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OMXXX Die Abgaslüge

Mercedes
Themenstarteram 19. Februar 2016 um 14:30

Hallo,

wer hat das am Di abend im ZDF gesehen?

http://www.zdf.de/.../...ie-und-politik-uns-krank-machen-42258440.html

Da ist mir ziemlich die Kinnlade runtergefallen ... :eek: kann das wirklich wahr sein? Die haben ja auch einen MB geprüft (C200d) und wie VW, BMW, Renault stösst er ein vielfaches mehr an NOx aus als beim NEFZ auf dem Prüfstand. Also das alles lässt stark vermuten dass ALLE Hersteller dieselben oder ähnliche Tricks wie VW verwenden. Wahnsinn! Ich fahre zwar keinen Diesel man kommt sich aber trotzdem verar...t vor. :mad:

Was ich immer noch nicht richtig kapiere ist, warum die Hersteller das machen? Beim Prüfstandtest können doch die Werte eingehalten werden, warum werden dann die Systeme beim normalen Fahren abgeschaltet?!?

Was ich auch nicht verstehe: Lt. Interview mit dem anonymen Ingenieur könnten die Grenzwerte doch leicht permanent eingehalten werden. Auch wenn das die Autos ein paar (sagen wir ruhig ein paar Hundert) Euro teurer machen würde, das macht doch nur ein paar Prozent des Gesamtpreises aus ... der leicht höhere Preis würde dann sowieso an den Kunden weitergegeben, also die Gewinne wären nicht mal gefährdet!?! Ich versteh die Welt nicht mehr. :confused:

Beste Antwort im Thema
Themenstarteram 19. Februar 2016 um 14:30

Hallo,

wer hat das am Di abend im ZDF gesehen?

http://www.zdf.de/.../...ie-und-politik-uns-krank-machen-42258440.html

Da ist mir ziemlich die Kinnlade runtergefallen ... :eek: kann das wirklich wahr sein? Die haben ja auch einen MB geprüft (C200d) und wie VW, BMW, Renault stösst er ein vielfaches mehr an NOx aus als beim NEFZ auf dem Prüfstand. Also das alles lässt stark vermuten dass ALLE Hersteller dieselben oder ähnliche Tricks wie VW verwenden. Wahnsinn! Ich fahre zwar keinen Diesel man kommt sich aber trotzdem verar...t vor. :mad:

Was ich immer noch nicht richtig kapiere ist, warum die Hersteller das machen? Beim Prüfstandtest können doch die Werte eingehalten werden, warum werden dann die Systeme beim normalen Fahren abgeschaltet?!?

Was ich auch nicht verstehe: Lt. Interview mit dem anonymen Ingenieur könnten die Grenzwerte doch leicht permanent eingehalten werden. Auch wenn das die Autos ein paar (sagen wir ruhig ein paar Hundert) Euro teurer machen würde, das macht doch nur ein paar Prozent des Gesamtpreises aus ... der leicht höhere Preis würde dann sowieso an den Kunden weitergegeben, also die Gewinne wären nicht mal gefährdet!?! Ich versteh die Welt nicht mehr. :confused:

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Weil praxisferne Grenzwerte die Praxisfern geprüft werden jetzt plötzlich auf die Realität treffen. Wobei man nicht wissen kann welche Vorgaben die ach so umweltbewussten Prüforganisationen vorlegen. Man kann so fahren das die Werte sehr hoch ansteigen, aber man könnte das Fahrprofil auch so gestalten das der NOx Ausstoß minimiert wird, was aber sicher nicht im Interesse der Medien und gewisser Organisationen liegt.

Die paar hundert Euro dürften wohl eher ein paar Tausend sein und Kleinwagen extrem verteuern was dann letztlich diejenigen am Meisten trifft die eh nicht viel Geld haben. Ob eine S-Klasse jetzt 1000-2000€ teuerer würde juckt Keinen. Aber wenn ein Kleinwagen einen Tausender teuer wird ist das für die Kunden relevant.

