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Nässe macht ihn fertig

VW Lupo 6X/6E

Hallo Ihr Lieben,

Ich fahre einen VW Lupo 1.0 Baujahr 1999

da ich nicht mehr weiter weiß, habe ich mich hier jetzt mal angemeldet in der Hoffnung mir kann jemand helfen.Denn ich habe echt wenig Ahnung von Autos!

Ich habe letztes Jahr im November meine Zündkerzen, Einspritzdüsen und zündverteilung neu machen lassen, weil ich nach einem Ostseeurlaub wo mein Auto fast 1 Woche stand kaum wieder nach Hause gekommen bin. Dann ab in die Werkstatt und das o.g wurde eingebaut.

Jetzt seit ein paar Wochen, kommen ähnliche Probleme wieder.

Es regnet und ich bewege mein Auto an diesen Tag nicht, steige den nächsten Tag ein, Auto springt an, aber sehr unruhig, er fährt, wirkt ab, geht aus, springt wieder an, nimmt so gut wie kein Gas und zieht wenn erst im Nachhinein, anfahren ist der Horror . Das geht dann eine Weile, so nach ein paar Minuten rumfahrerei und ertragen des Problems, ist er auf einmal wieder voll und ganz da!

Fehlerauslese hat nichts ergeben!

Liebe Grüße und danke schon mal für eure Hilfe!

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17 Antworten

Hallo,

wenn " Zündfunken " nach Masse " fliegen " so sind dies Fehlzündungen welche im Fehlerspeicher mit dem entsprechenden Fehlercode abgelegt werden. Der Fehlerspeicher soll aber leer sein ???

Gruß Hans

Nein....dieser Fehler wird so nicht erkannt und nicht abgelegt.

Marcus

Hallo,

der letzte Beitrag hat mich veranlasst, einige Anmerkungen zur Ferndiagnose zu den von der TE geposteten Unregelmässigkeiten beim Motorlauf des Lupos mal zusammen gefasst darzustellen.

Um eine ausreichende Beurteilung ( eine Ferndiagnose ) vornehmen zu können, ist es einfach erforderlich neben den geschilderten Fehler die Motor-Kenn-Buchstaben sowie das Baujahr mit Monatsangabe anzugeben.

Laien ist es sicher nicht möglich diese Angabe sofort anzugeben. Diese Daten stehen aber

1.) auf einem Aufkleber im Bordbuch,

2.) auf einem Aufkleber unter dem Teppich , linke Seite im Kofferraum,

3.) auf einem Aufkleber auf der Zahnriemenabdeckung,

4.) auf Reparatur- oder Servicerechnungen usw.,

5.) auf Ausdrucke Auslesen des Fehlerspeichers.

Beim Lupo gibt es nun mal mehr als 20 verschiedene Motorvarianten mit den unterschiedlichsten Ausstattungen des Motors. Es gibt auch viele 1,0 l Lupo-Motoren welche so betrachtet werden müssen.

Wenn man auf die MKB und das Baujahr zurück greifen kann, ist man schon eine Ecke weiter.

Eine Fehlerbeschreibung lässt schon Rückschlüsse zu, wenn die vorgenannten Eingangsvoraussetzungen vorliegen. Alles andere ist Raterei und Zufall. Sehr wichtig ist die Angabe der gesamten Fehlercodes, welche im Fehlerspeicher abgelegt sind. Also auch alle Fehlercodes sind anzugeben. Nicht nur der Text alleine, sondern die Zahlengruppen welche die Fehlercodes darstellen sind besser aussagekräftig.

Die von der TE geposteten subjektiven Fehlerbeschreibungen lassen eine breite Palette von tatsächlichen und auch von mehreren Fehlern zu.

Viele Fehler lassen bei ihrem Auftreten keine geordnete Verbrennung mehr zu. Dann spricht u.a. man von Verbrennungsaussetzer. Diese umfassen natürlich auch die Fehlzündungen elektrischer Art, den Kraftstoffmangel, den Mangel an Verbrennungsluft. Weiterhin kommen die Zündansteuerung, Hallgeber, Nockenwellenpositionsgeber, Zündtrafo, Zündspule, Verteiler, Zündkabel, Kerzenstecker, Zündkerzen, um nur einige zu nennen, usw. usw. in frage. Motorschäden, schadhafte Ventilfunktionen durch defekte Führungen, Tassenstößel oder Rollenschlepphebel oder auch schadhafte Kolben werden nicht weiter betrachtet. Können aber zu ähnlichen Fehlerbildern führen.

Zum Beispiel kann die Drosselklappen-Kontroll-Einheit oder auch das Motorsteuergerät ursächlich für das Fehlerbild sein. Warum denn dies ? Wenn der sogenannte Wasserkasten, unterhalb der Windschutzscheibe beim Lupo, bei Regen infolge der verstopften Ablauflöcher randvoll Wasser steht, dann schwappt es schon mal bei der Fahrt, Kurvenfahrt, an den Stecker des Motorsteuergerätes oder in den Motorraum hinein. Oder es tropft auf den E-Gas-Geber im Fußraum ...... und hier werden wieder die Motor-Kenn-Buchstaben erforderlich.

