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Peugeot 208 HDI 92PS Diesel mit Kurzstrecken?

Peugeot 208 A9
Themenstarteram 16. November 2015 um 14:02

Hallo Peugeot-Gemeinde,

folgende Frage, die immer wieder heiß diskutiert wird: Diesel oder Benziner?

Vorab:

Der günstige Verbrauch an der Tankstelle und der Fahrspaß lassen mein Herz immer für einen Diesel schlagen. Allerdings bin ich etwas gebrandmarkt: Ich hatte 7 Jahre einen 307 HDI mit 109 PS und war sehr viel unterwegs - alles wunderbar. Doch im 7. Jahr sind wir kaum noch gefahren und wenn, dann sehr viele Kurzstrecken. Die Batterie ging kaputt und wenig später ging kaum noch was, das Additiv spielte verrückt, gaukelte leere Tanks vor, obwohl der Wagen betankt war, blieb stehen, sprang nicht wieder an,usw...lt Werkstatt lag es an den Kurzstrecken und ich sollte unbedingt auf einen Benziner wechseln (was ich auch tat), von daher läßt mich das Thema Diesel immer schwanken...

Mein Fahrverhalten:

Wir fahren jeden Tag, wobei ganz klar fast tägliche Kurzstrecken vorkommen (unter 10 Kilometer) bzw. der Wagen insgesamt vielleicht 30 Kilometer fährt, aber 5x zwischendurch abgestellt wird.

Allerdings sind auch jede Woche (kurze) Autobahnfahrten enthalten. Und: Ca. 5, 6x im Jahr fahren wir hunderte von Kilometern auf der Autobahn. (z.B. dieses Jahr Frankfurt - Berlin und zurück, dort tägliche 50 Kilometer Landstraße / Frankfurt - Köln und zurück / jedes Jahr 2x Frankfurt - Bingen und zurück / jeden Monat ein fester Termin mit jeweils 30 Kilometer Autobahn hin und zurück) Kommen im Jahr so auf ca. 15.000 Kilometer.

Die entscheidende Frage: Diesel oder Benziner? (fahre zur Zeit einen 120VTI 308er)

Ich hätte lieber einen Diesel wegen Fahrspaß, Verbrauch und gerade die langen Urlaubsfahrten. ABER: Wenn ich Probleme damit bekomme, weil ich zwischendurch sehr viele Kurzstrecken habe, sollte die Vernunft siegen.

Was denkt Ihr: Kann ich, wie beschrieben, "gefahrlos" einen HDI mit 92PS fahren...oder lieber einen Benziner?

Und Nebenfrage: Stimmt meine Denke, dass je größer der Motor, so wichtiger lange Strecken (im Umkehrschluß: "Nur" ein 92PS-Diesel-Motor ist weniger anfällig...?)

Vielen Dank für Antworten, viele Grüße!

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8 Antworten

Eine defekte Batterie nach über 7 Jahren ist doch nichts ungewöhnliches. Und das Problem mit dem Additiv lag vermutlich zu 90% an einem defekten Tanksensor. Das ist beim 307 nicht selten.

Ich sehe es so, dass man sich ein Fahrzeug nicht für die 3-4 innerdeutschen Urlaubsfahrten kauft, sondern für die Zeit zwischendurch. Ich bin mit meinem 206 HDi die letzten Jahre zwar unter der Woche auch viel Kurzstrecke gefahren (meist Strecken um 5-7km), aber mind. zwei mal im Monat auch 750km. Das Partikelfiltersystem von PSA verträgt zwar sehr gut Kurzstrecken, aber auch dem sind Grenzen gesetzt.

Ich habe Anfang des Jahres mal einen Vergleich gemacht, ob sich nach 4 Jahren und 70tkm der Kauf des Benziners gelohnt hat oder ob ein Diesel sinnvoller gewesen wäre. Trotz 17.5tkm im Jahr lohnt sich für mich der Diesel nicht. Hier geht es zum ausführlichen Test.

Der Punkt "Wartung" ist bei dir jetzt jedoch anders, weil seit einigen Jahren alle Modelle ein Zeitintervall von 12 Monaten haben (und nicht mehr 24 Monate).

Ich würde dir wohl eher zum eTHP 110 im 208 raten.

