Michelin A/S 3+ Hindernis bei Vollgutachten US-Import?
Hallo zusammen,
Habe mir Ende letzten Jahres einen 6er (BJ 2007) aus den USA importiert.
Hab telefonisch mit jemand vom TÜV-Süd gesprochen wegen den Reifen die drauf sind. Handelt sich um Michelin A/S 3+ ohne E-Prüfzeichen, welche in Europa nicht vertrieben werden. Er meinte, wenn kein E-Prüfzeichen drauf ist, aber DOT-Kennung, Geschwindigkeitsindex und Lastenindex, könne man eine Ausnahme machen. Nun habe ich heute mit dem Sachverständigen vom TÜV-Rheinland telefoniert, der letztlich auch die Vollabnahme durchführt und er meinte ich brauche deutschen Standard mit E-Prüfzeichen.
Was ist denn nun richtig? Die Reifen sind DOT 4919 und haben neuwertiges Profil... Es ist zwar schön, dass der Sachverständige meinte, ich könne nach der Fotoprotokollierung und Abnahme wieder die Reifen drauf machen, aber so ein Reifensatz kostet trotzdem um die 500-600€. Und den Reifensatz brauche ich dann nur für die Abnahme. Als Saisonfahrzeug werde ich den ersten Satz wahrscheinlich schon 10 Jahre fahren, da brauche ich keinen zweiten.
Vielleicht hat da jemand von euch schon Erfahrung sammeln dürfen und einen Tipp für mich?
Danke euch.
14 Antworten
Es gibt ja Alternativen zum TÜV. Vielleicht mal bei DEKRA oder KÜS anfragen, ob die mit den US-Reifen leben können?!
Gute Idee, Danke. Hatte nur den TÜV Rheinland im Kopf, da ich das Fahrzeug die 150m hinschleppen könnte.
Aber bevor ich mir einen Reifensatz kaufe, rufe ich die nächstgelegenen Tüv-Süd, Dekra und KÜS-Prüfstellen mal an. Wird nur lustig für den 2-tonnen-Koloss einen Anhänger und ein passendes Zugfahrzeug zu finden, falls die die Abnahme machen würden 😁
Bei so einem Fahrzeug ist das definitiv Sparsamkeit am falschen Platz.
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Das liegt im Ermessensspielraum des Prüfers, wie vieles andere auch. Ich habe meine Reifen drauf lassen dürfen mit dem Hinweis ich darf sie noch herunterfahren. Dito übrigens bei den Blinkern die bei mir auch kein E-Zeichen haben. Es lohnt im jedem Fall vorher mit dem potentiellen Abnehmer zu sprechen da ein Paragraphenreiter jede Menge Ärger verursachen kann.
Was für einen 6er hast Du denn? Du kannst mich gerne anPINnen, ich habe mein Projekt (M6, 2006) heuer im Frühjahr über die Bühne gebracht. Vielleicht können wir uns gegenseitig mit ein paar Tipps befruchten?
Warum schlafende Hunde wecken? Ich hätte das mit den Reifen gar nicht angesprochen. Ich bezweifle, dass das einem Prüfer Normalerweise auffällt.
Doch das fällt dem auf, definitiv! Und noch viel mehr, glaube mir. Es lohnt sich im Vorfeld einige Dinge abzuklären
Also werde jetzt mal einen Termin ausmachen und auf gut Glück hoffen, dass nichts bemerkt wird. Sicherheitshalber habe ich schonmal zwei neue 285er Hinterreifen gekauft…
Ich werde nächste Woche berichten! Danke für eure Tipps
Ich möchte Dir nicht die Vorfreude nehmen aber ich fürchte Du unterschätzt das ganze Vorhaben gewaltig. Es handelt sich hierbei nicht um eine ganz normale TÜV- sondern eine Einzelabnahme. Es sieht nicht so aus dass Du Dich im Vorfeld umfassend über die notwendige Prozedur informiert hast. Hast Du überhaupt alle notwendigen Dokumente zusammen wie z.B. das Abgasgutachten?
Einfach hinfahren bringt Dir sonst gar nichts, außer maximal um mit dem Prüfer vorab etwas Small-Talk zu betreiben und eine erste Rückmeldung zu erhalten was den konkret interessiert. Wenn nicht alles vorbereitet ist, wirst Du sowieso keine Zulassung erhalten, da sind die Reifen das geringste Problem. Deswegen den Akt mit dem Hänger zu veranstalten (sofern Du den nicht sowieso herumstehen hast was nicht der Fall zu sein scheint) würde ich nicht tun; stecke das Geld lieber gleich in vernünftige Reifen. Dir ist hoffentlich bewusst was im Fall eines Unfalls mit nicht zugelassenen Reifen passieren kann.
Die Kiste ist hoffentlich unfallfrei - hast Du einen regulären oder einen Salvage Title?
Tatsächlich habe ich mich mit der Thematik der Einzelabnahme etwas auseinander gesetzt…
Mir gings in dem Thread allerdings nur um die Reifen, da die Sachverständigen hier ja scheinbar unterschiedliche Auslegungen haben. Der Tüv-Rheinland ist 100m von mir entfernt. Wenn er mich heimschickt, dann schleppe ich den Wagen eben wieder die 100m zurück und bin dann schlauer. Wer weiss, vllt passen ihm ja weitere Sachen nicht.. Wird sich zeigen und ich werde berichten
Kauf dir lieber geeignete freigegebene "deutsche" Reifen und fertig. Muss ja kein Michelin pilot Sport schieß mich tot sein, zur Not tuts auch Nexen, Bridgestone etc
Update:
War Freitag beim Sachverständigen vom Tüv-Rheinland. Alles tip top, nur wegen den Reifen muss er sich noch nach einer Ausnahmegenehmigung nach $70 Stvzo erkundigen. Wegen schon erwähntem fehlendem E-Prüfzeichen. Er ist aber guter Dinge, nachdem ich ihm erläutert habe, dass der Tüv-Sued hier in der Regel Ausnahmen macht. Für die Nachwelt: Gesamte Abnahme meines US-Imports inkl. HU kostet 290€. Datenblatt für 284€ hatte ich vorher über den Datenblattservice vom Tüv-Sued besorgt. Vermute der größere Kostenpunkt stellt die Zulassungsbehörde dar.
Hi
danke für die Rückmeldung. Für's Datenblatt habe ich mehr bezahlt, d.h. offenbar lohnt es sich hier die Preise zu vergleichen oder sogar zu verhandeln. Das weiß man leider vorher meist nicht wenn man so etwas zum ersten Mal macht. Die Zulassung war bei mir kein Thema. Glückwunsch schon mal!
Zitat:
@MZ4_93 schrieb am 26. September 2021 um 21:00:31 Uhr:
Update:. Vermute der größere Kostenpunkt stellt die Zulassungsbehörde dar.
Wenn Du jetzt schon knapp 600 bezahlt hast, sind die Zulassungsgebühre PINatz.