Motorbremse und hohe Drehzahl

Mercedes C-Klasse W204

Hallo

Ich habe zu diesem Thema 2 Fragen und würde mich über konstruktive Beiträge sehr freuen. 😉

1. Ist das auf Dauer schädlich?
2. Kühlt der Motor durch Gaswegnahme und runterschalten schneller ab als im hohen Gang?

Ich nutze oft und gerne die Motorbremse. Ohne auf die Bremse zu treten, also nur "rollen". Macht mir einfach mehr Spaß als zu bremsen und hört sich auch besser an find ich. Auf freien AB- Abfahrten oder eckigen Landstraßen liegen dann schon mal 4000-4500 Umdrehungen an. Auch in der Stadt vor Ampeln nutz ich manchmal gar keine Bremse bis fast zum Stillstand. Abstand zum Vordermann, der bremst, bleibt dabei konstant. Ich behindere oder belästige also niemanden, höchstens vielleicht durch Geräuschemission. Da bleibt es meist im Rahmen bei 3500 Umdrehungen.

Ich würde gerne wissen wie Ihr darüber denkt.

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Zitat:

@JM GIV 1.8T schrieb am 5. Februar 2017 um 08:07:45 Uhr:


Hohe Drehzahlen und motorbremse vermeide ich bewusst, im Schaltwagen und im automatkwagen greife ich selten ein.

Für mich ist es sinnvoller, das auto in dem aktuellen Gang vor einer Ampel abzubremsen und dann direkt in den Leerlauf Zuschalten oder ggf.. dem passenden Gang.. Warum vom 5. Gang in den 1. durchzuschalten ? Klar gibt es Ausnahmen, definitiv....

Ich habe lieber den Verschleiß an einem für mich leicht austauschbaren und kostengünstigeren Bauteil.

Ich sehe es genau so, bzw. handhabe es genau so. In Bezug auf die Frage, ob der Motor abkühlt??? Wie soll er schneller abkühlen wenn du ihn bei 5000 Umdrehungen fährst anstatt normal zu bremsen?

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Zitat:

@olsql schrieb am 7. Februar 2017 um 20:28:33 Uhr:



Und der Kunde ist König!

Aber es wird natürlich immer ewig Gestrige geben, die den Zeiten der Oppa Automatik hinterhertrauern. 🙂

Ja, da ist er und der bezahlt auch die Rechnung. Niemand sagt, dass die Lösung, die der Kunde will, die technisch gute Lösung ist. Nur du meinst es wäre so 😉.

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 7. Februar 2017 um 16:34:31 Uhr:


Die laufenden Kaltstarts, die Lastwechsel und der überwiegende Teillastbetrieb sorgen nicht grade für eine lange Lebensdauer.

Kaltstarts, ja, ganz klar. Häufige Lastwechsel? Auch. Aber Teillast?! Nö, warum auch. Bei Teillast haben Motoren quasi das ewige Leben. Einfaches Beispiel: Es gab bei Stern TV mal einen Versuch, wie lange ein Motor ohne Motoröl läuft. Der fuhr Runde um Runde, nichts passierte. Dann wurde der Fahrer ungeduldig, gab Vollgas, und augenblicklich vorbei war´s unter Kreischen.

Zitat:

@CrankshaftRotator schrieb am 7. Februar 2017 um 16:09:46 Uhr:



Zitat:

@XTino schrieb am 7. Februar 2017 um 16:02:44 Uhr:


Deswegen halten 100% Vollastmotoren im Dauerbetrieb am längsten.
Das halte ich für ein Gerücht. Hast Du eine Quelle dafür, damit man diese Aussage auf Plausibilität prüfen kann?

Die Quelle sind meine 40 Jährige Erfahrung im Automobilgeschäft. Es liegt an dir es zu glauben oder nicht. :-) Wenn du daran zweifelst frag einen örtlichen Motoreninstandsetzer.