Es gibt bei Spritmonitor zwar erst zwei 208er mit Schaltgetriebe, die liegen aber beide unter 5,9l/100km. Da ist der Unterschied zum HDi92 mit seinen 5l/100km nicht so groß. Zumal du bei deinem Fahrprofil im täglichen Betrieb beim Diesel nicht solche niedrigen Werte sehen wirst. So lange der Motor kalt ist, sind die Verbrauchswerte höher und ein Benziner wird nunmal schneller warm.

Themenstarteram 16. November 2015 um 18:03

vielen Dank für Deine interessanten Ausführungen!

Du bestätigst, dass Kurzstrecken gut möglich sind - hattest allerdings auch einen deutlichen Langstrecken Ausgleich!

Interessant Dein Testergebnis! Wobei ich bei 2 Punkten einhaken würde: 1. Du hast wahrscheinlich einen Neuwagen gekauft und den Listenpreis zum Vergleich genommen? Ich suche einen Gebrauchtwagen und dann kann man den Preis nicht wirklich vorherbestimmen, es kommt auf Angebot, Nachfrage und Marktlage an. Wenn ich gerade vergleiche, was ich möchte, könnte die Differenz bei 1.000€ liegen.

Des Weiteren wird der Verbrauch mit 3,6 angegeben -> ich schätze mal, 4,5 Liter könnte realistisch sein, aber unter 5. Hatte auf einer ausführlicheren Probefahrt auch diesen Wert erzielt...

Vielen Dank für den Input!

Hallo Pascal,

nimm lieber einen Benziner, habe auch mehrere Diesel gefahren und mehrere Beniner und gerade die neuen 3 Zylinder Turbo Benziner sind was Verbrauch angeht richtig gut geworden.

Fahre meinen 110 PS E-THP wenn es sein muss mit 4,3 l/100 km und da sind trotzdem auch mal 130 auf der AB drinne. Klar säuft er auch mal 7 Liter wenn du ihn mit 170 über die Bahn jagst, aber wie oft macht man das und wenn, wird der E-HDI 92 in gleicher Situation mindestens auch 6 Liter durchlassen.

Als "Zweitwagen" haben wir nen Swift mit 75 PS Diesel, der geht schon ähnlich wie der 208 aber bei 160 spätestens ist Schluss und da "säuft" er seine 6,5 l.

Fakt, geht's dir um verbrauch ist Benziner heute kein grundsätzliches "No-Go" mehr und geht's dir um Antritt in der Stadt und Dynamik, dann braucht der Benziner mindestens 20 PS mehr und auf jeden Fall auch nen Turbo (alternativ Drehzahl beim Sauger, was dann aber 2-3 Liter mehr kostet).

Ansonsten sind Benziner in der Regel günstiger in Wartung und Unterhalt und vor allem Versicherung/Steuer.

So deutlich unter 5l sehe ich den HDi92 bei deinem Fahrprofil nicht. Dafür ist mir der Kurzstreckenanteil zu groß.

Und als Vergleich: zwischen meinem 206 HDi 110 und 207 VTi 120 liegen gerade mal 0,6l/100km bei sehr ähnlicher Fahrweise. Fairerweise muss man den Fortschritt von 2004 bis 2011 einbeziehen, trotzdem finde ich den Wert recht gering.

Ich bin sehr gerne Diesel gefahren, aber wenn man nicht deutlich über 20tkm im Jahr fährt, macht der Diesel langfristig keinen Sinn. Die Sichtweise mag eine andere sein, wenn man Leasing macht und den Wagen nach 3-4 Jahren mit {100tkm wieder abgibt. Die richtig teuren Verschleißteile kommen beim Diesel ja erst später.

Ich kann meinen Tipp nur wiederholen: Mach auch eine längere Probefahrt (mit deinem typischen Fahrprofil) mit dem eTHP 110.

Und die neuen Benziner sind auch anfälliger bzw. die Technik wird durch Turbo und Direkteinspritzung aufwändiger.

Das war für mich der Grund für den 95 VTI als Sauger, den halben Liter Mehrverbrauch hole ich locker wieder rein durch das zweijährige Wartungsintervall, den fehlenden Zahnriemenwechsel (auch wenn die Riemen mittlerweile sehr lange halten) und die Teile, die einfach nicht kaputtgehen können, weil sie nicht da sind...

