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Pressefahrzeug

Themenstarteram 15. Mai 2009 um 19:33

Hallo,

in einem süddeutschen PZ hab ich einen 2 Jahre alten Gebrauchtwagen gekauft, bei dem trotz sehr weniger Km erstaunlich viele Verschleißteile getauscht werden mussten.

Nun habe ich erfahren, daß dies ein Pressefahrzeug ist, das ihn Spanien von Journalisten auf der Rennstrecke getestet wurde. Davon haben die vom PZ aber nichts erzählt geschweige denn in den KV geschrieben.

Ist ein Pressefahrzeug mit einem Mietwagen vergleichbar. Hat da jemand einschlägige Erfahrungen oder juristische Erkenntnisse?

Beste Antwort im Thema

Hallo

erst mal eine Klarstellung:

Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler

und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.

Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.

Die meisten Hersteller "ködern" Journalisten mit einem

fetten Preisnachlass in der Hoffnung die "Testwagen"

vorher zu erkennen.

Journalisten die mit Nachlass kaufen sind aber meist aus

der eher alsBoulevard zu bezeichneten Ecke oder kaufen sowieso

alles mit Journalistenrabatt obwohl die am Ende nur

Leserbriefe oder Werbetexte schreiben.....

Porsche hat einen Pool Pressefahrzeuge die auf Anfrage an die

Presse oder auch an andere Interessierte Personen übergeben

werden. Normalerweise bespricht man mit der PR Abteilung

was man wie lange und wie Intensiv testen will und bekommt

ein passendes Fahrzeug mit einem Nutzervertrag und einer

Versicherung.

Tendenziel darf man mit dem Fahrzeug nur das selbe machen wie

mit allen Porsche Serienfahrzeugen sprich auf die Rennstrecke

solange man auf Serienreifen bleibt und keinen Wettbewerb.

Anderst gesagt das schnelle fahren auf der Rennstrecke ist für einen

Porsche der selbe Normalzustand wie das parken vor der

Dorfdisko wobei letzteres bestimmt riskanter ist.

Will man mehr als Otto Normalfahrer testen arangiert

Porsche meist einen Rennstreckentermin und passende

Begleiter in Form von "Fahrlehrern" und einem Boxenteam.

Natürlich kann man sich die Fahrlehrer sparen wenn HvS

einen "Supertest" fahren will.

Nach dem Test muss man an die Presseabteilung einen ausführlichen Testbericht einreichen und auch Fahrtenbuch wird meist gefordert.

Tut man dass nicht wird aus der Testwagenanfrage in Zukunft

ein Verweiss zur Mietwagenagentur oder zum nächsten Händler.

Es ist anzunehmen das Porsche nach jedem Test die Fahrzeuge penibel

durchsieht und auf den nächsten Pressetester vorbereitet zur Not über Nacht oder am Wochenende. Dabei werden schon mal Datenlogger verbaut und Steuergeräte sehr genau ausgelesen.

Bei exessivem Verschleiss oder mitgelogten Überdrehern wird halt

das Aggregat kurz gegen ein gleichwertiges aber halt neuwertiges getauscht.

Andere Mängel werden natürlich auch beseitigt und bei Bedarf

gibt es neue Sitzbezüge oder Neulack.

Neue Reifen gibt es selten die Reifensätze werden zuvor von einem

versierten Fahrer optimal "angefahren"

Wenn die Autos aus der PR Abteilung dann in den Ruhestand gehen werden die meist nochmal komplett aufgearbeitet.

Ca 90% der PR Testautos sind übrigens weit weg vom Normalausstatter und wer z.B einen dunkelgrünmetallicfarbenen

Boxster mit einer bestimmten Ausstattungskombination fahren will

bekommt oft das Auto von Frau Wiedeking.

Ein grosser Teil der PR Autos wanderd übrigens in die Garagen von

Porsche Mitarbeitern oder Freunden des Hauses nur die "Normalausstatter" sickern in die Aussenwelt durch.

Kommen wir zu den "Rudeltests".

Bei grossen PR Neu-Vorstellungen werden ganze Fahrzeugflotten

an besonders schönen Locationen aufgefahren.

Die Journalisten haben dort meist Gelegenheit auf einer Rennstrecke

ohne Risiko die Limits des Autos oder auch deren eigenen genau auszuloten.

Dafür werden meist Fahrzeuge aus der Vorserienproduktion verwendet.

Nach Abschluss der Veranstaltungen werden diese Fahrzeuge oft nochmal zerlegt und ausgewertet oder für Crashtests verwendet.

