Phaeton nüchtern betrachtet.....
...bin hier nur mal reingestolpert, normalerweise bin ich im Golf Forum. Habe gerade sehr viel Kontroverses über den Phaeton gelesen.
Als ich die ersten Bilder des Phaeton sah, dachte ich die Beschriftung des Bildes stimmt nicht! Das ist doch ein facegelifteter Passat. Bei genauerem hinsehen sah man dann schon Unterschiede. Dieser Effekt verdeutlicht aber das Dillemma dieses Fahrzeugs. Wie kann die VW-Gruppe als Einstieg in ein neues Segment ein derart "altes" Design zugrundelegen. Bei VW denkt man bis heute an "Vernunftfahrzeuge". Die Wägen der Vorstände (Mercedes, BMW, Jaguar) stammen aus etablierten Fahrzeuglinien, die seit jeher grosse Leute transportierten. Dann wurde ein VW-Emblem gross wie ein Kuchenteller angebracht (beim Golf schon schlimm genug), womit die oben diskutierte Diskrepanz offensichtlich wird. Ich finde der Phaeton wird bzgl. Eleganz und Renommierwirkung von jedem gut kombinierten Audi A6 / A8 KLAR übertroffen. Es ist und bleibt ein aufgeblasener Passat.
Technik. Komfort und Leistung stehen sicher ausser Frage. Das ist jedoch alles mit Geld zu realiseren, ein "neues" Auto hingegen zu stylen ist harte Arbeit und vor allem Können. Der Phaeton ist und bleibt eine nüchterne Erscheinung. Da Autos in dieser Klasse zum Renommieren gekauft werden, glaube ich nicht an einen kommenden Erfolg. Da macht jeder grosse Mercedes, BMW, vielleicht auch ein Touareg viel viel mehr her. Ich habe übrigens niemals jemanden gesprochen, der den Phaeton auch nur interessant fand.
Der Wagen setzt zunächst auf "Understatement", dies funktioniert jedoch nur, wenn die Marke im Segment etableirt und akzeptiert wird. Die Idee, ein solches Fahrzeug in ein Nobelsegment wie Horch, Bugatti o.ä. einzuführen wäre sicher die bessere Idee gewesen. Die Phaeton Planung von VW war ein "Gewaltakt", um das Edelsegment aufzubauen. Ein völliger Fehlgriff bzgl. Konzept und Marketing.
Was man so liesst hat Herr Piech hier offenbar offenbar reihenweise Konzerngegner hinter sich gelassen und dabei kräftig ins WC gegriffen. Gut so!
Vielleicht ist es ganz gut so - ich möchte nicht wissen, wieviele gute Leute bei VW diese Misere kommen sahen.
Grüsse
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Hallo Freunde des ersten zeitgeschiftlich genannten Amokfahrers, der diesem herrlichen Wagen Namenspatron stand. Ich fahre V10 s.v.p. und erziele auf langen Reisen konsequent einen Schnitt nach Tankbeleg und Tages-km-Zähler von 10 l. Ganz schön durstig der kleine Diesel. Am Freitag soll ich übrigens den Wagen nach drei Wochen gründlicher Arbeit wieder bekommen. VW gab mir für die Zeit einen A8 3,0 TDI. Damit bin ich jetzt rund 3.000 km gefahren = Verbrauch auf meinen Reisen Schnitt kleiner 10 l. Unerreicht Spitze ist im Audi aber die Navi und das Telefon.
Bon voyage