Öl aus der Werkstatt - mit Blattgold veredelt oder wie kommen die auf die Preise?
Guten Tag, ich bin gerade etwas erstaunt ob der Rechnung der Werkstatt meiner Wahl.
Die Geschichte dazu: Ich habe meine Kiste einwintern lassen. Und jetzt habe ich mir Zusatzservice aufschwatzen lassen, Ölwechsel.
Dann kam die Rechnung. (nein, über das Öl hatten wir vorher nicht gesprochen. Über so ziemlich alles andere, aber nicht übers Öl, ich habs auch einfach vergessen).
Für knapp drei Liter Öl haben sie sagenhafte 56,23€ berechnet. Also ca. 19€ pro Liter. Das gleiche ÖL (Fuchs Silkolene Super 4 10W-40) gibts im Netz für knapp die hälfte. Einfach mal gegoogelt, jetzt nicht lang verglichen, vlt gehts auch noch günstiger...keine Ahnung, ist auch wurst.
Das ist natürlich eine schöne Spanne und ich fühle mich (da dieser absurde Preis vorher auch nicht abgesprochen war) dezent übers Ohr gehauen.
Was soll ich machen? Kann ich das Öl wieder abpumpen und Ihnen zurückgeben? Oder einfach mal das Thema freundlich ansprechen? Ist ja keine gute Werbung...ich wäre das letztes mal da.
So jetzt erstmal eine paffen und abregen...
Grüße
Beste Antwort im Thema
Und was war an deinem Beitrag jetzt lehrreicher, als an den anderen? LG
61 Antworten
Zitat:
@susireiter schrieb am 25. Januar 2016 um 20:31:33 Uhr:
Menge ja, aber Sorte sicher nicht. Macht ja auch keinen Sinn, wird ja entsorgt.Zitat:
@kandidatnr2 schrieb am 25. Januar 2016 um 20:15:42 Uhr:
Bis zur Höhe der abgegebenen Menge - und nur die Sorte, die der Händler führt.Umweltbundesamt:
Doch Sorte. Wenn der Anbieter kein Getriebeöl oder ATF oder andere Hydrauliköle führt, muss er diese Öle auch nicht zurücknehmen.
Ja, aber er muß sie doch erst verkaufen können, um sie zurücknehmen zu können.
Ölwechsel Motor = Rücknahme Motoröl entspr. Menge
Getriebeölwechsel = Rücknahme Getriebeöl entspr. Menge
Er muss doch nicht wechseln. Er muss nur verkaufen.
Beispiel Baumarkt. Verkauft kein Getriebeöl, sondern Motoröl. Muss Getriebeöl nicht zurücknehmen.
Ich bezweifle allerdings, dass das dort jemand unterscheiden kann.
Zitat:
@kandidatnr2 schrieb am 25. Januar 2016 um 21:07:09 Uhr:
Er muss doch nicht wechseln. Er muss nur verkaufen.
hab ich doch geschrieben 😉
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Solange es im Ölkanister ist, nimmt der Baumarkt alles an...
Hier im Real wird man zwar immer komisch angeguckt, wenn man denen den 5l-Kanister samt Kassenbon auf die Theke stellt. Hat sich aber noch nie wer ernsthaft quergestellt.
Was die Ölpreise angeht, ist das halt die freie Preiskalkulation der Werkstätten.
Da der Kunde im Regelfall nicht fragt und auch nachher nicht meckert, können die die hohen Preise nehmen. Genauso wie 3€ für nen Liter Scheibenwischwasser.
Dagegen hilft nur vorher fragen und ggf. verhandeln oder selbst mitbringen.
Logisch hab ich nicht Äpfel mit Birnen beim Preis verglichen - ich kann mir leider nur einen kleinen VW leisten, der braucht und bekommt kein Titanium 0W40. Ist das Castrol EDGE FST für Fahrzeuge mit verlängertem Ölwechselintervall. Laut Kanister:
Das beste Öl von Castrol: Für maximale Performance.
Öl ist top-aktuell hergestellt. Das Titanium bekommst du nicht in den von VW vorgeschriebenen 5W30.
Zitat:
@PeterBH schrieb am 25. Januar 2016 um 21:18:12 Uhr:
Das Titanium bekommst du nicht in den von VW vorgeschriebenen 5W30.
Nein ?
Das sollte man
denenmal sagen. 😉
Ist für Deinen "kleinen VW" (Touareg, wenn ich es recht weiß) auch günstiger, als 0W40.
Probiers mal, ich habe subjektiv festgestellt, dass der Motor des SLK mit dem Edge Titanium wesentlich leiser und ruhiger lief.
Subjektiv.