Ansonsten werden Vorserien inzwischen verschrottet ( Früher

wurde sowas innerhalb der Familie oder an WA verkauft ).

Porsche kann übrigens vom Band nicht einfach Fahrzeuge an Tester vergeben. Sämtliche Autos die vom Band purzeln sind laut Porsche

verkauft ( es wird nicht auf Halde produziert ).

Man kann nur Fahrzeuge aus dem Bestellpool der Importeuere

rausziehen.

Deswegen muss die PR Abteilung ja selbst Porsche Fahrzeuge

für Testzwecke bevorraten und ein grosser Teil der Testflotte

sind Leihfahrzeuge die normalerweise von Mitarbeitern der

gehobenen Ebene genutzt werden.

(Porsche Tradition, die früher verwendeten Testfahrzeuge waren meist die "Privatfahrzeuge" von Ferry Porsche oder Familienmitgliedern sowie von RvF oder HvH.

Für echte dass heisst über jedem Limit bewegte Testfahrzeuge

kann man Masstäbe wie für Fahrzeuge mit Sondernutzung ( Taxi, Mietwagen ) ansetzten diesbezügliche Preisabschläge findet man im

Schwacke, bei Eurotax oder beim nächsten Gutachter.

Noch ein Hinweiss:

Die bei Porsche von der PRAbteilung verwendeten Kennzeichen sind

"fest" und werden wiederverwendet dass heisst wenn man die

Nummer der Zulassung im Brief hat und ein Bild von einem

Auto mit dem selben Kennzeichen dann muss es nicht das identische

Auto sein.

Damit die Nummer zur Not über Nacht frei wird kann das bisherige

das Kennzeichen tragende Fahrzeug einfach auf einen anderen

Zulassungsort angemeldet oder stillgelegt werden.

Früher wurden aus S-PR of BB-PW oder LB-PL

Grüsse

17 weitere Antworten
17 Antworten
am 15. Mai 2009 um 19:53

Hi

dass das PZ dir nichts davon gesagt hat, ist schon fast logisch (wer will so eine "abgelutschte" Karre;)?), es muss dir aber auch nichts sagen, so lange keine Schäden am Fahrzeug zu erkennen sind. Für die vielen Verschleissteile "kann" dann auch das PZ nichts und Du kannst sie dafür auch nicht rechtlich belangen. Es könnte ja auch sein, dass Du den Wagen nach der Übernahme 20 Runden über die Nordschleife geprügelt hast und dadurch diese Verschleissteile gewechselt werden mussten...Pressefahrzeuge werden in der Regel vom Band an die jeweiligen Tester vergeben (außer bei Vorserienfahrzeugen) und werden eventuell "verbessert".;)

Max

Hallo

erst mal eine Klarstellung:

Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler

und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.

Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.

Die meisten Hersteller "ködern" Journalisten mit einem

fetten Preisnachlass in der Hoffnung die "Testwagen"

vorher zu erkennen.

Journalisten die mit Nachlass kaufen sind aber meist aus

der eher alsBoulevard zu bezeichneten Ecke oder kaufen sowieso

alles mit Journalistenrabatt obwohl die am Ende nur

Leserbriefe oder Werbetexte schreiben.....

Porsche hat einen Pool Pressefahrzeuge die auf Anfrage an die

Presse oder auch an andere Interessierte Personen übergeben

werden. Normalerweise bespricht man mit der PR Abteilung

was man wie lange und wie Intensiv testen will und bekommt

ein passendes Fahrzeug mit einem Nutzervertrag und einer

Versicherung.

Tendenziel darf man mit dem Fahrzeug nur das selbe machen wie

mit allen Porsche Serienfahrzeugen sprich auf die Rennstrecke

solange man auf Serienreifen bleibt und keinen Wettbewerb.

Anderst gesagt das schnelle fahren auf der Rennstrecke ist für einen

Porsche der selbe Normalzustand wie das parken vor der

Dorfdisko wobei letzteres bestimmt riskanter ist.

Will man mehr als Otto Normalfahrer testen arangiert

Porsche meist einen Rennstreckentermin und passende

Begleiter in Form von "Fahrlehrern" und einem Boxenteam.

Natürlich kann man sich die Fahrlehrer sparen wenn HvS

einen "Supertest" fahren will.

Nach dem Test muss man an die Presseabteilung einen ausführlichen Testbericht einreichen und auch Fahrtenbuch wird meist gefordert.