Zitat:

@CrankshaftRotator schrieb am 8. Februar 2017 um 00:13:13 Uhr:



Zitat:

@Jupp78 schrieb am 7. Februar 2017 um 16:34:31 Uhr:


Die laufenden Kaltstarts, die Lastwechsel und der überwiegende Teillastbetrieb sorgen nicht grade für eine lange Lebensdauer.
Kaltstarts, ja, ganz klar. Häufige Lastwechsel? Auch. Aber Teillast?! Nö, warum auch. Bei Teillast haben Motoren quasi das ewige Leben. Einfaches Beispiel: Es gab bei Stern TV mal einen Versuch, wie lange ein Motor ohne Motoröl läuft. Der fuhr Runde um Runde, nichts passierte. Dann wurde der Fahrer ungeduldig, gab Vollgas, und augenblicklich vorbei war´s unter Kreischen.

Verbrennungsmotoren sind ausgelegt ihr optimales Betriebsspiel bei Nennlast zu haben. Auch im Teillastbetrieb fährt ein Motor unterkühlt. Bei Hochleistungs- und Rennmotoren sieht die Sache wieder anders aus. die leben im Teillastbetrieb länger da sie bei permanenter Nennlast die Hitze nicht wegbekommen.

Beispiel, warum hat der legendäre 200d aus dem W201 unglaubliche Laufleistungen erreicht? Weil man den permanent Vollgas fahren musste um überhaupt mithalten zu können im Verkehr.

Man unterscheidet im Motorenbau Motoren die Vollastgeeignet sind ( wobei deren Lebensdauer die höchste ist weil die Literleistung nicht so hoch ist). Die zweite Kategorie sind die 50% Vollastmotoren, etwas mehr Leistung als die erste Kategorie, diese sind auch Vollastfest aber die Lebensdauer ist begrenzter wegen gesteigerter Literleistung. Dann gibt's die Hochleistungsmotoren die im Teillastbetrieb am Längsten halten. Diese Motoren verschleissen bei Vollast zu schnell weil die Bauteilbelastung mechanisch und thermisch recht hoch ist. Insgesamt betrachtet halten aber die Vollastmotoren erster Kategorie am längsten obwohl sie mit 100% Ihrer Lebensdauer mit Nennlast betrieben werden.
Fazit: mit steigender Literleistung sinkt die Lebensdauer eines Motors

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Zitat:

@olsql schrieb am 7. Februar 2017 um 20:28:33 Uhr:



Aber es wird natürlich immer ewig Gestrige geben, die den Zeiten der Oppa Automatik hinterhertrauern. 🙂

Was ist denn eine Oppa Automatik?

Und wieso kaufst du dir dann überhaupt eine Oppa Automatik und dazu noch ein Oppa Auto?

Mit nem Schaltgetriebe könntest du direkt vom 6. in den 2. schalten. Da hast du dann auch deinen gewünschten Sound....

Gruß
Wooky

Zitat:

@XTino schrieb am 8. Februar 2017 um 08:45:46 Uhr:



Beispiel, warum hat der legendäre 200d aus dem W201 unglaubliche Laufleistungen erreicht? Weil man den permanent Vollgas fahren musste um überhaupt mithalten zu können im Verkehr.

Man unterscheidet im Motorenbau Motoren die Vollastgeeignet sind ( wobei deren Lebensdauer die höchste ist weil die Literleistung nicht so hoch ist). Die zweite Kategorie sind die 50% Vollastmotoren, etwas mehr Leistung als die erste Kategorie, diese sind auch Vollastfest aber die Lebensdauer ist begrenzter wegen gesteigerter Literleistung.
....
Fazit: mit steigender Literleistung sinkt die Lebensdauer eines Motors

