Mein Erfahrungsbericht - 1h Probefahrt

BMW i3 I01

Meine Probefahrt,

vorneweg Bilder und Videos gibt es keine. Warum? Weil es davon bereits genügend gibt und das in bester HD- Qualität, als ich sie machen könnte. 🙂

:::::::

Heute war es endlich so weit. Ich hatte eine Stunde Zeit, mir einen Eindruck beim Fahren zu machen.
So viel vorne weg, mein Gesamtfazit ist, wenig überraschend, positiv. 🙂
Es war nebenbei der erste BMW, den ich jemals gefahren bin.

Der i3 stand abgesondert in einem extra Verkaufsnebenraum mit ausgelegten Parkett. Auch hier wurde ein Stand installiert, der die Nachhaltigkeit der Materialien und des Produktionsverfahrens zu Schau stellte.
Mirgefällt es.
Die Testfahren gehen alle auf das Konto von BMW und nicht auf die des Händlers, so der Agent/Verkäufer.
Im Übrigen müssen die Händler den i3 nicht BMW abverkaufen, so wie das bei anderen Modellen der Fall ist.

Erstmals sah ich den i3 real auf der IAA und was mich im Vorfeld erwartete, war mir also schon ein Stück vertraut.
Das Testauto stand beim sehr freundlichen und unaufdringlichen BMW Händler in der Farbe Tonic Silber mit aufpreispflichtigen 19" LM Rädern im Turbinen Design und LED-Scheinwerfern.

Interieur

Nachdem ich meine Unterschrift gesetzt habe saß ich auch schon drin. Es wurde nur noch Ladekabel abgezogen. Natürlich wird auf dem Händlerparkplatz eines jeden BMW-i Händlers eine Ladestation vorzufinden sein.

Und der Umstieg vom Passat (aktuelles Limousinenmodell) machte deutlich, hier ist genau so viel Platz vorhanden, wenn nicht noch mehr!
Nun bin ich 1,85m und kann auf voll elektrische Sitze im Passat zurückgreifen, die man natürlich auch toll verstellen kann.
Im i3 sitzt man erhöht, er erinnert sehr an die Sitzposition im Audi A2.
Die Übersichtlichkeit ist sehr hoch, nach allen Seiten. Was bei heutigen Autos ja ehr selten geworden ist.

Es kommt einen so vor, als würde man in einem Auto sitzen was 2 Klassen über der Kleinwagsegment angesiedelt ist, so luftig ist der Innenraum. Steigt man wieder aus ist es ein Kleinwagen. 🙂

Das wurde unterem erreicht durch:

- Das Fehlen des Mitteltunnel
- Die kompakten aber sehr bequemen Sitze
- Das schwebende hoch liegende Amaturenbrett
- Fehlen des Motors vorne
- Fehlen der B-Säule
- Der Fahrzeughöhe

Innen erfreute man sich an der Austattungslinie Suite, die teuerste Interieur-Ausstattungslinie. Diese kostet 3000 Euro, und gibt es nur in Verbund mit dem Comfortpaket, welches 2000 Euro kostet.

Umgeben von braunem Leder, abstammend von bayrischen Rindern, natürlich gegerbt mit Olivenöl, nachwachsendem Eukalyptusholz aus zertifizierter Forstlandschaft, Verkleidungen aus gepressten als auch gefärbten Hanffasern, als auch Flächen aus nicht schadstoffbelasteter Baumwolle.
Ein echter Bio-Kleider Laden auf Rädern. 🙂Bis auf die Klimabedieneinheit und dem Bereich unterhalb des Armaturenbrett ist das schon eine ganz ausgzeichnete Qualität. Es riecht nicht chemisch im Innenraum und das Leder macht einen warmen hochwertigen Eindruck. Es ist besonders dick, für diese Preisklasse.

Sitzt man im 3er oder 1er BMW wird man feststellen, das beide nicht hier an den i3 ran kommen, im Bezug auf die Hochwertigkeit der Materialien und der Verarbeitunsgqualität. Außerdem wirken beide doch eher beengt, im Vergleich zum i3.

Exterieur

Es polarisiert, keine Frage. Die einen finden es wenig ansehlich, die anderen innovativ.
Ich erntete neugierige Blicke. Ob das so gewollt ist? Ich denke schon. Man soll sehen das er ein Elektroauto ist.

Letztendlich kann man aber sagen das BMW alles richtig gemacht hat, bis auf die Detail-Lösung mit den Türen, worauf ich gleich noch zurück komme.
Zunächst sei gesagt, dass das Design im Realen wesentlich besser rüber kommt. Insgesamt könnte der Linienfluss harmonischer verlaufen, damit beziehe ich mich z.B. auf den abfallenden Knick in der Seite. Es gibt hier und da eine Unterbrechung, wie z.B. der farbliche Verlauf an der A-Säule, der nur zum Teil nach unten durchgehenden in einer Farbe gehalten ist.
Auch passt das Design der unten liegenden Scheinwerfer, die sowohl bei LED als auch bei Halogen, das Fernlicht und die Blinker behalten, nicht ganz so gut zu den oben liegenden, welche das Ablendlicht als auch das Tagfahrlicht enthalten. Wahlweise in LED mit Kurvenlicht, oder Halogen

Nicht desto trotz stört es mich persönlich weniger. Dafür ist ist die gesamte Konzeption des Fahrzeugs zu gut durchdacht.
So stört der Knick bei der unteren Fensterlinie an der Fahrzeugseite noch das ästhetische Empfinden seines Betrachters, so ist der Ausschnitt für die hinten Reiseden von Vorteil, mehr von ihrer Umgebung zu sehen. Genau aus diesem Grund hat BMW es so gelöst.
Zudem erleichtert es einem die Sicht auf sein Umfeld, etwa dann wenn man parkt oder einen Schulterblick machen muss. Man sieht viel mehr!

