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Oldtimer für Neuling ?

Themenstarteram 13. März 2011 um 23:34

Hallo,

ich bin 25 Jahre und habe seit dem 18. Lebensjahr meinen Führerschein.

Ich bin sehr interessiert an älteren Fahrzeugen, insbesondere Mercedes, ist aber kein muss.

Für mich ist das absolutes Neuland schon im Bezug auf Kauf eines Fahrzeuges. Soll nicht als Daily Driver funktionieren, wobei das ja auch sicherlich kein Problem ist.

Sollte ein Benziner sein mit Automatik, Preisrahmen bis ca. 10.000 €.

Ein paar Mängel wird es ja immer geben. Ich habe einen Freund, der früher bei Opel war und mir immer mal wieder bei unseren Fahrzeugen das meiste reparieren konnte.

Ist sowas auch bei Mercedes aus den 70/80ern ok oder braucht man dabei Spezialwissen ?

Es wäre also auch möglich den Wagen teilweise zu überholen, es sollte natürlich kein verrosteter Haufen Schrott sein, aber FAhrwerksteile oder dergleichen ist ja kein Problem.

Ich weiss einfach nicht wie ich an die Sache rangehen soll.

HAbt ihr da Tips ?

Beste Antwort im Thema
am 18. März 2011 um 6:02

Moin!

Die schlimmsten Typen in der Oldieszene sind die einseitig fokussierten Markenanbeter.

Und in der Tat, so auch meine Erfahrung aus zahlreichen Treffen, Rallies und Webdiskussionen, sind Mercedesfans hier "ganz oben".

Ich denke, dass jeder einzelne Oldtimerfahrer, egal welches Modell er besitzt, wichtig für die Szene und den Erhalt des Hobbies ist.

Dabei machen mir persönlich auf Treffen mittlerweile diejenigen am meisten Freude, die seltene Fahrzeuge mit Patina fahren. Ein unrestuarierter Porsche 550 Spyder mit Löchern im Original-Stoffsitz, ein C-Kadett City, eine unrestaurierte Erstahnd-Giulia mit Kantenrost oder auch ein Chevy Caprice Kombi - alle sind Zeitzeugen.

Die alten Benze, ich hatte ja auch mal einen W123 Alltagswagen, sind natürlich immer sehr zahlreich vertreten und auch sie gefallen mir. Aber Emotionen weckt ein auf Neuzustand restaurierter 300 SL schon lange nicht mehr. Die alten Weissbärte, die den Stellenwert eines Oldiefans in der Szene danach bewerten, mit wieviel hunderttausend Euros jemand seinen Altwagen besser als neu hat restaurieren lassen(!), empfinde ich als langweilig.

Da macht es mir schon mehr Spass, mit meinem wohlpatinierten Spider eine Runde zu drehen, anstatt den 300 SL nach der Show wieder auf den Anhänger zu laden...

Gruß,

Mr. D.

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23 Antworten
am 17. März 2011 um 7:32

Hallo!

Zitat:

Original geschrieben von verleihnicks

Die Sache mit der Oldtimerei ist gar nicht so einfach. Es ist egal welches Modell man sich zulegt. Gepflegt werden wollen sie alle. Ich spreche da aus Erfahrung. Wir sind stolze Besitzer einige NSU Prinz 4 und eines NSU Sportprinz. An den Dampfern gibts immer was zu tun. Darüber sollte man sich vorher klar sein. Es ist ein schönes Hobby, keine Frage. Aber manchmal doch recht zeitintensiv. Und wenn man überhaupt keine Ahnung vom schrauben hat, sollte man bloß die Finger davon lassen. Das wird ein Faß ohne Boden, eine Spardose soz.

So eng würde ich das nun auch wieder nicht sehen.

Natürlich braucht ein Auto umso mehr Zuwendung, je älter es ist. Gerade die heute 20-jährigen Leute haben ja oft aufgrund der abgespeckten Fahrschulausbildung und der fehlenden "Mofazeit" so gut wie keine Ahnung mehr von der Technik und brauchen etwas "Einarbeitungszeit".

Wer aber bereit ist, in die Technik seines Autos ein wenig tiefer einzusteigen und etwas mehr Zeit als bei einem 2010er Polo in die Pflege zu investieren, kann mit einem Oldtimer auch Freude haben.

