Ölsorte Alfa Romeo giulia (Bj. 74)

Alfa Romeo

Hi,

Bei mir steht wieder ein Ölwechsel für meinen Alfa Romeo giulia super nuova (bj. 74).
Welches Öl verwendet ihr für eure giulia? laut Handbuch soll man 10w50 verwenden. Bei dieser viskosität finde ich jedoch nur Motorradöle...

Grüße
Heini

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 22. September 2020 um 21:11:03 Uhr:


Warum soll ein Vergaser mehr Benzin ins Öl bringen?

...weil die meisten Vergaser nicht Bedienungstolerant sind? 😉 Bei Webern, und die waren damals durchaus üblich, ist das sogar relativ extrem. Wenn man die Vergaser auf der Werkbank liegen hat und die Beschleunigerpumpen prüft, indem man die Klappen schlagartig öffnet, kommt ein ca. 60 Zentimeter langer Kraftstoffstrahl heraus. Das heißt, wenn jemand ein Vergaserauto "falsch" fährt, also permanent am "pumpen" ist, hauen die Dinger richtig was rein. Von vergessenen Chokes ganz zu schweigen.

Nach *dieser Aktion* hat das Öl gerochen als wäre man schon, übertrieben gesagt, 1.000 Kilometer gefahren. 😰

Ich wiederhole: soll jeder machen wie er denkt. Und wer 0 W 40 etc. im (Vergaser) Oldie fahren will, soll das tun. Ich mache es nicht und würde es auch nicht empfehlen.

Denn auch

Zitat:

Legierungen

können bei bestimmten Motoren ein Thema sein. Daher gilt: im Zweifel immer das nehmen, was in der ursprünglichen BA vorgesehen war oder von Leuten empfohlen wird, die sich mit bestimmten Motortypen auskennen oder intensiv befasssen.

34 weitere Antworten
34 Antworten

Hi
Ich habe etliche Vergaserautos,auch welche mit Weber Vergasern.Würde das Öl nach Benzin riechen,wäre etwas faul.Die Leute die damals (Auch im Vorkriegsbereich) die Sachen gebaut und entwickelt haben,haben gewusst was sie machen.
Traction Avant:
Ja,zum Glück gibt es das unlegierte 20W50.Hilft ungemein,grade bei den Vorkriegsmotoren.Nicht jeder Besitzer hat kapiert,das manche Autos bis Betriebstemperatur im Stand warmlaufen mussten wenn SAE 40 oder 50 im Motor waren.

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 22. September 2020 um 10:21:10 Uhr:


Vollsynthetische Öle gibt es seit den 1970er-Jahren.

Vollsynthetische Öle gibt es schon seit den 40er Jahren - in der DDR wurden sie mangels Verfügbarkeit von Erdöl aus Kohle hergestellt.

@kat2

Zitat:

@kat2 schrieb am 10. Oktober 2020 um 20:50:02 Uhr:


Vollsynthetische Öle gibt es schon seit den 40er Jahren - in der DDR wurden sie mangels Verfügbarkeit von Erdöl aus Kohle hergestellt.

Gab seit den 1940er-Jahren vollsynthetische Pkw-Motorenöle im Einzelhandel zu kaufen? Haben Tankstellen und Werkstätten es schon vor den 1970ern eingefüllt? (Das ist nämlich der Kontext dieses Threads).

Zitat:

Mobil Oil Corporation was the first company to introduce a PAO-bases synthetic lubricant. In 1973 Mobil began marketing a synthetic motor oil for use in automotive engines in overseas markets.

Quelle: Leslie R. Rudnick, Ronald L. Shubkin (Hrsg.): Synthetic Lubricants And High- Performance Functional Fluids, 1999

.

Zitat:

1973
Product: Mobil 1 synthetic motor oil is released in Europe
[...]
1974
Product: Mobil 1 synthetic motor oil is commercially introduced in the USA

Quelle:

mobil.com

Zitat:

Der elitäre Gleithelfer (Mobil-Oil-Slogan: "Härter, als Sie je fahren können"😉 war im Jahre 1973 unter dem Namen "Mobil SHC" auf den Markt gekommen*. Es war das erste vollsynthetische Motoröl für den Jedermann-Gebrauch
[...]
Die Firma Castrol brachte vor wenigen Wochen gleichfalls ein Synthetiköl ("Castrol Formula RS"😉 in den Handel.

Quelle:

Der Spiegel, 09.08.1976

Andere Quellen nennen Motul und das Jahr 1971. Amsoil behauptet von sich, 1972 das erste Vollsynthetik-Öl auf den Markt gebracht zu haben, das den API-Anforderungen genügte (Quelle). Diese Öle von Motul und Amsoil waren aber auf Ester-Basis, während das Mobil SHC von 1973 ein PAO-Öl war.

