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Neue Querlenkerlager quitschen!

Themenstarteram 15. März 2015 um 21:52

Moin zusammen.

Bei meinem Seat Ibiza 6L 2006 hat es das Querlenkerlager rechts erwischt, es was so porös das es gerissen ist. Ist ja wie beim Polo folgendes Modell:

Querlenker

Nun habe ich die vor ein paar Wochen getauscht, gegen Vollgummi vom A2, damit es in meiner Laufbahn nicht mehr passieren kann und weil die angeblich besser sein sollen.

Nun hab ich aber (seit 1 Woche, vorher alles ruhig nach Einbau) beim weiten Einfedern (z.B. die Hügel zur 30 Zone) wieder genau das selbe Quitschen, wie ich es davor beim kaputten Lager hatte, diesmal aber auf der gesamten Vorderachse.

Nun ist klar, dass es die eingebauten Lager sind. Frage mich allerdings ob es ein Materialfehler ist, ob ich beim Einbau was falsch gemacht habe oder warum zur Hölle die denn wieder Musik machen.

Weiß zufällig jemand Rat woran es liegen könnte?

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21 Antworten

Position beim Einbau beachtet? Da ist ein Punkt und ein Pfeil, die müssen fluchten.

Querlenker eingefedert angezogen?

Wenn du eins von beiden nicht beachtet hast, ist das neue Lager wahrscheinlich schon Schrott.

Würde ich auch sagen. Alles nochmal von vorne. Die Schrauben anschließend nicht festziehen. Auto ein bisschen hin- und zurüchrollen und die Lager dann auf der Grube anziehen.

mfg

Themenstarteram 15. März 2015 um 23:00

Oh man, ich komm mir jetzt blöd vor.

Auf die Ausrichtung hab ich geachtet, aber die Querlenker wurden normal angezogen.

Aber um das jetzt beim zweiten Lauf besser zu machen:

Ich verstehe nicht, wie man die genau eingefedert anzieht.

Ich hab das Auto auf einer Säulenhebebühne gehabt und so wie ich es verstehe:

Querlenker "einbauen", Auto runter lassen und anschließend Schrauben komplett anziehen.

Wundert mich, dass es eine solche Auswirkung hat.

Runter lassen, ein bisschen rollen, damit die Federung sich setzt. Dann anziehen. Ist doch ganz einfach: Auf der Bühne ist das nicht der normale Zustand der Federung. Wenn du die jetzt anziehst und dann das Auto ablässt, sind die Gummis von vornherein verspannt und gehen innerhalb von kürzester Zeit wieder kaputt.

mfg

Themenstarteram 15. März 2015 um 23:11

Super danke!

Dann ist es kein Wunder warum ich vorne ein Konzert habe.

Ich werde dann in meiner "Fit für die Saison" Aktion mit Ölwechsel und komplettem Check dann gleich mal die Lager nochmal wechseln.

Zum Glück sind die Lager nicht so teuer, da ärgert man sich nicht so.

Doppelt hält besser! :D

Du hast dir deine Querlenkerlager verspannt durch das anziehen ohne Belastung. Das man die Schrauben nur einschraubt und dann am Ende fest schraubt, steht in jeder Einbauanleitung zu dem Thema. Vorher also besser erkundigen ;)

Entweder du ziehst den Querlenker auf der Grube fest, wenn du unter dem Auto stehen kannst während es auf den Rädern steht.

Oder, wenn du es auf der Hebebühne machen willst: Eine hydraulische Stütze wie z.B. Getriebeheber nehmen und damit die Radaufhängung hochdrüken, dann ist sie auch eingefedert.

Alternativ kannst du einfach ein stabiles Kantholz oder langes Rohr unter die Radaufhängung stellen und die Hebebühne runter lassen, dann drückt sich die Radaufhängung auch hoch.

Aber bitte genau schauen wo du drückst, am besten außen am Querlenker in der Nähe vom Traggelenk. Nicht mittig auf den Querlenker, dann ist er krumm. Auch nicht direkt von unten auf die Pfanne vom Traggelenk, das macht dann auch die Biege. :)

Du hast die Lager und Buchsen jetzt in einer sehr weit ausgefederten Position gespannt. Wenn du danach das Auto auf den Boden stellst, sind die Dinger schon verdreht und am Anschlag ihres Arbeitsbereiches. Das machen sie eine Zeit lang mit, dann sind sie wieder defekt weil sie überlastet werden.