Denn es ist absolut kein Muss, bei einem Oldtimer alle Service- und Reparaturarbeiten selbst auszuführen.

Ich selbst kenne mich ganz gut aus, habe aber seit Jahren schon keine Zeit mehr für die Durchführung der Inspektionen. Das lasse ich in einer Oldie-Wekrstatt machen und lege selbst nur dann Hand an, wenn eine Kleinigkeit während der Saison auftritt. Das passiert allerdings so gut wie nie, obwohl es sich bei meinem Altwagen um einen über 30 Jahre alten Alfa Romeo handelt.

Die Inspektionen sind meist deutlich günstiger als bei einem neuen Mittelklasseauto.

Nutze ich den Oldie als Alltagsauto auch im Winter, sieht das wieder anders aus. Hier ist intensive Pflege angesagt, wenn der Wagen lange halten soll. Da ist ein verzinkter VW Polo möglicherweise der bessere Weg oder man schafft ein zusätzliches WInterauto an.

Der "Erfolg" beim Oldtimerhobby steht und fällt mit der Auswahl des richtigen Fahrzeuges für Fahrer und Einsatzzweck. Der Zustand sollte natürlich den Bastelfähigkeiten des Eigentümers entsprechen. Aber auch die richtige Marke, Motorisierung und Karosserieform will gefunden werden.

Ich würde z.B. bei einem Mercedes 200 D einen Vogel kriegen. Mit langsamen Autos kann ich auch bei der Oldtimerei nichts anfangen.

Andere wiederum lieben das gemütlich cruisen auf grünen Plastiksitzen und würden sich in meinem Cabrio sofort erkälten.

Viele alte Roadster sind innen sehr klein und Menschen über 185cm können kaum länger als eine Stunde darin sitzen.

Große alte Autos verbrauchen oft extrem viel Sprit.

Manche haben hinten (oder auch vorne) keine Sicherheitsgurte.

U.s.w.

Vor dem Kauf sollte man sich also genau überlegen, was man eigentlich will.

Viel Spass weiterhin beim Suchen des richtigen Wagens wünsche ich dem TE!

Gruß,

Mr. D.

am 17. März 2011 um 11:06

Ein sicherlich großer Vorteil beim Kauf eines Oldtimers der Marke Mercedes ist die unübertroffen gute Ersatzteilversorgung. Das kann bei anderen Marken schwieriger werden und kann gerade bei einem Einsteiger eher für schnellen Frust sorgen. Einziger Haken: Die Ersatzteile haben im Zweifel auch Mercedes-Preise. Ich habe hier vor einiger Zeit mal die typischen eBay Preise für Oldtimer/Youngtimer Mercedes zusammen getragen. Vielleicht hilft dies auch bei der Ideenfindung. Gerade beim Kauf via eBay gilt aber "erst gucken, dann kaufen". Höchstwahrscheinlich ist der teurere Kauf hinterher das günstigere Angebot, aber Ausnahmen gibt es immer.

Wirklich günstig werden 60er/70er Oldtimer aus englischer Produktion (MG, Jaguar, Mini, Austin, ...) gehandelt. Ist aber nichts für Anfänger ohne Werkstatt. Und wenn Du vielleicht einen Volvo (Amazon) suchst, dann werden guterhaltene Fahrzeuge zum guten Preis eher in Holland als in Deutschland zu finden sein.

am 17. März 2011 um 19:51

Ersatzteilversorgung bei Daimler ist nun wirklich kein Problem. Man bekommt sogar für den hier noch alles. Sofern man ihn besitzt. Aber ich schätze wenn man den hat, hat man keine ruhige Nacht mehr. Für so einen Dampfer gibt zu viele Interessenten.

Klar, wenn man sein Fahrzeug einmal von Grund auf restauriert hat, hat man einen Neuwagen. Keine Frage.

Und man sollte sich unbedingt ein Wertgutachten erstellen lassen. Egal ob Ganzjahreswagen oder Sonnenauto. Sonst gibts im Fall eines Unfalls nur den Satz aus der Schwacke-Liste. (Evtl. 20 Euro max!)