Die Abgaslüge besteht weniger in den tatsächlichen Abgaswerten sondern darin das man den Kunden vorgespielt hat das die Autos sehr sauber sind obwohl wohl Jeder wusste das das nur Volksverdummung ist.

Aber mal etwas Verschwörungstheorie. Schon mal aufgefallen das dieses Thema gerade jetzt auf den Tisch kam als die Politik feststellen musste das die Kunden nicht mit fliegenden Fahnen auf Elektrofahrzeuge anspringen?

Welche übrigens auch nur so lange als Sauber gelten wie man die Stromherstellung ausklammert und vor Allem wie die Rohstoffe für die Akkus gewonnen werden. So wird in Kanada die Tundra umgeackert um an die Rohstoffe zu kommen. Übrig bleibt eine Mondlandschaft und Giftseen weil die Abwässer in einfachen Becken gesammelt werden und dann sich selbst Überlassen.

Themenstarteram 19. Februar 2016 um 16:31

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 19. Februar 2016 um 15:57:06 Uhr:

Weil praxisferne Grenzwerte die Praxisfern geprüft werden jetzt plötzlich auf die Realität treffen. Wobei man nicht wissen kann welche Vorgaben die ach so umweltbewussten Prüforganisationen vorlegen. Man kann so fahren das die Werte sehr hoch ansteigen, aber man könnte das Fahrprofil auch so gestalten das der NOx Ausstoß minimiert wird, was aber sicher nicht im Interesse der Medien und gewisser Organisationen liegt.

Hast du den Bericht wirklich gesehen? Das NEFZ nicht praxisrelevant ist war jedem schon immer klar - keine Frage. Was die aber nun gemacht haben ist den NEFZ Zyklus einfach mal nicht auf dem Rollprüfstand sondern auf einem Aussengelände zu fahren. Mit genau denselben Beschleunigungen, Geschwindigkeiten, Zeiten und auch demselben Fahrer. Also der einzige Unterschied bestand darin dass nun im Freien getestet wurde und dann traten diese riesigen Unterschiede auf (auch noch nach grosszügigem Abzug von Toleranzen aufgrund der Unterschiede mobile/feste Messstation).

Die einzige plausible Erklärung die am Ende übrigblieb ist: Das Motorsteuergerät erkennt den Rollprüfstand und reduziert die Emissionen um die Grenzwerte einzuhalten.

Was Verschwörungstheorien angeht, da bin ich kein Fan davon. Aber volle Zustimmung dazu das Elektroautos weit weniger umweltfreundlich sind als angenommen (wenn man die Herstellung mit einbezieht). Auch macht es nur Sinn wenn der Strom aus "sauberen" Energiequellen stammt. Solange dafür Kohle verbrannt wird ist das ein Schuss in den Ofen.

Wenn sich das Fahrzeug auch während der normalen Fahrt in diesem "Rollprüfstand" Modus befindet, bemerkt das der Fahrer z.B. an deutlich weniger Leistung. Soviel weniger, dass man sich gedacht hat... "Das können wir unseren Kunden nicht antun!!!".

am 19. Februar 2016 um 17:40

Hier mal meine Meinung -

Fahrzeug erkennt den Zyklus (ach - wie soll das Fahrzeug das denn wissen - nur weil zwei Räder unterwegs sind anstelle von vieren?)

Es gibt sooooo viele Unterschiede - z.B.

Serienautos werden ohne Klimaanlage ausgeliefert - also auch so getestet

Die Batterie ist randvoll - vielleicht auch noch Verbraucher abgeklemmt - wie sieht es mit Heizung/Lüftung aus - braucht keiner auf dem Rollenprüfstand, und das Radio, Navi, Heckscheibenheizung - sind aber oft aktiv im realen Leben - ganz zu verschweigen von den ganzen Sicherheitssystemen, die auch nicht mit Solarzellen betrieben werden.

