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Noch mal neu sortiert: Manuelles Getriebe in Ägypten W126 280S Bj.1982

Mercedes S-Klasse W126
Themenstarteram 8. Mai 2021 um 20:27

Hey Sternenfahrer,

Zusammenfassung :

Die manuelle Schaltung machte bisher nur beim runterschalten vom 4. in den 3. Gang Probleme.

Nach laengerer Fahrt bei extremer Aussentemperatur dann erstmals das Problem, dass im Stand und bei einschaltetem Motor dann alle Gaenge komplett blockierten.

Motor ausgeschaltet ist alles ok.

Ich bin nun weiter rumgefahren und die Schaltung muckt jetzt auch bei Fahrt ein wenig mehr,

Das komplette Blockieren im Stand nun auch andauernd.

Kupplung tritt sich gefuehlt normal.

Getriebeoel ist voll.

Bremsoel ist voll.

Werde hier nun wohl doch zum Schrauber fahren muessen.

Das ist hier aber immer ein wenig Gluecksspiel.

Deshalb haette ich von Euch gerne eine Einschaetzung / Vorgabe fuer den Schrauber ob dies nun eindeutig nach Kupplung aussieht !!?

Danke, und Gruesse -

Volkher

 

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37 Antworten

Die Bonanza Ruckelei war wohl bei vielen Mercedes ein Problem. Schaltgetriebe gab es in der S-Klasse W126 noch bis zur Mopf 1985/6, aber ich bin kein Mercedes Spezialist. Der 5. Gang kostete extra, soviel ich weiß...

Ich komme aus Pforzheim.

Wir hatten in den 80/90er Jahren einen Bürgermeister, der mit einem W 126 (300 SE) gefahren wurde, Kennzeichen: PF-2000.

Das war unglaublicherweise ein Schaltwagen.

@Marie_L und @motzendorfer, aber auch für alle Anderen ein paar Hintergrundinformation:

Während der gesamten Bauzeit des W126 waren nur die V8 (380, 420, 500 & 560) serienmäßig mit Automatikgetriebe ausgestattet. Die 6-Zyl. hatten immer ein Schaltgetriebe, die 4G-Automatik wurde jedoch immer als SA angeboten.

Um zu verstehen, warum es viele 280S(E) oder 260SE als Handschalter gab möge man sich kurz in die damalige Sitation zurückversetzen. Für viele waren die "kleinen" 6-Zyl. der Einstieg (!) in die S-Klasse. Da war es wichtiger, dass überhaupt eine S-Klasse vor der Haustür stand als Selbige umfangreich auszustatten. Man sieht das deutlich an den Produktionszahlen, denn die kleinen Modelle waren fast in jedem Produktionsjahr die meistgekauften. So ein Automatikgetriebe kostete auch locker 2'000,- (1979) bis 3'200,- (1990) DM Aufpreis! Für das gleiche Geld konnte man schon eine Menge anderer SA's ordern.

Zusätzlich kommt hinzu, dass Automatikgetriebe damals noch generell den negativen Ruf des Mehrverbrauchs hatten. Wir sprechen bei MB noch von einem Automatikgetriebe ohne Wandlerüberbrückungskupplung WÜK, im Gegensatz zu BMW, die im E23 ab Nov '82 das ZF 4HP22 mit WÜK im 4. Gang und ab MJ '84 dann das ZF 4HP22 EH mit WÜK im 3. & 4. Gang anbot. Erst das 722.6xx ab 06/96 von MB hatte dann eine WÜK. Selbst das 722.5xx (im W126 nie angeboten) verfügte meines Wissens nicht über eine WÜK.

Aus heutiger Sicht mag es verwundern, dass es W126 mit Handschalter gibt. Jeder, der schon einmal einen W126 mit Automatik gefahren hat, mag sich das Selber Schalten kaum vorstellen. Auch mein 300SE war ein perfekter Gleiter mit Automatikgetriebe, was ich nicht hätte missen wollen. Aber so ändern sich eben die Zeiten und wir dürfen nicht den Fehler begehen, die Vergangenheit an den Maßstäben von heute zu messen.

Gruß,

MBseit1988

Der Mehrverbrauch war damals nicht ausschlaggebend, weil jeder wußte, daß sich dies in der Praxis nicht auswirkt. Deshalb waren auch beinahe alle Taxen, auch wenn es W 124 in 200 D Ausführung waren, mit Automatik ausgerüstet.

Der Aufpreis mag bei manchen Käufern der entscheidende Grund dafür gewesen sein, wenn sie sich, was selten gewesen ist, gegen die Automatik entschieden haben. Das waren aber Fehlentscheidungen, weil diese Fahrzeuge im Wiederverkauf praktisch unverkäuflich waren. Der Mehrpreis für die Automatik rechnete sich immer.

