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Parkschaden / Ablauf ? Gutachter hinzuziehen oder Kostenvoranschlag in der Werkstatt einholen

Themenstarteram 6. April 2019 um 13:32

Grüß euch :)

Kurz und Knapp,

ich habe am vergangenen Tag mein Fahrzeug längs in meiner Straße geparkt.

Als ich grade aus dem Haus kam, sah ich wie ein Fahrzeug vor mir versuchte einzuparken und es irgendwie nicht hinbekam. Als ich auf mein Auto zulief und nur noch ca. 5 Meter entfernt war (andere Straßenseite), sah ich wie der junge Mann rückwärts gegen den Vorderwagen meines Golf´s fuhr, dass aber nicht langsam, sondern schon etwas beschleunigt.

Nunja, da ich ja eh schon direkt da war, habe ich ihn direkt angesprochen und er räumte sein Fehler ein, wollte es aber vor Ort klären. Ich habe mich nicht darauf eingelassen und die Pol verständigt.

Diese nahm den VU auf und auch gegenüber den Pol Beamten räumte der Fahrer sein missgeschick ein.

Heute meldete ich den VU mit Ablauf ebenfalls meiner und der gegnerischen Versicherung.

Bei mir sieht man einen leichten Berührungspunkt mit leichten Kratzern an der Stoßstange. Außerdem ist die Stoßstange gefühlt etwas "verschoben", also an den Anschlusspunkten Stoßstange/Kotflügel passt das Spaltmaß überhaupt nichtmehr.

 

Nunja, jetzt wüsste ich gern ob ich damit trotzdem ein Dekra Gutachten aufgeben kann, was die geg. Versicherung zahlen muss (muss ja anscheinend über 750€) betragen, und das weiß ich eben nicht, ob diese Schadenhöhe bereits erreicht ist.

Die Stoßstange hatte eh schon Kratzer, trotz dessen sehr ärgerlich.

Ich hätte noch an ein einfachen Kostenvoranschlag gedacht, diesen muss man bei VW allerdings im Vorraus mit 100€ zahlen. Diese werden dann verrechnet, wenn man das Fahrzeug bei denen reparieren lässt, da ich allerdings nur das Geld bekommen möchte und selbst die Stoßstange wechseln möchte, ist dass etwas blöd.

Welche Variante kann ich nun wählen, liegt mein Schaden vielleicht doch über 750€ ?

Passiert mir zum ersten mal und ich habe echt keine Ahnung wo ich nächste Woche hin soll.

Vielleicht kann hier ja jemand mal eine Einschätzung abgeben :)

Liebe Grüße und angehängte Bilder :)

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33 Antworten

Von den Profis im Forum und durch meine Erfahrung bestätigt habe ich folgendes gelernt:

die richtige Vorgehensweise:

-> einen Anwalt beautragen

-> die gegnersiche Versicherung auf keinen Fall! kontaktieren

-> den Gutachter der gegnerischen Versicherung auf keinen Fall an den Wagen ranlassen

-> sich entspannen und warten.

Einen ählichen Kratzer (etwas kleineren) habe ich auch Mal an der hinteren SS bekommen und damals ohne Anwalt abwickeln lassen. Es war nicht verbogen o.ä., keine "inneren" Beschädigungnen, nur die SS. Meine Werkstatt hat mir kostenlos einen Kostenvoranschlag erstellt (ca. 900€): SS runter, instantsetzen, lackieren, montieren.

Ging auch.

Also über 750€ wird das schon sehr sicher liegen. Hast Du denn mal mit der gegnerischen Versicherung gesprochen? Oft wollen die ja schon ein Gutachten anfertigen lassen.

Im Zweifelsfalle ist immer ein Anwalt von Vorteil, der, wenn es so eindeutig die Schuld des Unfallgegners ist, ja auch sein Honorar von der gegnerischen Versicherung bekommt.

Themenstarteram 6. April 2019 um 14:07

Danke an euch beiden.

Gegnerische Versicherung habe ich ja nur über den Schaden informiert und ja, sie wollten mir ein Sachverständigen aufquatschen, natürlich habe ich abgelehnt.

Hat jemand ein guten Sachverständigen den er empfehlen kann ?

Höre auch immer wieder, dass die Dekra ganz gut sein soll.

Zitat:

@Airliveman schrieb am 6. April 2019 um 14:07:57 Uhr:

Höre auch immer wieder, dass die Dekra ganz gut sein soll.

Das ist der Versicherungsgutachter!

Nehme irgend einen Gutachter ,aber niemals die Dekra ich kann schöne Geschichten erzählen.

Die sind mit fast allen Versicherungen verbandelt.

B 19

Nimm Dir einfach einen guten Anwalt, dann haben sich alle weiteren Fragen erledigt und Du hast weniger Ärger mit dem ganzen Ablauf.

Wird dein Auto von einer konkreten Werkstatt betreut?

Nach meinem anderen unverschuldeten Unfall habe ich meinen Wagen zu meiner Werkstatt gebracht zur Kontrolle. Die kannten "zufällig" einen Anwalt, der ihm einen "zufällig" bekannten Gutachter bestellte. Die Reparatur lief über die Werkstatt und die Abwicklung war schnell und problemlos erledigt.

Zitat:

@Airliveman schrieb am 6. April 2019 um 13:32:55 Uhr:

Ich hätte noch an ein einfachen Kostenvoranschlag gedacht, diesen muss man bei VW allerdings im Vorraus mit 100€ zahlen. Diese werden dann verrechnet, wenn man das Fahrzeug bei denen reparieren lässt, da ich allerdings nur das Geld bekommen möchte und selbst die Stoßstange wechseln möchte, ist dass etwas blöd.