Den Rollwiderstand von allen vier Rädern habe ich oben schon angesprochen

Spezielle Reifen mit erhöhten Reifenluftdruck - habe ich mal irgendwo gelesen

Luftwiderstand - ogott ogott - wie grausam bei cW-Werten unter 0,30 - ach übrigens - wann wirkt sich der Luftwiderstand aus - ab 80 - a ja - ok -

Jetzige Fahrzeuge haben einen ähnlichen Schadstoffausstoß wie Fahrzeuge von 1991 - aha - warum brauchen neuere Fahrzeuge generell mehr Sprit als alte Stinker aus der grauen Vorzeit.........

Naja - deutsche Premiumfahrzeuge halt - warum wird denn kein Japaner in so einem Vergleich mit aufgenommen - Mazda z.B. mit seinen SkyAktivMotoren - oh, ja, richtig - die hinken technisch ja hinterher - und es wurden ja nur deutsche Premiumfahrzeuge getestet ;-) ;-) ;-) und Renault (als Vertreter der französischen Premium-Liga ;-)

Aber einen Vorteil hat das Ganze: Wenn so eine Abgaswelle durch die deutsche Medienlandschaft rollt, denkt keiner mehr an

Hamburg,

Berlin,

Stuttgart

Inschinöre halt... und deren Chef's - Optimierer halt - Einnahmemaximierer und Kostenreduzierer - die Aktionäre wollen ja wieder was zurück von Ihrem geliehenen Geld ;-)

Gruß Peter

PS: Angeblich sind Menschen sich selbst reproduzierte Verbraucher - da kann die Wirtschaft doch auf ein paar Ausfälle verzichten - oder? Ist ja letztendlich auch eine Art nachwachsender Rohstoff ;-)

Ein letztes PS: Waram braucht eine Euro5-Auto genau so viel Sprit wie eine Dreckschleuder aus 1991? Weil die Meßwerte falsch sind? Oder gibt es gar keinen Fortschritt in Sachen Verbrauch?

Zum Vergleich: Skoda Octavia Kombi 1,9 TDI (2001) 6,5L 110PS TopSpeed (Navi) 195km/h

Benz C200 CDI Limo (2001) - 6,9L 115PS TopSpeed 204 km/h

Opel Combo(2012) - 7,3L - 105PS TopSpeed 181 km/h

soweit meine persönlichen Durchschnittswerte über ca. 500.000 km - incl. Anhänger (1500kg) und Autobahnvollgas (wo's halt noch möglich ist)

Themenstarteram 19. Februar 2016 um 18:24

Hallo Peter, interessante Meinung, nur etwas diffus ... habe nicht alles verstanden z.B. was meinst du mit Hamburg, Berlin, Stuttgart :confused:

Und, mann bist du zynisch ... wie kannst du mit der Einstellung durch den Alltag kommen? :D

Spass beiseite ... schau dir bitte den Beitrag an: Es spielt keine Rolle Radio/Klima an oder aus, Batterie voll oder leer. Die beiden NEFZ Zyklen Prüfstand/Aussengelände wurden mit exakt demselben Auto unter den genau gleichen Bedingungen gemacht! Der Unterschied war ein Faktor 3 beim Renault sogar 10! Du wirst doch nicht behaupten dass das alles mit dem fehlenden Rollwiderstand zweier Räder auf dem Prüfstand zu erklären ist. Das kann nicht sein. Bin gespannt was daraus wird ...

Alleine die Tatsache das auf der Straße Unebenheiten, Steigungen, Gefälle, nicht normgerechte Luftemperturen usw hat reicht damit das Fahrzeug eben nicht exakt wie in der Norm gefordert gefahren wird. Davon abgesehen das Ich nicht in der Nähe sein wollte wenn ein Fahrer den Kopf im Laptop stecken hat damit Er sein Fahrprofil exakt in den vorgegebenen Grenzen halten kann. Ein konzentrieren auf den Verkehr ist somit komplett unmöglich.