Tut man dass nicht wird aus der Testwagenanfrage in Zukunft

ein Verweiss zur Mietwagenagentur oder zum nächsten Händler.

Es ist anzunehmen das Porsche nach jedem Test die Fahrzeuge penibel

durchsieht und auf den nächsten Pressetester vorbereitet zur Not über Nacht oder am Wochenende. Dabei werden schon mal Datenlogger verbaut und Steuergeräte sehr genau ausgelesen.

Bei exessivem Verschleiss oder mitgelogten Überdrehern wird halt

das Aggregat kurz gegen ein gleichwertiges aber halt neuwertiges getauscht.

Andere Mängel werden natürlich auch beseitigt und bei Bedarf

gibt es neue Sitzbezüge oder Neulack.

Neue Reifen gibt es selten die Reifensätze werden zuvor von einem

versierten Fahrer optimal "angefahren"

Wenn die Autos aus der PR Abteilung dann in den Ruhestand gehen werden die meist nochmal komplett aufgearbeitet.

Ca 90% der PR Testautos sind übrigens weit weg vom Normalausstatter und wer z.B einen dunkelgrünmetallicfarbenen

Boxster mit einer bestimmten Ausstattungskombination fahren will

bekommt oft das Auto von Frau Wiedeking.

Ein grosser Teil der PR Autos wanderd übrigens in die Garagen von

Porsche Mitarbeitern oder Freunden des Hauses nur die "Normalausstatter" sickern in die Aussenwelt durch.

Kommen wir zu den "Rudeltests".

Bei grossen PR Neu-Vorstellungen werden ganze Fahrzeugflotten

an besonders schönen Locationen aufgefahren.

Die Journalisten haben dort meist Gelegenheit auf einer Rennstrecke

ohne Risiko die Limits des Autos oder auch deren eigenen genau auszuloten.

Dafür werden meist Fahrzeuge aus der Vorserienproduktion verwendet.

Nach Abschluss der Veranstaltungen werden diese Fahrzeuge oft nochmal zerlegt und ausgewertet oder für Crashtests verwendet.

Ansonsten werden Vorserien inzwischen verschrottet ( Früher

wurde sowas innerhalb der Familie oder an WA verkauft ).

Porsche kann übrigens vom Band nicht einfach Fahrzeuge an Tester vergeben. Sämtliche Autos die vom Band purzeln sind laut Porsche

verkauft ( es wird nicht auf Halde produziert ).

Man kann nur Fahrzeuge aus dem Bestellpool der Importeuere

rausziehen.

Deswegen muss die PR Abteilung ja selbst Porsche Fahrzeuge

für Testzwecke bevorraten und ein grosser Teil der Testflotte

sind Leihfahrzeuge die normalerweise von Mitarbeitern der

gehobenen Ebene genutzt werden.

(Porsche Tradition, die früher verwendeten Testfahrzeuge waren meist die "Privatfahrzeuge" von Ferry Porsche oder Familienmitgliedern sowie von RvF oder HvH.

Für echte dass heisst über jedem Limit bewegte Testfahrzeuge

kann man Masstäbe wie für Fahrzeuge mit Sondernutzung ( Taxi, Mietwagen ) ansetzten diesbezügliche Preisabschläge findet man im

Schwacke, bei Eurotax oder beim nächsten Gutachter.

Noch ein Hinweiss:

Die bei Porsche von der PRAbteilung verwendeten Kennzeichen sind

"fest" und werden wiederverwendet dass heisst wenn man die

Nummer der Zulassung im Brief hat und ein Bild von einem

Auto mit dem selben Kennzeichen dann muss es nicht das identische

Auto sein.

Damit die Nummer zur Not über Nacht frei wird kann das bisherige

das Kennzeichen tragende Fahrzeug einfach auf einen anderen

Zulassungsort angemeldet oder stillgelegt werden.

Früher wurden aus S-PR of BB-PW oder LB-PL

Grüsse

Herrlich - ich lese viel lieber deine Beiträge, als mir noch länger diesen Eurovision Müllcontest im TV anzusehen. Klasse geschrieben, sehr interessant. :)

am 16. Mai 2009 um 21:06

Wirklich ein klasse Beitrag wie eigentlich jeder von "IXXI"! Ich frage mich immer ,wenn ich deine Beiträge lese, woher du das alles weisst.

am 16. Mai 2009 um 22:28

Man kann es ja positiv betrachten, dass viele Verschleißteile schon gewechselt wurden, dennoch würde es mich immer enorm stören, wenn ich wüsste, dass mein Auto die wenigen ersten KM seines "Lebens" über eine Strecke gef**kt wurde.

