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Omega B - V6 - AGR richtig stilllegen, wie?

Opel Omega B
Themenstarteram 4. Mai 2020 um 19:28

Hallo Leute.

Hab gerade mein AGR bei meinem 2,2 er Automatik stillgelegt.

Habe aber gerade was gelesen von wegen ein Loch offen lassen?

Habe einfach ein Blech genommen und nur die schraubenlöcher ausgestanzt.

Ohne alte Dichtung wieder rein.

Ist das jetzt falsch oder richtig weil einige mal so und andere so schreiben.

Und wenn ein Loch rein muss, welches? Das große oder kleine?

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15 Antworten

Blechdose Ausschneider drauf und zu ist es ( Alte Dichtung als Vorlage )

Themenstarteram 4. Mai 2020 um 20:27

Also keine zusätzlichen Löcher rein?

Beide Löcher zu und NICHT die alte Dichtung zusätzlich drauf

Themenstarteram 4. Mai 2020 um 21:06

Super, danke schön

Das AGR legt man bei den Omega Benzinern gar nicht still. Die Blinddichtung ist auch nicht für den Omega gedacht, sondern für andere Opel Modelle, bei denen es tatsächlich Probleme mit verkokten Kanälen im Zylinderkopf gab.

Das AGR stilllegen beim Benziner ist Unsinn und übrigens auch illegal.

Hier mal ne Abhandlung vom Alexander Schwendtker. Ist zwar für den V6, gilt aber auch beim 2.2er

Klarstellung zu AGR Sytemen:

AGR Stillegen ist eines der grössten Mythen überhaupt. Was dabei für Unsinn erzählt wird ........Zu allererst sollte man verstehen was der Sinn des AGR ist, wie dieser Sinn umgesetzt wird und dann kann man Vor- und Nachteile abwägen.

Eines vorweg: Es gibt tatsächlich ein paar Motoren bei denen das AGR System so beschissen umgesetzt wurde, dass es Sinn macht es abzustellen. Weil sonst alles verrust (einige TDIs). In den allermeisten Fällen ist das Abschalten vollkommen sinnfrei. Aber fangen wir ganz vorne an.

Der Sinn des AGR ist es, dem Frischgas etwas Abgas beizumischen um die Abgastemperaturen zu senken. Denn bei höheren Abtemperaturen entstehen Stickoxide, die echt nicht so toll sind. Die will man damit vermeiden. Funktioniert prima. Das AGR System ist NUR im Teilllastbetrieb aktiv. D.h. in jeder Gaspedalstellung ausser bei Vollgas!!!!! Damit erübrigt sich auch das Gerücht, dass man nach dem Stilllegen mehr Leistung haben soll. Ausnahme: Wenn das AGR defekt ist und in offener Position klemmt. Dann könnte man theoretisch eine Mehrleistung nach dem Blindlegen spüren. Das ist aber auch keine Leistungssteigerung sonder nur die ursprüngliche Ausgangsleistung des Fahrzeugs, weil ein offenes AGR für Leistungsverlust sorgen kann. Aaaaber: Unsere Fahrzeuge sind mit einem elektronischen AGR mit Positionsmelder ausgestattet. D.h. wenns klemmt, dann gibts ne Fehlermeldung und Notlauf.

Zweitens: Das AGR hat eine bemerkenswerte zweite Eigenschaft. Es kann regelrecht zaubern. Es kann euren Spritverbrauch senken. Toll, oder ?!

Wie das geht?

Der zugemischte Abgasanteil in der Frischluft sorgt für ein künstliches Verkleinern des Hubraums. D.h. es steht weniger Frischluft zur Verfügung weil ja ein Teil des Hubraums mit etwas Abgasgefüllt wird. Ergo muss weniger Sprit eingespritzt werden. Ergo muss die Drosselklappe etwas weiter geöffnet werden um die gleiche Geschwindigkeit fahren zu können als ohne AGR. Das ist toll. Denn mit weiter geöffneter Drosselklappe muss der Motor weniger gegen sich selbst kämpfen. Habt ihr schonmal versucht zu joggen und euch dabei ein Nasenloch zugehalten ;-) Der Motor hat das gleiche Problem. Also wollen wir möglichst eine weiter geöffnete Drosselklappe. Damit der Wagen aber dabei nicht schneller wird, mischt das AGR etwas Abgas hinzu um den Hubraum künstlich zu verkleinern. Die Effizienz des Motors steigt. Der Verbrauch sinkt. Und wenn uns dann der Hafer sticht und wir volle Leistung brauchen und das Pedal durchs Bodenblech drücken, dann schliesst das AGR in Sekundenbruchteilen und "zack"....volle Leistung.

Also spart euch diesen Unsinn mit AGR Platte. Der V6 Benziner hat absolut keine chronischen AGR Probleme.

Bei den 4 Zylindern ist mir auch nix mit übermässigem Verrußen bekannt.

