ForumBiker-Treff
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Öl auf heißen (Feuer-)Stuhl?

Öl auf heißen (Feuer-)Stuhl?

Themenstarteram 15. März 2009 um 17:25

Mich würde mal interessieren, was ist eigentlich der Unterschied zwischen einem teueren Motoröl das speziell für Motorräder mit 4-Takt-Motoren angeboten wird, und einem Markenöl (laut Beschreibung entspricht es den Spezifikationen der meisten PKW-Hersteller) das im Baumarkt für einen Bruchteil dessen angeboten wird. Riskiert man hier einen Motorschaden, oder ist das nur Geldschneiderei? Wie ist Eure Meinung? Ich denke mal an Leute, die mit ihren Motorrädern auf große Weltreise gehen, und dabei in Regionen vorstoßen, in der Tankstellen mindestens genauso selten sind wie das Motorrad auf dem sie sitzen.

Ähnliche Themen
13 Antworten

Der Hauptunterschied ist die Gewinnspanne!

Du kannst das Auto-Öl auch nehmen, wenns eine entsprechende Qualität besitzt macht das dem Motor nix.

Das Problem bei Motorräder ist, dass sie im Gegensatz zu Auto meist eine Nasskupplung haben, d.h die Kupplung läuft im Ölbad. Wenn du Pech hast sind in dem Auto Öl Additive enthalten mit denen die Kupplung nicht zurecht kommt, dann kann sie durchrutschen oder im Extremfall quellen die Beläge auf und gehn kaputt.

Motorradöle sind eben speziell für den Einsatz mit Nasskupplung entwickelt (JASO-Norm), das ist eigentlich der wesentliche Unterschied. Motorradöl ins Auto kippen geht problemlos, andersrum eben nicht immer.

Hi

Ein wesentlicher Unterschied zwischen den Ölen ist die Additierung. Und wie schon richtig bemerkt wurde, sollte man Autoöle nicht so ohne weiteres in einen Motor mit Ölbadkupplung schütten, da sie Reibwertminderer enthalten, die z.T. aus Festschmierstoffen bestehen und damit zu rutschenden Belägen führen können.

Wenn man bei den üblichen Verdächtigen wie HG oder L mal schaut, bekommt man dort die Hausmarken in hervorragenden Qualitäten zu einem vernünftigen Preis, der nicht über dem von vernünftigem Autoschmierstoff liegt. Deswegen würde ich damit keine Experimente machen, wenn es sich vermeiden läßt!

Wenn man allerdings in einer Gegend rumfährt, wo man nicht so ohne weiteres an Mopedöl herankommt, ist man da sicher auch mit einem Moped unterwegs, das nicht zwingend irgendeinen Hochleistungssaft braucht. Da reicht dann auch ein relativ günstiges niedriglegiertes Öl, da der wesentliche Leistungsunterschied der Additierung sich vor allem dann bemerkbar macht, wenn der Motor Höchstleistung bringen muss. Für die normale gemütliche Ausfahrt mit Oma am Sonntag reicht immer in jedem Motor der billigste Saft!

Wegen dem Schwebstoffeintrag und der Versäuerung des Öls im Motor sollte man die billige Brühe, die das dann vielleicht nicht so gut binden kann, dann vielleicht ein bissel häufiger wechseln.

 

Grmpf... ein Philosophie - Fred... hier kann man sich nur in die Nesseln setzen, denn ich glaube, da gibt es fast so viele Meinungen wie Motorradfahrer.

Deshalb maße ich mir nicht an, zu wissen, was das Richtige ist...

aaaber:

Nach dem Hinweis eines Freundes, dem ich ein entsprechendes Fachwissen unterstelle, praktiziere ich seit etwa 20 Jahren Folgendes:

1.: Ich kaufe (im Baumarkt) ein Mehrbereichs - Mineralöl, welches günstig ist und eine nicht zu niedrige Spezifikation aufweist, heute mindestens API SF bzw. CE. Da kostet der Liter zwischen 3 und 4 Euro.

2. Ich kaufe immer gut 30 Liter im Angebot.

3. Ich kippe dieses Öl in alle Fahrzeuge, die ich habe, bzw. die neu hinzukommen, denn jedes "neue" Mopped bekommt zuerst frisches Öl und einen neuen Ölfilter (und neue Zündkerzen)

Anders ist das gar nicht möglich, sonst hätte ich bei 11 aktuellen Moppeds und 3 PKW vierzehn verschiedene Kanister rumstehen. Wenn also nachgefüllt oder gewechselt werden muss, passt das immer.

Ich habe in diesen mehr als 20 Jahren niemals Probleme mit rutschenden Kupplungen oder anderen "ölbedingten" Auffälligkeiten gehabt, egal ob im Porsche 944 S2, im VW Polo Diesel, in einer GSX-R 750 Slingshot, Einzylinder - Enduros, die ich hatte, der BMW, den Kawasakis... in den letzten 4 - 5 Jahren bestimmt 40-50 verschiedene Fahrzeuge. Daher sehe ich keinen Grund, an dieser Praxis was zu ändern.