Andersrum ist die Sache zu sehen. Die Automatik war eine Sonderausstattung, die Aufpreis kostete. Mercedes verdiente damit gut; beinahe jede Bestellung war mit Automatik. Ein Mercedes ohne Automatik kam einfach nicht in Frage oder wurde nur von jemandem gekauft, der keine Ahnung oder keine Wahl hatte.

Hinzu kommt noch, daß man Mercedes S-Klassen nicht einfach kaufen konnte. Sie wurden einem von den Verkäufern nach Gutdünken zugeteilt. Kaum ein Käufer wollte sich der Schmach aussetzen, einen Mercedes ohne Automatik bei so einem "Zuteiler" zu bestellen.

Demgegenüber wäre kein vernünftiger Mensch auf die Idee gekommen, irgendeinen VW mit Automatik zu kaufen; das war komplett unverkäuflich.

BMW kaufte man im 7er mit Automatik; im "sportlichen" 5er wurde die Handschaltung bevorzugt.

Es war einfach so. Mercedes kaufte man mit Automatik, BMW im 7er auch und alles andere kaufte man als Schaltwagen. Das war mindestens bis Anfang der 90er Jahre so (jedenfalls in Deutschland).

Und auch der W140 konnte man mit Handschaltung kaufen. Ab und zu sieht man so ein 300 oder 320 im Netz. Meist auch wirklich 'Buchhalter Ausstattung'. Aber jetzt, so 30 Jahre nach Produktionsstart hat es auch etwas, es ist einfach sehr selten. W220 dann nur noch mit Automatit.

Ich will so einen mal fahren. Kann auch ein W140 sein.

Zitat:

@Bert80 schrieb am 12. Mai 2021 um 20:20:47 Uhr:

Ich will so einen mal fahren. Kann auch ein W140 sein.

Ein Erlebnis ist das nicht. Das war früher schon schlimm (hatte mal einen für ein paar Tage geliehen) - will gar nicht wissen wie grausam das heute ist.

LG

@OJG42781

Ok. Dann nehme ich deine Er-Fahrung mit dem Schaltgetriebe gerne an. :) Die Überlegung war, dass für Urlaubs- und gelegentliche Ausfahrten mit einem W126 auch die Schalterversion Spaß machen kann. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mit dem ehemaligen W140 400 SE im Schwarzwald unterwegs war. Da gab/gibt es tatsächlich (Urlaubs-) Routen mit Steigung/Gefälle in schnellen Wechseln, wo der M119 mit der 4-Gang-Automatik jegliche Agilität verloren hatte.

 

Hallo @frall,

Ich weiß nicht, wie bewusst Sie die 80er Jahre erlebt haben oder wie Sie die Diskussion über das Waldsterben erlebt haben. Ich kann Ihnen versichern, dass die Aussage "der Mehrverbrauch war damals nicht ausschlaggebend", so allgemein nicht haltbar ist. Gerade im Stadtverkehr war der Unterschied in der Praxis teilweise erheblich! Klar, ein V8 S-Klasse Käufer hatte keine Wahl zum Schaltgetriebe, verfügte aber auch über andere finanzielle Mittel. Daher habe ich bewusst auf die Einsteiger in die S-Klasse verwiesen. Und da spielte eben nicht nur der Mehrpreis für das Automatikgetriebe sondern auch der Mehrverbrauch eine Rolle.

Auch Ihr Hinweis auf W124 200D Automatik Taxen ist so nicht verallgemeinerbar. Ein "guter" Taxiunternehmer hat seinen Fahrern sicherlich nicht gefühlte 10'000 Schaltvorgänge pro Schicht zumuten wollen und griff zur Automatik. Wobei das Taxiunternehmen meines Bekannten damals durchaus nur Schaltwagen anschaffte. Aber das mag auch an seiner mangelnden Kapitaldecke gelegen haben... ;-) Aber selbst der W123 200D Automatik und erst Recht der Vorgänger /8 200D waren doch nur fahrende Wanderdünen. War der W124 Diesel schon sooo viel spritziger, dass die Wandlerverluste verkraftbar waren?

Der Hinweis auf die Zuteilung der S-Klassen ist richtig. Er stimmt aber nur für die ersten Jahre, wo Lieferzeiten von 1,5 Jahren normal waren. Aber bereits 1983 wurde mit >98'000 Stk. (Limousine & Coupé) die Jahreshöchstproduktion erreicht, danach lag die Zahl immer niedriger. Im gleichen Maße hatten sich dann auch die Lieferfristen wieder normalisiert. Und ja, unser Niederlassungsleiter sagte auch immer "Jungs, Ihr könnt verkaufen, was der Kunde will. Denkt aber immer daran: in 3 Jahren steht das Ding hier wieder auf dem Hof. Und dann will keiner außen Gelb und innen Grün!"

