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Ölwechsel 5,7L TBI

Themenstarteram 22. Juni 2009 um 21:17

Hi!

Bei mir steht am Wochenende ein Ölwechsel an. Ist nicht so, dass das der erste in meinem Leben ist, aber der erste an diesem Wagen.

Motor ist der 5,7L TBI (BJ88). Gibt's da was Besonderes zu beachten? Oder einfach nur Öl raus, Filter wechseln, Öl rein?

Keine Sachen wie "Immer neue Ablassschraube verwenden" oder sonst was?

Ich frage nur vorher nach, denn nachher ist man immer schlauer :)

Und noch etwas: Wieviel L Öl gehen rein, bzw. müssen rein? Weiss das jemand?

Danke & Gruß, Lukas.

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18 Antworten

Man sollte sich einerseits die Betriebsvorschriften dieser Motoren aus der Zeit anschauen, aus der sie stammen, und andererseits die Qualität der Öle von damals in Relation setzen. Das waren mineralische Öle als 15W40 mit Suffix SE oder SF, dafür aber grob 1200 ppm Zink und Phosphor. Mit diesem Öl würde jeder Motor perfekt laufen, der keinen Kat hat und von den Toleranzen darauf ausgelegt ist. Modernere Motoren brauchen dieses ZDDP nicht mehr so stark, da sie Roller Nockenwellen und gehärtete Ventilsitze haben, auch sind die Lagertoleranzen enger und das Material der Kolben ist anders und und und.

Also man kann es nicht in einen Topf werfen. Allgemein haben GM Produkta ab Ender der 80er Jahre eine Art Leichtlauföl vorgeschrieben, und das 5W30 gibt es auch sehr preiswert, es muss nicht Shell Helix sein (gibts das überhaupt noch?). Und das Ölwechselintervall wurde von 2500 km bei Geburt des small Block V8 immer wieder verlängert. Jeder hat hier sein eigenes Rezept, seine eigenen Richtlinien und ich kann euch sagen, ihr habt alle recht.

Solange der Motor gesund ist und normal behandelt wird, kann man hier fast alles einfüllen. Aber auch das beste Öl kann keine verschlissenen Kolbenringe und Ventilführungen reparieren. Also wenns raucht, liegt es nicht nur am Öl.

Eben, früher waren die Öle noch anders. Heute pulverisiert so gut wie jedes moderne Öl die Anforderungen die GM in den 80ern und frühen 90ern an die Öle gestellt hat. Bei meinen Small Blocks ist API SG gefordert. Jedes halbwegs brauchbare Öl ist mittlerweile bei SM/SN. Da hat sich in den letzten Jahren Dank diverser Additive viel getan. Auch was die Scherstabilität und Schaumbildung und so weiter angeht.

 

Damit tut man so einem Motor aus der Zeit nichts schlechtes.

Die TBI-Motoren von 1988 hatten zwar bereits besagte Zentraleinspritzung, aber noch keine Rollenstößel. Die Nockenwellen waren noch aus Gusseisen und hatten Gleitstößel. Somit empfiehlt sich ein Öl mit erhöhtem Anteil an Feststoffschmiermitteln. Das kann einerseits ZDDP sein oder auch MOS2. Solche Öle gibt es im Handel für Oldtimerzubehör.

Oder direkt als Zusatz aus der Flasche namens ZDDP oder diverse Öle, die einfach *schlechte* Spezifikationen haben, aber dafür genau richtig sind. Ich fahr ein Öl von Mannol, das hat *nur* SG, aber dafür an die 1000 ppm Zk+Ph, also ganz ok für eine flat tappet cam. Ich wiederhole mich gern, ich hatte in mittlerweile über 30 Jahren meines Hobbies noch NIE einen Schaden an der Nockenwelle.

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