Peugeot jet force 125 efi - zieht nicht durch
Hallo. Bin der Andy und hab mir vor kurzem oben genannten Roller defekt gekauft.
Bj: 2007
Km 10665
Problem: Er will nicht hoch drehen bzw er nimmt das Gas nicht an und kommt meistens nicht über 3500 U/min nicht hinaus. Bau ich jedoch den Luftfilter ab und regelmäßig den Luftstrom mit der Hand, dreht er fast normal hoch.
Mein Leidensweg steht auch im Thread " Peugeot jet force 125 efi nimmt kein Gas an" von 2017. Nur die einträvon 2019.
Hab so ziemlich alles durch was geht und werde mich heute mal der drosselklappe widmen.
Evtl hat ja noch jemand einen Rat.
Gruß Andy
147 Antworten
Zitat:
@Orks schrieb am 17. März 2019 um 20:49:52 Uhr:
Hab mal bei Peugeot bei mir vor Ort angerufen.
Hallo Andy,
telefonisch kannst es auch mal ein bißchen weiter weg versuchen, da gibt es doch sicherlich irgendwo 'ne Peugeot Zweiradfachwerkstatt. 😁
Deiner Schilderung nach hast du zwischenzeitlich das Leistungsproblem bei Volllast behoben, jedoch dafür ein Teillastproblem “produziert“.
Oder waren diese Zündaussetzer schon unmittelbar nach dem Kauf - bevor deine Reparaturversuche losgingen - vorhanden? - Du hattest nur von mangelhafter Gasannahme und Drehzahlen bis maximal 3.500 U/min gesprochen. Das Startverhalten war und ist immer noch einwandfrei?
Einzelne Fehlzündungen hattest du m.E. erst erwähnt, nachdem du am Roller bereits zugange warst, den Luftstrom mit der Hand reguliert und einzelne Komponenten ausgebaut und gereinigt hattest.
Beim Arbeiten an einer Einspritzanlage ist Sauberkeit oberstes Gebot. Auch das Durchblasen des Einspritzventils gegen die Flußrichtung mit Druckluft, wobei einzelne Kunststoffteilchen rauskamen, erweckt bei mir den Eindruck, daß hier evtl. noch Handlungsbedarf bestehen könnte.
Die Einspritzmengen im unteren Lastbereich sind nunmal deutlich geringer als bei Vollgasstellung, da macht sich eine ungenaue Dosierung, schlechtes Spritzbild der Düse, o.ä. gleich bemerkbar. Ob deine etwas “grobe Behandlung“ des Einspritzventils nicht auch einen Teil zum schlechten Teilllastverhalten beigetragen hat, würde ich nicht gänzlich ausschließen wollen.
Jedenfalls glaube ich inzwischen die Geschichte des Vorbesitzers nicht mehr so wirklich, daß die Probleme mit dem Jet Force 125 aus dem Nichts nach einer Winterpause aufgetreten sind und zuvor alles in Ordnung war. Von einer regelmäßigen Wartung des Fahrzeugs durch den Vorbesitzer kannst du ebensowenig ausgehen - dieser hat den Roller schließlich nur für Kurzstrecken verwendet und im Durchschnitt weniger als 1000 Kilometer pro Jahr abgespult. Da sieht so manch technisch unbedarfter Rollerfahrer gleich gar keinen Grund, überhaupt eine Inspektion durchführen zu lassen. 🙄
Gruß Wolfi
Oje Wolfi, da machst mir ja wenig Hoffnung auf ein baldiges Ende meiner Probleme. Hab jetzt nochmal mit der Werkstatt telefoniert und sie haben ein Auslesegerät. Werde jetzt selber nochmal ausblinken und dann evtl zur Werkstatt. Wenn er dann läuft verkauft ich ihn und hol mir ne Herkules k 50.
Zitat:
@Orks schrieb am 18. März 2019 um 12:07:51 Uhr:
... Wenn er dann läuft verkauft ich ihn und hol mir ne Herkules k 50.
Hast schon gespart, für das Kleinkraftrad Hercules K50 mußt du in gutem Zustand einige tausend Euro hinblättern.