Entweder fährt Er korrekt den Zyklus, dann hat Er den Kopf ständig am Monitor oder Er schaut auf die Straße und dann kann Er den Zyklus nicht sauber nachfahren. Davon mal abgesehen das Es Gründe dafür hat das Der normal unter Laborbedingungen durchgeführt wird.

Sorry, aber die ganzen Berichten dienen nur der Einschaltquote.

Themenstarteram 19. Februar 2016 um 19:40

Zitat:

@Sir Donald schrieb am 19. Februar 2016 um 19:27:02 Uhr:

Alleine die Tatsache das auf der Straße Unebenheiten, Steigungen, Gefälle, nicht normgerechte Luftemperturen usw hat reicht damit das Fahrzeug eben nicht exakt wie in der Norm gefordert gefahren wird. Davon abgesehen das Ich nicht in der Nähe sein wollte wenn ein Fahrer den Kopf im Laptop stecken hat damit Er sein Fahrprofil exakt in den vorgegebenen Grenzen halten kann. Ein konzentrieren auf den Verkehr ist somit komplett unmöglich.

Entweder fährt Er korrekt den Zyklus, dann hat Er den Kopf ständig am Monitor oder Er schaut auf die Straße und dann kann Er den Zyklus nicht sauber nachfahren. Davon mal abgesehen das Es Gründe dafür hat das Der normal unter Laborbedingungen durchgeführt wird.

Sorry, aber die ganzen Berichten dienen nur der Einschaltquote.

Schau dir bitte den Bericht an! Der Aussentest fand auf einem still gelegten Flughafengelände statt (keine Steigungen/Gefälle) und der Fahrer brauchte sich auch nicht auf Verkehr konzentrieren (weil es keine gab). Ja, Lufttemperatur, Luftwiderstand, Unebenheiten ... tragen sicher alles zu höherem NOx-Ausstieg bei, aber wir sprechen hier über einen Faktor 3. Das ist so ganz sicher nicht erklärbar.

Der Zyklus findet natürlich im Labor statt damit er einfacher reproduzierbar und vergleichbarer ist. Das ist na klar Aussen schwerer weil die Bedingungen schwanken. Das kann aber nie und nimmer eine 3-fach höhere Emission erklären.

am 20. Februar 2016 um 11:05

@ SternFan98

Ja - manchmal bin ich zynisch - ich glaube, daß viele Optimierungen unter Kostengesichtspunkten entstehen - und dann eben auch oft Mist dabei herauskommt.

quote (z.B. was meinst du mit Hamburg, Berlin, Stuttgart :confused:)

Wird nicht immer das günstigste Angebot angenommen - vielleicht fehlen da einige Posten??? Dann wird die Schlußabrechnung teurer als vorhergesehen - so was aber auch? Oder viel später in Betrieb genommen - gute deutsche Wertarbeit...Ingenieursleistung...Professionalität...

Warum nicht einfach Schlüsselfertig zum Festpreis? 20jährige Wartungsfreiheit bzw. Kosten inclusive - Und schon stimmt die Ausführung und die Qualität.

Könnte bei Fahrzeugen genauso aussehen - 10jährige Ausfallsicherheit - alles andere geht auf Kosten des Herstellers - upps - ich schweife ab

Ich bin der Meinung, wenn ein (Nachfolge-)Fahrzeug auf den Markt kommt, dann darf es im realen Feldversuch xy brauchen - mit genau der durchschnittlichen Ausstattungslinie der bisher verkauften Fahrzeuge - früher wurden Verbrauchswerte angegeben mit Konstant-90km/h und 120km/h - warum heute nicht mehr?

