreiben
wobei ich um 1989 beim Lancia Dedra SW wohl etwas
übertrieben habe ( Weil ich mein neues Winbook XP gebührend testen wollte wurden es 12 Seiten davon 7 über Mängel bei der Fahrzeugmontage, wohlgemerkt kein Vorserienauto aber bestimmt für die Presse "kontrolliert"😉 und dann bei FIAT wohl aus dem Postverteiler gefallen bin.
(Komischerweise bin ich bei Alfa immer noch drin 😉)
Aber dafür schickt mir Audi noch jedes Jahr einen Termin zum
Essen an einem guten Futterplatz hinter Öhringen .
Dort kann man auch wunderbar Dampfplaudern 😉
Wer Lust hat keine vom 1 Stern Michelin auf 4 Michelins umsteigen.
In der Gegend gibt es fürchterlich schlechte Strassen deswegen
wird dass von anderen PR Abteilungen gemieden.
Anderseits sind schon seit jahrzehnten die Luxusjapaner dort aber
das liegt am Golfplatz.....
Dass tolle ist halt wenn man mal auf einer eher "unwichtigen" und daher mässig besuchten PR Veranstaltung beim [url=http://www.koegel.com/index.php?id=33&L=0&tx_ttnews[tt_news]=73&tx_ttnews[backPid]=144&cHash=2eb03d542e]Kögel[/url] sitzt kann man sich nebenher mit dem Technikvorstand (e.h.)
über gemeinsame Steckenpferde unterhalten ( Porsche Traktoren, Käfer, Tuning, VWPorsche, Mercedesle und die wilden Rennjahre oder
wie verflucht nochmal das Nummernsystem bei Porsche funktioniert...)
Grosses Problem bei der Sache ist dass man Zeit dafür braucht..
irgendwann ist Zeit irgendwie immer weg und seit mitte der
90er macht der ganze PR Rummel einfach keinen "Spass" mehr.
Die Veranstaltungen werden immer gigantischer und dabei
stereotyper. Oft muss man Hinfliegen.
Vor Ort findet man nur PR Experten die von nix eine
Ahnung haben und das mit fetten wortreichen Anfüllungen von
sinnleeren aber phonetisch suppig angereichteren Sprachhülsen
wirkungsvoll unters hörige Volk streuen.
Zur Not macht man Kürzel oder es hat englische Bezeichnungen.
Natürlich wollte ich in meinen Jugendjahren Rennfahrer oder
Motorjournalist werden ( Paul Frere, RvFrankenberg, HvH )
jedoch ging ich zu einer Zeit in die Schule als Legastenie noch nicht anerkannt war und auch die Rechtschreibfehler im Aufsatz bewertet wurden.
Damit war eine schreibende Karriere aus eigener Kraft nicht möglich
und dann wurde ich halt was anderes......
Um nochmal auf dass Topic zurückzukommen.
Ich will hier nicht die PR Arbeit von Porsche machen und weiss
auch nicht wie aktuell die PR Fuzzis drauf sind.
Natürlich gibt es für die PR auch Kostenstellen und auch da wird
KVP angewandt und evtl war ein Verbesserungsvorschlag doch die
alten und gemolkenen PR Autos nicht mehr gross aufzuarbeiten
und als Gebrauchtwagen durchzureichen und damit eine andere Kostenstelle (die vermutlich gerade in Ossweil sitzt und Gebrauchtwagengarantie heisst) zu belasten.
Das Cleverle hat sich damit bestimmt einen Bonus verdient aber
anderseits bewiessen dass er eigentlich aus meiner Sicht nicht in
eine PR Abteilung gehört. Zumindest nicht in die von Porsche.
Nicht in einer Zeit wo es dass Internet gibt und Communitys
die Freud und Leid austauschen aber das Leiden nun mal besser thematsieren könnenund damit gerne Themenschwerpunkt wird.
Bei de meisten PR Fuzzis versteht man das Internet nicht und rätselt heute noch warum Obama übers Internet "Mehrwert" generierte.
