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Pickup Kaufberatung

Themenstarteram 19. August 2010 um 20:02

moin moin,

 

ich suche nach 13 Jahren ein wenig Abwechslung und beschäftige mich mit den in Europa erhältlichen Pickups. Bisher hab ich die Prospekte vom:

Ford Ranger

Mazda BT50

Toyota Hilux

Nissan Navara

Isuzu DMAX

und Mitsubishi L200 angesehen und versuche das Optimum zu finden. Im Moment rangieren Isuzu DMAX und Mitsubishi L200 ganz vorn, da nur sie die notwendige Ausstattung mitbringen.

 

 

Ich plane den L 200 mit Automatik, Double Cab, Klimatronik zu kaufen und möchte nun wissen, wie das Modell bzgl. Problemen abschneidet?

Motor?

Getriebe?

Rost?

Antriebsstrang?

Wartung?

 

Zufrieden mit der Wahl?

Kompetenz der Werkstätten?

 

 

Ich hatte noch nie einen Mitsubishi kann deshalb nichts über allgemeine Probleme sagen. Mir gefällt besonders der Innenraum, was für mich auch kaufentscheidend sein soll.

 

Das Fahrzeug soll erst geleast werden und im Anschluss übernommen werden.

 

 

Danke

spooky

Beste Antwort im Thema

Es kommt sehr auf den Verwendungszweck an. Einige allgemeine Hinweise:

Doka wird in D grundsätzlich als PKW besteuert, Single- und 1,5 Cab gehen als LKW durch und werden daher nach Gewicht besteuert.

Die Versicherung wird möglicherweise sehr teuer, da LKW unter 1t Nutzlast einen Risiko-Zuschlag bekommen. Wenn der Pickup über 1t hat, wird es günstiger (Mazda/Ford, Navara, Isuzu). Wenn du die gut 1t Zuladung voll ausnutzen willst, wirst du Zusatzfedern montieren müssen. Der L200 hat den weichsten, flexibelsten Rahmen. Gut für den Komfort, schlecht für Wohnkabinen. Ob die Versicherung den Pickup auch als PKW versichert, ist Ausstattungs- und Verhandlungssache.

Ford Ranger und Mazda BT50 sind praktisch baugleich. Sie laufen vom gleichen Band. Sie sind leer beide bretthart.

L200 ist wohl am PKW ähnlichsten.

Der Hilux ist sehr robust und frühere Modelle waren sehr langlebig, der Navara recht komfortabel, der Isuzu hat mir persönlich überhaupt nicht gefallen. Er gilt aber auch als robust.

Der Navara und der Mazda/Ford haben als 1,5 Kabiner ziemlich geniale Doppelflügeltüren, die den Zugang zum hinteren Kabinenteil sehr erleichtern. Längere Strecken lassen sich auf den Notsitzen aber nicht aushalten.

Es gibt auch noch die Landrover 110 und 130 PU, aber das ist wirklich antiquierte Technik. Einen preisgünstigen, kleinen Pickup gibt es bei Dacia.

Mir persönlich gefällt der Hilux am besten, gefolgt vom Navara. Ich lege allerdings keinen Wert auf Luxusausstattung und würde daher auf Automatik, Chrom- und Edelstahlgimmiks, ..... verzichten. Wichtig sind mir die hohe Zuladung, eine Klimaanlage, ein echtes Sperrdifferential an der Hinterachse, Zuschaltallrad, wenn ich ihn wirklich brauche, robuste Konstruktion mit guter Ersatzteilversorgung. Auch wichtig ist, dass sich im Gelände ABS, ESP und sonstige Assistenten abschalten lassen.

Wenn du vorher keinen PU gefahren hast, solltest du unbedingt Probefahrten machen, auch wenn es manchmal sehr schwierig ist, das gewünschte Modell auch irgendwo real zu finden. Zu einer Probefahrt gehört unbedingt auch ein holperiger Feldweg, Stadtverkehr, Autobahn und vor allem das Einparken.

Grundsätzlich sind Pickups relativ einfach aufgebaut, mit eher simpler Technik. Das verschafft ihnen einen deutlichen Preisvorteil gegenüber ähnlich großen PKW. Ihre grundsätzliche Bestimmung sind eher schlechte Wege in Drittweltstaaten und Schwellenländern, weniger das Hochgeschwindigkeitsfahren auf deutschen Autobahnen. Im Vergleich zu Limousinen sind sie im Grenzbereich deutlich schlechter zu beherrschen, gerade bei Leerfahrten oder voll beladen. Auch die Fahrassistenzsysteme sind weniger perfekt. Ob der neue Amarok das besser kann, bleibt abzuwarten. Immerhin kommt er bei vergleichbarer Ausstattung knapp 10000€ teurer als ein Navara, ist aber auch ein Stück breiter.

Die Standardbereifung bei Lieferung ist je nach Modell und Ausstattungsvariante möglicherweise wenig sinnvoll für deinen Verwendungszweck. Da ich einen PU vor allem als Nutzfahrzeug ansehe, würde ich gleich Reifen mit einem All Terrain Profil einrechnen, zum Beispiel BFG AT.