Zu dem Thema könnten noch einige Seiten geschrieben werden. Wenn es auch manchmal schwer fällt die MKB herauszusuchen bzw. zu finden, sie sind die Grundlage einer fundierten Ferndiagnose.

Das das Auslesen des Fehlerspeichers und das Posten der ausgelesenen Fehlercodes .... alles ... eine Ferndiagnose erleichtert, brauchte an sich nicht erwähnt werden.

Nun aber zum Auslesen der Fehlerspeicher. Ich versuche dieses komplexe Thema mal allgemeinverständlich zu erklären.

Die Fahrzeuge des VAG - Konzerns ( VW, Audi, Seat und Skoda ) bieten die größte Auswahl an Diagnose-Möglichkeiten. Hierbei ist aber auch zu beachten, dass der letzte Lupo vor mehr als 10 Jahren gebaut wurde, die OBD-II-Diagnose aber in dieser Zeit laufend verbessert wurde.

Es gibt z.B. für die Lupos das einfache und gebräuchstlichste Diagnoseprotokoll KW1281 aber auch noch das CAN - Protokoll mit nur zwei Leitungen, high und low, sowie der Masseleitung. Was intern zum Einsatz kommt, ist aber vom eingesetzten Interface und der Software abhängig.

Von den einzelnen Interfaces und der dazu gehörigen Software ist es aber auch abhängig welche Fehler überhaupt gelesen werden können. Wichtig ist es die Versorgungsspannung des Bordnetzes am Diagnosesteckers zu prüfen. Ist beim Lupo die Si SB 11, 5A, noch ok ?

Ich betrachte erst einmal kurz die permanenten Fehler, welche die MIL zum Dauerleuchten oder zum schnellen Blinken bringt. Ohne Beseitigung der Fehler geht das bis zum Nimmerleinstag so weiter.

Ein permanenter Fehler liegt vor, wenn die MIL dauerleuchtet oder sogar blinkt. Zum Beispiel erfolgt ein Aufleuchten auf Dauer der MIL bei den sogenannten Fehlzündungen, besser Verbrennungsaussetzer genannt. Kommt es vermehrt zu den Verbrennungsaussetzer so blinkt die MIL. Dann sollte man die Geschwindigkeit drosseln und umgehend zu einer Werkstatt fahren ...... Fehler an den Lambda-Sonden und am Kat sind dann nicht mehr auszuschließen.

Dann gibt es noch die sporadischen Fehler. Eine temporäre oder sporadische Fehlfunktion wurde erkannt, die MIL blinkt ein- oder zweimal auf. Hierbei entsteht keine Gefahr für den Motor.

Leuchtet aber die MIL dauernd, erlischt sie wieder wenn drei fehlerfreie Fahrzyklen statt gefunden haben. Dies kann bei warmem Motor anlassen, ausgehen bzw. abstellen des Motors und erneutes starten ........ so wie von der TE beschrieben ........ geschehen.

Erstmalig auftretende Verbrennungsaussetzer werden als temporärer Fehler abgespeichert. Tritt der Fehler in einem nächsten Fahrzyklus auf, so wird er als permanenter Fehler im Fehlerspeicher abgelegt. Die MIL leuchtet dauernd. Der Fehler kann ausgelesen werden.

Bevor der Fehler aber abgespeichert wird, muss er mehrmals auftreten. Bis dahin kann er nur als temporärer Fehler im Diagnosemodus 7 ausgelesen werden. Hierbei ist es nicht möglich den Zeitpunkt des Auftretens des Fehlers zu erkennen ...... dann könnte man u.a. auf ein Regenereignis rückschließen.

Das zeitliche Auslesen eines temporären Fehlers wird aber ermöglicht und ist nur über den Servicemodus 2, Freeze-Frame-Daten, möglich. Hier können die Daten, welche zum Zeitpunkt des Fehlereintrages mit abgespeichert wurden, gelesen werden.

Weitere Infos ergeben sich auch aus dem Auslesen des Readiness-Code. Dieser Code gibt keine Auskunft darüber ob ein Fehler erkannt wurde, wohl aber ob der Fahrzyklus ausreichte einen eventuellen Fehler abzulegen.

Ich hoffe, dass ich die Zusammenhänge - der Fehler wird so nicht erkannt und abgelegt - etwas verständlich dargestellt habe. Der Fehler wird schon erkannt und auch abgelegt. Nur sollte man wissen was wo und wie abgelegt wird.

In der Kürze ist dieses komplexe Thema mit Sicherheit nicht ausreichend informierend für den Unbedarften darzustellen. Das von mir in vorherigen Beiträgen zu diesem Thread Geschriebene behält natürlich seine Gültigkeit.

 

Gruß Hans

 

 

 

 

 

 

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