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Motor überholen? wenn ja was?

Themenstarteram 15. Dezember 2004 um 17:22

hallo,

ich habe einen 6zylinder gekauft, der verkäufer sagte das er lief, ist ca baujahr 75, mehr weiß ich leider nicht...

was würdet ihr jetzt machen? er sieht von aussen relativ sauber aus, wenn man den ventildeckel runternimmt, ist es da auch recht sauber, die steuerkette sieht auch erstmal noch gut aus.

wäre mir sehr hilfreich, wenn jeder schreiben würde, was er persönlich machen würde...

danke

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13 Antworten

Ich würde erstmal rausfinden in welches Auto der Motor gehört *g*

Oder hast du ein Auto mit Sechsender gekauft. welches Modell/Marke??

Mercedes, Jaguar, Opel, Citroen, was weiß ich wer damals noch 6-Zylinder gebaut hat.

Eisenschwein

1. Never touch a runing system - Wenn der Motor einwandfrei läuft, wieso soll man ihn dann überholen?

2. Wenn ich meine Hochleistungsmotoren überprüfe mache ich folgendes:

- Kurbelwellen und Pleuellager tauschen, egal wie der Zustand ist. Denn die Lager sind im Verhältnis sehr billig wenn der Motor schon mal zerlegt ist. Weiterhin tausche ich alle anderen Lager, sofern es sie gibt.

- Alle Verschleissteile gem. Werkstatthandbuch vermessen und bei Bedarf austauschen bzw. überholen lassen. Verschleissteile sind z.B. Zylinderlaufbahn, Kolben, Kolbenringe, Ventilführungen, Ventilsitzflächen, Steuerkette, Axialspiel der Kurbelwelle und Nockenwelle(n), ......

Aber wie Eisenschwein schon geschrieben hat, es kommt auch stark auf die Marke an. Ein gepflegter 280er Mercedesmotor mit 200Tkm ist die Arbeit nicht wert ihn überholen zu wollen. Der ist wahrscheinlich besser in Schuss als ein 2 Jahre alter Golf-Motor

Themenstarteram 16. Dezember 2004 um 17:09

danke erstmal für die antworten.

es ist ein opel motor aus einem admiral, soll auch in einen admiral rein...

ich denke ventildeckel sollte neu abgedichtet werden, und ölwanne auf jedenfall einmal drunter weg, oder?

nur woher weiß ich ob z.b. wie die ölkanäle usw aussehen? mein originaler motor hatte grad 220tkm runter, und ist kurz nach der probefahrt hochgegangen(kolbenklemmer, dann pleuel abgerissen, durch die ölwanne geschlagen...) das will ich nicht nochmal...

würd es also sinn machen den zylinderkopf usw. auseinander zunehmen? hat es zweck sowas selbst zu machen, oder kann man sich so etwas nicht beibringen, wenn man kein kfz-mechaniker ist?

danke!

Wenn der Motor läuft und einigermaßen dicht ist, würd ich ihn auf jeden Fall zulassen. "never touch..." ist auf jeden Fall die Devise. Flüssigkeiten und Filter wechseln, den nächsten Wechsel etwas früher einplanen, das sollte reichen.

Wer keine zwei linken Hände hat, brauchbares Werkzeug und einige technische Unterlagen zum Objekt, der kann durchaus selbst schrauben. Meistens sind es Metzger, Bäcker und Bankangestellte, denen man abraten muß... :D

Eben. Wenn der Motor saut kann man ja die entsprechenden Übeltäter wechseln. Ventildeckeldichtung Ölwanne ist ja nicht so dramatisch. Wie siehts mit dem Ölverbrauch aus. Obwohl wirst du ja noch nicht getestet haben. Sorg mal dafür das das Ventilspiel stimmt, das ist erstes Gebot. Wenn dich die Neugier packt kannst ja mal die Nockenwelle checken ob sie Einlaufspuren zeigt. Aber wie gesagt. Wenn die Mühle rund läuft würd ich da nicht zuviel machen. Auswechseln von Teilen die es nicht nötig haben hat die blöde Angeweohnheit, das das nicht ausgewechselte Nachbarteil, das Neuteil nicht verträgt und man Kettenreaktion auslösen kann. *g*