Vor 10 Jahren hatte ich mal einen Austausch mit einem Porsche
PR Fuzzi warum Porsche das Online Gästebuch wie einen Abfalleimer
behandelt und daraus keinen "Mehrwert" generiert.
Die Antwort war das Prospektanfragen und technische Fragen
von den Importeueren/Händlern vor Ort behandelt werden sollen
und wenn man jedem auf dem Gästebuch einen Prospekt mit
Anstecknadel zusenden sollte würde das Millionen kosten...
Nun ja, man hat die Millionen in eine eher lieblosen Website
die sich wöchentlich ändert und selten feste Links zulässt mit einem
nicht funktionierenden Configurator verpulvert und die
Gästebuchkunden vor 10 Jahren stehen evtl. jetzt vor der Frage
ob Boxster oder Z4 und rechnen sich das ganz Kühl aus wo man doch
schon vor 10 jahren mit einer investition von Pfennigenartikeln
und etwas Arbeitszeit die Herzen hätte gewinnen können und
damit die Ratio komplett oder weitgehend in den Hintergrund
getrtetten wäre.
Weil rational betrachtet stehen wir doch eh alle mehr oder weniger
im Stau und da brauche ich ein gutes Entertainment, gute Ergonomie
und evtl. eine Hauch über 30kW Leistung.
Die Arbeit der Werbung besteht darin uns denn Traum zu verkaufen
wir könnten das mehr an Performance ausnutzen und es würde uns
dabei einen Mehrwert durch "Lebensfreude", "Fahrspass" oder auch
nur "Status" generieren.
Und die PR ist so geschickt dass man Millionen Amerikaner ein technisch Rückständiges und in jeder Form unsicheres Produkt
welches auf einem Kleinlaster basiert der sich ähnlich preiswert
wie ein Motorrroller produzieren lässt als Nonplusultra für das
Sub Urbane Leben zu einem Premiumpreis verkaufen lässt.
Wo wir bei der macht des Internet sind. Porsche hat ein paar kleine
Probleme wie auch die meisten anderen Hersteller und früher
hiess es halt immer es ist ein Einzelfall oder ein Bedienfehler.
Die meisten PR Abteilungen haben die Zeitbombe immer noch nicht verstanden und das vernetzte Kunden evtl einfach die Marktmacht
gemeinsamer Entscheidungen nutzen und wenn Porsche z.B. das KWS
nun auf den Rücken der Kunden abwälzen will und darauf hofft dass man damit den Gebrautwagenmarkt auf die Fahrzeuge mit offizieler
Porsche Garantie fokusiert (Weil ohne Garantie kanns richtig teuer werden) denkt wie ein Dinosaurier und selbst unvernetzte User
machen nicht alles mit, nicht Jahrezehntelange abwärtstrends ( GM/Opel)
Grüsse
Hallo
Zitat:
Original geschrieben von Sevo-G
Man kann es ja positiv betrachten, dass viele Verschleißteile schon gewechselt wurden, dennoch würde es mich immer enorm stören, wenn ich wüsste, dass mein Auto die wenigen ersten KM seines "Lebens" über eine Strecke gef**kt wurde.Da kann Porsche Fahrtenbücher anlegen oder noch so viele Daten erheben, solch ein Auto wird immer Nachteile haben, die im Verkaufspreis zu berücksichtigen sind.
Sévo
äh ja eine Insel...
Bei jedem Gebrauchtwagen hat man das Risko das jemand
das Teil am Limit oder darüber bewegt hat.
Entscheidend ist nicht dass der Fall nicht eintritt sondern der
dass der Hersteller jedes Auto so konstriert und baut das es auch bei
heftigem Missbrauch auf der Rennstrecke keine bleibenden Schäden
am Auto hinterlässt.
Dass dabei Verschleissteile flöten gehen ist normal weil von nix kommt nix...
Natürlich hat Porsche da konstruktiv ein anderes Problem als
die BMW Ingeneuere.
Bei Porsche wird der Motor nicht bei 250 km/h abgeregelt und auch
die Fahrdynamikregelung arbeitet anderst als bei BMW.