Alle Verbraucher aktivieren (wenn möglich, mit 50% Last) und dann einfach mal 24 Std. laufen lassen

'Weil der Verbraucher getäuscht werden soll - das ist Alles

- und natürlich die Gesetzesmacher - die machen das eigentlich auch für uns - (sollte man meinen)

Tarnen und Täuschen - nicht nur die Bundeswehr sollte dieses Vorgehen können - nein, jeder Fahrzeughersteller ist darin inzwischen fast perfekt (darf ich an die 30jährige Durchrostungsgarantie erinnern ;-))

Vielleicht äußern sich hier mal die alten Hasen mit vielleicht 1.000.000 km und mehr auf dem Rücken - was haben die Fahrzeuge früher verbraucht und was brauchen Sie jetzt - gibt es wirklich so eklatante Unterschiede im Verbrauch (Klar kann ich keine C-Klasse mit 'em G-Modell vergleichen...) - aber ähnliche Fahrzeuge schon...

Uns was sagt uns die Werbung von MÜ zu MÜ - Verbrauchseinsparungen von bis zu 11% zum Vorgängermodell...................wie bitte????

Beispiel:

1990 = 100 % = 10 L

1995 = 100% - 5% = 95% = 9,5L

2000 = 100% - 5% = 95% = 9,02L

2005 = 100% - 5% = 95% = 8,57L

2010 = 100% -5% = 95% = 8,14 L

usw.

Entspricht das deiner Erfahrung im Verlauf deiner Fahrerkariere?

Bei mir nicht - deshalb meine Schlußfolgerung - alles nur Makulatur, um irgendwelche Normen zu erfüllen

Ein Buch würde nicht reichen, um solche "Verfehlungen" zu sammeln -

Herzlicher Gruß

Peter

am 20. Februar 2016 um 11:58

Auf dem Teststand ist es klar eine andere Umgebung als auf der Straße. Die Manipulationen wurden auf der Straße nachgewiesen, nicht auf dem Teststand. Die Fahrzeuge erkennen darüber hinaus, das sie auf einem Teststand stehen.

Kurzum :Es gibt ein grundsätzliches Problem mit kleinen Dieselmotoren, sagen wir mal bis 2 Liter Hubraum. Je grösser der Hubraum bei Dieselmotoren , desto besser der Wirkungsgrad. Kleine Diesels, speziell so um den Liter Hubraum sind ein technischer Alptraum. Man muss ihn sehr robust bauen, weil er sonst die hohen Drücke nicht aushält. D.h. Viel Masse bei rel. wenig Leistung. Die sich ergebenden kleinen Brennkammern pro Zylinder erfordern eine ausgefeilte Einspritzung und Ventilsteuerung, damit der kleine Kerl überhaupt was vom Teller zieht. Damit lässt man ihn als Diesel ziemlich hoch drehen, darunter leidet die Verbrennung, bzw. deren Güte. Wenn er schlecht verbrennt, emissioniert er viel Ungewolltes raus, was mit den gesetzlichen Vorschriften nicht vereinbar ist. Dann geht es in die Trickkiste, man kann Harnstoff z.B. zusätzlich einspritzen um die Emission (Abgase) zu „verbessern“. Das bedeutet mehr Aufwand , muss auch gewartet werden und ist dem Kunden nicht zuzumuten. Oder man geht ins sog. Setup der Motorelektronik und versucht, gewisse Betriebszustände (hohe Drehzahl bei hoher Last) zu verhindern , durch hochschalten bei Automatikgetrieben oder abriegeln. Unterm Strich bekommt man das aber eben doch nicht "sauber" hin, so dass sich einige viele Hersteller zur Manipulierung des Erstmusters vor der Zulassungsbehörde bei Abnahme haben hinreißen lassen. In der Motorbauer Community ist es bekannt, das hier getrickst wird. Jeder Maschinenbaustudent muss mal durch ein Maschinenlabor und dort zeigen Sie, wie unausgegoren kleine Diesels sind. Eigentlich zeigt es auch auf, wie sehr der kleine Diesel unbrauchbar ist, in Sachen Umweltverträglichkeit. Gilt nur für die kleinen, nicht ab größer gleich 2 Liter. Es gibt bessere , nachhaltigere Antriebe, aber nicht zu dem Preis im Massenmarkt und (!) die Autoindustrie möchte möglichst lange am Verbrenner festhalten.

