OM651 Bj 2011 Motorschaden

Mercedes

Hallo liebes Forum,

mich hats leider erwischt, ein paar Daten voraus:

als Neuwagen gekaufter OM651
Bj 11 EZ 12
Standheizung um Kaltstarts weitgehend zu vermeiden
Nicht selten mit Premium Diesel getankt
104000km
Service ausschließlich Vertragswerkstätten innerhalb der Intervalle.

Das Fahrzeug ist mit "Geräuschen" auf der Autobahn liegen geblieben (natürlich sofort angehalten).
Gerade kam der Anruf von der MB Werkstatt: Kolben gerissen.
Angebot Austauschmotor für knapp 14000€ mit 25% Kulanz immernoch 10500 Mäuse.
Es handelt sich hierbei um ein von MB-Algorithmus erstelltes Angebot ohne, dass ein Sachbearbeiter sich das nochmal angeschaut hat.
Habe die Werkstatt natürlich darum gebeten persönlich mit MB Verbindung aufzunehmen, da ich hoffe, dass das nicht der Anspruch von MB ist...

Wie würdet ihr euch Verhalten? Es besteht bei unverändertem Angebot seitens des Sachbearbeiters immernoch die Möglichkeit der Beschwerde...
Ist der Motor bekannt anfällig? Bisher hab ich nur von Ölproblemen (Verdünnung) gelesen, auch die Injektoren waren ja auch ein großes Thema, aber Kolbenriss?

Schonmal Danke für eure Meinungen

Beste Antwort im Thema

Bei VW habe ich damals bereits nach 3 Jahren nix mehr bekommen, obwohl es einer von etlichen Serienmängeln war.
Ich glaube bei so gut wie keinem Hersteller würdest du im 8 Betriebsjahr überhaupt noch was bekommen.

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Die wollen halt an ihrer schlechten Qualität auch noch verdienen

Hallo,
wenn Mercedes bei einer Laufleistung von 104.000 km gerade mal 25% beisteuern will, gehe ich davon aus, dass Mercedes der Meinung ist, dass der Motor im Normalfall schon zu 75 % "verbraucht" wäre. Im Umkehrschluss bedeuted es, dass der Motor gerade mal für 140.000 km ausgelegt ist.
Kündigt sich so ein Motorschaden irgendwie an? Oder könnte Mercedes beim Service vorher etwas prüfen? mfg

@Simba1707
Nein, es kam keine Warnlampe auf der Autobahn, ich bin mit ca 140kmh Tempomat unterwegs gewesen. Schütteln und Rumpeln des Motors aus dem Nichts heraus. Gasannahme und Motorlauf waren vorher völlig unaufälllig. Der Wagen war 3 Monate vorher in der MB Fachwerkstatt zum Service.

@all weiterer Zwischenstand
Nachdem mir das Autohaus am Montag einen Preis für den Verkauf mit und ohne Motor nennen wollte und ich bis Donnerstags nichts mehr gehört hatte, rief ich erneut im Autohaus an.
Hierbei wurde mir dann mitgeteilt, dass ich nicht nur den Leihwagen (nach dem dritten Tag) zu zahlen hätte, sonders auch ca. 400€ für die Befundung des Motors. Da ist mir dann endgültig die Hutschnur geplatzt und ich habe den Wagen noch am selben Tag von einem Verwerter vom MB Autohaus holen lassen und verkauft.
Mercedes - das Beste oder nichts.
Bei diesem inaktzeptablem Qualitätsanspruch (sowohl an das eigene Produkt als auch im Service) an sich selbst iVm wie man den Kunden förmlich von oben herab mit Falschinformationen vom Hof und in Notsituationen jagt bin ich wohl das Paradebeispiel dafür wie man es innerhalb kürzester Zeit schafft einen Kunden für allezeit zu verlieren.

Ich bedanke mich für alle Beiträge und wünsche euch mehr Glück mit der Marke.
Sollte sich noch etwas in dem Fall tun, halte ich euch gerne auf dem Laufenden.