Obwohl der Vorderwagen kurz ist und der i3 geringe Überhänge aufweist, was eine perfekte Rundumsicht und vor allem eine gute Abschätzung der eigenen Masse ermöglicht, hat man nicht das Gefühl zu wenig Knautschzone zu haben.
Im Gegenteil, man fühlt sich sehr sicher und gut aufgehoben.
Vermutlich liegt es auch daran, wie schon betonte, das das Fahrzeug sich innen eher wie ein geräumiger SUV der Kompaktklasse anfühlt.
Wer sich informiert weiß zudem, das die Fahrgastzelle (BMW bezeichnet als Lifemodul) aus kohlenfaserverstärkten Kunstoff ist. Dieser ist bekanntlich stabiler als Stahl und dürfte enorme Belastungen aushalten.

Am eigentlichen Türkonzept würde ich auch festhalten. Es ermöglicht selbst bei einem 4 Meter Auto bequem auf allen Sitzen zuzusteigen. Der Verzicht auf die B-Säule erlaubt die enorme Steifheit der Fahrgastzelle (getauft Lifemodul).
Das schafft auch innen zusäztlichen Platz. Und beim Auffahen auf eine Straße hat man Vorteile, da hier keine B-Säule ist die die Sicht einschränkt.

Das die hintere Tür nur geöffnet werden kann, wenn die vordere geöffnet ist und die vordere Tür erst geschlossen werden kann wenn die hintere Tür bereits geschlossen ist konnte man wohl nicht anders lösen.
Denn es würde keinen Sinn machen einen Erwachsenen durch so eine Mausefalle zu schicken, also wenn man nur die hintere Tür öffnen könnte.
Wenn man das wollte, das beide Türen separat zu öffnen sind dann müsste der i3 länger sein, weil die hintere Tür bei einem alleinigen Öffnen größer sein müsste!
Das würde aber ein Teil des Raumkonzepts verwerfen.
Im Praxisbetrieb mit mehren zusteigenden Personen muss man das testen.

Aber das man sich auch vorne ab- und anschnallen muss wenn jemand hinten zu- oder aussteigt hätte man vielleicht anders lösen können. Zum Beispiel durch Gurte am Sitz, die dann aber wiederum nicht so platzsparend ausfallen würden.

Im Übrigen würde ich empfehlen den i3 in der Farbe in Arravanigrau zu wählen. Das kaschiert die beschriebenen unschönen Details in der Designfrage, zumal es auch sehr gut zu den farblich abgesetzten schwarzen Teil des Fahrzeugs passt. Insgesamt wirkt das Design so einheitlicher als auch beruhigender.

Fahrbetrieb

Nun zum vermutlich interessantesten Teil, dem Fahren des Elektroautos, das Fahren des BMW i3.
Die Videos sollten bekannt sein. Wenn man die Bremse tritt, den Startknopf rechts am Lenkradstock drückt und die Fahrstufe auf D schiebt, ertönt ein künstlich erzeugtes Geräusch - das Hochfahren der Betriebsbereitschaft.
Da der Testwagen KeylessGo hatte musste man vorher keine Aktionen tätigen.

Es kann losgehen. Unbedarfte sollten beim ersten Mal vom Rangieren des Parkplatz einen behutsamen "Gasfuß" haben. Wenn man zu sehr drauf drücken würde, was ich natürlich nicht gemacht habe, weil ich es wusste, dürfte das Auto einen guten Satz nach vorne machen.
Behutsam mit dem Gaspedal umgegangen setzt sich der i3 flüsterleise und fast schon entspannend in Bewegung. Psssst, diese Stille tut gut.
Runter geht es vom Parkplatz, man merkt gleich der i3 ist sportlich straff abgestimmt, aber ohne das es Komforteinbußen mit sich bringt, solange die Straße nicht richtig schlecht ist.

Die Stille wurde beim Überfahren der Bordsteinkannte erstmals unterbrochen, als es vom Parkplatz des BMW-Händlers ging. Keinerlei Knarzgeräusche, nichts das geringste Verwinden der Karosserie (wenn man es so nennen will). Aber die großen Räder übertragen halt schon die kurzwelligen Stöße vernehmend.

Meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet, der i3 hat ein angenehmes Reifen-Abrollgeräusch. Dies mag der gringen Reifenbreite von 155mm geschuldet sein. Die aber jederzeit genügend Grip bieten. Es war feucht auf der Strasse und Schlupf hat sich trotz Heckantrieb und der spontan einsetzende Leistung nicht gebildet. Das ESP hat nicht eingegriffen.

Auch ist der Geradeauslauf ist ausgezeichnet und der i3 liegt satt, eben stabil, auf der Straße.
Doch kommen wir wieder zurück, zu den ersten Kilometern.

An der roten Ampel stellte sich wieder die Stille ein. Dabei bin ich schon ein sehr leisen und gut gedämmten 4 Zylinder Erdgasmotor gewohnt, der im Stand sein Arbeiten nicht wirklich veraten möchte. Und dennoch, hier war natürlich noch mal eine Steigerung des Geräuschkomforts zu spüren.
Die Ampel wurde grün. Ich wollte es nicht übertreiben aber man entfernte sich äußerst souverän und doch dezent von dem Hinterfahrenden. 🙂 Dabei habe ich natürlich das „Gaspedal“ nur zur Hälfte durch gedrückt.

Die erste wirkliche Kurve,kommt, ein Aufbringer zur einer Bundestraße. Der i3 lenkt spontan ein hat keine Seitenneigung. Kommt nicht sonderlich mit dem Heck, ist aber völlig frei von Antriebseinflüssen bei der Lenkung. So kann man sehr lässig, sicher und geschwind eine Kurve durchfahren. Absolut massentauglich.
Da der i3 einen geringes Gewicht, einen geringen Schwerpunkt als auch ein ausbalanciertes Gewichtsverhälnis zwischen vorne und hinten hat, bedarf es keiner breiteren Reifen für sportlich ambitionierte Fahrer.

Sofort ist der i3 von der Lenkung vertraut, wohl gemerkt nach der ersten Kurve. Ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten.
Hinter mir durchfuhr ein aktueller Porsche Cayenne die selbe Kurve. Am Kurvenausgang hätte er sich anstrengen müsse, hättet wir beide es ernst gemeint. 🙂
Aber ich bin zu reif für solche Spielchen.

Inzwischen habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit spielend erreicht, wirklich unangestrengt und entspannend geht das von statten.
Aber das dürfte bekannt sein. Es ist wie mit einer S-Bahn, nur schneller. Man wird immer schneller, aber das ganze ohne das Straßenbahngeräusch. 🙂
Er marschiert vehement nach vorne.

