Omega B - Z22XE - Nur mäßige Leistung (Leistungsverlust?)
Hallo alle zusammen,
bisher war es mir zwar immer möglich meine Fehler meiner 4 Vorrangegangenen Opels durch dieses und andere Foren zu beheben, aber jetzt ist wohl der Zeitpunkt gekommen selbst nachzufragen.
Es geht um einen Omega B BJ 2000 (MJ 2001) 2.2 16v 144 PS Z22XE.
Mir ist durchaus bewusst das das Fahrzeug schwer ist und der Motor kein Rennmotor, jedoch habe ich im November arbeiten am Motor durchgeführt und kann Beurteilen wozu er fähig sein sollte.
Problem:
Er schläft. Bei einem voll durchgetretenem Gaspedal fühlt es sich an als ob ich es nur zu einem viertel oder vllt die Hälfte durchdrücken würde.
Dieser Effekt tritt in allen Drehzahlbereichen auf und nur wenn der Motor wirklich richtig durchgewärmt ist. In lauwarmen oder kaltem Zustand ist dies nicht der Fall. Auch fährt der Wagen auf der BAB nur noch 185kmh (Mit hängen und würgen 190kmh) auf gerader ebener Strecke.
Zudem hat sich seit dem der Benzinverbauch um 0.2L gesteigert bei gleicher Fahrweise.
Was habe ich schon alles probiert:
Im November '15
- Kopf gereinigt, Ventile geschliffen und eingeschliffen.
- Neuer Ölfilter und Ölwechsel
- Neue GM Zündkerzen
- Neuer Zahnriemen + Rollen + Spanner
- Neuer Keilriemen
- Drosselklappe und Ansaugkrümmer gereinigt
- Sämtliche Dichtungen wurden neu verbaut. (Ausgenommen O-Ringe der Einspritzventile)
Das Leistungsproblem besteht seit ca 4 Wochen.
Seitdem habe ich folgendes durchprobiert:
- Drosselklappe erneut gereinigt
- O-Ringe der Einspritzventile erneuert
- Probeweise komplette Zündleiste mit Einspritzventilen und Benzindruckregler getauscht.
- Benzinpumpe getauscht
Um die Fehlersuche etwas einzugrenzen kann ich noch folgendes mitteilen:
- Temperatursensor scheint zu funktionieren.
Mit einem Laptop und dem Chinakracher konnte ich die Kühlwassertemperatur welche dem MSTG mittgeteilt wird beobbachten. Differenz zwischen Kombiinstrument und diesem betragen ziemlich konstant um die 5K
- Zündleiste funktioniert scheinbar auch. Was diese bei 180 auf der Autobahn macht kann ich natürlich nicht so einfach prüfen 😁
- Zündkerzen zeigen mittlerweile ein vernünftiges Kerzenbild. Vor dem erneuern der O-Ringe waren jene von Zylinder 3+4 mit weissen Ablagerungen behaftet. Die Opel Werkstatt meinte "Gemisch zu mager, evtl Falschluft" In Verbindung mit Benzingeruch an der Ampel war das einleuchtend. Kerzen wurden mit entsprechendem Drehmoment angezogen.
- Kompletter Ansaugtrakt wurde auf Undichtigkeiten mit Bremsenreiniger abgesucht. Im kalten sowie im warmen Zustand. (Ansaugbrücke, Drosselklappe, Verbindungsschlauch bis zum Luftmassenmesser)
- Der Luftfilter ist ein K&N Sportluftfilter (Austauschfilter) und wurde mit dem vom Hersteller vorgegeben Pflegemittel gereinigt und eingeölt.
- Der Benzinfilter wurde auch getauscht.
- Der kleine Schlauch zwischen Ventildeckel und Drosselklappe für den Teillastbetrieb ist frei.
Probehalber wurde er abgezogen. Keine Veränderung mit Ausnahme das es im Stand im Innenraum nach Öldämpfen stinkt.