Zudem erlaubt sich BMW die richtig potenten Serien-Sportgeräte
welche evtl einem Porsche auf der Rennstrecke auf den Pelz rücken nur an Handverlesene Endkunden, bevorzugt langährige Freunde des Hauses, mit Fahrlizenz zu verkaufen.
Wer das bei BMW aus Betriebs-Sicherheitsgründen "versteckte" Potential erfahren will muss zum Tuner oder zu Alpina und damit ist BMW aus der Gewährleistung.
Tendenziel ist der Betrieb auf einer Rennstrecke für darauf ausgelegte
Motortechnik weniger verschleissend als die tägliche 5 km Kurzstrecke.
Auf der Rennstrecke kann man wie auch auf der Strasse nur maximal Vollgas geben und Vollstbremsungen hinlegen. Auch die
Querbeschleunigung ist wie auf der Strasse. Natürlich haben viele
Rennstrecken einen grifigeren belag der auch oft auf der Idealline
mit Gummiabrieb angereichter ist aber der Performancevorteil
dadurch ist nicht so weit ausserhalb der Strassenwerte.
Ausser dem Einschlag in der Botanik oder an der Leidplanke,
dem verbrennen der Kupplung und der Bremse
hat der User nur das Problem durch Verschalten denn Motor zu
überdrehen. Hier kann man konstruktiv durch für die übliche
doppelte Gangspreizung erzielten ca 1000/min Überdrehung
vorzusorgen indem man den Ventiltrieb auf dieses Limit auslegt.
Die Achilesferse jeden Motors beim Überdrehen ist der
"Schleppmomentschlag" und das Limit des Kurbeltriebs.
Das kann man aber per Motorsteuergerät erfassen und aulesen.
Der Zwiespalt der Scene ist doch dass sich "Autofahrer" gerne einen
"Rennwagen" kaufen und damit gerne wie die Sabine um den Ring wedeln würden (oder es sogar tun) aber ein Problem haben ein so
genutztes Auto als Gebrauchtwagen zu kaufen obwohl ein derart
"eingefahrenes" Auto meist besser geht als der normalschleichende Rest.
Der Zwiespalt basiert darauf dass die PR gerne Rennsporttechnik
zelebriert und Siege generiert und dem Endkunden dabei erzählt
dass es im Prinzip Serienautos sind obwohl das Material in den
Wettbewerbs-Autos Verschleissoptimiert ist und man denn Motor
dann halt im 10 000km Intervall überholen muss.
Am Ende zählt doch das Gewinnen mehr als das zuverlässige Hinterherfahren.
Deswegen setzt man auch Rennfahrer ans Steuer weil die eher
selten Fehler machen und wenn doch werden die nach dem dritten gefeuert
Zitat:
Hier gibt es bei Porsche seit 6 Jahrzenten einen gewaltigen Unterschied und der besteht darin dass man mit Serienfahrzeuge
von der Stange ernsthaften Motorsport betreibt und bei Motorsport natürlich aus den Problemen und Verschleisspunkten lernt und die verbessert und die Verbesserung in die Grosserie umsetzt.
Tendenziel kann sich jeder beim Porsche Händler einen Serienmässigen GT3 mit Käfig und Löscheranlage bestellen und dann
mit Cup Bereifung mitfahren. Wenn er Talent hat ist er mittendrin
auch ohne die sonst bei den Rennserien üblichen "Umbaumassnahmen" innerhalb der Hülle.
Natürlich sind die Porsche ohne echte Trockensumpfschmierung auf der Rennstrecke nicht mit aktuellen Sliks einsetzbar aber das liegt auch an der Reifenentwicklung mit dem Sliks von 1993 hätten
normale 996 evtl. kein Problem und mit den Slicks in 2015
kann es sein dass die aktuellen GT3 in schnellen Kurven der Ölfilm reisst (So wie es den 70er jahre Rennturbos mit aktuellen Slickreifen passieren kann).