Ohne jetzt explizit im Motorenbau tätig zu sein, würde ich davon ausgehen, dass man einen 190D mit einer Literleistung von 35PS/l nicht mit einen 200CDI (fast 65PS/l), 220CDI (>80PS/l) oder gar 250CDI (fast 100PS/l) vergleichen kann...
Lt. Deiner Beschreibung würde ich moderne Motoren am ehesten in die 2.Kategorie einteilen. Vollast fest aber mit erhöhtem Verschleiß. Sprich diese Motoren würde ich nicht auf Vollast betreiben damit ich möglich lange Freude daran habe...
Btw. auch ein 190D (oder 190D 2.5) müssen nicht permanent mit vollgas gefahren werden um lange zu halten. Ein permanentes untertouriges Fahren ist egal bei welchen Motor eher kontraproduktiv. Aber die Motoren können mehr als nur untertourig oder nur vollast ...

mfg
Peter

PS: zurück zum Thema: ich verwende auch gerne die Motorbremse, aber der Punkt mit den Bremsbändern klingt plausibel. Jetzt müsste man nur wissen wie die 7g-Tronic (+) aufgebaut ist um zu wissen ob das ein Problem geben kann...

seit wann hat ein 722.6 Getriebe Bremsbänder ?

Ist die 7 Gang nicht das 722.9 ?

Zitat:

@Peter_AT schrieb am 8. Februar 2017 um 09:18:24 Uhr:



PS: zurück zum Thema: ich verwende auch gerne die Motorbremse, aber der Punkt mit den Bremsbändern klingt plausibel. Jetzt müsste man nur wissen wie die 7g-Tronic (+) aufgebaut ist um zu wissen ob das ein Problem geben kann...

Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Müsste da nicht der Bauteil-/Getriebeschutz greifen und eine schädliche manuelle Schaltung von vorneherein verhindern? Oder besser gefragt: Gibts sowas und tut es das? Ich denke ja. Weiß es aber nicht!

Die Schaltsprünge bei der 7G sind schließlich nicht so groß, noch unter 1000 Umdrehungen von Gang zu Gang...wie gesagt die Automatik schaltet ja auch oft nen Gang runter, nur halt mit Gas. Bei Kickdown gleich 2 auf einmal...

Hat die 7G jetzt Bremsbänder?

Das mit der Literleistung klingt für mich logisch. Oder andersrum und ganz neutral und wertfrei formuliert: Bei gleicher Haltbarkeit müssen mehr Faktoren beachtet werden bei höherer Literleistung. Bei mehr Fummelei kann mehr schiefgehen. Kommt meiner Meinung nach noch dazu.

@wooky
Das war nur um den Jupp zu foppen. Das ist eigentlich sein Spruch. Wer da nicht gleicher Meinung ist der ist dann gleich ... naja 🙂 Und ich will auch nicht von 6 in 2 schalten, beruhig Dich 😉

MfG

Zitat:

@XTino schrieb am 8. Februar 2017 um 08:36:25 Uhr:


Die Quelle sind meine 40 Jährige Erfahrung im Automobilgeschäft. Es liegt an dir es zu glauben oder nicht. :-) Wenn du daran zweifelst frag einen örtlichen Motoreninstandsetzer.

Das reicht mir leider nicht, denn man kann jahrzehntelang auch das Falsche glauben, und je länger man es glaubt, desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit, dass sich die betreffende Person durch Fakten vom Gegenteil des Geglaubten überzeugen lässt - selbst mehrfach erlebt. Ich dachte eher an etwas in der Art: "Standzeit Teillast: XXXX Stunden, Standzeit Volllast: XXXX Stunden", und zwar unter Prüfstandsbedingungen. Da Du sowas nicht liefern konntest (und es sicher auch keine Quelle hierfür gibt), bleibt es also dabei: Volllast verlängert nicht die Motorlebensdauer. Ist zufälligerweise auch genau das, was im motortechnischen Bereich gelehrt wird, und ich denke, ein Ingenieur hat da ein paar mehr Möglichkeiten, um sein Wissen zu untermauern. 😉

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