- Der große Schlauch für Vollastbetrieb ist ebenfalls frei
- Die Kurbelwellengehäuseentlüftung wurde ebenfalls gereinigt. Der vorhandene Ölabscheider wurde gegen einen Schlauchbogen getauscht.
- Kompressionsmessung wurde durchgeführt: Ergebniss zwischen 13.5 - 14 bar auf allen Zylindern.
- Es ist nicht anzunehmen das die Kopfdichtung einen Schaden hat da keine Anzeichen vorhanden sind. Kein weisser Rauch hinten raus. Kein Öldunst. Kein Wasserverlust. Kein Öl im Wasser kein Wasser im Öl.
- Dieses Wochende hab ich die Auspuffanlage ab Kat erneuert da sie am ESD durchgegammelt war.
Dabei habe ich den Kat geschüttelt und überprüft ob er evtl zusammengefallen ist. Auch Fehlanzeige.
- Ebenso hatte der Krümmer ein anzeichen eines Risses, so klein und niedlich das man noch nicht mal lärm daraus hörte. Wurde aber in gleichem Zuge ebenfalls erneuert.
Vor kurzem hatte ich das Phänomen das nach dem anwerfen des Wagens der Motor gleich wieder ausging. Als wenn der Sprit leer wäre oder der Zahnriemen beim starten gerissen wäre.
Dies passiert zweimal hintereinander. Beim dritten mal lief er zwar allerdings im Drosselklappennotlaufprogramm.
Ausgelesene Fehlercodes: P0170 P1525 P1550 und P1526
Nach dem abstellen und erneutem starten waren die Fehler nicht mehr vorhanden.
Ich habe dann mit dem Stellgliedtest der Drosselklappe festgestellt das diese ein sehr extremes hochfrequentes summen/pfeiffen erzeugt (Motor stillstand). Ist das normal?
Der Wagen beschleunigt gleichmäßig ohne stottern oder ruckeln. Keine Leerlaufschwankungen.
Jemand der es nicht weiß was der Wagen leisten kann würde wohl sagen: "Der Bock ist halt untermotorisiert. Läuft doch gut und ruhig".
Könnte mir jemand nen Tipp geben wo ich gezielt suchen soll?
Die Drosselklappe tauschen? Oder die Zündleiste? Oder den Benzindruckregler? Oder ist es doch eher ein Elektrisches Problem?
Für ein auf Verdacht Teile bestellen und tauschen fehlt mit leider momentan das nötige Kleingeld.
66 Antworten
Moin
da ja die Einspritzzeit der Einspritzventile relativ kurz ist,
das MSTG versucht ja das Manko der Kraftstoffangleichung auszugleichen,
würde ich als Endtest die Diagnosesonde vom Stecker trennen und
eine Runde mit dem Fahrzeug fahren.
dabei sollte sich die Einspritzzeit der EV,s erhöhen und ein spürbares Plus
an Leistung und Durchzug einstellen.
das MSTG nimmt ja dann nur noch die vordere Regelsonde zum Berechnen
und den LMM + Gaspedalstellung um die Kraftstoffangleichung vorzunehmen !
eine Lambdasonde hat bei mir nur ein Endintervall,wenn sie nicht mehr funktioniert !
da hat ein KW SEnsor eher einen Wechselintervall und schafft mehr Probleme und
der liegt meist bei ca 150.000 KM oder ca 10 Jahren im PKW .
meinen Lambdasondenfehler der Heizung der Diagnosesonde sitze ich seit ca 3-4 Jahren
aus und warte auf die MKL,Pustekuchen-die habe ich deshalb noch nie gesehen !
meine Lambdas sind noch die Originalen und funktionieren tadellos ,
von der Höhe der Signalamplitude und vom Zeitintervall her gesehen !
mfg
es muß ja auch eine Vorgeschichte geben,warum der ZK unten war und der Motor
geöffnet wurde,siehe erster Beitrag !!!