Nicht jeder Kunde braucht seine Limits auf der Rennstrecke mit Slicks
auszutesten und man braucht für den Kundenkreis dann auch nicht ein auf derartige extreeme ausgelegte Hardware und dafür ist das
Auto auch Preiswerter und Alltagstauglicher.
Aber trotzdem kann der Kunde damit seine Strassenreifen auf der Rennstrecke runterhobeln ohne dabei Schäden am Fahrzeug zu
erzeugen.
Die Fahrtenbuchauflage bei PR Fahrzeugen verhindert auch keinen Missbrauch sondern es geht der PR darum herauszufinden was jeder
Tester für Angewohnheiten hat welche Schnitte er fährt und an
welcher Tanke er auffüllt.
Ansonsten sind Autotester Fahrtenbücher gewöhnt dass ist völlig normal und meist kopiert man die entsprechenden Seiten aus dem eigenem Buch und erspart sich die doppelte Buchführung.
Wenn das Auto zurückkommt sieht der Werkstattmeister sofort am Reifenverschleissbild wie gut das Auto bewegt wurde und zusammen
mit der Restbelagdicke weiss man dann schon in etwa wie gut der Tester wirklich Auto fahren kann (Nicht lachen aber viele
Motorjournalisten können nicht mal Auto fahren aber dafür
ermitteln die ja objektive Vergleichswerte oder schreiben halt
in einer Klatschspalte oder einem Fantasieblatt)
Grüsse
Hab im Porsche Locator bei Gebrauchtwagen im Inserat von Porsche.de den Hinweis Pressefahrzeug gesehen und weiss jetzt wenigstens was es damit auf sich hat.
Danke IXXI
mein PZ hat mir beim Angebot meines aktuellen Turbos klar ggü kommuniziert, dass dieser Wagen ein Pressefahrzeug war.
Ich sehe in dieser Tatsache ehrlich gesagt gar kein Problem.........Hauptsache der Wagen hat Prosche- Garantie sowie ist nach Deinen Wünschen.
Schau Dir den Wagen gründlich an und entscheide dann, ob Du diesen Wagen willst oder nicht.....wie bei jedem anderen wagen auch!!!!!
Bin heute wieder auf ein Pressefahrzeug gestossen
Der Verkäufer meinte etwas von einem Pressepool, der über Werkswagen vertrieben würde und das entsprechnede Fahrzeug sei erst ab 10/10 frei.
Wie die den dann jetzt schon mit km Angabe anbieten können ist mir schleierhaft.
Bei Vorführern kann man bestimmt die km Leistung eher vorgeben als bei Pressefahrzeugen
Die werden anhand ihrer Erfahrungen schon genau wissen, wieviele Kilometer die Pressefuzzies fahren. Für Spazierfahrten werden die wohl kaum Zeit haben.
Zitat:
Original geschrieben von IXXI
Halloerst mal eine Klarstellung:
Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler
und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.
Dass Fahrzeuge von Journalisten zu Testzwecken gekauft werden, ist aber, wenn es das überhaupt gibt, sehr sehr selten. Wenn überhaupt, dann als Dauertestfahrzeuge.
Meistens kommen die Pressefahrzeuge vom Hersteller und gerade bei Turbomotoren werden die Werksangaben dann oft deutlich unterschritten...
Bestes Beispiel der aktuelle 997 Turbo II. Der hat in den meisten Tests 100-200 km/h-Werte (da spielt Traktion keine Rolle mehr) erreicht, die teilweise besser waren als die des 997 GT2, trotz 150 kg Mehrgewicht, leistungsfressendem Allradantrieb und angeblich 30 PS weniger.
Bei Audi und VW gibt es auch solche extremen Werksangaben-Abweichungen bei Pressefahrzeug-Fahrleistungen, fast immer bei Autos mit Turbomotoren (z.B. WA 7,1s, dann in mehreren Tests 6,2 auf 100 km/h)
Man sieht auf den Fotos, z.B. bei der Sportauto, auch fast immer Kennzeichen mit "S-GO" und einem Horst von Saurma am Steuer.
Zitat:
Original geschrieben von Emmet Br0wn
Man sieht auf den Fotos, z.B. bei der Sportauto, auch fast immer Kennzeichen mit "S-GO" und einem Horst von Saurma am Steuer.