Da kann Porsche Fahrtenbücher anlegen oder noch so viele Daten erheben, solch ein Auto wird immer Nachteile haben, die im Verkaufspreis zu berücksichtigen sind.

MFG

Sévo

Hallo

habe "zufälligerweise" einen der VW&Porsche Pressesprecher

gekannt (War ein Freund meines Vaters).

Vorher war der bei Daimler Benz und danach ging er

zu FIAT/Lancia und war danach wieder freiberuflicher

Motorjournalist und Dozent (hatte in Germanistik & Literatur

habiliti und legendi) und tw als Consulter bei diversen Automobibezogenen Firmen.

Hat ab und an auch in diversen Blättern pupliziert.

Zuletzt machte der aber nur noch Reiseberichte die

auch Teilweise im Christopherus erschienen sind.

Bei dem lernte ich schon in sehr jungen Jahren auch andere

Pressefritzen (Impressari ?) und sonstiges Personal kennen.

Über denn Kontakt war es möglich ein PR Auto zu organsieren bzw eine Einladung zu den kleineren PR Zirkeln zu bekommen ( Da wo die Fachjournalisten unter sich sind und die Techniker direkt löchern dürfen ).

Danach musste man halt einen "Testbericht" schreiben

wobei ich um 1989 beim Lancia Dedra SW wohl etwas

übertrieben habe ( Weil ich mein neues Winbook XP gebührend testen wollte wurden es 12 Seiten davon 7 über Mängel bei der Fahrzeugmontage, wohlgemerkt kein Vorserienauto aber bestimmt für die Presse "kontrolliert") und dann bei FIAT wohl aus dem Postverteiler gefallen bin.

(Komischerweise bin ich bei Alfa immer noch drin ;))

Aber dafür schickt mir Audi noch jedes Jahr einen Termin zum

Essen an einem guten Futterplatz hinter Öhringen .

Dort kann man auch wunderbar Dampfplaudern ;)

Wer Lust hat keine vom 1 Stern Michelin auf 4 Michelins umsteigen.

In der Gegend gibt es fürchterlich schlechte Strassen deswegen

wird dass von anderen PR Abteilungen gemieden.

Anderseits sind schon seit jahrzehnten die Luxusjapaner dort aber

das liegt am Golfplatz.....

Dass tolle ist halt wenn man mal auf einer eher "unwichtigen" und daher mässig besuchten PR Veranstaltung beim [url=http://www.koegel.com/index.php?id=33&L=0&tx_ttnews[tt_news]=73&tx_ttnews[backPid]=144&cHash=2eb03d542e]Kögel[/url] sitzt kann man sich nebenher mit dem Technikvorstand (e.h.)

über gemeinsame Steckenpferde unterhalten ( Porsche Traktoren, Käfer, Tuning, VWPorsche, Mercedesle und die wilden Rennjahre oder

wie verflucht nochmal das Nummernsystem bei Porsche funktioniert...)

Grosses Problem bei der Sache ist dass man Zeit dafür braucht..

irgendwann ist Zeit irgendwie immer weg und seit mitte der

90er macht der ganze PR Rummel einfach keinen "Spass" mehr.

Die Veranstaltungen werden immer gigantischer und dabei

stereotyper. Oft muss man Hinfliegen.

Vor Ort findet man nur PR Experten die von nix eine

Ahnung haben und das mit fetten wortreichen Anfüllungen von

sinnleeren aber phonetisch suppig angereichteren Sprachhülsen

wirkungsvoll unters hörige Volk streuen.

Zur Not macht man Kürzel oder es hat englische Bezeichnungen.

Natürlich wollte ich in meinen Jugendjahren Rennfahrer oder

Motorjournalist werden ( Paul Frere, RvFrankenberg, HvH )

jedoch ging ich zu einer Zeit in die Schule als Legastenie noch nicht anerkannt war und auch die Rechtschreibfehler im Aufsatz bewertet wurden.

Damit war eine schreibende Karriere aus eigener Kraft nicht möglich

und dann wurde ich halt was anderes......

 

Um nochmal auf dass Topic zurückzukommen.

Ich will hier nicht die PR Arbeit von Porsche machen und weiss

auch nicht wie aktuell die PR Fuzzis drauf sind.

Natürlich gibt es für die PR auch Kostenstellen und auch da wird

KVP angewandt und evtl war ein Verbesserungsvorschlag doch die

alten und gemolkenen PR Autos nicht mehr gross aufzuarbeiten

und als Gebrauchtwagen durchzureichen und damit eine andere Kostenstelle (die vermutlich gerade in Ossweil sitzt und Gebrauchtwagengarantie heisst) zu belasten.