Ich habe den Wagen quasi zum Schlachten geschenkt bekommen. Er hatte einen gerissenen Zahnriemen. Da auffällig wenig Rost vorhanden ist und nach der ZK Demontage die Kolben und Zylinder einen guten Eindruck machten entschloss ich mich ihn wieder zusammen zu setzen. Zylinderkopf ist jedoch nicht mehr der ursprüngliche sondern von meinem vorherigen vectra b.
So,
ich habe jetzt die EDK getauscht. Diese summt genauso wie die originale. Ergo dürfte es daran nicht liegen.
Dann hab ich den (noch nicht zusammengehauenen 😁 ) BDR wieder eingesetzt.
Als letztes habe ich mir nochmal die Zündkerzen angeschaut.
Bilder füge ich im Anhang an.
Nach dem sauber Bürsten gings zum Einkaufen (ca 25km).
Die Fahrt wurde mitgeloggt. Testfahrt war jetzt allerdings mit beiden Lambdas angesteckt.
Unterschied zu vorher ist nun das er wieder sehr gut zieht. Ob die Endgeschwindigkeit erreicht wird weiß ich nicht, da die BAB noch eine Ecke weiter wäre.
Nach dem heimkommen hab ich alles wieder abgesprüht, wie auch vor dem losfahren in kaltem Zustand.
Aber nichts macht sich bemerkbar.
Ich werd noch verrückt x(
die Verkustungen auf den Zündkerzen können vom Ölverbrauch kommen oder
von einem Wasserschaden,durch eine defekte Kopfdichtung .
beides kann auch den KAT schädigen und die Lambdas !
gerade GAS-Betrieb frißt Lambdasonden !
ich komme auch heute zu keine anderen Lösung !
Diagnosesonde abstecken !!!
mfg
Ähnliche Themen
Danke rosi
Werde den Lappi morgen mit auf die arbeit nehmen. Dann kann ich diese beim heimfahren abstecken und nochmal messen.
Was mich nur verwirrt: Ich hab bisher immer gelesen das die Diagnosesonde (also die NACH dem Kat) gar nicht in den Regelungskreis eingreift. Was erhoffst du dir vom abstecken ausser einem Fehlercode?
EDIT: Könnten solche Verkrustungen auch dadurch zustande kommen das der Wagen meist nur Kurzstrecken gefahren wird und somit Öl, Motor und natürlich Kerzen nicht oft Warm werden?
wenn die Diagnosesonde abgesteckt ist,
so sollte das MSTG nur noch über die Regelsonde geregelt werden .
der Spannungswert der Diagnosesonde sollte sich nach dem Abstecken bei ca 450 mV bewegen.
das wäre eine mittlere Abstimmung der Diagnosesonde und
dieser Wert wird vom MSTG eingefroren
und dann sollte die Regelsonde immer schön zwischen 100 - 900 mV pendeln und
es sollten keine Eingiffe des MSTG mehr in die Einspritzung vorgenommen werden,
wo die Diagnosesonde vorher ständig pendelnde Spannungwerte geschickt hatte .
die Diagnosesonde muß ja immer ein ganz langsamen Spannungsintervall rausschicken und der
bewegt sich so im Bereich von ca 400 - 700 mV in einer fast gleichbleibenden Spannungshöhe .
bei dem Motor geht die Diagnosesonde fast synchron zur Regelsonde !
das die MKL dann angeht ist natürlich klar .
wer sagt das die Diagnosesonde keine Eingriffe in die Einspritzung vornehmen kann ?
mfg
So. Messfahrt mit abgesteckter sonde ist erledigt. Kann ich aber erst später hochladen. Sind auch auf die Autobahn. 200 hat er zwar mit hängen und würgen geschafft allerdings ist unter dem fahren die öldruck leuchte angegangen. Messstab zeigte dann das kein Öl drinnen sei. Warten gerade auf den ADAC. Mittlerweile ist der Ölstand bei Minimum. Läuft das zurück? Und was macht der mit dem Zeug während der Fahrt? Motor hört sich an wie ein Traktor. Muss daheim Kompression messen und schauen. Wenn er jetzt hinüber ist dann weiß ich auch nicht was ich mit ihm machen soll.