Ich persönlich sehe bei Kurzstrecke für einen Diesel weniger ein Problem.

Man müsste dann aber mal, natürlich nur wenn der Motor warm ist, schon ein paar mal den Motor die Drehzahl hochballern, damit auch mal Temperatur entsteht und erst gar keine Rückstände/Verkokung, usw , entstehen können.

Das is der Hauptgrund warum Kurzstrecke da eben von Nachteil sein kann, der Motor wird nicht so flott auf Betriebstemperatur kommen oder erreicht diese erst gar nicht und Ablagerungen usw können entstehen.

Behutsames Warm/Kaltfahren ist auch bei einem Diesel wichtig (generell bei aufgeladenen Motoren)

Auf Dauer is das natürlich auch wegen des Partikelfilters wichtig, dass dieser die nötige Temperatur erhält um auch mal zwischendurch sich "freizubrennen".

Man muss eben abwägen ob die höheren Steuern auf Dauer auch die geringeren Spritkosten abwiegen, denn was das angeht wäre eben ein Benziner mit so um die 100ps ebenfalls eine Option...egal ob Benziner oder Diesel, wenn man diese Wagen nur auf Kurzstrecke fährt und nicht mal zwischendurch dem Motor die hohen Drehzahlen zeigt is das auf Dauer eh ungesund für die Dinger.

Was man aber auch bedenken sollte, egal ob Benziner oder Diesel, die Motoren gönnen sich wenn sie kalt sind eh mehr Sprit um zb den Kat/Partikelfilter/Motor usw schneller auf Betriebstemperatur zu bringen, somit is nur auf, sag ich mal 10km Weg, auch die Sparsamkeit eines Diesels für den Allerwertesten. :D :)

Vor allem im Kleinwagensegment spielt der Steuerunterschied seit der Umstellung auf die CO2 Steuer kaum eine Rolle.

Das Additiv, dass beim Partikelfitlersystem von PSA eingesetzt wird, setzt zwar die notwendige Regenerationstemperatur deutlich ab, dennoch erreicht man diese Temperatur nur sehr schwer im normalen Fahrbetrieb (also ohne zusätzliche Nacheinspritzung). Selbst diese 450°C sind in der Regel mehr als beim Diesel im Abgassystem ohne Nacheinspritzung entstehen können.

Zitat:

@206driver schrieb am 19. November 2015 um 07:09:50 Uhr:

Das Additiv, dass beim Partikelfitlersystem von PSA eingesetzt wird, setzt zwar die notwendige Regenerationstemperatur deutlich ab, dennoch erreicht man diese Temperatur nur sehr schwer im normalen Fahrbetrieb (also ohne zusätzliche Nacheinspritzung). Selbst diese 450°C sind in der Regel mehr als beim Diesel im Abgassystem ohne Nacheinspritzung entstehen können.

Richtig, grade im Kaltstart- und evtl. Stadtbetrieb geht die Abgastemperatur im Bereich DPF selten über 300°C, ohne mit motorischen Maßnahmen nachzuhelfen.

Aus Erfahrung kann ich sagen, dass du mit 5l/100km beim eHDI 92 nicht hinkommst - meine Freundin hat selbigen Motor und fuhr diesen auf der Langstrecke immer mit 4,5-5l/100km. Jetzt auf der Kurzstrecke liegt der Verbrauch durchaus eher bei 5,5l/100km.

Problematisch beim Diesel und Kurzstrecke ist die Ölverdünnung durch Kraftstoffeintrag. Beim Otto ist das Problem nicht so gravierend. Hier mal ein paar weitere Infos des ADAC dazu.

Zum Fahrspaß: Ich gehe mal von aus, dass dir der Drehmomentverlauf des Diesels gefällt? Ein schmales Drehzahlband und kräftiges Nageln wirst du wahrscheinlich nicht meinen ;) Die aktuellen Turbobenziner sind in der Hinsicht auch so, dass du das max. Drehmoment recht früh anliegen hast, am besten mal einen probefahren. Den PSA-Motor bin ich noch nicht gefahren, von 3 Zyl. Turbos anderer Hersteller war ich aber positiv überrascht.

Die Saugbenziner leben da natürlich (klassisch) von der Drehzahl.

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