Es ist immer noch leise, aber die Fahrtwindgeräusche sind hinten an den Türen deutlich zu hören, lauter als bei jedem anderen Auto, was ich zuvor fuhr.
Ist das normal? Nein.
Am Ende per Probefahrt meinte der Händler ein Kunde hätte das auch angedeutet und es wäre keineswegs normal, zumal der Verkäufer einen anderen i3 in Leipzig gefahren ist und somit eine Vergleichsmöglichkeit hat. Es soll wohl am Pobefahrzeug eine Nachbesserung geben.

Da ich grundsätzlich ein ökonomischen Fahrstil pflege und gewohnheitsgemäß immer wieder den Gasfuß nach unten reguliere als auch ausrolle, werde ich zum ersten mal mit der Rekuperation bei der Gaswegnahme konfrontiert.

Im Verlaufe der Fahrt gewöhnt man sich daran, aber man braucht etwas mehr Übung um seinen Fahrstil darauf abzustimmen, eben weil die Rekuperation so stark ist. Vor der Testfahrt wird man übrigens darauf deutlich aber freundlich hingewiesen.
Nimmt man das Gas zu sehr weg fühlt es sich so an, als ob man defensiv bremst. Da dann die Bremslichter aufleuchten sollte man daran denken!
Denn wenn man z.B. 100km/h fährt und aus Gewohnheit den Fuß vom Gas nimmt, ist man schon auf LKW-Tempo (80km/h) reduziert und bekommt Besuch von hinten. 🙂
In der Stadt hat die Rekuperation (das Laden der Batterie durch die Bremswirkung des E-Motors) gleich drei Vorteile.
Erstens kann es so möglich sein, durch den Start & Stop-Verkehr zu fahren, ohne das die Reichweite sich spürbar verringert, wenn dann nur geringfügig.
Bei schweren Stop & Go haben selbst moderne Diesel oftmals ein Verbrauch von bis zu 7 Liter.
Zum anderen werden die Bremsen geschont. Und dadurch wiederum gibt es praktisch keinen Bremsstaub, der die lieben Städter in ihrer Gesundheit beinträchtigen könnte, spitz formuliert. 😉

Weil es Spass macht tritt man immer mal wieder drauf und stellt fest, aus jeder Geschwindigkeit ist die Beschleunigung mehr als ausreichend vorhanden, um es mal dezent zu beschreiben. 😁
Wie sagt der Brite, "Es ist gut zu wissen das man könnte, wenn man wollte“
BMW ist hier ein toller Mix aus Sportlichkeit, Komfort und sicheren Fahren gelungen, sodass es jeden Anspruch gerecht werden sollte! Das alles unter einem ökologischen Aspekt.
Das die Höchstgeschwindigkeit auf 150km/h begrenzt ist sollte einem nicht stören, denn dann interessiert man sich eh für das falsche Auto. 😉

Im EcoPro- und speziell im EcoPro+ Modus wird ein guter Teil der Leistung gegenüber dem Comfort Modus nicht frei gegeben. Beides sind Energiespar-Fahrmodi.
Die Beschleunigung wirkt dann zäher und im EcoPro+ Modus muss man auf Wärme oder Kühlung verzichten, kein Witz. 😁
Die Innenraumtemperatur wird dann gerade so gehalten das es nicht so kalt wie draußen ist. 😉
Praxistauglich ist der EcoPro+ Modus nur bei milden Temperaturen, wo man weder die mit Strom erzeugte Wärme noch eine aktive Kühlung braucht und die Lüftung ausreichend ist. Im EcoPro+ Modus funktioniert auch die Sitzheizung nicht mehr. Im normalen EcoPro Modus hingegen schon.
Letztendlich würde ich sagen, das der EcoPro Modus der Modus ist, in dem man fahren sollte. Man fährt wirklich verbrauchsoptimiert da man durch das Drosseln der Leistung nicht unnötig stark beschleunigt was der Reichweite positiv zum Tragen kommt, muss nicht 90km/h Stunde fahren, wie im EcoPro+ Modus und der Klimatisierungskomfort ist noch da.
Übrigens. Im EcoPro+ Modus verbraucht der i3 den Energiegehalt von ca. einem Liter Benzin auf 100km in Kilowattstunden. Da werden eben alle Register gezogen. So soll eine Reichweite von 190km möglich sein.

Da ich so mit den Verarbeiten der Eindrücke beim Fahren beschäftigt war (Neuland 😁) konnte ich mich nicht wirklich intensiv mit dem iDrive auseinander setzen.
Es unterscheidet sich nur in Teilbereichen von den iDrive-Versionen, die in seinen Konzernbrüdern verbaut sind.
So wird das iDrive durch Menüs zum Energiefluss, Energieverbrauch und der Hochrechnung der Reichweiten hinzugefügt.
Außerdem werden auf der Karte die verschiedenen Reichweiten der jeweiligen Fahrmodi mit Kreisumfängen vom Standpunkt aus dargestellt. Hier werden sogar Anstiege und Gefälle der Geographie mit einbezogen, so das man eine exakte Einschätzung der Reichweite bekommt.
Die Gefälle und Anstiege werden in der Route berücksichtigt. Sollte das Ziel nicht erreicht werden, werden Alternativrouten vorgeschlagen. Zudem können öffentlche Verkerhsmittel mit einbezogen werden.

BMW-i stellt ja eine Applikationen für das Smartphone und Tablett bereit, die ich aber nicht getestet habe.
Dafür braucht man Zeit und einen BMW i-Account!

Die Route kann schon am Frühstückstisch zum Fahrzeug geschickt werden. Außerdem zeigt es den Ladestand, die Restladezeit und die Postition des Fahrzeugs an, wo es geparkt ist.
Zudem kann man das Fahrzeug vorklimatisieren. Entweder kühlen im Sommer, oder vorwärmen im Winter.
Umgekehrt kann die Route vom Fahrzeug auf Smarthone oder dem Tablet übertragen werden. Entweder wenn man zu Fuß durch die Stadt gehen möchte, oder die Straßenbahn nehme möchte, weil die Stadt so verstopft ist.
Und natürlich werden auch Ladestationen im Umkreis angezeigt, wie man ansteuern kann, sofern vorhanden.