Wenn was verrußt, ist was anderes faul.

Bei Dieseln scheint die Sache etwas anders zu sein und mehr zum Verrußen zu neigen. Diesel interessieren mich nicht. Die meisten Diesel haben auch keine Drosselklappe. Hier ist das AGR vermutlich nur zur Stickoxidverminderung verbaut, weil es die Verbrennungstemperaturen senkt. Niedriegere Verbrennungstemperatur=weniger Stickoxide.

Sowohl beim Diesel als auch beim Benziner.

Sollte der Motor nach dem Dichtmachen des AGR tatsächlich weniger verbrauchen, dann stimmt etwas anderes nicht. Er scheint Falschluft gezogen zu haben.

Kurbelgehäuseentlüftung defekt?

Tankentlüftung defekt?

Und noch ein Kommentar zu Opels originalen Blinddichtungen:

NEIN, die sind NICHT für den V6, auch wenn sie passen.

Sie sind für andere Motoren, bei denen sich das AGR ausprogrammieren lässt. Das war eine Feldabhilfe für diverse Probleme. Aber wie gesagt, das gilt nur für ANDERE Motoren. Unser 54° V6 hat diese AGR Probleme nicht. Zumindest nicht chronisch.

Ich fahre seit ner halben Million km Opel V6. NEIN, er hat KEINE chronischen AGR Probleme. Es sei denn etwas anderes ist faul.

Der Vollständigkeit halber gibt es eine Anmerkung zu neueren Motoren.

Durch immer strengere Abgasvorschriften wurden Nachkat-Lambdasonden nötig. Dadurch wurde es möglich für das Steuergerät den NOX Ausstoss zu errechnen. Bei zu hohem NOX Ausstoss wird bei modernen Motoren ohne AGR der Zündwinkel zurückgenommen und die Einspritzmenge angepasst um hohe Brennraumtemperaturen zu reduzieren. Das hat man in den 60ern schon gemacht. War aber scheisse, wie man festgestellt hat. Denn dadurch steigt der Verbrauch zu Lasten besserer Abgaswerte.

Denn durch den späteren Zündzeitpunkt wird Energie verschenkt. Zudem ist die Verbrennungstemperatur noch recht hoch zum Zeitpunkt des Öffnens der Auslassventile. Dadurch wird extrem viel Hitze durch den Auslasskanal geschoben. Das belastet die Ventile, den Kopf und das Kühlsystem unnötig. Deshalb neigen die 3.2er theoretisch eher zu Temperaturproblemen als die 3.0er.

Nachtrag zum Thema Drosselklappen bei Dieseln:

Quelle: Wikipedia

Konventionelle Dieselmotoren verfügen prinzipbedingt, wegen der andersartigen Gemischaufbereitung, über keine Drosselklappe. Um trotzdem einen Unterdruck-Bremskraftverstärker einsetzen zu können, muss eine Vakuumpumpe eingesetzt werden.

Moderne Dieselmotoren verfügen wieder über eine Drosselklappe, diese dient jedoch lediglich dazu, das Schütteln beim Ausschalten des Motors zu reduzieren. Bei Betrieb ist die Klappe immer ganz geöffnet. Diese „Drosselklappe“ wird als Saugrohrklappe bezeichnet.

Bei Dieselmotoren, die zur Reduzierung der Stickoxid-Anteile im Abgas eine hohe Abgasrückführungsrate fahren, gibt es ebenfalls eine Drosselklappe. Diese wird im Teillastbetrieb teilweise geschlossen, um die Frischluftzufuhr zu reduzieren und somit einen höheren Abgasanteil im Zylinderraum zu ermöglichen.

Bei Dieselmotoren (u. a. VW, BMW) mit Rußpartikelfiltern wird eine Drosselklappe verbaut, die zur aktiven Regenerierung des Partikelfilters benutzt wird. Sie wird nur während der Regenerationsphasen des Partikelfilters genutzt.

Eine Besonderheit stellten Vorkammer-Dieselmotoren von Daimler-PKWs dar, diese verfügten über eine Drosselklappe, um die vakuumpneumatisch wirkende Dieseleinspritzpumpe drehzahlabhängig zu regulieren und den Bremskraftverstärker oder die pneumatische Zentralverriegelung mit Vakuum zu versorgen.

Ja, alles schön und gut.

Beim V6 mag das ja so sein, aber das AGR des 2.2er Benziner neigt auch zum verkoken aufgrund der Ölverbrennung. Vor allem wenn man oft mit hohen Drehzahlen fährt und die Ventilschaftdichtungen nicht mehr die frischesten sind, setzt sich das AGR mit der Zeit zu.

Ich hatte bei unserem ersten Y22XE auch die Blinddichtung verbaut, obwohl das AGR i.O. war. Interessant war, dass das Magerruckeln weg und auch subjektive Leistungsentfaltung besser war.