Das Cleverle hat sich damit bestimmt einen Bonus verdient aber

anderseits bewiessen dass er eigentlich aus meiner Sicht nicht in

eine PR Abteilung gehört. Zumindest nicht in die von Porsche.

Nicht in einer Zeit wo es dass Internet gibt und Communitys

die Freud und Leid austauschen aber das Leiden nun mal besser thematsieren könnenund damit gerne Themenschwerpunkt wird.

Bei de meisten PR Fuzzis versteht man das Internet nicht und rätselt heute noch warum Obama übers Internet "Mehrwert" generierte.

 

Vor 10 Jahren hatte ich mal einen Austausch mit einem Porsche

PR Fuzzi warum Porsche das Online Gästebuch wie einen Abfalleimer

behandelt und daraus keinen "Mehrwert" generiert.

Die Antwort war das Prospektanfragen und technische Fragen

von den Importeueren/Händlern vor Ort behandelt werden sollen

und wenn man jedem auf dem Gästebuch einen Prospekt mit

Anstecknadel zusenden sollte würde das Millionen kosten...

Nun ja, man hat die Millionen in eine eher lieblosen Website

die sich wöchentlich ändert und selten feste Links zulässt mit einem

nicht funktionierenden Configurator verpulvert und die

Gästebuchkunden vor 10 Jahren stehen evtl. jetzt vor der Frage

ob Boxster oder Z4 und rechnen sich das ganz Kühl aus wo man doch

schon vor 10 jahren mit einer investition von Pfennigenartikeln

und etwas Arbeitszeit die Herzen hätte gewinnen können und

damit die Ratio komplett oder weitgehend in den Hintergrund

getrtetten wäre.

Weil rational betrachtet stehen wir doch eh alle mehr oder weniger

im Stau und da brauche ich ein gutes Entertainment, gute Ergonomie

und evtl. eine Hauch über 30kW Leistung.

Die Arbeit der Werbung besteht darin uns denn Traum zu verkaufen

wir könnten das mehr an Performance ausnutzen und es würde uns

dabei einen Mehrwert durch "Lebensfreude", "Fahrspass" oder auch

nur "Status" generieren.

Und die PR ist so geschickt dass man Millionen Amerikaner ein technisch Rückständiges und in jeder Form unsicheres Produkt

welches auf einem Kleinlaster basiert der sich ähnlich preiswert

wie ein Motorrroller produzieren lässt als Nonplusultra für das

Sub Urbane Leben zu einem Premiumpreis verkaufen lässt.

Wo wir bei der macht des Internet sind. Porsche hat ein paar kleine

Probleme wie auch die meisten anderen Hersteller und früher

hiess es halt immer es ist ein Einzelfall oder ein Bedienfehler.

Die meisten PR Abteilungen haben die Zeitbombe immer noch nicht verstanden und das vernetzte Kunden evtl einfach die Marktmacht

gemeinsamer Entscheidungen nutzen und wenn Porsche z.B. das KWS

nun auf den Rücken der Kunden abwälzen will und darauf hofft dass man damit den Gebrautwagenmarkt auf die Fahrzeuge mit offizieler

Porsche Garantie fokusiert (Weil ohne Garantie kanns richtig teuer werden) denkt wie ein Dinosaurier und selbst unvernetzte User

machen nicht alles mit, nicht Jahrezehntelange abwärtstrends ( GM/Opel)

Grüsse

Hallo

Zitat:

Original geschrieben von Sevo-G

Man kann es ja positiv betrachten, dass viele Verschleißteile schon gewechselt wurden, dennoch würde es mich immer enorm stören, wenn ich wüsste, dass mein Auto die wenigen ersten KM seines "Lebens" über eine Strecke gef**kt wurde.

Da kann Porsche Fahrtenbücher anlegen oder noch so viele Daten erheben, solch ein Auto wird immer Nachteile haben, die im Verkaufspreis zu berücksichtigen sind.

Sévo

äh ja eine Insel...

Bei jedem Gebrauchtwagen hat man das Risko das jemand

das Teil am Limit oder darüber bewegt hat.

Entscheidend ist nicht dass der Fall nicht eintritt sondern der

dass der Hersteller jedes Auto so konstriert und baut das es auch bei

heftigem Missbrauch auf der Rennstrecke keine bleibenden Schäden

am Auto hinterlässt.

