Ölspuren auf den Straßen
In den letzten Wochen begegnen sie mir erstaunlicherweise gehäuft: Ölspuren auf den Landstraßen.
Auf meiner Hausstrecke über die schwäbische Alb auf mindestens drei Abschnitten mit einer Gesamtlänge von rund zehn Kilometern. Auf einem dreispurigen Überholabschnitt hat es ein Spezialist sogar geschafft, eine Strecke mehrfach zu fahren und dabei durchgehend sowohl die Überholspur als auch die rechte Spur vollzusauen.
Die Ölspuren, zumindest die, die mir heute wieder begegnet sind, wirken nicht frisch - es waren also keine glänzend schwarzen Spuren, eher dunkle, matte Spuren im Straßenbelag.
Dennoch stellt sich mir die Frage, wie weit geht denn da eigentlich die Verkehrssicherungspflicht der Behörden?
Kommen die Kommunen Ihrer Pflicht ausreichend nach, wenn sie Bindemittel drüber kippen und aufkehren?
Ich selbst habe noch nie die Erfahrung machen müssen, meine eigene Ölsauerei (auf öffentlichen Straßen) beseitigen zu müssen, aber ich vermute, würde ich soetwas pflichtbewusst melden, würde mir eine Nassreinigung in Rechnung gestellt, was ich zwar bedauerlich, aber verständlich fände.
Es wurde mir bereits in der Schule beigebracht, dass ein Tropfen Altöl eine Million Liter Trinkwasser verunreinigen kann.
Was mich, abgesehen vom genannten Umweltgedanken aber mindestens genau so beunruhigt ist die Tatsache, dass ich mich schwer damit tue, so eine scheinbar "Teilverwitterte" Ölspur einzuschätzen, welche Gefahr sie tatsächlich für's Mopped darstellt. Und da mir ein "portables Haftreibwertmessgerät" als Sonderausstattung an meinem Mopped fehlt, geht mir da regelmäßig der Stift.
Mich ärgern hier also zwei Dinge: Die Vollidioten, die mit ihren Schrottkisten ohne Umsicht kilometer lang durch die Gegend fahren, ohne zu bemerken, dass sie Öl verlieren und mich ärgern die Behörden, die soetwas nicht ordentlich beseitigen.
Aber vielleicht liege ich ja auch falsch und eine Ölspur lässt sich gar nicht vollständig beseitigen.
Jemand anwesend hier, der mir erklären kann, wie die üblichen Verfahrensabläufe bei der Beseitigung von Ölspuren auf Landstraßen sind? Was wird gemacht und wie? Wer entscheidet, welche Verfahren eingesetzt werden? Gibt`s da Richtlinien? Kurz: Ist das nach Abarbeitung der Kommunen nur noch ein optisches Problem oder sind solche Spuren so lange gefährlich, bis man sie nicht mehr sieht?
Die Vertreterin meiner Heimatstadt hat mir auf Nachfrage nur eine Larifari-Antwort gegeben, ich solle sowas der Polizei melden und die würden sich sowas dann "anschauen".
Beste Antwort im Thema
Zitat:
@GDIddle schrieb am 10. April 2018 um 19:39:20 Uhr:
Zitat:
@moppedsammler schrieb am 10. April 2018 um 19:28:18 Uhr:
Die Larifari - Antwort ist die einzig Richtige gewesen.....
Wenn einer eine derart breite Ölspur legt, steht er wenig später mit Motorschaden da. Denn da muss er sich die Ölwanne aufgerissen haben. Und dann ist es Aufgabe der Polizei abzusichern und zu ermitteln.
...die dann selten genug tatsächlich kommt und "sich das anguckt". Ich habe selbst erst vor wenigen Jahren in unserem Wohngebiet ("Spielstraße" - also verkehrsberuhigte Zone, mit Pflastersteinen belegte Fußgänger- und Verkehrszone) eine Ölspur gemeldet. Und das war definitiv eine ÖLSPUR und KEINE GÜLLE!. Lapidare Antwort: "Die ist in ein paar Wochen verschwunden". Hallo? Geht's noch?? Ich hätte ein Disziplinarverfahren wegen "Untätigkeit" anstrengen können (oder sollen), aber wie das so ist: Man möchte ja nicht als "Querulant" tituliert werden....
Das ist eine seltsame Diensteinstellung.
Aber ein Disziplinarverfahren kannst Du nicht anstrengen. Das kann nur der Dienstvorgesetzte.
Was Du machen kannst, ist eine Fachaufsichtsbeschwerde erheben.
Im Übrigen ist auch Gülle auf der Fahrbahn unzulässig und verlorene Ladung, was eine Ordnungswidrigkeit (§ 22 StVO) darstellt.