In einem Punkt allerdings verstehe ich es auch nicht: In Automotive Konzernen wird solch eine Manipulation auf höchster Ebene abgesegnet, nach Risikoabwägung. Wie konnte man davon ausgehen, daß solch ein Schwindel nicht enttarnt wird ?

Themenstarteram 20. Februar 2016 um 12:03

Hallo Peter,

im Prinzip gebe ich dir voll Recht. Wir werden überall nach Strich und Faden verar...t oft ohne es zu merken! Es geht in unserer Kommerz-Gesellschaft leider oft nur noch um Gewinnmaximierung und sich die Taschen möglichst schnell voll zu stopfen. Die Rechte der Verbraucher, Umwelt, Nachhaltigkeit, Qualität bleiben da oft auf der Strecke. Vor ein paar Tagen war im TV mal wieder ein Bericht über Lobbyismus in Brüssel. ALLE Auto-Hersteller haben in Brüssel Büros und Heerscharen von Lobbyisten mit Millionenbudgets die nichts anderes machen als dafür zu sorgen dass die Euro-Politiker bloss keine Gesetze machen die zu Lasten der Hersteller gehen und Gewinne gefährden könnten. Das ist sicher der Grund warum der unrealistische, obsolete NEFZ Zyklus immer noch benutzt wird. Wo ein Wille ist ist auch ein Weg aber es fehlt halt der Wille!

Ja, die angebliche Verbrauchsminderung über die Jahre ist auch eine grosse Nebelkerze! Habe im letzten Jahr einen neuen A250 (W176) gekauft. Als ich dann zum ersten Mal bei der Tankstelle war dachte ich auch ich wäre im falschen Film. Durchschnitt ist 8.5l/100km - soviel verbrauchte schon mein 328i (193 PS, V6) vor 15 Jahren...

Gruss

SternFan98

am 20. Februar 2016 um 13:05

@SternFan98 - Danke für die Antwort - ja - den Bericht habe ich mir auch reingezogen ;-) - so viel Budget hätte ich nicht vermutet - da frage ich mich, wie wird das Geld verwendet - (Spezielle Tempotaschentücher mit Aufdruck vom Hersteller - oder) für Feten in Hinterkleinwellnessinsel mit integriertem Hostessenservice - oder sind die Mieten in Brüssel sooo teuer

@balu2 ganz verstehe ich deinen Einwand nicht - warum werden dann 8 und 12ender abgeschafft, wenn hubraumstarke Motoren das Problem nicht haben?

Warum keine 4,8L-12Ender mit 250PS - 450NM ohne Turbo?

Ist es nicht eher so, daß großvolumige 4Zyl.-(Diesel-)Motoren mit maxmimierten Einzelhubraumen jedes noch so feine Zweimassenschwungrad zerlegen aufgrund der Dreh-Schwingungs-Verbrennungs"frequenzen"?

Meiner Meinung nach ist der beste Wirkungsgrad immer noch im Bereich des höchsten Drehmoments - Wenn deine Aussage stimmt, warum also nicht einen großvolumigen Diesel herstellen, der dann knapp über Drehmomentmax abregelt wird - dann bräuchte es nach deiner Aussage keine kleinen Diesel und der angebliche hohe Schadstoffausstoß ist Geschichte - Hat Mazda mit den Sky-Aktiv-Motoren doch recht?

Früher galt mal die Aussage, daß Einzelhubräume zwischen 350 und 450ccm die Idealform wären, hinsichtlich Laufruhe, Verbrauch, Langlebigkeit (da sprach noch niemand vom schwingungsarmen Verbrennungsablauf).

Waren die eta-Motoren von BMW nicht genial??? Wie war es mit den ersten kleinen 6Zylinder Mitte der 70er Jahre bei BMW?