Der Testwagen war mit sämtlichen ausgestattet was die Aufpreisliste hergab, bis auf das Schiebedach und die 20“ Räder.
Ich würde definitiv bei 19“ bleiben, ansonsten verschlechtert sich der Abrollkomfort.
Um die LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht zu testen, die der i3 verbaut hatte, war es noch nicht dunkel genug. Aber sie geben zumindest von außen ein sehr weißes und bläulich schimmerndes Licht ab.
An moderne adaptive Bi-Xenon mit dynamischen Fernlichassistent (der nur den Verkehr ausblendet) wird die Lichtleistung aber leider nicht heranreichen, da das Fernlicht über Halogen in den unteren runden Scheinwerfern realisiert wird. Dennoch wird das LED-Ablendlicht mit Kurvenlichtfunktion besser als jedes Halogenlicht sein.

Das Fahrzeug hatte sogar eine Abstandsautomatik mit Aufahrwarnung verbunden mit einem Stauassistent, der automatisch bremst und wieder anfährt. Welche die ich aber nicht getestet habe
Das automatische Einparken erfolgt jetzt erstmals ohne manuellen Brems/Gas Eingriff. Vorher musste man noch Gas geben und bremsen und den Automatikhebel von P auf D und umgekehrt stellen, bei einem Verbrenner.

Der Testwagenpreis betrug ohne Range Extender 50.000 Euro +.

Anmerkungen

- Die Sitzheizung ist dringend zu empfehlen. Sie erlaubt es effizient zu heizen, denn bei kalten Witterungen benötigt das Heizen merklich Energie, wenn man es warm braucht.
Selbst wenn man die Sitzheizung nicht benutzt sollte man sie ordern. Denn nur diese Option ist an ein System gekoppelt, das den Akku beim Laden vorklimatisiert

- Ebenso sollte man aus reiner Vernunft die Wärmepumpe nehmen. BMW spricht von 30% mehr Reichweite, im Bestfall. Sie erlaubt effizientes Heizen.

- Im Sommer könnte die Wärmeschutzverglasung von Vorteil sein. Sie hält den Energieverbrauch beim Kühlen geringer im Konstanten.

- Da der i3 kein Wagen kein Verzichtsauto ist, sondern ein Luxuskleinwagen mit außerordentlichen Qualitäten, sollte man die LED-Scheinwerfer ordern, welche mit Kurvenlicht ausgestattet sind.
Diese erhöhen nicht nur die Sicherheit, zumal die Halogen Variante unbefriedigend sein soll.
Die LED-Scheinwerfer reduzieren den Energieverbrauch und sind besonders langlebig.

- Falls das Auto in einer halben Stunde zu 80% an einer öffentlichen Ladesäule zukünftig geladen soll (CCS), ist diese im Vorfeld zu ordern. Eine Nachrüstung ist nach meiner Kenntnis nicht möglich.

Realistisch ausgestattet beträgt der Kaufpreis, ohne Rangeextender so um die 42.000 - 43.000 Euro.

- Service alle 2 Jahre. (Pollenfilter bzw. Luftfilter & Austausch der Bremsflüssigkeit. Das war`s. 😁

Fazit:

Positiv:

- Ökonomisches Fahren (kein lokaler CO2 Ausstoß, keine lokalen Schadstoffe, geringe Lärmemissionen, außer Reifen kein Feinstaub)
- Geringe Unterhaltskosten
- Fahrspass und Sportlichkeit
- Innenraum sehr luftig, vorne besser als in einem aktuellen VW Passat!
- Hohe Übersichtlichkeit
- Zuverlässigkeit des Autos
- Moderne urbane Vernetzung (bezieht öffentlichen Verkehr und Fußweg mit ein, gleicht Routen auf den Smartphone/Tablet an)
- Exellente Verarbeitungsqualität in Bio-Qualiät (ja ich stehe drauf 🙂 )
- Geringes Fahrgeräusch
- Nachhaltigkeit in der Produktion

Negativ

- Angemessener Grundpreis, aber teilweise unverständliche Aufpreispolitik (betrifft essentielle Optionen für E-Mobilität, die ich bei Anmerkungen erwähnt habe)
- Schlechte Konditionen bei der Finanzierung (aber hier muss man fair sein, BMW hat 3 Milliarden Euro in das i-Projekt gesteckt)
- Wegweisendes Türkonzept, allerdings nicht zu Ende gedacht mit Mängeln in der Praxis (hier kamen auch die Windgeräusche her)
- Würde mir eine Option wünschen wo sich auf der Autobahn der Antrieb in Neutral stellen würde um zu "segeln"
Für die Autobahn und auf der Bundesstraße finde ich die Rekuperaton zu stark. Somit muss man "Gas" geben um die Geschwindigkeit zu halten was auf Autobahnen den Energieverbrauch unnötig ansteigen lässt. Wenn es z.B. abschüssig auf der Autobahn ist, rolle ich nur mit der Motorbremse bei meinen Fahrzeug. Macht 0,0 Liter Verbrauch.

Meckern auf hohen Niveau:

- Windgeräusche sind hinten deutlich zu hoch (Lag laut Verkäufer am Testwagen, s.o)
- Kein Head-Up Display verfügbar 🙂
- LED-Scheinwerfer nur als Ablendlicht (Fernlicht/Blinker vorne über Halogen/Glühbirne)

Würde ich den i3 kaufen, vorausgesetzt die finanziellen Mittel währen da?

JA!

Wenn ihr Fragen habt, fragt.

Ich gratuliere BMW noch mal zu diesem Auto und bedanke mich für die 1h Probefahrt.

MFG,
ein VW Passat Fahrer

Beste Antwort im Thema

Meine Probefahrt,

vorneweg Bilder und Videos gibt es keine. Warum? Weil es davon bereits genügend gibt und das in bester HD- Qualität, als ich sie machen könnte. 🙂

:::::::

Heute war es endlich so weit. Ich hatte eine Stunde Zeit, mir einen Eindruck beim Fahren zu machen.
So viel vorne weg, mein Gesamtfazit ist, wenig überraschend, positiv. 🙂
Es war nebenbei der erste BMW, den ich jemals gefahren bin.