Zitat:

Original geschrieben von Mark-86

Er sucht einen Mercedes, also feine technische Wertarbeit und ausgeklügelte Ingenieurskunst und keinen Amimüll...

Zitat:

Original geschrieben von alf0508

Hallo,

komisch nur,das die viele Amis,die was auf sich halten und die nötige Kohle haben,sich lieber einen Benz vor die Tür stellen als einen ihrer eigenen Cars.Denk mal drüber nach:eek:;)

Gruß Alf

Super! Jetzt geht also auch im Oldtimer-Forum das US-Car Bashing los, dabei dachte ich, Old- und Youngtimerfahrer seien tolerant und durch ihr Hobby miteinander verbunden…

Schade, dass die Szene und auch dieses Unterforum so schnell und so stark an Niveau verliert. :rolleyes:

Grüsse

Norske

Norske, Gott sei Dank sind es nicht alle, sondern Ausnahmen.

Die allermeisten hier sind der Erhaltung automobilen Kulturguts ohne verpflichtet ohne voreingenommen zu sein.

Eine gewisse Hochnäsigkeit bei den Benz-Sammlern kann ich zugegebenermaßen auch in meinem hiesigen Umfeld feststellen.

Allerdings gibt es die auch bei einigen Cadillac Kameraden die meinen, ihrer wäre nun das einzig Wahre.

Ich persönlich sehe das etwas lockerer.

am 18. März 2011 um 6:02

Moin!

Die schlimmsten Typen in der Oldieszene sind die einseitig fokussierten Markenanbeter.

Und in der Tat, so auch meine Erfahrung aus zahlreichen Treffen, Rallies und Webdiskussionen, sind Mercedesfans hier "ganz oben".

Ich denke, dass jeder einzelne Oldtimerfahrer, egal welches Modell er besitzt, wichtig für die Szene und den Erhalt des Hobbies ist.

Dabei machen mir persönlich auf Treffen mittlerweile diejenigen am meisten Freude, die seltene Fahrzeuge mit Patina fahren. Ein unrestuarierter Porsche 550 Spyder mit Löchern im Original-Stoffsitz, ein C-Kadett City, eine unrestaurierte Erstahnd-Giulia mit Kantenrost oder auch ein Chevy Caprice Kombi - alle sind Zeitzeugen.

Die alten Benze, ich hatte ja auch mal einen W123 Alltagswagen, sind natürlich immer sehr zahlreich vertreten und auch sie gefallen mir. Aber Emotionen weckt ein auf Neuzustand restaurierter 300 SL schon lange nicht mehr. Die alten Weissbärte, die den Stellenwert eines Oldiefans in der Szene danach bewerten, mit wieviel hunderttausend Euros jemand seinen Altwagen besser als neu hat restaurieren lassen(!), empfinde ich als langweilig.

Da macht es mir schon mehr Spass, mit meinem wohlpatinierten Spider eine Runde zu drehen, anstatt den 300 SL nach der Show wieder auf den Anhänger zu laden...

Gruß,

Mr. D.

Ich würde mir das mit der Oldtimerei grundsätzlich noch mal überlegen. Wenn man einmal damit angefangen hat, kommt man kaum mehr davon los.

Dann braucht man eine größere Garage, dann einen zweiten Oldie, dann einen Teileträger, dann eine kleine Werkstatt, dann Werkzeug ohne Ende, dann evtl. ein Cabrio, dann eine große Werkstatt... dazu noch unendlich viel Zeit, erst im Auto, dann unter dem Auto, auf Treffen, auf Teilemärkten...

Wie gesagt, ich würde es mir überlegen, aber vermutlich ist der Bazillus schon vorhanden.

Viel Spaß mit dem neuen Hobby!

am 18. März 2011 um 19:48

Bazillus ist gut!!!! Genau das ist es. Und er ist ja soooo ansteckend!!!!!;)

Ich bin seit den 80ern infiziert und finde es toll!!!!

am 19. März 2011 um 6:50

Mich, bzw unseren NSU, hat aber auch schon in den Kasseler Bergen mal der Autothermatikus Generale erwischt. Blöde Sache.... Da konnte ich den Motor neu aufbauen.

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