Gruß Wolfi
PS: Du meinst doch hoffentlich nicht eine chinesisches Moped, welches sich mit "k" in der Mitte schreibt. 😁
Nein. Meine natürlich das Original! Hab gestern mehrfach den Speicher ausgelesen und Probefahrten gemacht. Beim ersten mal im kalten Zustand lief er recht gut, also hat auch im unteren Drehzahlbereich das Gas ganz gut angenommen. Dafür nach der Testfahrt noch Fehler 3 und 2 zum 25iger gebracht. Dann alles gelöscht bis auf 25 ( läßt sich nicht löschen) und wieder Testfahrt. Ergebnis: Nimmt das Gas schlechter an als kalt ( und zwar deutlich schlechter) dafür hat er danach nur den 25iger im Speicher. Danach hatte ich keine Lust mehr. Morgen fahr ich in die Werkstatt.
Gruß Andreas
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Hallo Andy,
die Fehlercodes 2 und 3 haben beide Priorität 2, was bedeutet, diese werden im Fahrbetrieb durch Blinken der MKL angezeigt.
Wie lange es dauert, bis die MKL in den Blinkmodus geht, kann ich dir nicht 100%-ig sagen. Du kannst in etwa davon ausgehen, daß während einer Probefahrt von ca. 20 Kilometern normalerweise eine Signalisierung von Fehlern der Prio 2 erfolgen wird.
Hast du mal eine längere Probefahrt gemacht und hat dabei die gelbe MKL geblinkt?
Gruß Wolfi
PS: Code 2 (Drehzahlsensor) ist ein sehr wichtiges Signal für Einspritzung und Zündung, die Pickupspule am Polrad signalisiert dem STG neben der Motordrehzahl auch den OT. Kontrolliere mal den Leitungsweg vom Pickup bis zur ECU - die entsprechenden Pins sind 19 und 20.
Nachtrag: Ein Besuch in der Werkstatt, um den Fehlerspeicher komplett löschen zu lassen, würde ich dir auf alle Fälle empfehlen. Die ECU an sich läßt sich leider nicht prüfen, da hilft letztlich nur ein probeweiser Austausch.
Nach der Werkstatt!
Fehlerspeicher lässt sich auch nicht mit Auslesegerät nicht löschen. Der Mechaniker wusste dann auch nicht weiter, außer eben anfangen teile zu tauschen. Hat aber heute noch bei peugeot nachgefragt. Ergebnis, peugeot empfiehlt das Leerlaufventil zu tauschen. Ach ja wäre beinahe nicht bis zur Werkstatt gekommen weil er so schlecht lief.
Heute dann abermals Leerlaufventil inkl Schläuche optisch geprüft und Einspritzventil durchgeblasen. Anschließend Probefahrt ohne Leerlaufventil. Und siehe da läuft ohne größere Probleme. Nur wenige Fehlzündung und das Gas nimmt er gut an. Also dachte ich das ist es. Zuhause dann die gegenprobe, Leerlaufventil wieder rein, Probefahrt und keine Probleme. Läuft gut. Nur ein paar Fehlzündungen.
Ich verfluche den Erfinder der Einspritzung!
Gruß Andy
Ps: Werde jetzt täglich Probefahrten machen und bei Problemen mal wieder das Einspritzventil bearbeiten.
Hallo Andreas,
das Leerlaufventil ist nicht der Übeltäter, das haste doch in deinem Versuch quasi selbst festgestellt. Es kann zwar zu Komforteinbußen kommen, wenn das Luftventil (Leerlaufsteller) nicht richtig arbeitet, aber deine massiven Laufstörungen haben eine andere Ursache.
Zwei “Stellen“ sind meines Erachtens heiße Kandidaten:
1.) Das Einspritzventil
2.) Die ECU
Gruß Wolfi
PS: Der Haken daran, beide Bauteile sind nicht mal eben für ein paar Euro käuflich.
Zitat:
@Kodiac2 schrieb am 21. März 2019 um 22:17:30 Uhr:
Oder
Einspritzventil und Leerlaufventil.😁
Hi,
Andreas hat doch geschrieben, daß die Peugeotwerkstatt den Fehlercode 25 selbst mittels Diagnosegerät nicht löschen konnte.
Demnach liegt m.E. auf jeden Fall schon mal ein Teil-Defekt im STG vor. Der Einbau eines neuen Leerlaufventils würde den Fehler keinesfalls automatisch aus dem Fehlerspeicher löschen - du weißt ja inzwischen, daß es sich um einen nichtflüchtigen Speicherbaustein (EEPROM) handelt. 😉
Eine fehlerhafte ECU kann nicht durch irgendwelche Messungen ausgeschlossen werden, trotzdem wäre mein erster Tausch das Einspritzventil. Immerhin ist die ECU in der Lage, “neu“ auftretende Fehler abzuspeichern. Es könnte also vielleicht nur ein defektes EEPROM sein - vergeichbar mit einem USB-Stick, der nicht mehr korrekt bzw. vollständig beschrieben werden kann.
