Notstromerzeuger oder Wechselrichter?

Hallo Freunde bei MT:-) hätte eine Frage an Euch alle.
Ich möchte mir einen Notstromerzeuger (Generator) oder einen Wechselrichter kaufen.
Soll eigentlich nur für den Notfall dienen zum Beispiel bei Stromausfall für ein oder ein paar Tage.
Ich möchte damit die Hausbeleuchtung, und eine einfache elektrische Herdplatte betreiben.
Würde denn da eventuell der erwähnte Wechselrichter ausreichen? Oder würdet ihr eher ein Aggregat empfehlen?
Bitte alle Vor-Nachteile die Euch da so einfallen schreiben.
Viele Grüße
Tom

73 Antworten

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 19. Oktober 2022 um 15:38:55 Uhr:



Zitat:

@Chemnitzsurfer schrieb am 18. Oktober 2022 um 21:16:52 Uhr:


Problem ist halt, bei den BOS (THW, FW, BW) Generatoren wo man einfach so beliebige Geräte anstecken kann, ist idR ein Isolationswächter verbaut, der Signal gibt, wenn ein Erdschluss vorliegt und dadurch die Gefahr eines Personenschadens auftreten kann.

Nö, da ist eine klassische Nullung verbaut und laut FwDV darf da nur 100m Leitung dran sein damit der Widerstand gering genug bleibt um den Leitunsschutzschalter auszulösen sofern es zu einem Gehäuseschluß kommt.

Gruß Metalhead

Generatoren nach der DIN 14685 haben einen Isowächter

Anforderungen an Generatoren

Da steht "Tragbare Stromerzeuger < 5kVA", darum werden da vermutlich immer 6KW angeschafft. 😁

Gruß Metalhead

Auch die große haben einen Isowächter, aber genug offtopic

https://www.bse-usv-technik.de/.../?...

Zitat:

@Chemnitzsurfer schrieb am 18. Oktober 2022 um 19:56:05 Uhr:


Ein B16 LSS löst im Kurzschlussfall beim 3-5x Nennstrom =80A Kurzschlussstrom aus und bei Überlast thermisch nach einer Strom-Zeit Kennlinie 1,13–1,45x Nennstrom innerhalb einer Stunde.

Wenn der Fehler nicht in der Festinstallation, sondern in einer Geräteleitung (mein Kühlschrank hat z. B. nur ein 3x0,5mm²) können auch die ~20A Kurzschlussstrom eines kleinen Generators schon zum Kabelbrand reichen, ehe der thermische Auslöser im LSS kommt...

Die LS Sicherung schützt die feste Installation, sofern diese korrekt dimensioniert ist, aber weder dünne Gerätezuleitungen oder gar Geräte.

Wenn du einen 2kW Wechselrichter verwendest, wirst du es mit dem daher nicht schaffen, eine Installation mit minimal 1.5er Querschnitt zum Glühen zu bringen.

In dem Fall ist der Wechselrichter selbst der Leitungsschutz.

Dünne Gerätezuleitungen werden auch durch übliche LS Sicherungen nicht geschützt.
Durch die Verwendung eines WR, der die Nennstromstärke der LS Sicherung nicht überschreitet, wird diese Gefahr daher nicht größer.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 18. Oktober 2022 um 12:28:23 Uhr:



Zitat:

@GaryK schrieb am 18. Oktober 2022 um 10:07:38 Uhr:


Was man nicht vergessen darf: Ein Herd hat drei Phasen. Wenn man seinen Herd befeuern will, dann braucht man ein Aggregat, was eben drei Phasen zu je "ab 2kW" als echten 400V Dreiphasen-Drehstrom bereitstellt.

Wenn man sich soweit im Griff hat nicht mehr als eine Platte einzuschalten kann man auch die drei Phasen einfach brücken und das Haus mit der einen Phase versorgen (sonst hätte man ja auch nicht in allen Räumen Strom, da die ja auf verschiedene Phasen geklemmt sind).
Da sollte man natürlich wissen was man tut (auf jeden Fall vom öffentlichen Netz trennen).

Gruß Metalhead

Wenn wir mal von den genannten 3x2kW, also 6kW für den Herd reden, die eventuell von einem 1 phasigen WR/ Generator geliefert werden könnten, würde ich allein wegen der Herdanschlussleitung vorsichtig sein.

Ein Generator bis ca 4kW wäre noch ok, mehr nicht.

Ohne wirklich Ahnung zu haben was bei Strom eigentlich passiert sollte man da die Finger weglassen.

Man kann mit den einfachen Generatoren nicht so mal eben eine Notversorgung des gesammten Hausnetzes aufbauen.

Am Ende geht das natürlich, muss dann aber fachgerecht ausgeführt werden, das kann der Bastler zuhause nicht.

Zitat:

@navec schrieb am 19. Oktober 2022 um 19:36:47 Uhr:


Wenn wir mal von den genannten 3x2kW, also 6kW für den Herd reden, die eventuell von einem 1 phasigen WR/ Generator geliefert werden könnten, würde ich allein wegen der Herdanschlussleitung vorsichtig sein.
Ein Generator bis ca 4kW wäre noch ok, mehr nicht.