Eine Ausnahme bildet der -relativ neue- C 220 CDI, da wird von der Vertragswerkstatt das reingekippt, was Mercedes für aufgeladene Diesel mit Rußpartikelfilter vorschreibt. Das hat aber im Wesentlichen mit der Garantie zu tun.

Dabei musst Du auch berücksichtigen, dass ich einen Oldie - Fuhrpark habe. Außer dem Mercedes ist der VW Polo (1996) das "jüngste" Fahrzeug.

Im Übrigen prophezeie ich diesem Fred wenigstens 100 posts...:D:D:D

Das Thema Öl wurde schon x-mal in Freds behandelt, z.B. weil 'ne Kupplung durchrutschte. Da hat sich bei den Yamahas mal einer eingebracht, der auf seiner website das Thema sehr gut behandelt hat.

Der Mann ist Berufsbeamter, also verdient damit keine Kohle, deshalb kann ich den Link ruhigen Gewissens posten:

www.fredis-garage.de

Ich finds interessant...

 

 

Hallo,

ein weiterer Unterschied ist, daß bei den meisten Möppies das Getriebe mit im Motoröl läuft. Zwischen den gerade arbeitenden Zahnrädern ist das Öl enormem Druck ausgesetzt, den Auto-Öl auf längere Sicht nicht aushält.

Die BMW GS als Reisenden-Untersatz hat Trockenkupplung und extra Getriebeöl.

Andreas

Zitat:

Original geschrieben von angoldor

Hallo,

ein weiterer Unterschied ist, daß bei den meisten Möppies das Getriebe mit im Motoröl läuft. Zwischen den gerade arbeitenden Zahnrädern ist das Öl enormem Druck ausgesetzt, den Auto-Öl auf längere Sicht nicht aushält.

Die BMW GS als Reisenden-Untersatz hat Trockenkupplung und extra Getriebeöl.

Andreas

...womit Du mich genau an das erinnerst, was ich bei diesem "Fredi" gelesen habe und -wenngleich logisch- nie in Betracht zog: Gerade das im gleichen Öl laufende Getriebe "zerschreddert" und "zerquetscht" die langkettigen Moleküle der Erdölpampe schneller als beim Auto oder eben bei der BMW (und anderen Motorrädern mit separiertem Getriebe)... aber ich wage mich hier auf ein Terrain, wo ich mich besser raushalte, zu wenig Ahnung der Sammler da hat... :(

Hier noch der genaue Link zum "heißen Thema Öl" bei Alfred Vorbeck. (muss ich jetzt selbst nochmal lesen...)

 

http://www.fredis-garage.de/.../...d-OEl-ein-heisses-Thema-Teil-1.html

Zitat:

Original geschrieben von moppedsammler

 

..................Nach dem Hinweis eines Freundes, dem ich ein entsprechendes Fachwissen unterstelle, praktiziere ich seit etwa 20 Jahren Folgendes:

1.: Ich kaufe (im Baumarkt) ein Mehrbereichs - Mineralöl, welches günstig ist und eine nicht zu niedrige Spezifikation aufweist, heute mindestens API SF bzw. CE. Da kostet der Liter zwischen 3 und 4 Euro.

2. Ich kaufe immer gut 30 Liter im Angebot.

3. Ich kippe dieses Öl in alle Fahrzeuge, die ich habe, bzw. die neu hinzukommen, denn jedes "neue" Mopped bekommt zuerst frisches Öl und einen neuen Ölfilter (und neue Zündkerzen)

Anders ist das gar nicht möglich,...................................

Ich halte das im Prinzip bei meinem "Fuhrpark" genauso, ich bestelle immer das Oel bei Fuchs in 20-L-Gebinden, aber nicht expliziet für Auto und Motorrad, sondern reine Autooele. Nur die Spezifikation unterscheidet sich, für die Pkw 5 W 40, für die Motorräder 10 W 40.

Wenn man mit der Oelbadkupplung keine Probleme bekommt kann man das auch bedenkenlos tun. Ich fahre beispielsweise meine Vmax von Anfang an mit diesem Oel und bin jetzt bei 88.000 km (rund) ohne Probleme. Bisher kein messbarer Oelverbrauch, keine ungewöhnlichen Geräusche, keine Schäden und volle Leistung.

Baumarktoele werden höchst wahrscheinlich auch gute Qualität aufweisen, wie hier der Moppedsammler ja auch bestätigt. Angesichts des geringen Preises bei 20-L-Gebinden bei Fuchs hab ich das aber auch noch nicht in Erwägung gezogen dieses (Baumarkt-)Oel zu kaufen.

Eine Glaubensfrage halt........glaube ich.........