Ich hatte nachdem mir jemand hinten rein gefahren war, einen kostenlosen Kostenvoranschlag bei einer VW-Werkstatt bekommen.

Im Gegenzug haben die eine andere Reparatur, die man besser bei einer Fachwerkstatt machen lässt, bei mir gemacht.

das wievielhunderste oder sogar tausendste Mal stellt hier ein Unfallgeschädigter letztlich dieselbe Frage, was er/sie nach einem Unfall tun soll? Und das wievielhunderste oder sogar tausendste Mal kriegt er/sie dann zur Antwort, man solle sich einen "guten Anwalt" nehmen? Auf welchem Schild der Anwaltskanzlei steht verläßlich, daß er "gut" ist? Es gibt in dem Beruf leider genug Banausen. Es stellt sich bei einem so einfach gelagerten Fall (Schuldfrage geklärt, Schaden gering - ist natürlich relativ, wenn jemand sein Auto über alles liebt, ist für ihn auch ein Schaden von 50 € eine Katastrophe) die Frage, ob einem der Aufwand dafür, daß er vielleicht 10 € mehr kriegt, wert ist, einen Tag Urlaub zu opfern, um einen Anwaltstermin wahrzunehmen, einen weiteren, um zum Gutachter zu fahren etc. Mir ist vor einem Jahr auch jemand gegen das Auto gefahren; er war bei der hoffentlich...versichert, der Gutachter der Versicherung kam zu meinem Haus, erstellte ein realistisches Gutachten, die Versicherung zahlte den Schaden netto, und, allerdings erst auf Aufforderung, auch die 30 € Auslagenpauschale, damit war die Sache erledigt. Versicherungen sind nicht von Haus aus Verbrecher, die von ihnen beauftragten Gutachter sind nicht von Haus aus Falschgutachter. Man sollte vielleicht schon drandenken, wenn jeder Geschädigte gleich zum Anwalt läuft, was da an Kosten entstehen, die letzlich die Versichertengemeinschaft durch höhere Versicherungsprämien wieder zahlt.

Und wie oft kommen Leute wie Du daher gerannt, die das anprangern?

Fakt, ein Unfallgeschädiger sucht Hilfe, die sollte ihm hier geleistet werden. Meist lautet der richtige Hinweis: Anwalt, Gutachter, nicht den Gutachter des Gegners ans Auto lassen. Und warum? Weil es richtig ist.

Zum Thema: was ist, wenn das jeder so macht? Das ist bereits in den Beiträgen kalkuliert....

Ponyhof

@NDLimit:

Zitat:

[ Weil es richtig ist.

Zum Thema: was ist, wenn das jeder so macht? Das ist bereits in den Beiträgen kalkuliert....

Das sind natürlich überzeugende Argumente! 1. Etwas ist richtig, weil es richtig ist.

2. In den Beiträgen ist kalkuliert, jeder auch minimal Geschädigte läuft zum Anwalt. Was tut dann die Versicherung, wenn´s nicht jeder tut? Beiträge im nächsten Jahr trotzdem erhöhen oder senken?

Zu 1: es ist das probate Mittel um als Geschädigter zu seinen umfangreichen Ersatzansprüchen zu kommen.

Zu 2: ein Blick in den Geschäftsbericht der Gesellschaft hilft da... interessant ist da der Punkt: Geschäftsjahresgewinn ;)

Es bleibt doch wohl jedem selbst überlassen, ob man nun auf dem einfachsten Weg zu seinem Recht kommen möchte, oder ob man den edlen Samariter für die Versicherung, bzw. mittelbar für andere Beitragszahler spielen möchte.

Zitat:

@soringer schrieb am 6. April 2019 um 23:11:18 Uhr:

die Frage, ob einem der Aufwand dafür, daß er vielleicht 10 € mehr kriegt, wert ist, einen Tag Urlaub zu opfern, um einen Anwaltstermin wahrzunehmen, einen weiteren, um zum Gutachter zu fahren etc.

Bei meinem letzten unverschuldeten Unfall habe ich den Anwalt nie persönlich zu Gesicht bekommen, geschweige denn seine Kanzlei aufgesucht. Die erste Kontaktaufnahme erfolgte telefonisch, alles weitere per Email bzw. Brief. Für mich deutlich weniger Aufwand, als wenn ich selbst mit der Versicherung hätte korrespondieren müssen.

Der Gutachter ist direkt ins Autohaus gekommen, als ich den Wagen dort zur Reparatur abgegeben habe, also auch kein zeitlicher Mehraufwand. Der wäre aber auch zu mir nach Hause gekommen oder auf die Arbeit. Letzteres natürlich am liebsten, da hätte er es nicht so weit gehabt ;)

Die Schadenaufnahme in der Reparaturwerkstatt hatte aber noch den Vorteil, dass man dort gleich die Verkleidung des Heckstoßfängers abgenommen hatte, so dass der Gutachter auch dahinter nach Schäden schauen konnte.

Im Übrigen geht es ja bei den üblichen Kürzungen auch nicht um 10 Euro. Wenn der Gutachter der Versicherung z.B. "vergisst" die Anlackierung eines angrenzenden Karosserieteils zu kalkulieren, dann sind das gleich man 250 bis 500 Euro. Dafür könnten die meisten sogar einen Tag unbezahlten Urlaub nehmen...

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