Aral erfand das erste vollsynthetische Motoröl aus Kohle schon 1939, aber für diesen Thread ist das irrelevant. Erst 1981 brachte die Aral ihr erstes halbsynthetisches Leichtlauf-Motoröl auf den Markt, das Aral Super LL.

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 9. Oktober 2020 um 19:15:59 Uhr:


...
Ja,zum Glück gibt es das unlegierte 20W50.Hilft ungemein,grade bei den Vorkriegsmotoren....

Belege mal mit Argumenten, warum ein beliebiges Baumarkt-15W40 nicht genau so gut ist für Vorkriegsmotoren.

Ähnliche Themen

Weil die in der Regel keine Oelfilter haben. Moderne legierte Oele sind so konzipiert, dass sie den Müll in der Schwebe halten, damit er vom Filter aufgefangen werden kann. Wenn aber kein Filter da ist, wird der Dreck immer wieder durch den Motor gepumpt.
Deswegen empfiehlt sich für solche Motoren ein unlegiertes Oel.

Nicht nur deswegen.Im Mercedes W 124 Forum gibt es ein interessantes Bild von einem Pleuellager.So sieht es dann aus,wenn (zu) zähes Öl,das zu gut 1/3 aus Chemie inklusive aggressiver Reiniger besteht,auf ein Lager mit hohem Bleianteil trifft.Das Lagermetall wurde gründlich aus den Stützrillen gewaschen,im Bereich um die Bohrung zum Pleuelbolzen wurden ganze Gänge ausgewaschen (Der TE schreibt so schön vom Borkenkäfer).
Und jetzt kippe ein Baumarktöl in einen Vorkriegs Alfa.Kannst du machen,solltest aber zuvor so 5 - 6 Richtige im Lotto gehabt haben.Denn auch Aluminium Blöcke,Köpfe u.A. werden sehr allergisch darauf reagieren.(Das selbe gilt auch fürs Kühlwasser.)

Zitat:

@Handschweiß schrieb am 11. Oktober 2020 um 13:52:10 Uhr:



Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 9. Oktober 2020 um 19:15:59 Uhr:


...
Ja,zum Glück gibt es das unlegierte 20W50.Hilft ungemein,grade bei den Vorkriegsmotoren....

Belege mal mit Argumenten, warum ein beliebiges Baumarkt-15W40 nicht genau so gut ist für Vorkriegsmotoren.

Ein Grund wurde bereits genannt. Die Schmutzpartikel können sich nicht an den vorgesehen Stellen absetzen sondern werden munter weiter durch den Motor gepumpt. Überdies enthalten moderne Formulierungen Additive, die bestimmte Metalle angreifen oder angreifen können. Von Dingen wie Schleuderschmierung fangen wir erst gar nicht an. Ich bin mir seit einiger Zeit sicher, dass die Hersteller unbeabsichtigt für Verwirrung gesorgt haben mit der Aussage, die Freigaben seien generell Abwärtskompatibel. Das mag häufig oder meistens zutreffen, aber eben nicht immer. Man muss das Thema nicht übermäßig verkomplizieren aber zu einfach sollte man es sich auch nicht machen. 😉

Und

Zitat:

zum Glück gibt es das unlegierte 20W50

ist auch wieder so eine Aussage weil sie suggeriert, dass alle 20W 50 unlegiert sind. Das stimmt aber nicht. Es gibt sogar welche mit API SN (!). Es gilt also nach wie vor: Augen auf beim Motorenölkauf 😁

Durch die ständige Weiterentwicklung wird es auch künftig wichtig sein, die richtige Ölsorte zu wählen. In 30 Jahren ist ein DPF Öl mit abgesenktem HTHS wahrscheinlich auch ein "Classic" Produkt.

Ich würde vorsichtig vermuten, dass Motoren die zwischen 1980 und 2000 gebaut wurden relativ unempfindlich sind was das zu verwendende Öl angeht. Alles was davor war oder danach kam wieder nicht. So empfinde ich es zumindest

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 11. Oktober 2020 um 16:40:05 Uhr:


Im Mercedes W 124 Forum gibt es ein interessantes Bild von einem Pleuellager.So sieht es dann aus,wenn (zu) zähes Öl,das zu gut 1/3 aus Chemie inklusive aggressiver Reiniger besteht,auf ein Lager mit hohem Bleianteil trifft.Das Lagermetall wurde gründlich aus den Stützrillen gewaschen,im Bereich um die Bohrung zum Pleuelbolzen wurden ganze Gänge ausgewaschen (Der TE schreibt so schön vom Borkenkäfer).