Dass dabei Verschleissteile flöten gehen ist normal weil von nix kommt nix...

Natürlich hat Porsche da konstruktiv ein anderes Problem als

die BMW Ingeneuere.

Bei Porsche wird der Motor nicht bei 250 km/h abgeregelt und auch

die Fahrdynamikregelung arbeitet anderst als bei BMW.

Zudem erlaubt sich BMW die richtig potenten Serien-Sportgeräte

welche evtl einem Porsche auf der Rennstrecke auf den Pelz rücken nur an Handverlesene Endkunden, bevorzugt langährige Freunde des Hauses, mit Fahrlizenz zu verkaufen.

Wer das bei BMW aus Betriebs-Sicherheitsgründen "versteckte" Potential erfahren will muss zum Tuner oder zu Alpina und damit ist BMW aus der Gewährleistung.

Tendenziel ist der Betrieb auf einer Rennstrecke für darauf ausgelegte

Motortechnik weniger verschleissend als die tägliche 5 km Kurzstrecke.

Auf der Rennstrecke kann man wie auch auf der Strasse nur maximal Vollgas geben und Vollstbremsungen hinlegen. Auch die

Querbeschleunigung ist wie auf der Strasse. Natürlich haben viele

Rennstrecken einen grifigeren belag der auch oft auf der Idealline

mit Gummiabrieb angereichter ist aber der Performancevorteil

dadurch ist nicht so weit ausserhalb der Strassenwerte.

Ausser dem Einschlag in der Botanik oder an der Leidplanke,

dem verbrennen der Kupplung und der Bremse

hat der User nur das Problem durch Verschalten denn Motor zu

überdrehen. Hier kann man konstruktiv durch für die übliche

doppelte Gangspreizung erzielten ca 1000/min Überdrehung

vorzusorgen indem man den Ventiltrieb auf dieses Limit auslegt.

Die Achilesferse jeden Motors beim Überdrehen ist der

"Schleppmomentschlag" und das Limit des Kurbeltriebs.

Das kann man aber per Motorsteuergerät erfassen und aulesen.

 

Der Zwiespalt der Scene ist doch dass sich "Autofahrer" gerne einen

"Rennwagen" kaufen und damit gerne wie die Sabine um den Ring wedeln würden (oder es sogar tun) aber ein Problem haben ein so

genutztes Auto als Gebrauchtwagen zu kaufen obwohl ein derart

"eingefahrenes" Auto meist besser geht als der normalschleichende Rest.

Der Zwiespalt basiert darauf dass die PR gerne Rennsporttechnik

zelebriert und Siege generiert und dem Endkunden dabei erzählt

dass es im Prinzip Serienautos sind obwohl das Material in den

Wettbewerbs-Autos Verschleissoptimiert ist und man denn Motor

dann halt im 10 000km Intervall überholen muss.

Am Ende zählt doch das Gewinnen mehr als das zuverlässige Hinterherfahren.

Deswegen setzt man auch Rennfahrer ans Steuer weil die eher

selten Fehler machen und wenn doch werden die nach dem dritten gefeuert

 

Zitat:

Gerhard Richter: Die Welt im Rennsport hat sich natürlich etwas verändert. Wir haben im Moment nicht mehr exakt den Fall, dass ein Rennauto von einem Straßenauto abgeleitet wird. Aber aufgrund des Erfolges unserer ganzen Fahrzeuge, haben wir in allen unseren Modellen diese Rennsportgene enthalten. Darauf sind wir besonders stolz, denn das ist auch das Alleinstellungsmerkmal der M-Fahrzeuge. Das heißt, man findet immer Eigenschaften, die man normalerweise nur in einem Rennwagen kennt. Die Rückmeldung, das Unmittelbare und diese Response, das Fahrer und Maschine zusammenwachsen. Und das sorgt für entsprechende Emotionen und Fahrspaß.

Hier gibt es bei Porsche seit 6 Jahrzenten einen gewaltigen Unterschied und der besteht darin dass man mit Serienfahrzeuge

von der Stange ernsthaften Motorsport betreibt und bei Motorsport natürlich aus den Problemen und Verschleisspunkten lernt und die verbessert und die Verbesserung in die Grosserie umsetzt.

Tendenziel kann sich jeder beim Porsche Händler einen Serienmässigen GT3 mit Käfig und Löscheranlage bestellen und dann

mit Cup Bereifung mitfahren. Wenn er Talent hat ist er mittendrin

auch ohne die sonst bei den Rennserien üblichen "Umbaumassnahmen" innerhalb der Hülle.

