Meine Erfahrung mit "geblitzt.de"

Hallo,

ich hatte mich nach einem Verkehrsproblem (Kein Fahrverbot aber Punkte) an Geblitzt.de gewand, da dort ja gesagt wird, man Prüfe das Verfahren auf Fehler, da ja meistens irgendwas nicht eingehalten wird und dadurch das Verfahren eingestellt werden kann, vorweg: das ist in meinem Fall nicht geschehen.

ich zitiere geblitzt de:
"Damit ein Bußgeldverfahren auch gerichtlich Bestand hat, muss der Verkehrsverstoß lückenlos dokumentiert sein. Ebenfalls müssen Messgeräte korrekt geeicht, aufgebaut und bedient worden sein. Ein Großteil der Verfahren weist Formfehler auf, die zu einer Einstellung führen können.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Gründe, die eine Verfahrenseinstellung zur Folge haben können."

Ich hatte erst keine RS angegeben, darauf hin wurde ich mehrfach per Mail aufgefordert diese anzugeben.
Dann hörte ich Wochen nichts und bekam dann eine Mail von einer Anwaltskanzlei dass sie jetzt den Fall Prüfen.
Dann kam der Bussgeldbescheid, da wurde dann umgehen Einspruch eingelegt. Nun vergingen Monate in denen ich immer mal wieder nachgefragt habe, es wurde dann nur geantwortet "Noch in Klärung" etwas Geduld...

Um so verwunderter war ich dann, als ich eine Vorladung vom Amtsgericht bekam. Darauf hin habe ich mich erneut an die Kanzlei gewand und das Schreiben vom AG beigefügt. Nach 2 tagen bekam ich ne Antwort, daß die Anwälte die Sachlage geprüft hätten es aber für mich nicht positiv auswirken würde und ich können ja den Einspruch zurückziehen.
Das habe ich dann auch getan, hat nochmal 18,50 € gekostet.
Angeblich bekomme ich die Gebühren zurückerstattet, habe da aber noch keine Antwort seit einer Woche erhalten.

Fazit:
Ich würde bei klaren Sachlagen die Finger von geblitzt.de lassen, da sich dahinter wie vermutet ganz normale Anwälte verbergen, die auf diese Weise versuchen Geschäft zu genieren und augenscheinlich nur auf RS-Versicherte aus sind.
Wenn es um Strittige Fragen, bzw. vermeiden von Fahrverbote etc. geht dann nehmt euch einen lokalen renommierten Anwalt, hört euch im Bekanntenkreis um, da hat sicher der eine oder andere schon Erfahrungen im Verkehrsrecht gesammelt.

Hoffe das hilft ggf. dem einen oder anderen weiter...

Beste Antwort im Thema

Hallo,

ich hatte mich nach einem Verkehrsproblem (Kein Fahrverbot aber Punkte) an Geblitzt.de gewand, da dort ja gesagt wird, man Prüfe das Verfahren auf Fehler, da ja meistens irgendwas nicht eingehalten wird und dadurch das Verfahren eingestellt werden kann, vorweg: das ist in meinem Fall nicht geschehen.

ich zitiere geblitzt de:
"Damit ein Bußgeldverfahren auch gerichtlich Bestand hat, muss der Verkehrsverstoß lückenlos dokumentiert sein. Ebenfalls müssen Messgeräte korrekt geeicht, aufgebaut und bedient worden sein. Ein Großteil der Verfahren weist Formfehler auf, die zu einer Einstellung führen können.
Es gibt eine Vielzahl weiterer Gründe, die eine Verfahrenseinstellung zur Folge haben können."

Ich hatte erst keine RS angegeben, darauf hin wurde ich mehrfach per Mail aufgefordert diese anzugeben.
Dann hörte ich Wochen nichts und bekam dann eine Mail von einer Anwaltskanzlei dass sie jetzt den Fall Prüfen.
Dann kam der Bussgeldbescheid, da wurde dann umgehen Einspruch eingelegt. Nun vergingen Monate in denen ich immer mal wieder nachgefragt habe, es wurde dann nur geantwortet "Noch in Klärung" etwas Geduld...

Um so verwunderter war ich dann, als ich eine Vorladung vom Amtsgericht bekam. Darauf hin habe ich mich erneut an die Kanzlei gewand und das Schreiben vom AG beigefügt. Nach 2 tagen bekam ich ne Antwort, daß die Anwälte die Sachlage geprüft hätten es aber für mich nicht positiv auswirken würde und ich können ja den Einspruch zurückziehen.
Das habe ich dann auch getan, hat nochmal 18,50 € gekostet.
Angeblich bekomme ich die Gebühren zurückerstattet, habe da aber noch keine Antwort seit einer Woche erhalten.