Der i3 stand abgesondert in einem extra Verkaufsnebenraum mit ausgelegten Parkett. Auch hier wurde ein Stand installiert, der die Nachhaltigkeit der Materialien und des Produktionsverfahrens zu Schau stellte.
Mirgefällt es.
Die Testfahren gehen alle auf das Konto von BMW und nicht auf die des Händlers, so der Agent/Verkäufer.
Im Übrigen müssen die Händler den i3 nicht BMW abverkaufen, so wie das bei anderen Modellen der Fall ist.

Erstmals sah ich den i3 real auf der IAA und was mich im Vorfeld erwartete, war mir also schon ein Stück vertraut.
Das Testauto stand beim sehr freundlichen und unaufdringlichen BMW Händler in der Farbe Tonic Silber mit aufpreispflichtigen 19" LM Rädern im Turbinen Design und LED-Scheinwerfern.

Interieur

Nachdem ich meine Unterschrift gesetzt habe saß ich auch schon drin. Es wurde nur noch Ladekabel abgezogen. Natürlich wird auf dem Händlerparkplatz eines jeden BMW-i Händlers eine Ladestation vorzufinden sein.

Und der Umstieg vom Passat (aktuelles Limousinenmodell) machte deutlich, hier ist genau so viel Platz vorhanden, wenn nicht noch mehr!
Nun bin ich 1,85m und kann auf voll elektrische Sitze im Passat zurückgreifen, die man natürlich auch toll verstellen kann.
Im i3 sitzt man erhöht, er erinnert sehr an die Sitzposition im Audi A2.
Die Übersichtlichkeit ist sehr hoch, nach allen Seiten. Was bei heutigen Autos ja ehr selten geworden ist.

Es kommt einen so vor, als würde man in einem Auto sitzen was 2 Klassen über der Kleinwagsegment angesiedelt ist, so luftig ist der Innenraum. Steigt man wieder aus ist es ein Kleinwagen. 🙂

Das wurde unterem erreicht durch:

- Das Fehlen des Mitteltunnel
- Die kompakten aber sehr bequemen Sitze
- Das schwebende hoch liegende Amaturenbrett
- Fehlen des Motors vorne
- Fehlen der B-Säule
- Der Fahrzeughöhe

Innen erfreute man sich an der Austattungslinie Suite, die teuerste Interieur-Ausstattungslinie. Diese kostet 3000 Euro, und gibt es nur in Verbund mit dem Comfortpaket, welches 2000 Euro kostet.

Umgeben von braunem Leder, abstammend von bayrischen Rindern, natürlich gegerbt mit Olivenöl, nachwachsendem Eukalyptusholz aus zertifizierter Forstlandschaft, Verkleidungen aus gepressten als auch gefärbten Hanffasern, als auch Flächen aus nicht schadstoffbelasteter Baumwolle.
Ein echter Bio-Kleider Laden auf Rädern. 🙂Bis auf die Klimabedieneinheit und dem Bereich unterhalb des Armaturenbrett ist das schon eine ganz ausgzeichnete Qualität. Es riecht nicht chemisch im Innenraum und das Leder macht einen warmen hochwertigen Eindruck. Es ist besonders dick, für diese Preisklasse.

Sitzt man im 3er oder 1er BMW wird man feststellen, das beide nicht hier an den i3 ran kommen, im Bezug auf die Hochwertigkeit der Materialien und der Verarbeitunsgqualität. Außerdem wirken beide doch eher beengt, im Vergleich zum i3.

Exterieur

Es polarisiert, keine Frage. Die einen finden es wenig ansehlich, die anderen innovativ.
Ich erntete neugierige Blicke. Ob das so gewollt ist? Ich denke schon. Man soll sehen das er ein Elektroauto ist.

Letztendlich kann man aber sagen das BMW alles richtig gemacht hat, bis auf die Detail-Lösung mit den Türen, worauf ich gleich noch zurück komme.
Zunächst sei gesagt, dass das Design im Realen wesentlich besser rüber kommt. Insgesamt könnte der Linienfluss harmonischer verlaufen, damit beziehe ich mich z.B. auf den abfallenden Knick in der Seite. Es gibt hier und da eine Unterbrechung, wie z.B. der farbliche Verlauf an der A-Säule, der nur zum Teil nach unten durchgehenden in einer Farbe gehalten ist.
Auch passt das Design der unten liegenden Scheinwerfer, die sowohl bei LED als auch bei Halogen, das Fernlicht und die Blinker behalten, nicht ganz so gut zu den oben liegenden, welche das Ablendlicht als auch das Tagfahrlicht enthalten. Wahlweise in LED mit Kurvenlicht, oder Halogen

Nicht desto trotz stört es mich persönlich weniger. Dafür ist ist die gesamte Konzeption des Fahrzeugs zu gut durchdacht.
So stört der Knick bei der unteren Fensterlinie an der Fahrzeugseite noch das ästhetische Empfinden seines Betrachters, so ist der Ausschnitt für die hinten Reiseden von Vorteil, mehr von ihrer Umgebung zu sehen. Genau aus diesem Grund hat BMW es so gelöst.
Zudem erleichtert es einem die Sicht auf sein Umfeld, etwa dann wenn man parkt oder einen Schulterblick machen muss. Man sieht viel mehr!

Obwohl der Vorderwagen kurz ist und der i3 geringe Überhänge aufweist, was eine perfekte Rundumsicht und vor allem eine gute Abschätzung der eigenen Masse ermöglicht, hat man nicht das Gefühl zu wenig Knautschzone zu haben.
Im Gegenteil, man fühlt sich sehr sicher und gut aufgehoben.
Vermutlich liegt es auch daran, wie schon betonte, das das Fahrzeug sich innen eher wie ein geräumiger SUV der Kompaktklasse anfühlt.
Wer sich informiert weiß zudem, das die Fahrgastzelle (BMW bezeichnet als Lifemodul) aus kohlenfaserverstärkten Kunstoff ist. Dieser ist bekanntlich stabiler als Stahl und dürfte enorme Belastungen aushalten.