Mit dem Motor-STG vom Z22XE war es dann eher egal, ob nun Blinddichtung oder nicht.

Es gab hier gefühlt null Unterschied.

Vielleicht liegt das daran, dass bei den späteren Versionen des Z18XE (die ersten hatten die identischen STG zum Z22XE) das AGR rausprogrammierbar war.

Abgastechnisch hatte das AGR ab den OBD2 Benzin-Motoren also ab Euro3 eh keinen SInn mehr, da die Abgasregelung genauer über das Motor-STG erfolgt.

Beim Y26SE/Y32SE war das AGR ja dann auch schon weg und hätte beim Z22XE auch weggelasen werden können. Vermute aber, dass man den Z18XE und Z22XE nicht konstruktiv ändern wollte, deshalb auch die Blinddichtung beim Z18XE im Astra-H, Zafira und Vectra-C wo man einfach die SImtec weiter entwickelt hat.

Die Blinddichtung hat im Omega eigentlich nur beim X20XEV und Y22XE einen Sinn, da man hier Ausfälle des AGR verhindert, die durch höheren Ölverbrauch kommen. Fahrtechnisch gibt es kaum einen Unterschied, es kann ein eventuell vorhandes Magerruckeln aber verringern oder beseitigen. DAS war damals der Hauptgrund bei unserem Y22XE und auch X18XE im Vectra (ist ja das gleiche Prinizip wie beim X20XEV).

Unser Y32SE hat ja kein AGR mehr, wie auch unser Astra mit Z16LET...

VG

Wieder was gelernt :)

AEaB, die Blinddichtung wurde selbst beim

2,2/16V Benziner beim FOH früher eingebaut.

gab sogar einmal eine Feldabhilfe deswegen.

Mfg

Ja, den Y22XE hatte ich jetzt nicht so aufm Schirm.

Das AGR, beim V6 Seilgas, neigt zwar selten zum verursachen von Problemen, jedoch ist es recht häufig selbst defekt.

Hier zerlegen sie sich oft komplett in die Einzelteile, verkokt der Stempel und der eine oder andere Wicklungsschluß ist auch schon da gewesen.

Zu dem ist recht häufig, grade im Stadt-Fahrbetrieb, ein bis zu einem Liter geringerer Verbrauch festgestellt worden.

Mir ist auch berichtet worden, daß im Laufe mehrerer hundert Kilometer (vermutlich über den Lernbereich des STG) auch der Überland-Verbrauch nach und nach geringer geworden. Alles in allem zwar nur eine Ersparnis um einen Liter, aber, wie gesagt es ist zu merken.

Grundsätzlich sollte also eigentlich auch bei dem V6 Seilgas immer die einseitig geschlossene Dichtung verbaut sein.

Bauartbedingt nur einseitig geschlossen (Also nur die Bohrung neben dem Ventilstempel) auch, weil das AGR über einen Poti die Stellung des Ventil-Stempels überwacht und wenn der Stempel nicht weit genug nach unten abtauchen kann, gibt es eine MKL Fehlermeldung über das MSTG.

Es ist ja auch schwierig eine komplett geschlossene Dichtung -wie beim X20XEV- zu verwenden, weil der Ventilsitz bei manchen Typen des AGR auch aus der Dichtfläche herausragt.

AGR Dicht machen beim Überwachten AGR.
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AGR Dicht machen beim Überwachten AGR.
+6

Ich hatte bei meinem 2.5er damals nur Probleme als die Dichtung drin war. Er ist mir öfter spontan ausgegangen und hat auch mehr verbraucht.

Nachdem ich die wieder raus genommen hatte, waren die Probleme wieder weg.

Ich denke mal, dann warst du entweder zu ungeduldig (Das MSTG braucht ja zum lernen ne Weile), oder es lag ein weiterer Defekt vor, oder du warst -die ja immer mal vorkommende- Ausnahme von der Regel, ohne nachvollziehbaren Grund.

Naja, ich hatte das ein halbes Jahr drin. Er ist mir da ab und zu mal spontan an der Ampel einfach ausgegangen. Kam aber nicht oft vor. Sensoren etc. konnte ich nicht als Ursache ausmachen. Dann habe ich den Beitrag vom Alex in die Finger bekommen und fand das recht nachvollziehbar, weil technisch gut erklärt.

Ich habe dann die Dichtung wieder raus genommen und bin dann zwei Jahre so weiter gefahren. Er ging dann nie mehr an der Ampel aus. Und verbraucht hat er tatsächlich weniger.

AEaB ,

Das ausgehen hatte bezüglich des AGR eine andere Ursache.

hatte mit der Dichtung und dem Saiggedöns zu tun.

Mit einem OPelCOM kam man dem Symptom schnell auf die Schliche,

wenn man die Daten dann graphisch darstellte!

Reine Zahlen haben da nur das Hirn belastet,Grins

Mfg

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