Fazit:
Ich würde bei klaren Sachlagen die Finger von geblitzt.de lassen, da sich dahinter wie vermutet ganz normale Anwälte verbergen, die auf diese Weise versuchen Geschäft zu genieren und augenscheinlich nur auf RS-Versicherte aus sind.
Wenn es um Strittige Fragen, bzw. vermeiden von Fahrverbote etc. geht dann nehmt euch einen lokalen renommierten Anwalt, hört euch im Bekanntenkreis um, da hat sicher der eine oder andere schon Erfahrungen im Verkehrsrecht gesammelt.

Hoffe das hilft ggf. dem einen oder anderen weiter...

112 weitere Antworten
112 Antworten

wenn wir hier über Moral reden, dann auch über den Moralverfall der uns durch Vorbilder anschaulich gemacht wird.
Politiker mit falschen Doktortiteln und 100tausendeuro in der Schublade Vergessern, die zur Belohnung dann Minister werden. Vorstände von Fusballvereinen die wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis sassen und für die Extra die Vereinssatzung geändert wurde damit die wiedergewählt werden können.
Banken und Automobilkonzernvorstände mit Dreck am Stecken das es stinkt.
Früher wären die aus Scham zurückgetreten - Heute ist die Gier stärker und Schamgefühl ist ein Fremdwort.
Gemacht wird was nicht oder nur gering unter Strafe steht. Risiken werden ausgeblendet und wenn etwas schiefgeht zahlt es der Bürger und darf die Banken retten.
Warum soll denn der Autofahrer sich an Moralvorstellungen halten ?

Ich habe bisher nur allerbeste Erfahrungen mit Top Verkehrsanwälten gemacht. Die klären auch vorher über Chancen, Risiken und ihre Strategie auf. Bis zur Ermittlung des Fahrers können die (steuerlich absetzbaren) Anwaltskosten vom Halter des Firmenwagens übernommen werden. Focus, WiWo und Handelsblatt veröffentlichen regelmäßig Listen von Top-Anwälten - bei Bedarf einfach dort suchen.
Zudem ist ein guter Anwalt für die Firma günstiger als kurzfristig einen Fahrer für 4-12 Wochen einzustellen.

Die Vermittlung von (kostenlosen) anwaltlichen Dienstleistungen via Internet halte ich für dubios. Was nichts kostet taugt auch wenig.

Moin,

ich habe den Titel mal etwas aussagekräftiger gestaltet. "Mein Erfahrung" erschien mir doch etwas dürftig...

MfG

invisible_ghost

MT-Moderation

Hallo, PeterBH,

Zitat:

@PeterBH schrieb am 25. Juli 2017 um 17:07:37 Uhr:


Je öfter der Einzelne einen Arzt aufsucht, Medikamente schluckt, desto teurer wird die Krankenkasse. Soll ich mich jetzt selbst behandeln?

das Beispiel ist gar nicht schlecht.

Schau Dich doch mal beim Arzt oder in der Notaufnahme um, was für Leute da herumsitzen oder frag mal Ärzte, mit was für "schlimmen" Krankheiten ihre Patienten ankommen.

So manchem reicht einfach ein Pflaster oder etwas Zuspruch und etliche wollen einfach mal ein paar Tage Blau machen und dafür zahlt dann die Allgemeinheit.

Viele Grüße,

Uhu110

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Zitat:

@der_Nordmann schrieb am 25. Juli 2017 um 19:22:10 Uhr:


Versteh ich das jetzt richtig?
Wenn eine Messung/Protokoll fehlerhaft ist, man aber weiß das der Tatbestand stimmt, ist es korrekt und moralisch richtig dagegen anzugehen? Das Beispiel mit dem Abstand finde ich schon komisch. 2/10 Abstand und dann da gegen an. Warum muss es erst zu so einem geringen Abstand kommen?
Ich glaube muss aus meiner kleinen heilen Welt mal raus und ins richtige Leben.

Gruß,
der_Nordmann

Da du hierfür zweimal Danke bekommen hast, erläutere ich meinen Fall etwas genauer.

Ich wurde mit 115km/h beim überholen eines LKW gelasert. An der Messung hatte ich schon vor Ort Zweifel.
Nach Akteneinsicht und mit ein bißchen Nachforschen fand ich heraus, das mit der Laserpistole zweispurige Messungen nur unter besonderen Bedingungen (Abstand zwischen den Fahrzeugen min. 3m) sicher korrekt sind.