Der Vollständigkeit halber, noch das Antwortschreiben meines Briefs an den Vorstand in der Sache. Es bestärkt mich nur in meiner Entscheidung, kein Produkt dieses Konzerns in Zukunft mehr zu nutzen.

Konzernantwort
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@ KfzPower

Mich würde interessieren, wieviel der Händler geboten hat und für wieviel Du das Auto verkauft hast.

Wenn Du es nicht öffentlich machen möchtest, via PN.

Zitat:

@Simba1707 schrieb am 17. Mai 2019 um 11:37:26 Uhr:


Hallo,
wenn Mercedes bei einer Laufleistung von 104.000 km gerade mal 25% beisteuern will, gehe ich davon aus, dass Mercedes der Meinung ist, dass der Motor im Normalfall schon zu 75 % "verbraucht" wäre. Im Umkehrschluss bedeuted es, dass der Motor gerade mal für 140.000 km ausgelegt ist.
Kündigt sich so ein Motorschaden irgendwie an? Oder könnte Mercedes beim Service vorher etwas prüfen? mfg

Ich hatte vor ca 2 Jahren ein Injektorproblem. Das zeigte sich durch ein leichtes Schütteln (bemerkbar am Lenkrad) beim Beschleunigen aus dem unteren Drehzahlbereich in den oberen Gängen (W204, OM651, 220cdi Mopf, Automatik). Der Sevicetechniker meinte bei der Probefahrt, da sei was, er wußte aber nicht was. Meine Vermutung war Injektor oder Getriebe. Der Motor wurde geprüft (mehrseitiges Protokoll), man hat nix gefunden; Updates für Motor und Getrieb wurden aufgespielt (bis hierhin knapp 150€). Als ich wieder losfuhr hab ich gleich gemerkt, daß es nix gebracht hat. Noch am gleichen Tag und 40KM nach Verlassen der Werke ist der Injektor dann verreckt, beim Stehen/langsamen Wiederanfahren an der Ampel (S/S deaktiviert), lautes Tockern wie ein Presslufthammer. Bin sofort an den Rand gefahren. Der Motor hat wohl nix abbekommen. Der Injektor war defekt (wie ich vermutet hatte 😁 ) . Instandsetzung ging komplett auf Kulanz; Wagen war 1oder 2 Tage später abholbereit.

wenn wir schon beim Thema Motorschaden OM 651 sind...ich frag mich echt wie die Sprinter mit dem OM 651 solche Laufleistungen schaffen....das sind jeder Menge Sprinter bei mobile drin mit OM 651 / 163 PS und Laufleistungen über 700.000 km...kann ja nicht sein dass die jede 100tsd den Motor wechseln...oder ist die Version des OM 651 robuster gebaut? VG Jürgen

Eher zwei Gründe, vernünftige Fahrer die sorgfältig mit dem Motor umgehen und überwiegend Langstrecke.
Wenn Fahrer de Kiste nicht ständig bis zum Anschlag prügeln und auf sorgfältige Wartung geachtet wird halten Motorer da sich zb gar keine Ablagerungen bilden die den Injektoren und dem AGR Ärger machen.
Die "Kunst" ist es den Motor in einem möglichst optimalen Last-und Temperaturbereich zu halten, dann entstehen erst gar keine Ablagerungen die mit der Zeit Probleme machen. Das ist keine Garantie aber erhöht die Chance das der Motor länger lebt.