So, Fahrzeug wurde abgeschleppt. Ergebniss:
Ölkontrollleuchte geht nicht mehr aus. Scheinbar baut die Ölpumpe keinen Druck mehr auf.
Und der Wagen klappert wie blöde. Der Nachbar Kfzler geht den Geräuschen zu Urteilen davon aus das entweder Kolbenringe oder Kolben selbst beschädigt wurden.
Somit ist das Fahrzeug quasi ein Totalschaden und das Thema kann an der Stelle abgehakt werden.
Ich bedanke mich bei allen die versucht haben mir an dieser Stelle zu helfen.
möchtest DU deine bisherig geleistete Arbeit vernichten ?
wie ist deine Ausstattung Arbeitsmäßig um etwas mehr am Motor zu machen?
gibt es einen Zugang ,das man die Ölwanne abmachen könnte !
sicher sehr starker TOBAk ,dieses Ding !!!
mfg
Abendbrot ruft bei mir !
Möchten nicht. Aber in anbetracht der Tatsache das die Frontscheibe einen Riss hat und somit getauscht werden muss (Was ich dank Haftpflicht selbst zahlen muss) ist eine anderweitige Anschaffung wohl die günstigere Lösung.
Ich selbst besitze keine Bühne. Und einfach nur die Ringe oder gebrauchte Kolben einbauen empfinde ich jetzt nicht unbedingt als DIE Lösung.
Für alles was dazu gehört fehlt mir Platz und die Zeit.
OK,aber lasse ihn noch etwas stehen ,evtl kann man ja dieses Fahrzeug als Teilespender,
für eine eventuelle andere Heckschleuder nehmen .
die Schrottpreise sind eh im Keller !
jetzt bekomt auch das Zündkerzengesicht bei Dir ein Bild -
die Verkustungen auf den Zündkerzen können vom Ölverbrauch kommen oder
von einem Wasserschaden,durch eine defekte Kopfdichtung .
beides kann auch den KAT schädigen und die Lambdas !
der KAT bei dem ist natürlich Geschichte !
schade das Dir jemand so ein Fahrzeug überhaupt gegeben hatte ,einen Blender !
da sind nicht alle Wahrheiten auf den Tisch gekommen !
mfg
Ich gebe mal meinen Senf dazu. Ich vermute an Hand der Zündkerze auf Bild 2 dass in diesem Zylinder eine Glühzündung statt gefunden hat. Der Kolben ist nur total zerstört und liegt in der Ölwanne. Dass kein Öldruck mehr vorhanden ist, kann ein Folgeschaden sein.
Gruß
Reinhard
Hallo,
Ich habe vor dem neuen Einfüllen einen Kompressionstest gemacht.
Also quasi unmittelbar nach dem Abschleppen.
13.5 - 13 - 13.5 -14 bar
Mir deucht nur das die Ölpumpe abgeraucht ist und er deswegen auch so nagelt.
Ich kann / will irgendwie nicht glauben das es so weit fehlt.
ist da evtl die Meldung gekommen,
Ölmangel oder ist da die Öldrucklampe gekommen.
bei Ölmangel fehlt in der Regel ca 0,7- 1 Liter Motoröl am Meßstab,ergo Minimum
sind da wirklich 4,5 Liter Öl reingekommen !
den gelben Einfülldeckel schon abgemacht und geschaut ob da alles glänzt oder Trocken ist !
Die Öldrucklampe leuchtet seit der BAB dauerhaft.
Ölmangel kam keine weil ich keine Wanne mit Sensor habe.
Jetzt nachgeschüttet hab keine 4.5 Liter. Nach ca 1 Liter war laut Messtab wieder zwischen Min & Max