Dem zwischendurch mal abgelegten Fehlercode 2 sollte Andy auf den Grund gehen, habe ich weiter oben bereits geschrieben. Das Pickupsignal des Speedsensors am Polrad ist elementar für Einspritzung und Zündung. Diesen Leitungsweg hätte ich längst penibel geprüft - unter der Annahme, daß die ECU nicht komplett spinnt, hat es schließlich seinen Grund, wenn Code 2 im Fehlerspeicher abgelegt wird.
Gruß Wolfi
wolfi ,das können Folgefehler sein oder Aufgrund abgezogener Stecker .
Ich sagte ja schon das auch ein originales Diagnosegerät keine anstehenden Fehler löschen kann.
Bzw. sind sie sie sofort wieder da.Das hat nichts mit dem STG an sich zu tun ,Kabelfehler würd ich aber nicht aber auch nicht ausschliessen.
Das mit dem "nicht flüchtig " stimmt so nicht ,er ist schon flüchtig sonst würden sich die reparierten Fehler nicht löschen lassen,nur haste keinen direkten Zugriff durch abklemmmen des Akkus darauf.
Worauf man aber Einfluss durchs abklemmen hat ,sind Fehler die durch Hänger/Verschleiss in der Technik vorkommen ,z.B. sporadisch klemmende Ventile die durch neu anlernen wieder zu einem voll funktionsfähigen Ventil gemacht werden und somit auch aus dem Fehlerspeicher gelöscht werden können,falls überhaupt einer gesetzt wurde.
Ist nicht immer der Fall.
Hatte das mal bei einem Opel,vermutet wurde ein elektrisches Ventil der Kurbelgehäuseentlüftung,das war immer laut am tickern,kein Fehler gesetzt.System neu angelernt und das tickern war weg.
Zitat:
@Kodiac2 schrieb am 22. März 2019 um 12:56:57 Uhr:
...
Hatte das mal bei einem Opel,vermutet wurde ein elektrisches Ventil der Kurbelgehäuseentlüftung,das war immer laut am tickern,kein Fehler gesetzt.System neu angelernt und das tickern war weg.
Hi,
so in etwa waren auch meine ersten Erfahrungen vor dreißig Jahren, als ich mir den zweiten Pkw mit Einspritzung neu gekauft hatte. Damals war eine Einspritzung noch nicht zwangsläufig mit einem geregelten Katalysator gekoppelt.
Gruß Wolfi
Zitat:
@Kodiac2 schrieb am 22. März 2019 um 12:56:57 Uhr:
Das mit dem "nicht flüchtig " stimmt so nicht ,er ist schon flüchtig sonst würden sich die reparierten Fehler nicht löschen lassen,nur haste keinen direkten Zugriff durch abklemmmen des Akkus darauf.
Der Begriff eines “nichtflüchtigen“ Speicherbausteins ist eindeutig definiert, da verwechselst du was. 😉
Oder würdest du etwa einen USB-Stick auch als flüchtigen Speicher bezeichnen. 😁
Gruß Wolfi
PS: Das STG des Jet Force 125 hat 100%-ig eine Macke, sei es auch nur ein defektes EEPROM, das zur Ablage der im Fahrbetrieb erkannten Fehler dient.
Der Fehlerspeicher eines STG im Pkw-Bereich läßt sich meiner Meinung nach problemlos mittels Diagnosegerät auch dann löschen, wenn dieses nicht im Fahrzeug eingebaut ist, m.a.W. du bringst das blanke STG in deine Opel Werkstatt und sie löschen dir den Fehlerspeicher.
1.Ein USB Stick muss manuell beschrieben und manuell gelöscht werden,richtig?
2.Flüchtiger Speicher (RAM) wird automatisch beschrieben und automatisch gelöscht ,richtig?
Der Fehlerspeicher wird automatisch beschrieben und automatisch gelöscht , Bedingung > der Fehler ist beseitigt und er taucht nach einer gewissen Anzahl von Startvorgängen (herstellerbedingt) nicht wieder auf.