Ich habe nämlich keine Ahnung von Öl. Deshalb schaue ich in die Bedienungsanleitung. Und Mercedes schreibt für den Kompressormotor ein 0W40 Öl vor. Daneben steht eine ellenlange Nummer und die passt irgendwie zu dem Titanium 0W40. Also habe ich das gekauft. Gibt es auch im Hela Autopark, da hätten 6 Liter aber 30 Euro mehr gekostet.
Für meinen Diesel gibt es auch ein spezielles Öl, mit "dpf" hinter der Nummer (ja, ich weiß, was das heißt) Da gibt es ein passendes, preiswertes Öl vom Baumarkt. In die C-Klasse passen auch 6 Liter Öl.
Da lohnt sich vergleichen durchaus. MB-Werkstatt kommt nicht in Frage. Zu teuer. Nicht nur beim Öl. 🙄
Aber eigentlich sind wir ja in einem Motorradforum. Die Ansprüche an Motorradöle sind andere, als die beim Auto, weil meist das Getriebe mit demselben Öl versorgt wird. Ich denke, dieses preiswerte Öl von Mannol ist da geeignet. Und bei knapp unter 2,50 Euro pro Liter auch nicht überteuert.
Zitat:
@PeterBH schrieb am 25. Januar 2016 um 16:59:16 Uhr:
In einer anderen PKW-Werkstatt wurde mir erklärt, bei mitgebrachtem Öl würde die Entsorgung des Altöls 1,- €/l berechnet.
Da würde ich mal genauer nachfragen, welche Entsorgungskosten hier genau anfallen - da die Werkstatt das Altöl ja selbst an den Entsorger weiterverkauft...
Zitat:
@GDIddle schrieb am 25. Januar 2016 um 19:07:14 Uhr:
Altöl muss von den Werkstätten kostenlos entgegengenommen werden.
Hier bist du falsch informiert!
Die Werkstatt muss lediglich Altöl in der Menge zurücknehmen, die sie auch an dich verkauft hat...hast du das Öl nicht von der Werkstatt, muss sie dieses auch nicht annehmen!
(AltölV §8 Abs. 1a)Ich hätte noch nie erlebt, daß irgend einer bei der Altöl-Rückgabe irgend welche Fragen gestellt hätte. Ihr diskutiert glaub wieder Sachen, die nicht relevant sind.
Wichtig in dem Zusammenhang: Altöl darf KEINESFALLS mit alter Bremsflüssigkeit vermischt werden. Kommt also bitte nicht auf die Idee, eure alte Bremsen-Soße auf die Art zu entsorgen. Das kann richtig Ärger geben, weil dann ein Öl-Recycling kaum noch möglich ist.
Zitat:
@MagirusDeutzUlm schrieb am 25. Januar 2016 um 23:12:15 Uhr:
Da würde ich mal genauer nachfragen, welche Entsorgungskosten hier genau anfallen - da die Werkstatt das Altöl ja selbst an den Entsorger weiterverkauft...Zitat:
@PeterBH schrieb am 25. Januar 2016 um 16:59:16 Uhr:
In einer anderen PKW-Werkstatt wurde mir erklärt, bei mitgebrachtem Öl würde die Entsorgung des Altöls 1,- €/l berechnet.
Wenn er dort kein Öl kauft, muss die Werkstatt auch kein Altöl entgegennehmen.
Tut sie dies dennoch, dann kann sie frei kalkulieren, wie viel sie dafür berechnet.
Im Zweifelsfall kann er das Altöl ja an den Elektronikbuchthändler senden, wo er sein Öl gekauft hat.
Zitat:
@Softail-88 schrieb am 26. Januar 2016 um 07:39:41 Uhr:
Ich hätte noch nie erlebt, daß irgend einer bei der Altöl-Rückgabe irgend welche Fragen gestellt hätte. Ihr diskutiert glaub wieder Sachen, die nicht relevant sind.
Zitat:
Abgabestellen für Altöl
Jede Gemeinde verfügt über Abgabestellen in denen Sie ihr Altöl und auch alte Fahrzeugteile entsorgen können. Anders als bei der Rückgabe beim Händler ist die Entsorgung bei Sammelstellen oder Recyclinghöfen meist ab einer gewissen Menge kostenpflichtig. Die Rückgabe haushaltsüblicher Mengen, das sind beim Altöl etwa 20 Liter, ist hingegen meistens kostenfrei möglich. Adressen und Öffnungszeiten der Abgabestellen finden Sie auf den Internetseiten Ihrer Stadt oder Gemeinde
- See more at: http://www.kfz.de/.../#sthash.Nf8oUsJp.dpuf
Quelle: kfz.de
Ich habe es einmal erlebt, dass mir ein Mitarbeiter des Recycling-Centers einen Vortrag hielt, ich solle mein Altöl gefälligst da entsorgen, wo ich es gekauft habe. Meine Aussage, es sei aus dem online-Handel und das ginge nicht, war ihm "egal".