Nachdenkliche Grüsse

Peter

Themenstarteram 20. Februar 2016 um 19:13

Zitat:

@W210CDI116PSLimoAuto schrieb am 20. Februar 2016 um 13:05:01 Uhr:

@SternFan98 - Danke für die Antwort - ja - den Bericht habe ich mir auch reingezogen ;-) - so viel Budget hätte ich nicht vermutet - da frage ich mich, wie wird das Geld verwendet - (Spezielle Tempotaschentücher mit Aufdruck vom Hersteller - oder) für Feten in Hinterkleinwellnessinsel mit integriertem Hostessenservice - oder sind die Mieten in Brüssel sooo teuer

Wahrscheinlich ALLES was du aufzählst und noch mehr. In dem Bericht war von hunderten Lobbyisten die Rede, die wahrscheinlich alle nicht schlecht verdienen. Also ein paar hundert Leute mal 150.000 Jahresgehalt (sagen wir mal), plus Assistenten, Büromieten, grosszügige Reisespesen ... da bist du schnell bei siebenstelligen Beträgen. Und dann muss ja auch noch was übrigbleiben um die Politiker zu beschenken und einzuladen ... :) Ok, schätze nun bin ich hier der Zyniker ... :p:p:D

Zitat:

@SternFan98 schrieb am 19. Februar 2016 um 19:40:11 Uhr:

 

Schau dir bitte den Bericht an! Der Aussentest fand auf einem still gelegten Flughafengelände statt (keine Steigungen/Gefälle) und der Fahrer brauchte sich auch nicht auf Verkehr konzentrieren (weil es keine gab). Ja, Lufttemperatur, Luftwiderstand, Unebenheiten ... tragen sicher alles zu höherem NOx-Ausstieg bei, aber wir sprechen hier über einen Faktor 3. Das ist so ganz sicher nicht erklärbar.

Der Zyklus findet natürlich im Labor statt damit er einfacher reproduzierbar und vergleichbarer ist. Das ist na klar Aussen schwerer weil die Bedingungen schwanken. Das kann aber nie und nimmer eine 3-fach höhere Emission erklären.

Ein Test unter vorgegeben Laborbedingungen (auch wenn schwer akzeptabel ist das da soviel vollkommen legal "positiv" verändert werden kann von Herstellern, aufgrund entsprechender Gesetze, die wiederrum von der Politik, äh wollte sagen Lobbyisten verfasst wurden!), so sind "vergleichende" Laborbedingungen noch lange nicht mit dem fahren auf der Strasse vergleichbar!

Interessant wäre z.B. ob der Rollenprüfstand z.B. beim Beschleunigen auch eine entsprechende "Last" simuliert, welche im Fahrbetrieb allein durch die Masseträgheit besteht (Luftwiderstand u. erhöhter Rollwiderstand z.B. durch die Räder der H.-achse bitte nicht vergessen).

Beantworten könnte man diese frage leicht, wenn bei dem "fahren" des Messzykluses sowohl auf der Rolle wie auch auf der Strasse der Treibstoffverbrauch gemessen wird!

Wäre der Treibstoffverbrauch auf der Rolle deutlich niedriger, würde das schon einmal bedeuten das nicht die gleiche Leistung benötigt wird u. das bei höherm Treibstoffverbrauch mehr Abgase entstehen, das könnte die höheren Schadstoffwerte im Strassenbetrieb sicherlich erklären??

Ich will jetzt nicht ablenken aber bei dem ganzen konzentrieren auf den unsauberen Dieselmotor, vergessen manche anscheinend, das bei einem Benzinmotor nicht nur saubere warme Luft aus dem Endrohr kommt!

Von den Inhaltsstoffen des Ottokraftstoffes sind etliche leicht flüchtig u. alles andere als Gesundheitlich ungefährlich!

Interessiert aber niemanden!

Die Politik hat bedingt durch den massiven einfluss der Industrie in fast allen Lebensbereichen, eher den interessen der Industrie geschuldete Entscheidungen getroffen!

Solange eine mehrheit von Bürgern= Wählern bereit ist das kommentarlos hinzunehmen, solange wird sich daran auch nix ändern!