Jupp…… gerade beim Herdanschluss muss man bei (3x) 1 phasigen Notstromnetz bedenken, das es keine Phasenverschiebung gibt.
Werden am E-Herd mit 3x 230V eines Außenleiters alle Heizplatten angeschlossen und betriebenen, fliest der gesamte Summenstrom über den Nulleiter wieder zurück. Je nach Kabelquerschnitt kann der Nulleiter da schon überlastet werden. Bei 6kW wären das ca. 26A im Nulleiter.
Sollte der Notstromgenerator das leisten können, gilt es so eine Schaltung zu verhindern.

Wieder so ein Punkt den Elektrotechnische Laien nicht erkennen können.

Du meine Güte:-) vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Das es so kompliziert ist wußte ich nicht. Und das andere was es noch an Möglichkeiten gibt hört sich sehr teuer an. Jetzt weiss ich nicht was ich nun am besten in Angriff nehme.

https://www.youtube.com/watch?v=JaT_gz7ZlE4

Zitat:

@Sportler35 schrieb am 19. Oktober 2022 um 22:25:58 Uhr:


Du meine Güte:-) vielen Dank für Eure zahlreichen Antworten. Das es so kompliziert ist wußte ich nicht. Und das andere was es noch an Möglichkeiten gibt hört sich sehr teuer an. Jetzt weiss ich nicht was ich nun am besten in Angriff nehme.

Wenn du „ins Hausnetz einspeisen willst“ solltest du dir Hilfe von einem Fachmann holen. Der wird sich mit genau deiner Situation und deinen Bedingungen vor Ort vertraut machen.

Einen WR oder Generator für den Notbetrieb sozusagen „solo“ zu Betreiben, geht auch als Laie. Aus der Ausgangssteckdose der Geräte, über eine „rel.kurze Verlängerung“ mit 1 oder 2 Steckdosen, ein wenig LED Licht oder andere kleinere Verbraucher dort einstecken, geht eigentlich immer rel. gefahrlos.
Aber darüber hinaus braucht’s halt nen Fachmann der sich das ganze ansieht und individuell berät.

Zitat:

@Chemnitzsurfer schrieb am 19. Oktober 2022 um 15:52:04 Uhr:


Auch die große haben einen Isowächter

Unserer nicht!

Gruß Metalhead

Ein Balkonkraftwerk steckt man einfach in die Steckdose, was ist an dem anders als bei einem Generator?

Was bei einem Schukostecker die Gefahr ist, man kann ihn um 180°drehen und einstecken. Anders als bei einem Kraftstromanschluss da ist die Position der Sterckerkontakte immer gleich. Man kann also bei einem Schukostecker Phase und Null verdrehen. Somit wäre die Gefahr gegeben das man auf den Nullleiter die Phase gibt. Was im Haushalt natürlich schon Probleme bereiten kann. Für soclhe Spielchen wie Strom über Stecker an den Stromkreis der Wohnung / des Hauses zu geben funtkioniert das nur dann Sicher wenn es sich um einen Kraftstromstecker handelt, diesen kann man nicht verdreht einstecken. Phase ist immer auf Phase und Null immer auch Null. Zudem würde ja am Kraftwerkstecker die Steckerkontakte Frei liegen und man ann diese Berühren was einen heftigen Stromschlag zur Folge hat.

Daher ist es auch eigentlich VERBOTEN das mit dem ''Balkonkraftwerk'' über eine Schukodose der Strom in den Haushalt gebracht wird.

Servus. Alles schön und gut, aber ich befürchte, das wird so manchen nicht mehr interessieren, wenn es erst mal längere Zeit kalt und dunkel in der Bude ist. Da sind dann pragmatische Lösungen im "Russenstyle" gefragt.
Viel interessanter wird es meiner Meinung nach erst, wenn ich von außen drei Phasen eines Stromerzeugers einspeise und dann der Energieversorger wieder den Schalter auf EIN umlegt.

Ich kann nur jedem raten, die Finger von solchen Basteleien zu lassen, zumal ich immer noch nicht daran glauben kann (will), dass ein "Blackout" kommt. Aber, nichts ist unmöglich.

Mfg

Zitat:

@Gale-B schrieb am 20. Oktober 2022 um 12:16:02 Uhr:


Ein Balkonkraftwerk steckt man einfach in die Steckdose, was ist an dem anders als bei einem Generator?

Das Ding ist dafür gemacht und wenn das kein Netz sieht schaltet es den Ausgang ab (macht ein Generator nicht!). Nicht daß hier einer auf die Idee kommt ein Verlängerungskabel mit zwei Schukosteckern zu basteln!

Ein Balkonkraftwerk ist nicht als Netzersatz geeignet, da es ein Netz benötigt um zu laufen (wie 99% aller festen Solaranlagen auch).

Was du hier bräuchtest wäre eine Inselanlage (wie schon hier beschrieben).

Gruß Metalhead

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