Das ist ein Fahrzeug aus dem Porsche Pressepool.
S-GO steht für Geschäftsbereich Öffentlichkeitsarbeit.
Früher hatten diese Fahrzeuge meist BB-PW und waren somit nicht in Stuttgart sondern in Weissach zugelassen.
Ich vermute mal das hing damit zusammen dass damals noch sparsame Schwaben am Ruder waren.
Zitat:
Original geschrieben von Emmet Br0wn
Dass Fahrzeuge von Journalisten zu Testzwecken gekauft werden, ist aber, wenn es das überhaupt gibt, sehr sehr selten. Wenn überhaupt, dann als Dauertestfahrzeuge.Meistens kommen die Pressefahrzeuge vom Hersteller und gerade bei Turbomotoren werden die Werksangaben dann oft deutlich unterschritten...
Bestes Beispiel der aktuelle 997 Turbo II. Der hat in den meisten Tests 100-200 km/h-Werte (da spielt Traktion keine Rolle mehr) erreicht, die teilweise besser waren als die des 997 GT2, trotz 150 kg Mehrgewicht, leistungsfressendem Allradantrieb und angeblich 30 PS weniger.
Bei Audi und VW gibt es auch solche extremen Werksangaben-Abweichungen bei Pressefahrzeug-Fahrleistungen, fast immer bei Autos mit Turbomotoren (z.B. WA 7,1s, dann in mehreren Tests 6,2 auf 100 km/h)
hier muss ich emmetbrown zustimmen , spätestens seit dem ding mit dem 996 gt2 der fahrleistungen mit " serien " 462 ps erreichte die die tuner mit 550 ps nicht schafften is für mich das thema " porsche testfahrzeug " ...besonders in der sportauto ....vom tisch .
als daraufhin einige leserbriefe das thematisierten und sogar leistungstests der supertestfahrzeuge gefordert wurden hat die sport auto sich vollends ins knie geschossen in dem sie die leser für dumm verkaufte.
da wurde glatt behauptet das die messtoleranz dicke 10 % sind + schlupf ....was beim ( damals beispielsweise ) 380 ps starken rs 4 dann eben mal 40 ps hin oder her sind und das es dann " normal " währe denn die dinger um dann insgesamt 80 ps schwanken ....also von " serien ! 380 ps währe es " normal " das die presse fahrzeuge theoretisch auch 420 ps haben könnten und die kundenwagen 340 ....völlig normal ...
ja ne ....is klar .... ich habe aktuell für die zulassung ein leistungsgutachten erstellen lassen und bei dem mittelwert aus 10 messungen haben wir ne maximal abweichung bei nem endwert von 267 ps von 2.2 ps gehabt ....unter normbedingungen .
ergo ....glatte absicht zu lügen und den leser für blöd zu verkaufen , was mir aber vorher schon klar war .
horst von saurma als motorsportjournalisten zu bezeichnen ist auch meiner meinung nach " grenzwertig " .......dafür ist mir die herstellernähe zu groß , seine ausgesprochene porsche affinität steht so weit im vordergrund das mir zuweilen auffällt das es wenig sinn macht hier noch weiterzulesen .
konkret angesprochen wird das keiner zugeben und beweisen kann man es ja auch nit , aber beweis mal das man jemand liebt ;-)....mit objektivem messwert.
auch sprüche wie " von der stange auf die strecke " .....kann sich ,für technisch versierte , die pr abteilung sparen , das is für mich verlogene polemik .
ich zieh mir ja auch nicht die hose mit der kneifzange an .
aber zum kernthema .
ich würde ein pressefahrzeug kaufen , erst recht wenns von der sportauto ist ! .....da kannste sicher sein , sofern da nicht alles wieder getauscht wurde , das du sicherlich nen motor hast der entweder an der obersten toleranzgrenze der leistung , wenn nicht sogar leistungsgesteigert ist , penibelst eingestellte schaltung hat und ne halbwegs vernüntige ausstattung