Also für meinen Schicksalsmotor kann ich nur sagen:

Langstrecke (minimum 50km) meistens Pendelei 180km am Stück 100 - 140kmh Tempomat
Standheizung (kaum Kaltstarts im Winter/Herbst/Frühling)
Nicht selten Premiumdiesel
Ausschließlich Scheckheftgepflegt bei MB

Mein Motorschaden hatte keinerlei, aber auch garnix an Vorwarnung. Kein Leistungsverlust, keine Warnmeldung Öldruck o.ä., kein ruckeln einfach nix.
Und zähle auch sonst nicht zu den Rasern, warm und kaltfahren gehört mich mich dazu, die Kiste wurde nicht getreten. Wäre mit ner B-Klasse auch ziemlich peinlich :-D

Das kann ich alles guten Gewissens sagen und es hat dennoch nix genützt. Motorschaden und MB war ich völlig egal. Aber ich möchte die Story nicht wieder aufrollen, lies den Thread genüßlich durch :-D

Grüße

Ps: Ich weiß gesichert, dass eine befreundete Geldtransporter Firma mit einer BullyFlotte mehrmals im Karosserieleben neue Motoren verbaut, auch so kommen hohe km-Stände zusammen...

Bei Sonderaufbaauten wie einem Geldtransporter lohnen sich auch mehrere Austauschmotoren, aber bei einem 08/15 Sprinter?
Da dürfte der Tauschmotor spätestens nach 200000km Teurer sein als die Karre wert ist.

Also im Sprinter laufen die Motoren wie sau. Und is auch egal ob Feuer oder nicht.... In der Garantiezeit 350 tkm abgespult. Kein Problem. Warum es immer den Privatkunden bei 100000km trifft is mir schleierhaft. Eigentlich sind die dauerfest.

Das würd mich auch wundern bei der Menge Sprinter mit Om651 die da unterwegs sind wenn die solche Menge Motorprobleme hätten oder liegts wirklich am Dauereinsatz... haben die andere Injektoren verbaut?
Hat das mal jemand geprüft? Hauptverursacher scheinen ja die Injektoren zu sein...
ich war gerade im Sprinterforum da scheint Om 651 Motorschaden kein Thema zu sein...

Kleines Update:

Ich hatte mich an Autobild gewendet, welche sich auch mit MB in Verbindung gesetzt haben, die Antwort von Mercedes-Benz an Autobild:

"Wir bedauern die Unannehmlichkeiten, die Herr XXX hat. Gerne haben wir das Anliegen unseres Kunden gemeinsam mit seinem Mercedes-Benz Partner geprüft. Wir haben in diesem Fall 25 Prozent der Kosten für unseren Kunden übernommen. Weiterhin hat sich der Mercedes-Benz Partner bereit erklärt, nochmals 15 Prozent der Lohnkosten für Herrn XXX zu übernehmen. Aufgrund der Betriebszeit des Fahrzeuges, das sich im 8. Betriebsjahr befindet, sehen wir das als eine kulante Lösung an. Auch die Rechnungsstellung des Leihwagens war gemäß unseren Vorgaben. Die Möglichkeit für ein weitergehendes Entgegenkommen sehen wir in diesem Fall nicht."

Offensichtlich ist der Konzern nicht gewillt, seinem propagierten Qualitätsanspruch gerecht zu werden.

Freundliche Grüße

Bei VW habe ich damals bereits nach 3 Jahren nix mehr bekommen, obwohl es einer von etlichen Serienmängeln war.
Ich glaube bei so gut wie keinem Hersteller würdest du im 8 Betriebsjahr überhaupt noch was bekommen.

ich empfinde die 25% Kulanz bei einem Wagen > 7 Jahre und > 100tkm als gerechtfertigt.

Sorry, dass es dich getroffen hat, keine Frage. Ich würde natürlich ebenfalls sauer reagieren, wenn ich der Leidtragende wäre.
So empfinde ich das als bedauerlichen Einzelfall, der durchaus aufgrund Materialfehler passieren kann.
Es ist ja nicht die Regel, das der Motor nach 100tkm kaputt ist.

Wenn MB klüger gewesen wäre, hätten sie dich natürlich weitaus besser unterstützt. Es ist wohl die heutige Zeit, das diese Situationen häufiger eskalieren, weil die deutschen Hersteller weitaus größere Probleme haben als ihnen lieb ist.

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