Ohne die genaue take-rate zu kennen wage ich zu behaupten, dass Ende der 80er Jahre auch die 6-Zyl. mehr und mehr mit Automatik geordert wurden. Aber es war damals bei Weiten nicht "einfach so, dass man Mercedes mit Automatik gekauft" hätte. Schauen Sie sich zum Vergleich einfach mal an, wie viele W123 Automatik Sie für den Zeitraum 1980-85 in den Gebrauchtwagenportalen finden. Klar, W123 war auch wieder eine andere Zielgruppe, aber die These "MB = Automatik" ist so einfach nicht zu halten. Ihre Betrachtung erscheint mir mehr eine aus der Jetzt-Zeit zu sein, die so nicht stimmt. Oder, falls Sie damals selber MB Verkäufer waren, hatten einfach Glück und nur 500SE Kunden...

Gruß,

MBseit1988

@MBseit1988 Ich kann mir die 70- und 80-er Jahren sehr gut erinnern und fahre seit 1974 mein eigenes Auto. Hier in Schweden hielten wir die Deutschen für Irren mit all diesen Sagen, was sie über Waldsterben erzählten.... Dazu, sollte ein Auto auch ein kleines bisschen exclusiver sein, war eine automatische Getriebe ein muss. Hier isind W126 mit Schaltgetriebe etwa so selten wie Bacon auf dem Frühstücksteller eines Vegans.. Schon bei meinem dritten SAAB99 war es ein 1978 SAAB99 GL Super automatic. Danach war automatische Getriebe beinahe eine Selbstverständlichkeit, später auch im MB W123...

Auch heute ist den Kraftstoffverbrauch, genau wie damals, für mich kein Thema. Kann ich mir eine S-Klasse leisten, kann ich mir auch den erforderlichen Sprit leisten.

Marie, das war in Baden-Württemberg nicht viel anders, nur, dass es so gut wie keine Saab, außer einigen Cabrios, gab, Das Waldsterben mag zwar ein Thema gewesen sein, wirkte sich aber nicht auf die Entscheidung Automatik oder nicht aus.

Ich weiß nicht, wo @MBseit1988 gelebt hat. Aber egal; jeder hat eben eigene Erinnerungen an die Vergangenheit.

Es war damals allgemeine Meinung, dass ein Mercedes mit Automatik in der Praxis keinen Mehrverbrauch gegenüber einem Schaltwagen zeigte, sondern sich das nur auf dem Papier, in der Theorie, auswirkte.

Zitat:

@frall schrieb am 14. Mai 2021 um 06:46:15 Uhr:

Ich weiß nicht, wo @MBseit1988 gelebt hat. Aber egal; jeder hat eben eigene Erinnerungen an die Vergangenheit.

Es war damals allgemeine Meinung, dass ein Mercedes mit Automatik in der Praxis keinen Mehrverbrauch gegenüber einem Schaltwagen zeigte, sondern sich das nur auf dem Papier, in der Theorie, auswirkte.

Ich habe die gleichen Erinnerungen wie MB1988, die Automatikfahrzeuge der damaligen Hersteller verbrauchten immer mehr als die Schaltwagen bei gleicher Fahrweise, die 3 und 4 Gang-Automaten ohne Wandlerüberbrückung fraßen Leistung und die Wandler als Kupplungsersatz hatten deutlich mehr Verluste.

Die 1-2 Liter Automatikzuschlag waren üblich, das interessierte den S-Klasse Fahrer zwar nicht (entweder gabs kein Schaltgetriebe oder die MB-Schaltungen damals waren keine 'sportlichen' Getriebe von der Schaltbarkeit her.

GreetS Rob

Naja ich denke er wird ein Ex MB Verkaufsberater sein und die Erfahrung aus der Praxis haben. Allerdings sieht man ja an den homöopathisch verfügbaren gebrauchten S-Klassen (zumindest ab dem 126), dass es eher verschwindend geringe Einzelfälle sind, die tatsächlich- auch bei kleinen Motorisierungen - einen Schalter gewählt haben.

Bis etwa zur Milleniumswende war es absolut üblich, dass ein Auto mit Automatik circa ein-zwei Liter mehr verbraucht hat und dafür ca. 5% langsamer war. Das änderte sich erst mit Wandlerüberbrückung und Direktschaltgetrieben. Seit dem gibt es auch Pörscher und Ferraris mit Automatik. In den Jahren zuvor waren sie Exoten, die es nur in wenigen Modellen gab, etwa Maserati Quattroporte und Ferrari 400.

Heute brauchen Automatik Getriebe gleich viel und gehen (fast) gleich schnell. So ändern sich die Zeiten...

Der Mehrverbrauch liegt auch beim Wandlergetriebe nur zwischen 0,3 und 1 l/100 km. Das konnte man schon damals vernachlässigen. Wenn jemand mit der Handschaltung nicht niedertourig fuhr, war sogar damals schon die Automatik sparsamer.

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