Die Anzeige ist nach Beseitigung des Fehlers sofort aus ,der Fehler bleibt aber im Fehlerspeicher bis, ich sage mal, beispielsweise 20 Startvorgänge ohne wieder auftauchen des Fehlers vergangen sind (taucht er wieder auf verlängert sich das Löschen wiederum um 20 Startvorgänge) oder er wird nach erneuter Fehlerbeseitigung mit dem Diagnosegerät manuell gelöscht .
Das bestätigt ja die Aussage vom TE ,der den Fehler selbst mit dem Diagnosegerät nicht gelöscht bekommen hat.
In welche Sparte würdest du den Fehlerspeicher jetzt einordnen?
P.s.Klar lässt sich ein augebautes Steuergerät löschen, vorrausgesetzt die richtige Hardware,Software und Adapterkabel sind vorhanden,in diesem Fall liegt ja auch kein Fehler mehr an ,nur wenn es dann wieder eingebaut und gestartet wird ist der Fehler wieder da.🙂
Hallo Leute. Nette " Diskussion"!
Ihr seit beide Kfz Mechaniker! Oder?
Mein Roller läuft weiterhin ohne Probleme.
Bin der festen Überzeugung des das Einspritzventil entweder verdreckt war oder hing. Was für mich logisch wäre, weil. Wenn das Ventil geöffnet bleibt wenn ich von Vollgas auf sagen wir halbwegs bzw standgas wechsel, wird doch die Zündung unterbrochen, aber Benzin kann dann durch das offene Ventil weiter in die Brennkammer und wir erst gezündet wenn ich wieder Vollgas gebe weil zuvor das Mischungsverhältnis nicht stimmt. Somit ist dann auch Kraftstoff im Auspuff und es kommt zur Fehlzündung!
Die ecu hat aber und da geb ich Wolfi recht, wohl auch einen Fehler. Daran kann und will ich aber auch nix ändern, weil zu kostspielig.
Gruß Andy
Ps: Die Schweine von Peugeot stellen wohl keine Teile mehr für den roller her. Mein Mechaniker meinte zumindest sie würden über peugeot kein Leerlaufventil mehr bekommen. DAS IST DOCH WAHNSINN!
Zitat:
@Orks schrieb am 23. März 2019 um 09:40:04 Uhr:
...
Mein Roller läuft weiterhin ohne Probleme.
Bin der festen Überzeugung des das Einspritzventil entweder verdreckt war oder hing.
...
Hallo Andy,
nicht ohne Grund habe ich das Einspritzventil an die erste Stelle gesetzt. 😉
Bin nicht in der Kfz-Branche tätig, beschäftige mich aber seit mehr als dreißig Jahren auch mit dem Thema Einspritztechnik. Und die allgemeine Kraftfahrzeugtechnik und Elektrotechnik/Elektronik ist noch länger ein liebgewonnenes Hobby von mir. 🙂
Kodiac bastelt und schraubt auch, hat im Bereich der Mechanik praktische Erfahrungen. Bei den “elektronischen Themen“ konnte ich ihn nicht immer überzeugen. Du siehst es ja an der kleinen Diskussion um den “nichtflüchtigen“ Speicherbaustein.
Gruß Wolfi
PS: Die Kunststoffteilchen, welche dir beim Rückwärtsdurchpusten entgegen kamen, sind m.E. zum Feinsieb im Kraftstoffeingangskanal des Einspritzventils gehörig (s. Screenshot im Anhang). Wollte dich nicht vor den Kopf stoßen, als du von deiner “Handwerkerreinigung“ des Einspritzventils berichtet hattest. 😁
Edit: Das Leerlaufregelventil ist hauptsächlich eine Komfortfunktion. Mein erstes Auto mit elektronischer Einspritzung (Bosch L-Jetronik) hatte nur den sogenannten Zusatzluftschieber zur Korrektur der Leerlaufdrehzahl bei kaltem bzw. warmem Motor. Das hat prima funktioniert. Es ist doch für das gute Laufverhalten eines Motors uninteressant, ob die Leerlaufdrehzahl exakt auf 1.000 U/min geregelt wird oder je nach Umgebungstemperatur eine Abweichung von 200 ~ 300 Umdrehungen nach oben oder unten vorkommen kann. Im Gegenteil, eine elektronische Leerlaufstabilisierung - so die genaue Bezeichnung - kann im Fehlerfall sogar den wirklichen Fehler im Einspritzsystem “verwässern“.