46 Antworten
"...tröpfchenweise sich über wenige Kilometer hinziehen". 🙄 aha
Tröpfchen ergeben also eine Ölspur. Ich will das jetzt nicht ausrechnen, aber wenn ein Traktor mit 30 km/h fährt und alle 10 Sekunden ein Tröpfchen mit 3 Milliliter Diesel verliert, ist das dann eine Ölspur, Umweltverschmutzung oder nur Haarspalterei 😕
Gegenfrage: Ist Dein Beitrag hier nicht gerade eine ebensolche Haarspalterei? Sorry, evtl. einfach mal drüber nachdenken....
Zitat:
@GDIddle schrieb am 17. April 2018 um 19:22:17 Uhr:
Gegenfrage: Ist Dein Beitrag hier nicht gerade eine ebensolche Haarspalterei? Sorry, evtl. einfach mal drüber nachdenken....
eben, einfach mal nachdenken !!!
Genau darum ging´s mir 🙄
Heute bin ich mal eine Variation meiner üblichen Strecke gefahren. Bei der B34 zwischen Dettelbach und Espasingen, wieder eine Ölspur, ca. 1 Kilometer. Da dort zufällig genau an der Stelle ein kommunaler Rasenmäh-Unimog gemäht hat, habe ich mal angehalten und die darauf angesprochen. Ja, das sähe wie Öl aus, ja es sähe nicht frisch aus und ja man leite es weiter. Tja.
Aber der Dettelbach ist ohnehin ein Thema für sich für Motorradfahrer. Für Moppeds netter, steiler und kurviger (sieht auf der Karte nicht so aus) Streckenabschnitt der K6100, die direkt zu einem der größten Obstanbaufelder im Bodenseegebiet führt (Zwischen Bodmann und Schanderied).
Über die Jahre müssen sich die Samen von den Obstplantagen ausgebreitet haben, so dass auf der K1600 verteilt am Straßenrand inzwischen lauter Äpfel, Quitten und Birnenbäue stehen. Da die niemand pflückt, lassen die Bäume ihr Obst im Spätsommer auf die Straße fallen, was dann zu großflächig platt gefahrenem Obst über die gesamte Fahrbahnbreite und seinen Folgen für den Straßenverkehr führt. Das ist auch nicht ohne, wenn man die Strecke nicht kennt.
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Ich kenne hier keinen Traktor wo sowas vorkommt. Ja kann passieren aber sehr sehr selten.
1stens hab die Leute da selber keinen Bock drauf und
2tens müssen die genauso zum Tüv wie andere auch.
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 17. April 2018 um 20:35:12 Uhr:
2tens müssen die genauso zum Tüv wie andere auch.
Du unterschätzt die Provinz. Als ich das Mopped meiner Mutter zur HU in der Werkstatt einen Tag vorher abgeben wollte, drückte mir der KFZ Meister (Erweiterte Familie; wie so häufig auf dem Dorf) eine HU Plakette in die Hand und meinte, ich kenne mich ja aus, ich solle selber kleben.
Mein empörter Protest über diese in meinen Augen unmögliche Vorgehensweise führte zu ernsthaftem Familienzwist, seit dem halte ich mich da raus und repariere nur noch bei Bedarf.
Diese Zeiten kenne ich hier auf dem Ländle aus der Vergangenheit, vor Jahren haben wir nur Papiere hin gelegt.
Das ist vorbei, die verlieren sofort die Zulassung und das war´s mit Tüven.
Wie gesagt, ich komm vom Ländle und ich kenne hier jedes Spielchen.😉
Und genau das war mein Kenntnisstand letzten Jahres. Dass so etwas inwzsichen nicht mehr so einfach gemacht würde. Deswegen war ich so überrascht. Ich war aber auch ziemlich sauer, weil meine Mutter 70 ist, sie langsam erkennbar unsicher wird was das Fahren allgemein, auch mir dem PKW angeht, und ihr Motorrad meiner Meinung nach deswegen gefälligst von einem Ingenieur überprüft werden sollte, insofern das Gesetz es vorschreibt und sie nicht zuletzt auch dafür zahlt und damit auch einen Anspruch darauf hat.
Ich ordne meine Arbeit une meine Kenntnisse nicht mal als Hobbyschrauber ein, ich bin Gelegenheitsschrauber, zwar Gewissenhaft, aber mit fehlt schlichtweg die Erfahrung, eine HU an einem Mopped auch nur annähernd so qualifiziert durchführen zu können wie jemand, der das jeden Tag macht.
Obwohl ich da auch in der Werkstatt, in der ich oft bin, beobachte, dass wenn der Vertreter der Prüforganisation da ist, dieser die Lenkkopflager der zu prüfenden Maschinen nicht jedes mal dezidiert prüft, insbesondere die Maschinen ohne Hauptständer mal auf den Seitenständer stellt. Da wird, so interpretiere ich das, auf den Werkstattmeister vertraut.