Die US Pickups sind eine ganze Nummer größer, mit relativ wenig Zuladung, wenn sie unter 3,5t bleiben sollen. Sie bieten aber einen deutlich höheren Komfort und viel mehr Platz. Die 3,5t Grenze ist wichtig wegen diverser Beschränkungen bei höherem Gewicht.

Gruß, Bernhard

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Welche Trucks sind Deiner Meinung nach für die Strasse gemacht?

Did komplette F Reihe bei Ford ist Off-road tauglich. Kommt natürlich auf die Bereifung an.

Aber bedenke, dass Du bei schwerem Gelände im Nachteil bist mit einem langen Truck wegen der Länge und Radstand. Ein Jeep Wrangler kann das besser.

Hallo Phoenix,

offroad tauglich ist ein weiter Begriff. Pickups der in Europa üblichen Midsize Klasse sind zwischen 5m und 5,30m lang und haben Radstände von 3m bis 3,20m. Dazu noch einen relativ langen Überhang hinten und meist eine AHK, die wie ein Pflug wirkt, wenn es Bergauf geht.

Die Schadstoffklasse ist auch sehr wichtig. Aktuelle Fahrzeuge haben Euro 5 mit Partikelfilter, ab dem nächsten Jahr kommt Euro 6 mit stark modifizierten Motoren und Ad Blue Zugabe zur Abgasreduzierung. Euro 4 ohne Partikelfilter gab es noch bis 2011.

Sinnvoll für die genannte Absicht sind noch Änderungen am Fahrwerk, größere Räder, Höherlegung, um die Fahrzeugmitte weiter vom Boden weg zu bekommen, Schnorchel, um bei Flussquerungen kein Wasser anzusaugen.

Seit ca 2004 sind die Leistungen der Motoren stark gestiegen, dank Turbo und Common Rail Einspritzung. Die Motors sind dadurch nicht unbedingt schlechter geworden, aber sehr viel anspruchsvoller beim Diesel, wodurch es immer wieder zu Problemen mit den Einspritzdüsen kommt. Auf die 500000 bis 1 Mio Kilometer des 4,2l 1HZ von Toyota kommen sie nicht mehr. Der hat aber auch nur 131 PS.

Ein Single Cab hat eine Ladeflächenlänge von rund 2,30 bis 2,40m, da kann eine Kabine hinten bündig abschließen. Damit hasst du auch eine optimale Lastenverteilung auf der Pritsche, das ist für den Zweck sehr wichtig. Allerdings hast du nur 2 Sitzplätze vorne, außer bei US PUs, die zum Teil auch mit 3er Sitzbank zu haben sind.

Die 1,5 Cabs sind ein Kompromiss. Da sind noch 2 Notsitze in der Fahrerkabine, die Pritsche ist dafür nur noch 1,70 bis 1,85m lang. Um gemütlich in einer Kabine schlafen zu können, geht das nicht ohne kleinen Überhang oder Alkoven. Außerdem kommt ein größerer Teil der Last hinter die Hinterachse, was die Offroad Qualitäten verschlechtert, wenn man beim Ausbau der Kabine nicht sehr gut plant.

Doppelkabiner haben nur noch 1,45 bis 1,6m Pritschenlänge, der Wohnausbau beginnt auf der Hinterachse.

Offroadtaugliche Wohnkabinen gibt es zum Beispiel von Four Wheel bei Wohnkabinencenter.de, von Exkab.de und von vielen anderen Herstellern. Wenn die Kabine zu groß und/oder zu schwer ist, wird ein Rahmenbruch sehr wahrscheinlich. Wenn sie zu hoch oder zu breit ist, gibt es Probleme auf engen Pfaden oder mit überhängenden Ästen im Wald. Die üblichen Wohnkabinen, wie man sie auf dem Caravan Salon sieht, sind bestenfalls gelegentlich auf schlechten Wegen zu fahren, aber nicht offroad geeignet. Da muss man sich auf der Abenteuer allrad informieren.

Bernhard

Zitat:

@spooky23 schrieb am 19. August 2010 um 20:02:43 Uhr:

moin moin,

ich suche nach 13 Jahren ein wenig Abwechslung und beschäftige mich mit den in Europa erhältlichen Pickups. Bisher hab ich die Prospekte vom:

Ford Ranger

Mazda BT50

Toyota Hilux

Nissan Navara

Isuzu DMAX

und Mitsubishi L200 angesehen und versuche das Optimum zu finden. Im Moment rangieren Isuzu DMAX und Mitsubishi L200 ganz vorn, da nur sie die notwendige Ausstattung mitbringen.

 

Ich plane den L 200 mit Automatik, Double Cab, Klimatronik zu kaufen und möchte nun wissen, wie das Modell bzgl. Problemen abschneidet?

Motor?

Getriebe?

Rost?

Antriebsstrang?

Wartung?

Zufrieden mit der Wahl?

Kompetenz der Werkstätten?

 

Ich hatte noch nie einen Mitsubishi kann deshalb nichts über allgemeine Probleme sagen. Mir gefällt besonders der Innenraum, was für mich auch kaufentscheidend sein soll.

Das Fahrzeug soll erst geleast werden und im Anschluss übernommen werden.

 

Danke

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