Am eigentlichen Türkonzept würde ich auch festhalten. Es ermöglicht selbst bei einem 4 Meter Auto bequem auf allen Sitzen zuzusteigen. Der Verzicht auf die B-Säule erlaubt die enorme Steifheit der Fahrgastzelle (getauft Lifemodul).
Das schafft auch innen zusäztlichen Platz. Und beim Auffahen auf eine Straße hat man Vorteile, da hier keine B-Säule ist die die Sicht einschränkt.

Das die hintere Tür nur geöffnet werden kann, wenn die vordere geöffnet ist und die vordere Tür erst geschlossen werden kann wenn die hintere Tür bereits geschlossen ist konnte man wohl nicht anders lösen.
Denn es würde keinen Sinn machen einen Erwachsenen durch so eine Mausefalle zu schicken, also wenn man nur die hintere Tür öffnen könnte.
Wenn man das wollte, das beide Türen separat zu öffnen sind dann müsste der i3 länger sein, weil die hintere Tür bei einem alleinigen Öffnen größer sein müsste!
Das würde aber ein Teil des Raumkonzepts verwerfen.
Im Praxisbetrieb mit mehren zusteigenden Personen muss man das testen.

Aber das man sich auch vorne ab- und anschnallen muss wenn jemand hinten zu- oder aussteigt hätte man vielleicht anders lösen können. Zum Beispiel durch Gurte am Sitz, die dann aber wiederum nicht so platzsparend ausfallen würden.

Im Übrigen würde ich empfehlen den i3 in der Farbe in Arravanigrau zu wählen. Das kaschiert die beschriebenen unschönen Details in der Designfrage, zumal es auch sehr gut zu den farblich abgesetzten schwarzen Teil des Fahrzeugs passt. Insgesamt wirkt das Design so einheitlicher als auch beruhigender.

Fahrbetrieb

Nun zum vermutlich interessantesten Teil, dem Fahren des Elektroautos, das Fahren des BMW i3.
Die Videos sollten bekannt sein. Wenn man die Bremse tritt, den Startknopf rechts am Lenkradstock drückt und die Fahrstufe auf D schiebt, ertönt ein künstlich erzeugtes Geräusch - das Hochfahren der Betriebsbereitschaft.
Da der Testwagen KeylessGo hatte musste man vorher keine Aktionen tätigen.

Es kann losgehen. Unbedarfte sollten beim ersten Mal vom Rangieren des Parkplatz einen behutsamen "Gasfuß" haben. Wenn man zu sehr drauf drücken würde, was ich natürlich nicht gemacht habe, weil ich es wusste, dürfte das Auto einen guten Satz nach vorne machen.
Behutsam mit dem Gaspedal umgegangen setzt sich der i3 flüsterleise und fast schon entspannend in Bewegung. Psssst, diese Stille tut gut.
Runter geht es vom Parkplatz, man merkt gleich der i3 ist sportlich straff abgestimmt, aber ohne das es Komforteinbußen mit sich bringt, solange die Straße nicht richtig schlecht ist.

Die Stille wurde beim Überfahren der Bordsteinkannte erstmals unterbrochen, als es vom Parkplatz des BMW-Händlers ging. Keinerlei Knarzgeräusche, nichts das geringste Verwinden der Karosserie (wenn man es so nennen will). Aber die großen Räder übertragen halt schon die kurzwelligen Stöße vernehmend.

Meine Befürchtungen haben sich nicht bewahrheitet, der i3 hat ein angenehmes Reifen-Abrollgeräusch. Dies mag der gringen Reifenbreite von 155mm geschuldet sein. Die aber jederzeit genügend Grip bieten. Es war feucht auf der Strasse und Schlupf hat sich trotz Heckantrieb und der spontan einsetzende Leistung nicht gebildet. Das ESP hat nicht eingegriffen.

Auch ist der Geradeauslauf ist ausgezeichnet und der i3 liegt satt, eben stabil, auf der Straße.
Doch kommen wir wieder zurück, zu den ersten Kilometern.

An der roten Ampel stellte sich wieder die Stille ein. Dabei bin ich schon ein sehr leisen und gut gedämmten 4 Zylinder Erdgasmotor gewohnt, der im Stand sein Arbeiten nicht wirklich veraten möchte. Und dennoch, hier war natürlich noch mal eine Steigerung des Geräuschkomforts zu spüren.
Die Ampel wurde grün. Ich wollte es nicht übertreiben aber man entfernte sich äußerst souverän und doch dezent von dem Hinterfahrenden. 🙂 Dabei habe ich natürlich das „Gaspedal“ nur zur Hälfte durch gedrückt.

Die erste wirkliche Kurve,kommt, ein Aufbringer zur einer Bundestraße. Der i3 lenkt spontan ein hat keine Seitenneigung. Kommt nicht sonderlich mit dem Heck, ist aber völlig frei von Antriebseinflüssen bei der Lenkung. So kann man sehr lässig, sicher und geschwind eine Kurve durchfahren. Absolut massentauglich.
Da der i3 einen geringes Gewicht, einen geringen Schwerpunkt als auch ein ausbalanciertes Gewichtsverhälnis zwischen vorne und hinten hat, bedarf es keiner breiteren Reifen für sportlich ambitionierte Fahrer.

Sofort ist der i3 von der Lenkung vertraut, wohl gemerkt nach der ersten Kurve. Ein sehr ausgewogenes Fahrverhalten.
Hinter mir durchfuhr ein aktueller Porsche Cayenne die selbe Kurve. Am Kurvenausgang hätte er sich anstrengen müsse, hättet wir beide es ernst gemeint. 🙂
Aber ich bin zu reif für solche Spielchen.

Inzwischen habe ich die zulässige Höchstgeschwindigkeit spielend erreicht, wirklich unangestrengt und entspannend geht das von statten.
Aber das dürfte bekannt sein. Es ist wie mit einer S-Bahn, nur schneller. Man wird immer schneller, aber das ganze ohne das Straßenbahngeräusch. 🙂
Er marschiert vehement nach vorne.