Na gut, wenn die V-Max das mitmacht, taugt es wohl. Die Scherstabilität ist bei jedem Öl anders, die kann man sicher irgendwo rausfinden ( im großen Öl-fred bei den VW..Motoren ).

Zudem ists im Getriebe relativ kühl, da sind die Molekülketten zäher.

Andreas

Zitat:

Original geschrieben von titus95

 

Ich halte das im Prinzip bei meinem "Fuhrpark" genauso, ich bestelle immer das Oel bei Fuchs in 20-L-Gebinden, aber nicht expliziet für Auto und Motorrad, sondern reine Autooele. Nur die Spezifikation unterscheidet sich, für die Pkw 5 W 40, für die Motorräder 10 W 40.

Wenn man mit der Oelbadkupplung keine Probleme bekommt kann man das auch bedenkenlos tun. Ich fahre beispielsweise meine Vmax von Anfang an mit diesem Oel und bin jetzt bei 88.000 km (rund) ohne Probleme. Bisher kein messbarer Oelverbrauch, keine ungewöhnlichen Geräusche, keine Schäden und volle Leistung.

Baumarktoele werden höchst wahrscheinlich auch gute Qualität aufweisen, wie hier der Moppedsammler ja auch bestätigt. Angesichts des geringen Preises bei 20-L-Gebinden bei Fuchs hab ich das aber auch noch nicht in Erwägung gezogen dieses (Baumarkt-)Oel zu kaufen.

Eine Glaubensfrage halt........glaube ich.........

Ich denke, das machst Du vernünftiger als ich. Das "Fuchs-Öl" gibts m.W. schon seit 30 Jahren und es soll beste Qualität sein. 5-40 fürs Auto übers Jahr und 10-40 oder -50 fürs Saison - Mopped (Ich gehöre nicht (mehr) zu den Winterharten, zu alt...) eine gute Idee. Wenig Platz (alles voll Moppeds) und das Entsorgungsproblem lassen mich zur Kanistermethode greifen - bisher. Der Fuhrpark meiner Behörde (über 200 Fahrzeuge) verwendet auch die Fuchs - Fässer, kostet wohl um 2,50/l.

Woher beziehst Du denn die Fässle und wie klappt das mit der Entsorgung ? Hast Du immer ein leeres fürs Altöl ? Holen die das ab ?

Themenstarteram 15. März 2009 um 21:39

Uups, da habe ich ja direkt eine Lawine losgetreten. Ich habe leider heute nicht mehr viel Zeít, aber den genannten Link werde ich demnächst lesen. Außerdem möchte ich noch angeben, daß ich eine R 1100 GS fahre, wie man vielleicht in meinem Bildle erkennen kann. Aber zunächst mal vielen Dank für die vielen Antworten...

Das werden noch mehr. Versprochen. Das ist ein "heißes" Thema...

Soso, Du fährts auch eine GS:rolleyes:

Ich werde wohl nicht mehr um die herumkommen...:D

Zitat:

Original geschrieben von moppedsammler

Zitat:

 

 

Ich denke, das machst Du vernünftiger als ich. Das "Fuchs-Öl" gibts m.W. schon seit 30 Jahren und es soll beste Qualität sein. 5-40 fürs Auto übers Jahr und 10-40 oder -50 fürs Saison - Mopped (Ich gehöre nicht (mehr) zu den Winterharten, zu alt...) eine gute Idee. Wenig Platz (alles voll Moppeds) und das Entsorgungsproblem lassen mich zur Kanistermethode greifen - bisher. Der Fuhrpark meiner Behörde (über 200 Fahrzeuge) verwendet auch die Fuchs - Fässer, kostet wohl um 2,50/l.

Woher beziehst Du denn die Fässle und wie klappt das mit der Entsorgung ? Hast Du immer ein leeres fürs Altöl ? Holen die das ab ?

Ich bestelle immer über Oelscheich24.de, wie geschrieben in 20 L Gebinden. Beste Qualität kann ich mir schon vorstellen, weil fast alle Autohersteller dieses Oel als "Erstbefüllung" verwenden - und da sollte doch nichts schief gehen.

Dazu kommt natürlich als wichtigstes meine eigene Erfahrung - weder mit den Motorrädern, die ich jetzt und zwischenzeitlich besaß noch mit den Pkw´s habe ich jemals irgendein Problem gehabt.

Für größere Fuhrparks, wie wohl deines, kann man in 60-L-Gebinden so mit Preisen um 3 € rechnen, wobei dann noch nicht mal Versandkosten dazukommen.

Ich kanns nur empfehlen und werde sicher dabei bleiben.

Mit der Entsorgung hab ich immer dasselbe an Leergut wie ich voll stehen habe. Die Altoelcharge kann ich in meiner Gemeinde alle 3 Monate kostenlos abgeben.

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Motorrad
  4. Biker-Treff
  5. Öl auf heißen (Feuer-)Stuhl?