Eisenschwein

Themenstarteram 16. Dezember 2004 um 21:04

danke, danke....also, das ventilspiel einstellen kann man also, wenn der ventildeckel runter ist oder wie?

und 2linke hände hab ich zum glück nicht... ;-)

also am besten, ventildeckeldichtung neu, ventilspiel einstellen, ölwannendichtung, und ölfilter ist klar, dann vielleicht noch die öldruckfeder und die kugel, dann mal anschmeißen und anhören wie er läuft, kompression messen, wenn dann alles ok ist, wohl am besten so lassen, was?

ein teil nach dem anderen wollte ich nicht so gerne tauschen... ;-)

Themenstarteram 16. Dezember 2004 um 21:11

und vielleicht noch die steuerkette nachspannen?

im anhang, wenn es klappt ist der alte motor, da sieht man ja recht gut, wie dreckig die ventile waren... da sieht der andere wesentlich besser aus... ;-)

Zitat:

Original geschrieben von tigscher

ein teil nach dem anderen wollte ich nicht so gerne tauschen...

das gehört manchmal dazu...

Natürlich kannst du dein Weihnachtsgeld und diverse Monatsgehälter investieren und komplett überholen.

Kurbel-/Nockenwellen-/Pleuellager, Kolbenringe, Dichtungen und Wellendichtringe, alles was irgendwie verschlissen oder angegriffen sein könnte....Mit der Gefahr, irgendwo einen klitzekleinen Fehler zu machen und so die ganze Kohle zu versenken....

Themenstarteram 19. Dezember 2004 um 16:21

ich denke ich werds erstmal versuchen mit ölwanne, ventildeckel(ventile neu einstellen), vergaser neu einstellen, dann mal schauen wie er so läuft...

alles überholen kann man wenn es notwendig ist dann ja immernoch...

Ventile einstellen

 

Vorsicht: Ventile werden normalerweise bei betriebswarmem Motor eingestellt!!! Da kannste ganz schön was falsch machen, wenn du das kalt machst! Und lass dir zumindest von einem Fachmann genau zeigen wie man das macht (Thema: Überschneiden!).

I.d.R. Regel gibts Werte für kalten und warmen Motor. Aber warm ist besser, nach meiner Erfahrung. Dann muß es aber schnell gehen.

Eisenschwein

Themenstarteram 23. Dezember 2004 um 23:32

werde die ventile und den vergaser dann wahrscheinlich vn nem kumpel einstellen lassen, ist sicherer, der hat da ahnung von...

danke für eure hilfe....

mfg und frohes fest tigscher

Zitat:

Original geschrieben von Silikon&Tape

...Natürlich kannst du dein Weihnachtsgeld und diverse Monatsgehälter investieren und komplett überholen.

Kurbel-/Nockenwellen-/Pleuellager, Kolbenringe, Dichtungen und Wellendichtringe, alles was irgendwie verschlissen oder angegriffen sein könnte....Mit der Gefahr, irgendwo einen klitzekleinen Fehler zu machen und so die ganze Kohle zu versenken....

Ich dachte auch immer: Never touch a running system. Aber bei einem Motor, dessen Vorgeschichte unbekannt ist und der evtl. noch Standschäden hatte, würde ich nicht mehr auf das Öffnen und tauschen aller Verschleißteile verzichten. Mein Lancia Beta wurde nach 12 Jahren Abmeldung (gelegentlich mit roter Nummer bewegt) auch wieder normal in betrieb genommen. Wir haben motorseits nur die Pleuellager gewechselt, weil die fertig waren. Nach ca. 1000km bin ich dann mit Kolbenfresser und Kopfdichtunggschaden liegengeblieben. Vorher keinerlei Vorwarnung wie Wasserverlust, Ölverbrauch, Leistungsabnahme etc.

Ursache waren wahrscheinlich die Standschäden an der Zylinderlaufbahn und nach dem Fressen durch die entstehende Hitze der Kopfdichtungsschaden.

Fazit: Wenn ich die Möglichkeit hätte, würd ich den Motor vorher immer aufmachen (Wanne ab, Kopf ab)..

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