Es ist immer noch leise, aber die Fahrtwindgeräusche sind hinten an den Türen deutlich zu hören, lauter als bei jedem anderen Auto, was ich zuvor fuhr.
Ist das normal? Nein.
Am Ende per Probefahrt meinte der Händler ein Kunde hätte das auch angedeutet und es wäre keineswegs normal, zumal der Verkäufer einen anderen i3 in Leipzig gefahren ist und somit eine Vergleichsmöglichkeit hat. Es soll wohl am Pobefahrzeug eine Nachbesserung geben.

Da ich grundsätzlich ein ökonomischen Fahrstil pflege und gewohnheitsgemäß immer wieder den Gasfuß nach unten reguliere als auch ausrolle, werde ich zum ersten mal mit der Rekuperation bei der Gaswegnahme konfrontiert.

Im Verlaufe der Fahrt gewöhnt man sich daran, aber man braucht etwas mehr Übung um seinen Fahrstil darauf abzustimmen, eben weil die Rekuperation so stark ist. Vor der Testfahrt wird man übrigens darauf deutlich aber freundlich hingewiesen.
Nimmt man das Gas zu sehr weg fühlt es sich so an, als ob man defensiv bremst. Da dann die Bremslichter aufleuchten sollte man daran denken!
Denn wenn man z.B. 100km/h fährt und aus Gewohnheit den Fuß vom Gas nimmt, ist man schon auf LKW-Tempo (80km/h) reduziert und bekommt Besuch von hinten. 🙂
In der Stadt hat die Rekuperation (das Laden der Batterie durch die Bremswirkung des E-Motors) gleich drei Vorteile.
Erstens kann es so möglich sein, durch den Start & Stop-Verkehr zu fahren, ohne das die Reichweite sich spürbar verringert, wenn dann nur geringfügig.
Bei schweren Stop & Go haben selbst moderne Diesel oftmals ein Verbrauch von bis zu 7 Liter.
Zum anderen werden die Bremsen geschont. Und dadurch wiederum gibt es praktisch keinen Bremsstaub, der die lieben Städter in ihrer Gesundheit beinträchtigen könnte, spitz formuliert. 😉

Weil es Spass macht tritt man immer mal wieder drauf und stellt fest, aus jeder Geschwindigkeit ist die Beschleunigung mehr als ausreichend vorhanden, um es mal dezent zu beschreiben. 😁
Wie sagt der Brite, "Es ist gut zu wissen das man könnte, wenn man wollte“
BMW ist hier ein toller Mix aus Sportlichkeit, Komfort und sicheren Fahren gelungen, sodass es jeden Anspruch gerecht werden sollte! Das alles unter einem ökologischen Aspekt.
Das die Höchstgeschwindigkeit auf 150km/h begrenzt ist sollte einem nicht stören, denn dann interessiert man sich eh für das falsche Auto. 😉

Im EcoPro- und speziell im EcoPro+ Modus wird ein guter Teil der Leistung gegenüber dem Comfort Modus nicht frei gegeben. Beides sind Energiespar-Fahrmodi.
Die Beschleunigung wirkt dann zäher und im EcoPro+ Modus muss man auf Wärme oder Kühlung verzichten, kein Witz. 😁
Die Innenraumtemperatur wird dann gerade so gehalten das es nicht so kalt wie draußen ist. 😉
Praxistauglich ist der EcoPro+ Modus nur bei milden Temperaturen, wo man weder die mit Strom erzeugte Wärme noch eine aktive Kühlung braucht und die Lüftung ausreichend ist. Im EcoPro+ Modus funktioniert auch die Sitzheizung nicht mehr. Im normalen EcoPro Modus hingegen schon.
Letztendlich würde ich sagen, das der EcoPro Modus der Modus ist, in dem man fahren sollte. Man fährt wirklich verbrauchsoptimiert da man durch das Drosseln der Leistung nicht unnötig stark beschleunigt was der Reichweite positiv zum Tragen kommt, muss nicht 90km/h Stunde fahren, wie im EcoPro+ Modus und der Klimatisierungskomfort ist noch da.
Übrigens. Im EcoPro+ Modus verbraucht der i3 den Energiegehalt von ca. einem Liter Benzin auf 100km in Kilowattstunden. Da werden eben alle Register gezogen. So soll eine Reichweite von 190km möglich sein.

Da ich so mit den Verarbeiten der Eindrücke beim Fahren beschäftigt war (Neuland 😁) konnte ich mich nicht wirklich intensiv mit dem iDrive auseinander setzen.
Es unterscheidet sich nur in Teilbereichen von den iDrive-Versionen, die in seinen Konzernbrüdern verbaut sind.
So wird das iDrive durch Menüs zum Energiefluss, Energieverbrauch und der Hochrechnung der Reichweiten hinzugefügt.
Außerdem werden auf der Karte die verschiedenen Reichweiten der jeweiligen Fahrmodi mit Kreisumfängen vom Standpunkt aus dargestellt. Hier werden sogar Anstiege und Gefälle der Geographie mit einbezogen, so das man eine exakte Einschätzung der Reichweite bekommt.
Die Gefälle und Anstiege werden in der Route berücksichtigt. Sollte das Ziel nicht erreicht werden, werden Alternativrouten vorgeschlagen. Zudem können öffentlche Verkerhsmittel mit einbezogen werden.

BMW-i stellt ja eine Applikationen für das Smartphone und Tablett bereit, die ich aber nicht getestet habe.
Dafür braucht man Zeit und einen BMW i-Account!

Die Route kann schon am Frühstückstisch zum Fahrzeug geschickt werden. Außerdem zeigt es den Ladestand, die Restladezeit und die Postition des Fahrzeugs an, wo es geparkt ist.
Zudem kann man das Fahrzeug vorklimatisieren. Entweder kühlen im Sommer, oder vorwärmen im Winter.
Umgekehrt kann die Route vom Fahrzeug auf Smarthone oder dem Tablet übertragen werden. Entweder wenn man zu Fuß durch die Stadt gehen möchte, oder die Straßenbahn nehme möchte, weil die Stadt so verstopft ist.
Und natürlich werden auch Ladestationen im Umkreis angezeigt, wie man ansteuern kann, sofern vorhanden.