Das war vor ein paar Jahren das Thema an der Maschine meiner Mutter. Das Lenkkopflager hatte einen derart starken Rastpunkt, dass der Lenker nicht mal eingeschlagen ist, wenn man die Maschine auf dem Seitenständer joungliert hat. Das war extrem und in der HU ist es nicht aufgefallen. Ich habe das Lager dann direkt im Anschluss zur bestandenen HU erneuert.
Zitat:
@Natriumdampflampe schrieb am 17. April 2018 um 20:38:57 Uhr:
Zitat:
@KapitaenLueck schrieb am 17. April 2018 um 20:35:12 Uhr:
2tens müssen die genauso zum Tüv wie andere auch.Du unterschätzt die Provinz. Als ich das Mopped meiner Mutter zur HU in der Werkstatt einen Tag vorher abgeben wollte, drückte mir der KFZ Meister (Erweiterte Familie; wie so häufig auf dem Dorf) eine HU Plakette in die Hand und meinte, ich kenne mich ja aus, ich solle selber kleben.
Und ich hatte vor ein paar Jahren das Vergnügen, für einen Kumpel (mit Auto-Werkstatt) auf dem Landratsamt die neuen ASU-Plaketten zu holen und die alten abzugeben. Und jetzt klaffte zwischen Papieren und Plaketten eine Lücke von EINER (in Zahlen: 1) Plakette. Der hätte deshalb beinahe das Recht verloren, weiterhin ASU zu machen. War ein Höllen-Theater.
Und TüV-Plaketten hat der TüV bzw. die ähnlichen Organisationen, die hat noch nie eine KFZ-Werkstatt gehabt. Würde mich mal interessieren, wo der die herhatte. Evt. von einem abgemeldeten Fahrzeug? Jedenfalls war das Vorgehen auch in der tiefsten Provinz nie "Standart".
Na von einem faulen, korrupten Menschen der Zugang zu diesen Plaketten hat, hat er die!
Habe ich selber auch schon erlebt, da braucht es auch keine Provinz für.
Ich fahre ne runde, Wetter is 🙂
Du weißt aber schon daß man den Verbrauch jeder Plakette mit KFZ-Kennzeichen nachweisen muß? Und das stichprobenweise kontrolliert wird? Da tanzt dann einer auf ganz dünnem Eis.
Mitlerweile spielen bei solchen Sachen die Prüfer mit ihrer Existenz, kein Spruch. Die werden derart überwacht...
Ich kann das ganze Spiel doch auch von früher, hab 2 Bekannte die Prüf-Ings sind. Nutz mir heute gar nichts.
Bestenfalls ist der Ermessenspielraum etwas großzügiger, also wenns auf der Kippe zwischen geringem und erheblichem Mangel steht. Bremsen nicht ok? Massiver Ölverlust? Irgemnd was mit der Beleuchtung? Das sind nie geringe Mängel, auch beim Kumpel nicht.
Früher gabs auch schon mal TÜV ohne Prüfung, mit allem was dazu gehört, also Kleber, Stempel in den damals noch Schein und Prüfbericht. Prüfberichte gibts schon lange keine mehr, dann gabs auch keinen Stempel mehr und mittlerweile nicht mal mehr ne Plakette. Die wiederum gibs als "Nachbau", da kommt man noch ran wenns sein muss. Aber viel illegaler gehts dann auch schon nicht mehr. Und diese "Nachbauten" gibts natürlich auch nicht vom TÜV
Ja, ich weiß, hat ja auch ein Kennzeichen auf dem Prüfbericht eingetragen und abgestempelt usw.
Seit der Gerichtsverhandlung tanzt der auch nicht mehr, das Eis war zu dünn!
Der hat das aber viele Jahre gemacht, und er ist damit nicht allein.
Ich besitze auch einen 61 Jahre alten Traktor, wohne in der Provinz und ja die Dinger verlieren hier und da mal einen Tropfen Öl.
Aber durchgehende Ölspuren von Schleppern kenne ich nicht. Ohne Öl laufen die auch nicht.
Zitat:
@mk4x schrieb am 18. April 2018 um 12:17:33 Uhr:
Ohne Öl laufen die auch nicht.
Wenn ich an die Rauchwolken des Oldtimer-Traktors meines Nachbarns bedenke: Da kann kein Öl auf die Straße tropfen. So weit kommt das nicht....
Bei dem heißt es an der Tanke: Bitte Öl nachfüllen - und schauen sie auch nach dem Diesel.
Jedenfalls hat der kein Problem mit Feinstaub. Was der von sich gibt ist alles andere als Fein. Es besteht eher die Gefahr daß er mal einen mit seiner Rauchwolke erschlägt.....