Natürlich sind die Porsche ohne echte Trockensumpfschmierung auf der Rennstrecke nicht mit aktuellen Sliks einsetzbar aber das liegt auch an der Reifenentwicklung mit dem Sliks von 1993 hätten

normale 996 evtl. kein Problem und mit den Slicks in 2015

kann es sein dass die aktuellen GT3 in schnellen Kurven der Ölfilm reisst (So wie es den 70er jahre Rennturbos mit aktuellen Slickreifen passieren kann).

Nicht jeder Kunde braucht seine Limits auf der Rennstrecke mit Slicks

auszutesten und man braucht für den Kundenkreis dann auch nicht ein auf derartige extreeme ausgelegte Hardware und dafür ist das

Auto auch Preiswerter und Alltagstauglicher.

Aber trotzdem kann der Kunde damit seine Strassenreifen auf der Rennstrecke runterhobeln ohne dabei Schäden am Fahrzeug zu

erzeugen.

 

Die Fahrtenbuchauflage bei PR Fahrzeugen verhindert auch keinen Missbrauch sondern es geht der PR darum herauszufinden was jeder

Tester für Angewohnheiten hat welche Schnitte er fährt und an

welcher Tanke er auffüllt.

Ansonsten sind Autotester Fahrtenbücher gewöhnt dass ist völlig normal und meist kopiert man die entsprechenden Seiten aus dem eigenem Buch und erspart sich die doppelte Buchführung.

Wenn das Auto zurückkommt sieht der Werkstattmeister sofort am Reifenverschleissbild wie gut das Auto bewegt wurde und zusammen

mit der Restbelagdicke weiss man dann schon in etwa wie gut der Tester wirklich Auto fahren kann (Nicht lachen aber viele

Motorjournalisten können nicht mal Auto fahren aber dafür

ermitteln die ja objektive Vergleichswerte oder schreiben halt

in einer Klatschspalte oder einem Fantasieblatt)

Grüsse

Hab im Porsche Locator bei Gebrauchtwagen im Inserat von Porsche.de den Hinweis Pressefahrzeug gesehen und weiss jetzt wenigstens was es damit auf sich hat.

Danke IXXI

mein PZ hat mir beim Angebot meines aktuellen Turbos klar ggü kommuniziert, dass dieser Wagen ein Pressefahrzeug war.

Ich sehe in dieser Tatsache ehrlich gesagt gar kein Problem.........Hauptsache der Wagen hat Prosche- Garantie sowie ist nach Deinen Wünschen.

Schau Dir den Wagen gründlich an und entscheide dann, ob Du diesen Wagen willst oder nicht.....wie bei jedem anderen wagen auch!!!!!

Bin heute wieder auf ein Pressefahrzeug gestossen

Der Verkäufer meinte etwas von einem Pressepool, der über Werkswagen vertrieben würde und das entsprechnede Fahrzeug sei erst ab 10/10 frei.

Wie die den dann jetzt schon mit km Angabe anbieten können ist mir schleierhaft.

Bei Vorführern kann man bestimmt die km Leistung eher vorgeben als bei Pressefahrzeugen

Die werden anhand ihrer Erfahrungen schon genau wissen, wieviele Kilometer die Pressefuzzies fahren. Für Spazierfahrten werden die wohl kaum Zeit haben.

Zitat:

Original geschrieben von IXXI

Hallo

erst mal eine Klarstellung:

Echte Motorjournalisten kaufen die Testfahrzeuge beim Händler

und zu den selben Bedingungen wie Otto Normalkäufer.

Schliesslich will man verhindern ein "Testfahrzeug" zu bekommen.

Dass Fahrzeuge von Journalisten zu Testzwecken gekauft werden, ist aber, wenn es das überhaupt gibt, sehr sehr selten. Wenn überhaupt, dann als Dauertestfahrzeuge.

Meistens kommen die Pressefahrzeuge vom Hersteller und gerade bei Turbomotoren werden die Werksangaben dann oft deutlich unterschritten...

Bestes Beispiel der aktuelle 997 Turbo II. Der hat in den meisten Tests 100-200 km/h-Werte (da spielt Traktion keine Rolle mehr) erreicht, die teilweise besser waren als die des 997 GT2, trotz 150 kg Mehrgewicht, leistungsfressendem Allradantrieb und angeblich 30 PS weniger.