Der Testwagen war mit sämtlichen ausgestattet was die Aufpreisliste hergab, bis auf das Schiebedach und die 20“ Räder.
Ich würde definitiv bei 19“ bleiben, ansonsten verschlechtert sich der Abrollkomfort.
Um die LED-Scheinwerfer mit Kurvenlicht zu testen, die der i3 verbaut hatte, war es noch nicht dunkel genug. Aber sie geben zumindest von außen ein sehr weißes und bläulich schimmerndes Licht ab.
An moderne adaptive Bi-Xenon mit dynamischen Fernlichassistent (der nur den Verkehr ausblendet) wird die Lichtleistung aber leider nicht heranreichen, da das Fernlicht über Halogen in den unteren runden Scheinwerfern realisiert wird. Dennoch wird das LED-Ablendlicht mit Kurvenlichtfunktion besser als jedes Halogenlicht sein.

Das Fahrzeug hatte sogar eine Abstandsautomatik mit Aufahrwarnung verbunden mit einem Stauassistent, der automatisch bremst und wieder anfährt. Welche die ich aber nicht getestet habe
Das automatische Einparken erfolgt jetzt erstmals ohne manuellen Brems/Gas Eingriff. Vorher musste man noch Gas geben und bremsen und den Automatikhebel von P auf D und umgekehrt stellen, bei einem Verbrenner.

Der Testwagenpreis betrug ohne Range Extender 50.000 Euro +.

Anmerkungen

- Die Sitzheizung ist dringend zu empfehlen. Sie erlaubt es effizient zu heizen, denn bei kalten Witterungen benötigt das Heizen merklich Energie, wenn man es warm braucht.
Selbst wenn man die Sitzheizung nicht benutzt sollte man sie ordern. Denn nur diese Option ist an ein System gekoppelt, das den Akku beim Laden vorklimatisiert

- Ebenso sollte man aus reiner Vernunft die Wärmepumpe nehmen. BMW spricht von 30% mehr Reichweite, im Bestfall. Sie erlaubt effizientes Heizen.

- Im Sommer könnte die Wärmeschutzverglasung von Vorteil sein. Sie hält den Energieverbrauch beim Kühlen geringer im Konstanten.

- Da der i3 kein Wagen kein Verzichtsauto ist, sondern ein Luxuskleinwagen mit außerordentlichen Qualitäten, sollte man die LED-Scheinwerfer ordern, welche mit Kurvenlicht ausgestattet sind.
Diese erhöhen nicht nur die Sicherheit, zumal die Halogen Variante unbefriedigend sein soll.
Die LED-Scheinwerfer reduzieren den Energieverbrauch und sind besonders langlebig.

- Falls das Auto in einer halben Stunde zu 80% an einer öffentlichen Ladesäule zukünftig geladen soll (CCS), ist diese im Vorfeld zu ordern. Eine Nachrüstung ist nach meiner Kenntnis nicht möglich.

Realistisch ausgestattet beträgt der Kaufpreis, ohne Rangeextender so um die 42.000 - 43.000 Euro.

- Service alle 2 Jahre. (Pollenfilter bzw. Luftfilter & Austausch der Bremsflüssigkeit. Das war`s. 😁

Fazit:

Positiv:

- Ökonomisches Fahren (kein lokaler CO2 Ausstoß, keine lokalen Schadstoffe, geringe Lärmemissionen, außer Reifen kein Feinstaub)
- Geringe Unterhaltskosten
- Fahrspass und Sportlichkeit
- Innenraum sehr luftig, vorne besser als in einem aktuellen VW Passat!
- Hohe Übersichtlichkeit
- Zuverlässigkeit des Autos
- Moderne urbane Vernetzung (bezieht öffentlichen Verkehr und Fußweg mit ein, gleicht Routen auf den Smartphone/Tablet an)
- Exellente Verarbeitungsqualität in Bio-Qualiät (ja ich stehe drauf 🙂 )
- Geringes Fahrgeräusch
- Nachhaltigkeit in der Produktion

Negativ

- Angemessener Grundpreis, aber teilweise unverständliche Aufpreispolitik (betrifft essentielle Optionen für E-Mobilität, die ich bei Anmerkungen erwähnt habe)
- Schlechte Konditionen bei der Finanzierung (aber hier muss man fair sein, BMW hat 3 Milliarden Euro in das i-Projekt gesteckt)
- Wegweisendes Türkonzept, allerdings nicht zu Ende gedacht mit Mängeln in der Praxis (hier kamen auch die Windgeräusche her)
- Würde mir eine Option wünschen wo sich auf der Autobahn der Antrieb in Neutral stellen würde um zu "segeln"
Für die Autobahn und auf der Bundesstraße finde ich die Rekuperaton zu stark. Somit muss man "Gas" geben um die Geschwindigkeit zu halten was auf Autobahnen den Energieverbrauch unnötig ansteigen lässt. Wenn es z.B. abschüssig auf der Autobahn ist, rolle ich nur mit der Motorbremse bei meinen Fahrzeug. Macht 0,0 Liter Verbrauch.

Meckern auf hohen Niveau:

- Windgeräusche sind hinten deutlich zu hoch (Lag laut Verkäufer am Testwagen, s.o)
- Kein Head-Up Display verfügbar 🙂
- LED-Scheinwerfer nur als Ablendlicht (Fernlicht/Blinker vorne über Halogen/Glühbirne)

Würde ich den i3 kaufen, vorausgesetzt die finanziellen Mittel währen da?

JA!

Wenn ihr Fragen habt, fragt.

Ich gratuliere BMW noch mal zu diesem Auto und bedanke mich für die 1h Probefahrt.

MFG,
ein VW Passat Fahrer

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Zitat:

Original geschrieben von flex-didi


joh, es wird für die meisten fälle ausreichen, bzw. wofür er letztlich (nicht) gedacht ist (den 2-Wochen-urlaub mit 4 Personen).

PS: Zum Stichwort, "Wärmepumpe" (der Zoe arbeitet ja auch mit sowas), ist doch bei gewohnter Klimaanlage letztlich bereits das Prinzip vorherrschend - nur was ist mit dieser/zusätzlicher dann anders im Kreislauf ?!?

...funktioniert auch umgekehrt aber ohne Motorheizung !

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