Vielleicht sollte man dazu nicht unterschlagen, dass besagter Motor 500.000 km hinter sich hat und dass der TE behauptet, über 260.000 km ein "

Oldtimer Öl

" gefahren zu haben. Woher stammt die Info, dass das benutzte Öl "

zu gut 1/3 aus Chemie inklusive aggressiver Reiniger besteht

"? In dem Thread steht das nämlich nicht. Mir wäre auch neu, dass ein W124 keine Öle mit zeitgemäßem Additivpaket vertragen würde. Problematisch ist eher die Viskositätslage 20W, die bei Kaltstarts und in der Warmlaufphase eine schnelle Durchölung verhindert.

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 11. Oktober 2020 um 16:40:05 Uhr:


Und jetzt kippe ein Baumarktöl in einen Vorkriegs Alfa.

Um welches Baujahr ging es in diesem Thread? Ist mit "Vorkrieg" der 1. Golfkrieg (1980–1988) gemeint?

Tazio hat schon recht: wir sollten uns weitestgehend am Motor des TE orientieren. 😉

Es gibt gewisse Dinge die sich halbwegs pauschalisieren lassen, andere wieder nicht. Ich bin bekanntlich ein "aufdemkraftstoffeintragherumreiter" 😉. Ein Problem, das VW vor nicht all zu langer Zeit bei Kurzstreckenbetrieb hatte. Erinnere mich nur nicht mehr an den Motor.

Durchölung ist bei Motoren die mit extrem niedrigen Temperaturen zu haben durchaus ein Thema. Bei Sommerfahrzeugen eher nicht.

Hätte ich wohl besser schreiben sollen "Zum Glück gibt es unlegiertes 20W50" ? Wenn ich doch nur daran gedacht hätte das diese Formulierung sooo schwer zu verstehen ist !!!
Und 20W60 ist KEIN Oldtimeröl.Habe die Güte und schau mal nach,aus was ein 20W60 besteht.UND für welche Motoren es empfohlen wird.Soll ich stark bleihaltige Lagermaterialien und Stützrillen erklären ? (Das Bild ist sehr klein,soll ich ein grösseres malen ?)
Jemand wollte wissen,warum ein modernes 15W40 für Vorkriegsmotoren nicht geeignet ist.`tschuldigung das ich "Vorkrieg" nicht genau definiert habe,manchmal setzt ich halt viel zuviel Voraus.Damit ist der Zweite Weltkrieg gemeint (1939 - 1945 ) !!!

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 11. Oktober 2020 um 21:39:15 Uhr:


Hätte ich wohl besser schreiben sollen "Zum Glück gibt es unlegiertes 20W50" ? Wenn ich doch nur daran gedacht hätte das diese Formulierung sooo schwer zu verstehen ist !!!

Ja, die Formulierung wäre im Kontext unseres Gespräches besser gewesen. 😉 Wir sind doch hier nicht am Stammtisch nach 10 halbe Bier. 😉 Alles gut. Es gibt hier einige Foristen die froh sind, fernab des großen Ölthreads auf MT, das Thema auch sachlich besprechen zu können. Zumindest im Bezug auf unser geliebtes Altblech. 🙂

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 11. Oktober 2020 um 21:39:15 Uhr:


Und 20W60 ist KEIN Oldtimeröl.Habe die Güte und schau mal nach,aus was ein 20W60 besteht.UND für welche Motoren es empfohlen wird.

Nun denn:

Zitat:

Classic SAE 20W/60 Premium
Hochlegiertes HD-Mehrbereichs-Motorenöl für Oldtimer mit Ölfilter.

WAGNER Classic SAE 20W/60 Premium ist speziell auf klassische Fahrzeuge und Motorräder mit Ölfilter abgestimmt. WAGNER Classic SAE 20W/60 Premium ist auch geeignet zur Schmierung von Motoren und Getrieben mit Ölbadkupplungen klassischer Motorräder, Dieselmotoren und für Motoren, die Motorenöle mit einem hohen Anteil von Zink-Additiven benötigen.

(

Quelle

)

-------------------------------------

Zitat:

Millers Oils Motoröl 20W-60

Ideal für ältere Motorsportfahrzeuge, wie z.B. Aston Martin, Jaguar, Triumph und Austin Healey. Ebenfalls sehr gut geeignet für historische Ford Formelwagen und amerikanische Fahrzeuge mit V8-Motor.