Ich habe ihn gebeten, mir schriftlich zu bestätigen, dass er das Öl nicht annimmt, damit ich beim zuständigen Dezernenten des Landkreises nachfragen kann, da nach meiner Kenntnis der Landkreis am Verkauf des Altöls Geld verdient.
Daraufhin war er gerne bereit, das Öl anzunehmen. Der Baumarkt (Hela) wollte immer eine Quittung, dass das Öl von ihnen ist. Das hat sich aber gegeben, da mich die Mitarbeiter mittlerweile kennen. Quittungen vom Öl aufheben, das ich ein halbes Jahr zuvor im Angebot gekauft habe, ist nicht meine Stärke.
Zitat:
@Nr.5 lebt schrieb am 26. Januar 2016 um 08:16:04 Uhr:
Tut sie dies dennoch, dann kann sie frei kalkulieren, wie viel sie dafür berechnet.
Das ist korrekt!
Dennoch kann man Nachfragen, wofür hier angebliche anfallende Kosten in Rechnung gestellt werden!
Zitat:
Im Zweifelsfall kann er das Altöl ja an den Elektronikbuchthändler senden, wo er sein Öl gekauft hat.
Im Amazonas gekauftes Öl, kann gegen Vorlage der Rechnung bei ATU kostenfrei entsorgt werden.
Zitat:
@moppedsammler schrieb am 26. Januar 2016 um 08:49:28 Uhr:
Ich habe es einmal erlebt, dass mir ein Mitarbeiter des Recycling-Centers einen Vortrag hielt, ich solle mein Altöl gefälligst da entsorgen, wo ich es gekauft habe.
Die zuständigen kommunalen Entsorger sind nicht verpflichtet Alt-Motoröl anzunehmen!
Gerade unter dem Umstand dass Hobbiebastler das Zeug gerne mit anderen Flüssigkeiten zusammenschütten, gibt es immer mehr Entsorger die auf die Rücknahmeverpflichtung des Handels verweisen und Altöl nichtmal gegen Bezahlung annehmen...
Insofern sollte man vorher abklären ob man beim örtlichen Wertstoffhof Altöl abgeben kann.
Hach, war das angenehm bei meinem Jeep. 15W40 reingeknallt und gut. Nichtmal mein neuer Rasenmäher mag das mehr haben...
Nochmal kurz zurück zur Altölentsorgung. Diese ist geregelt in § 8 der Altölverordnung vom 1. Mai 2002. Dort heißt es sinngemäß:
".... So sieht die Altölverordnung vor, dass Motoren- und Getriebeöle nur verkauft werden dürfen, wenn an Ort und Stelle oder in unmittelbarer Nähe eine Annahmestelle für Altöl existiert.
Wird z B. Motoröl in einem Warenhaus verkauft, muss dort auch die gleiche Menge Altöl kostenlos zurückgenommen werden. Geschieht die Rücknahme dort nicht, so muss deutlich ein schriftlicher Hinweis auf die nächstgelegene Annahmestelle für Altöl hinweisen. Diese Altöl-Annahmestelle muss sich in unmittelbarer Nähe befinden...."
Nach meiner Auffassung heißt das konkret:
1. Altöl MUSS dort kostenlos angenommen werden, wo Öl verkauft wird.
2. Altöl KANN auch an anderen Annahmestellen kostenlos abgegeben werden.
3. Annahmestellen müssen nicht zwangsläufig Verkaufsstellen sein.
4. Aus dem § 8 der Altölverordnung lässt sich meiner Meinung nach KEINE Rechtfertigung ableiten, zur Entsorgung des Altöls Gebühren zu verlangen.
Nach meiner bisherigen Erfahrung hat trotz Anlieferung von Eigenöl noch KEINE Werkstatt oder Tankstelle Gebühren für die Entsorgung verlangt. Erst neulich habe ich einen kleinen Kanister (5l) in einer Tankstelle kostenlos abgegeben. Ebenso hat meine Werkstatt beim Ölwechsel im Auto mit Eigenöl keine Gebühr in Rechnung gesetzt.
Zitat:
@GDIddle schrieb am 26. Januar 2016 um 10:34:28 Uhr:
...4. Aus dem § 8 der Altölverordnung lässt sich meiner Meinung nach KEINE Rechtfertigung ableiten, zur Entsorgung des Altöls Gebühren zu verlangen.
...
Zitat:
(1a) Die Annahmestelle muss gebrauchte Verbrennungsmotoren- oder Getriebeöle bis zur Menge der im Einzelfall abgegebenen Verbrennungsmotoren- und Getriebeöle kostenlos annehmen. Sie muss über eine Einrichtung verfügen, die es ermöglicht, den Ölwechsel fachgerecht durchzuführen.
Mit anderen Worten: Willst du mehr abgeben als du gekauft hast, sind sie zur Abnahme nicht verpflichtet bzw. können sie für darüber hinaus gehende Mengen Gebühren verlangen.