Der Fehlen des Meßprotokolles war dann der Grund, das Ganze vor Gericht ohne Anwalt durchzuziehen. Selbst das Fahrverbot hätte mich nicht belastet, da ich zur Arbeit in 15 Minuten zu Fuß komme.

Grundsätzlich zahle ich Strafen, hier war ich aber von Anfang an überzeugt dass die Messung nicht stimmt.

Zitat:

@jojo1956 schrieb am 25. Juli 2017 um 21:19:31 Uhr:


wenn wir hier über Moral reden, dann auch über den Moralverfall der uns durch Vorbilder anschaulich gemacht wird.
Politiker mit falschen Doktortiteln und 100tausendeuro in der Schublade Vergessern, die zur Belohnung dann Minister werden. Vorstände von Fusballvereinen die wegen Steuerhinterziehung im Gefängnis sassen und für die Extra die Vereinssatzung geändert wurde damit die wiedergewählt werden können.
Banken und Automobilkonzernvorstände mit Dreck am Stecken das es stinkt.
Früher wären die aus Scham zurückgetreten - Heute ist die Gier stärker und Schamgefühl ist ein Fremdwort.
Gemacht wird was nicht oder nur gering unter Strafe steht. Risiken werden ausgeblendet und wenn etwas schiefgeht zahlt es der Bürger und darf die Banken retten.
Warum soll denn der Autofahrer sich an Moralvorstellungen halten ?

OT: Die Vereinssatzung wurde NICHT geändert damit ein UH wiedergewählt werden konnte!!!🙄 END-OT ..... 😉

Zitat:

@TomF31 schrieb am 26. Juli 2017 um 11:59:38 Uhr:



Zitat:

OT: Die Vereinssatzung wurde NICHT geändert damit ein UH wiedergewählt werden konnte!!!🙄 END-OT ..... 😉

http://www.focus.de/.../...e-fc-bayern-aendert-satzung_id_4269394.html

http://www.rp-online.de/.../...mehr-auf-unbescholtenheit-aid-1.4700539

Zitat:

@jojo1956 schrieb am 26. Juli 2017 um 15:16:48 Uhr:



Zitat:

@TomF31 schrieb am 26. Juli 2017 um 11:59:38 Uhr:

http://www.focus.de/.../...e-fc-bayern-aendert-satzung_id_4269394.html

http://www.rp-online.de/.../...mehr-auf-unbescholtenheit-aid-1.4700539

Also gut, dann nochmal OT @jojo1956:

Die Satzungsänderung betrifft AUSSCHLIESSLICH die Aufnahme von NEUEN Vereinsmitgliedern! Vor der Satzungsänderung durften nur "unbescholtene Bürger" Vereinsmitglied werden. Dies wurde geändert! UH ist schon seit Jahrzehnten Mitglied ..... jetzt verstanden? 😉

Zitat:

@TomF31 schrieb am 26. Juli 2017 um 19:58:33 Uhr:

Also gut, dann nochmal OT @jojo1956:

Die Satzungsänderung betrifft AUSSCHLIESSLICH die Aufnahme von NEUEN Vereinsmitgliedern! Vor der Satzungsänderung durften nur "unbescholtene Bürger" Vereinsmitglied werden. Dies wurde geändert! UH ist schon seit Jahrzehnten Mitglied ..... jetzt verstanden? 😉

Das habe ich verstanden - wurde aber in den nichtbayrischen Medien etwas anders dargestellt.
( siehe auch die beiden Links)

Das ändert aber nichts daran das *früher* als es noch eine Moral gab, dies so nicht möglich gewesen wäre.
*früher* gab es jedoch auch noch kein Internet und wer weiss was uns alles verschwiegen worden ist.

Eine Vorbildfunktion hat solch ein Mensch für mich jedenfalls nicht.

Früher war die Moral nicht besser, nur hat der normale Bürger von den vielen Schweinereien nichts mit oder ab bekommen.

Worum ging es doch hier gleich im Thread?

Zitat:

@twindance schrieb am 26. Juli 2017 um 22:15:13 Uhr:


Worum ging es doch hier gleich im Thread?

Um Erfahrungen mit geblitzt, ... ohne .de 😁

Zitat:

@Rainer_EHST schrieb am 26. Juli 2017 um 22:44:54 Uhr:



Zitat:

@twindance schrieb am 26. Juli 2017 um 22:15:13 Uhr:


Worum ging es doch hier gleich im Thread?

Um Erfahrungen mit geblitzt, ... ohne .de 😁

Seh ich das richtig. Der Blitzer steht in einer Mülltonne😰

Nee, ich vermute mal das Auto rechts. 😉

Da das Fahrzeug rechts nicht parallel zur Strasse steht gehe ich von der Mülltonne aus.

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