Ich messe immer vor dem Fahrzeug auf der Hebebühne hochfahren mit einem Zollstock den Abstand zwischen Radnabe und Radhauskante mit dem Zollstock. Wenn das Fahrzeug dann oben und repariert ist, hebe ich das Fahrwerk mit einem Heber genau auf den gleichen Abstand an und ziehe dann die Schrauben fest. Ich habe dann quasi die normale Straßenlage für die Gummilager zur Montage herbeigeführt.

Themenstarteram 16. März 2015 um 20:33

Ja, genau so werde ich es dann auch machen. Getriebeheber habe ich da, ansonsten ist es etwas schlecht unter dem Auto die Schrauben anzuziehen.

Zum Thema erkundigen: Habe ich gemacht, aber den Teil habe ich wohl schlicht überlesen.

Funfact:

Im folgenden Video bzw. Anleitung ist es auch falsch dargestellt. Aber gut, er benutzt auch die alten Schrauben und baut das Lager falsch ein. Das Einzig tolle an dem Video ist das Presswerkzeug.

https://youtu.be/eQHqklpciLY?t=3m18s

Kann mir zufällig mal einer sagen, wieso er die Achsmutter gelöst hat?

Damit er das Schwenklager geringfügig zu Seite nehmen kann und so den Querlenker entnehmen kann. Bei diesem Fahrzeug hat die Antriebswelle gestört.

Das sind Dehnschrauben, die müssen nach jedem lösen erneuert werden.

Zitat:

@Pioneer92 schrieb am 16. März 2015 um 20:33:22 Uhr:

Kann mir zufällig mal einer sagen, wieso er die Achsmutter gelöst hat?

Wie hast du das Traggelenk losgemacht?

Du kannst die 3 Schrauben am Querlenker lösen, dann bekommst du den Lenker so raus.

Oder du löst die Mutter oben auf dem Kugelkopf, dafür muss aber die Antriebswelle ein Stück zurückgeschoben werden. Sonst bekommst du die Mutter nicht ab. Deshalb das lösen.

Nochwas: Eigentlich musst Du die nicht nochmals tauschen. Anziehen in Normal-Lage sollte schon reichen. So schnell gehen die nicht defekt.

Themenstarteram 16. März 2015 um 21:12

Ich selber habe die 3 Schrauben am Traggelenk, welches ich auch tauschen muss, abgemacht. Ist ja logisch, wie soll ich die Lager sonst auspressen wenn der Querlenker noch verbaut ist.

Tatsächlich, da ich ja eh die Traggelenke tauschen muss, da die Materialkosten nur gut 30 Euro betragen, will ich sie denke ich mal tauschen. Das einzige was nur schlecht ist, ist das aus - und einpressen ohne Spezialwerkzeug. Das ist das einzige was mich daran hintert, die Dinger nochmal wechseln zu müssen.

Da hätte es sich jetzt gelohnt, das Werkzeug zu holen. Aber wer wusste das ich da nochmal ran muss :D

Zitat:

@Pioneer92 schrieb am 16. März 2015 um 21:12:07 Uhr:

Ich selber habe die 3 Schrauben am Traggelenk, welches ich auch tauschen muss, abgemacht. Ist ja logisch, wie soll ich die Lager sonst auspressen wenn der Querlenker noch verbaut ist.

Tatsächlich, da ich ja eh die Traggelenke tauschen muss, da die Materialkosten nur gut 30 Euro betragen, will ich sie denke ich mal tauschen. Das einzige was nur schlecht ist, ist das aus - und einpressen ohne Spezialwerkzeug. Das ist das einzige was mich daran hintert, die Dinger nochmal wechseln zu müssen.

Da hätte es sich jetzt gelohnt, das Werkzeug zu holen. Aber wer wusste das ich da nochmal ran muss :D

Richtig, der Querlenker muss schon komplett ausgebaut werden.

Beachte aber, das manche Fahrzeuge aus dem VW-Konzern bei diesen 3 Schrauben zwischen Querlenker und Traggelenk Langlöcher haben, über die der Sturz eingestellt wird. Wenn das der Fall ist, musst du das Auto danach vermessen.

Deshalb macht man normalerweise die Mutter oben am Gelenkkopf los und nimmet den Querlenker mit Traggelenk raus. Dafür muss dann die Antriebswelle gelöst und ein Stück zurückgezogen werden, sonst geht die Mutter nicht ab.

Das Spezialwerkzeug ist eine feine Sache, ist im Prinzip eine Spindel mit Druckplatten. Damit zieht man die neuen Buchsen ruck zuck rein, das geht echt super.

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