Bei Audi und VW gibt es auch solche extremen Werksangaben-Abweichungen bei Pressefahrzeug-Fahrleistungen, fast immer bei Autos mit Turbomotoren (z.B. WA 7,1s, dann in mehreren Tests 6,2 auf 100 km/h)

Man sieht auf den Fotos, z.B. bei der Sportauto, auch fast immer Kennzeichen mit "S-GO" und einem Horst von Saurma am Steuer.

Zitat:

Original geschrieben von Emmet Br0wn

Man sieht auf den Fotos, z.B. bei der Sportauto, auch fast immer Kennzeichen mit "S-GO" und einem Horst von Saurma am Steuer.

Das ist ein Fahrzeug aus dem Porsche Pressepool.

S-GO steht für Geschäftsbereich Öffentlichkeitsarbeit.

Früher hatten diese Fahrzeuge meist BB-PW und waren somit nicht in Stuttgart sondern in Weissach zugelassen.

Ich vermute mal das hing damit zusammen dass damals noch sparsame Schwaben am Ruder waren.

Zitat:

Original geschrieben von Emmet Br0wn

 

Dass Fahrzeuge von Journalisten zu Testzwecken gekauft werden, ist aber, wenn es das überhaupt gibt, sehr sehr selten. Wenn überhaupt, dann als Dauertestfahrzeuge.

Meistens kommen die Pressefahrzeuge vom Hersteller und gerade bei Turbomotoren werden die Werksangaben dann oft deutlich unterschritten...

Bestes Beispiel der aktuelle 997 Turbo II. Der hat in den meisten Tests 100-200 km/h-Werte (da spielt Traktion keine Rolle mehr) erreicht, die teilweise besser waren als die des 997 GT2, trotz 150 kg Mehrgewicht, leistungsfressendem Allradantrieb und angeblich 30 PS weniger.

Bei Audi und VW gibt es auch solche extremen Werksangaben-Abweichungen bei Pressefahrzeug-Fahrleistungen, fast immer bei Autos mit Turbomotoren (z.B. WA 7,1s, dann in mehreren Tests 6,2 auf 100 km/h)

hier muss ich emmetbrown zustimmen , spätestens seit dem ding mit dem 996 gt2 der fahrleistungen mit " serien " 462 ps erreichte die die tuner mit 550 ps nicht schafften is für mich das thema " porsche testfahrzeug " ...besonders in der sportauto ....vom tisch .

als daraufhin einige leserbriefe das thematisierten und sogar leistungstests der supertestfahrzeuge gefordert wurden hat die sport auto sich vollends ins knie geschossen in dem sie die leser für dumm verkaufte.

da wurde glatt behauptet das die messtoleranz dicke 10 % sind + schlupf ....was beim ( damals beispielsweise ) 380 ps starken rs 4 dann eben mal 40 ps hin oder her sind und das es dann " normal " währe denn die dinger um dann insgesamt 80 ps schwanken ....also von " serien ! 380 ps währe es " normal " das die presse fahrzeuge theoretisch auch 420 ps haben könnten und die kundenwagen 340 ....völlig normal ...

ja ne ....is klar .... ich habe aktuell für die zulassung ein leistungsgutachten erstellen lassen und bei dem mittelwert aus 10 messungen haben wir ne maximal abweichung bei nem endwert von 267 ps von 2.2 ps gehabt ....unter normbedingungen .

ergo ....glatte absicht zu lügen und den leser für blöd zu verkaufen , was mir aber vorher schon klar war .

horst von saurma als motorsportjournalisten zu bezeichnen ist auch meiner meinung nach " grenzwertig " .......dafür ist mir die herstellernähe zu groß , seine ausgesprochene porsche affinität steht so weit im vordergrund das mir zuweilen auffällt das es wenig sinn macht hier noch weiterzulesen .

konkret angesprochen wird das keiner zugeben und beweisen kann man es ja auch nit , aber beweis mal das man jemand liebt ;-)....mit objektivem messwert.

auch sprüche wie " von der stange auf die strecke " .....kann sich ,für technisch versierte , die pr abteilung sparen , das is für mich verlogene polemik .

ich zieh mir ja auch nicht die hose mit der kneifzange an .

aber zum kernthema .

ich würde ein pressefahrzeug kaufen , erst recht wenns von der sportauto ist ! .....da kannste sicher sein , sofern da nicht alles wieder getauscht wurde , das du sicherlich nen motor hast der entweder an der obersten toleranzgrenze der leistung , wenn nicht sogar leistungsgesteigert ist , penibelst eingestellte schaltung hat und ne halbwegs vernüntige ausstattung

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