(

Quelle

)

-------------------------------------

Zitat:

Penrite Classic Light 20W/60

CLASSIC LIGHT ist ein Öl von höchster Qualität, SAE 20W-60, mit einem hohen Zinkgehalt, entworfen geringe Waschkraft speziell für Fahrzeuge mit Benzin- und Diesel produzierten zwischen 1950 und 1989.

(

Quelle

)

-------------------------------------

Zitat:

Veedol Motor Oil HD 20W-60

Veedol Motor Oil HD 20W-60 ist ein Mehrbereichs-Motorenöl für Oldtimer und Youngtimer auf Basis ausgesuchter mineralischer Grundöle. Durch die sorgfältige Auswahl dieser Öle und die hervorragende Abstimmung der Additivierung erreicht dieses Motoröl durch die milde Legierung folgende Eigenschaften:

- hervorragende Materialverträglichkeit
- ein niedriger Verdampfungsverlust und die spezielle Viskositätslage sorgen für geringen Ölverbrauch
- eine hoher Zinkgehalt sorgt für einen sicheren Verschleiß-Schutz
- verhindert zuverlässig das Verkleben, Verlacken oder Verkoken von Zylindern, Kolben und Ventilen
- auch bei hohen Temperaturen hervorragend geeignet

Von Vedol empfohlen für:
Speziell für Fahrzeuge, die ein besonders mild legiertes Motorenöl benötigen.

(Quelle)
-------------------------------------
Habe die Güte und informiere Dich bitte, bevor Du Behauptungen aufstellst, die so nicht stimmen.

Dynolite 20W-60

Und was ist verantwortlich für den weiten Viskositätsbereich ? Voodoo ?( NEIIIIN,nicht Veedol !!! ) Du solltest wissen,das "Mild Legiert" sich nur auf bestimmte Zusätze bezieht.Und über das Zusammenwirken von Öldruck im Lager,hochviskoses Öl,Strömungsgeschwindigkeit und,zwar wenige,Reinigungsmittel gibt es hübsche Abhandlungen.Der im 124er Forum geschilderte Schaden ist nicht selten.Darüber sollte man schon informiert sein.
Und,Asche auf mein Haupt,ich glaube keine Werbeversprechen.Diese sind als "Informationsquelle" doch eher zweifelhaft.( Dann würde ich auch an Bio-Knoblauch aus China glauben.Wer den Vergleich nicht versteht,bitte überspringen und keinen Beitrag "Was hat Knoblauch mit Öl zu tun ???" verfassen.).Ich kenne keinen normalen Motor der 60er Öl verlangt.Es gaukelt einen hübschen Öldruck vor.Zeitweise.I.d.R. bis zum Verkauf. (Natürlich des Autos !! Nicht das es wieder Missverständnisse wg.unklarer Formulierung gibt ;-)) )

Zitat:

@M.U.M.M. schrieb am 12. Oktober 2020 um 18:55:04 Uhr:


Ich kenne keinen normalen Motor der 60er Öl verlangt.

BMW S 54 bzw. Motoren der M GmbH. Zumindest in Europa / Deutschland.

Zitat:

ich glaube keine Werbeversprechen

Ich kann davon keine erkennen sondern eher Produktbeschreibungen.

Wenn man das Thema möglichst unsachlich und mit reichlich Polemik gespickt diskutieren möchte, ist man seit Jahren *HIER* bestens aufgehoben. 🙂 In diesem Thread versuchen wir dem TE zu helfen und ggf. selbst noch etwas zu lernen. 🙂

Zitat:

@tazio1935 schrieb am 10. Oktober 2020 um 22:20:15 Uhr:



Zitat:

@kat2 schrieb am 10. Oktober 2020 um 20:50:02 Uhr:


Vollsynthetische Öle gibt es schon seit den 40er Jahren - in der DDR wurden sie mangels Verfügbarkeit von Erdöl aus Kohle hergestellt.

Gab seit den 1940er-Jahren vollsynthetische Pkw-Motorenöle im Einzelhandel zu kaufen? Haben Tankstellen und Werkstätten es schon vor den 1970ern eingefüllt? (Das ist nämlich der Kontext dieses Threads).

Ja, es hieß damals Leuna- bzw. Buna-Öl und kam aus den entsprechenden Werken. Weiter synth. Öl aus dem Hydrierwerk in Zeitz. Dazu gab es auch noch Mineralöl aus Lützkendorf (später unter dem Namen "Addinol"😉. Mit der allgemeinen Umstellung auf Erdöl als Rohstoff wurden die Syntheseöle aber nicht mehr in Kraftfahrzeugen verwendet.
Damals durften synth. und mineralische Öle nicht gemischt werden - was heute ja nicht mehr gilt.

Deine Antwort
Ähnliche Themen