 

MfG Günter

Obwohl ich diese Thema nicht mehr hören kann lieber TE - was allerdings nur daran liegt das das Thema schon so was von uralt ist, und ich von meinem angestellten Meister in meiner Werkstatt bereits gelernt habe, das ein Kat gerade in der Innenstadt wegen der vielen Kurzfahrten, eh nicht das macht was er eigentlich machen soll - frage ich mich wirklich, warum Du bei diesem Bericht dann so verdattert bist ;)

Falls Du es noch nicht gemerkt hast, besteht fast das gesamte Leben eines Auto aus Betrug ;) Vom Kauf bis zum Schrottplatz.

Du willst ein Auto kaufen egal ob neu oder gebraucht, da geht es meistens schon beim Verkaufsgespräch los ... "nein tut mir leid, da kann ich keine 5 % runtergehen, sonst verdienen wir ja nichts mehr... Nun haste endlich dein neues Auto, kommen dann auch ziemlich bald die Inspektionen ins Bild... Bei manchen kannste Du dein eigenes Zeug zum wechseln mitbringen (vorbildlicher Service) andere sagen, "nö das geht so aber nicht".

Kaum ist die Garantie vorbei, und Du hast einen größeren Schaden (dabei spielt es oft gar keine Rolle das dein Auto nicht mal 50000 Km runter hat) kannste dich dann wegen der Kulanz rumstreiten, weil zB dein Getriebe/Motor oder deine Injektoren im Eimer ist/sind. Obwohl es schon hunderte Fälle im Internet gibt, hörst Du natürlich "das haben wir ja noch nie gehört/erlebt... Natürlich gibt es hier zu diesen Themen auch positive Berichte. Manchen nur wegen Gerichtsverhandlungen, andere wieder weil viele Besitzer ihnen richtig auf den Sender gegangen sind, und andere sogar freiwillig.

Und so könnte ich jetzt ewig weitermachen (Reparaturen die nicht hätten sein müssen, Gebrauchtwagen An/Verkauf, die Storys mit den Kats und warum es überhaupt zu diesen angeblich achso neuen Abgasskandalen kommt, Abwrackprämie, GDV und die Einstufung der verschiedenen Fahrzeuge, nein, wir können die Benzin/Dieselpreise nicht senken (sieht man ja jetzt ;) ), Garantieverlängerungen, ATU und das tolle Carglass, Fehler die über Jahre mit Absicht eingebaut wurden, usw. usw. usw.), aber ich will ja hier beim Thema bleiben.

Hier meine Abgaslüge die mir gerade im August 2015 mit meinem 2000er Ford Focus 1,8 TDDI passiert ist, und die eigentlich jeden nachdenklich stimmen sollte...

Ich wusste schon das mein Kat klappert , und dachte schon das ich die AU bei der Dekra wohl nicht schaffen würde. Erstaunlicherweise schaffte ich diese trotzdem.

Jetzt vor kurzem ging mir das klappern so auf den Keks, das ich mir dachte "jetzt muss der Kat mal ab"...

Was fand ich in meinem Kat? Ein Reiswaffel großes Geblide geformt wie ein Ufo, das allerdings nicht da hing wo es sollte, sondern lag es einfach auf dem Boden vom Kat... Da ich aber bereits ein Schlachtauto besorgt hatte, hätte ich ja den Kat nehmen können, wenn dieser nicht ebenfalls nur aus einen Tischtennisball großen Gebilde bestanden hätte, der ebenfalls nur auf dem Boden lag. Nun sag mir mal bitte wie diese beiden Autos die AU bestanden haben ? ;)

Falls Du mir diese Geschichte nicht glaubst, kann ich Dir gerne zwei Bilder schicken, denn natürlich habe ich diese beiden "Möchtegernkeramikgebilde" aufgehoben ;)

Reg dich nicht auf über diesem Bericht, denn unsere Welt besteht nun mal mehr aus Lügen, als aus Wahrheit ;)

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