Massiver Ölverlust nach kurzer Zeit
Hallo,
gestern Abend bekam ich die Meldung: "Max. 1 Liter Öl nachfüllen, Weiterfahrt möglich."
Ist es beim Q5 2.0 TFSI normal?
Wie habt ihr bisher gemacht?
Öl kaufen und selber nachfüllen?
Oder in die Werkstatt fahren und nachfüllen lassen? Wie lange dauert es? Wie viel kostet es?
Beste Antwort im Thema
Beobachte schon einige Zeit die Diskussion um den Ölverbrauch zwischen Diesel- und Benzinmotoren bei der Quh. Anscheinend wir hier die Meinung vertreten, dass wenig, sehr wenig oder überhaupt kein Ölverbrauch die beste Lösung sei. Ich denke es ist viel wichtiger sich erst einmal Gedanken zu machen in welchen Bereichen im Motor es zum besagten Ölverlust kommt und warum dies in Kauf genommen wird.
In erster Linie gibt es da den Bereich zwischen Kolben und Zylinderlaufflächen, wo Öl für Schmierung und somit zur Verschleißminderung eingesetzt wird. Bei jedem Kolbenhub werden die Zylinderlaufflächen mit Öl benetzt, um anschließend durch die Kolbenringe abgestreift zu werden. Bei diesem Vorgang muß klar sein, dass das Öl seine Schmierwirkung nur entfalten kann, wenn es sich an Ort und Stelle opfert und geringe Mengen anschließend im Zylinder verbrennen. Beim Vergleich zwischen Diesel- und Benzinmotoren fällt sehr schnell auf, dass der Diesel eine wesentlich höhere Verdichtung aufweißt. Aus diesem Grund haben die hier verbauten Kolbenringe und Abstreifringe eine deutlich größere Vorspannung, um den notwendigen Kompressionsdruck auch zu ermöglichen. Dies wirkt sich zwar sehr günstig auf den Ölverbrauch aus, jedoch erhöht sich andererseits die Reibung zwischen Zylinder und Kolben und somit der Verschleiß. Bei Benzinmotoren sind diese Anforderungen nicht im gleichen Maße gegeben, sodass hier mehr Wert auf geringe Reibung und Verbrauch gelegt wird. Eine geringere Vorspannung der Kolbenringe führt zwar zwangsläufig zu einem etwas höheren Ölverbrauch, verbessert jedoch den Zylinderverschleiß massgeblich.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Ölverbrauch ist der Turbolader, der mit Motoröl geschmiert wird. Hierbei muß bedacht werden, dass das Bauteile aufgrund der thermischen sehr hohen Belastungen Abdichtungen mit z.B. Simmeringen nicht erlaubt. Vielmehr kommen sogenannte Labyrinthabdichtungen zum Einsatz, die es dem Öl durch diverse Umlenkungen schwer macht in das Turbinen- oder Pumpengehäuse zu gelangen.
Absolut dicht sind diese Konstruktionen allerdings nicht! Gerade im Bereich des Turbolochs arbeiten Diesel als auch Benziner wie herkömmliche Saugmotoren und sorgen für einen Unterdruck im Pumpengehäuse. Dieser Unterdruck begünstigt natürlich das Eindringen von Öl, speziell wenn bei niedrigen Drehzahlen schlagartig Gas gegeben wird. Sobald der Turbolader jedoch ausreichend Druck aufbaut, ist die besagte Leckage allerdings beseitigt. Vergleicht man auch hier den Ölverbrauch so hat der Diesel erneut Vorteile, da er den Einsatz von Turboladern mit varibaler Turbinengeometrie erlaubt, die frühzeitiger Druck aufbauen können.
Zusammenfassend haben Dieselmotoren heute sicherlich generell einen geringeren Ölverbrauch als vergleichbare Benzinmotoren, jedoch erhöht diese Maßnahme auch gleichzeitig den Verschleiß im Motor. Ölverbrauch ist somit ein ganz normaler und notweniger Vorgang in einem Verbrennungsmotor, der nicht immer ein schlechtes Zeichen sein muß sofern er sich im normalen Rahmen bewegt.
Ich hoffe diese Ausführungen nehmen dem einen oder anderen die Angst, die womöglich schon an einen Motorschaden gedacht haben nur weil Sie bei 8000 km einen halben Liter Öl nachfüllen mußten.
Gruss,
spyder68
(Der die hier aufgeführten Ölverbräuche sehr gelsssen sieht!)
31 Antworten
Also bei meinem vorherigen A4 AvantB7 3.0TDI musste ich auf 240.000km keinen Tropfen Öl zwischen den Wartungsintervallen nachfüllen! Mein Q5 3,0TDI zeigt nach 4000km noch "3/4 voll" an, bin gespannt......
Beim 2.0 TFSI habe ich auch schon gelesen in einigen Zeitschriften, das da Öl nachgefüllt werden muss nach nur wenigen TSD KM.
Offenbar ist das normal- sprich unnormal.
Hallo zusammen,
also ich hatte die Meldung nach 12000km - Öl nachfüllen Weiterfahrt möglich.
Apropos Gewinsspanne, die ist beträchtlich. 4,93 EURO war mal für Longlife 1 Liter angesetzt, 29,99 berechnet. Gut wenn man Löhne etc. und die Entsorgungskosten mitzaehlt, dürfte sich das bei 20,00 EURO einpendeln aber nicht 30,00 pro Liter...ttttztztzztz
Zitat:
Original geschrieben von wrkjobq
Hallo zusammen,also ich hatte die Meldung nach 12000km - Öl nachfüllen Weiterfahrt möglich.
Apropos Gewinsspanne, die ist beträchtlich. 4,93 EURO war mal für Longlife 1 Liter angesetzt, 29,99 berechnet. Gut wenn man Löhne etc. und die Entsorgungskosten mitzaehlt, dürfte sich das bei 20,00 EURO einpendeln aber nicht 30,00 pro Liter...ttttztztzztz
2.0 TDI 11/08
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bei meinem waren es 10.000km
und habe einen halben liter nachgefüllt
hatte vorher einen zafira mit 2,2 liter benziner
un da waren es 14.000km
es ist zwar etwas zeitlich aber für den
anfang normal
das gibt sich aber ist nur zu beginn und
bei neufahrzeugen so
keine sorge!!!
Zitat:
Original geschrieben von rocsam
Also bei meinem vorherigen A4 AvantB7 3.0TDI musste ich auf 240.000km keinen Tropfen Öl zwischen den Wartungsintervallen nachfüllen! Mein Q5 3,0TDI zeigt nach 4000km noch "3/4 voll" an, bin gespannt......
Nach 10 Monaten und 20TKm immer noch 3/4 voll 😉
Zitat:
Original geschrieben von Nilrem
Nach 10 Monaten und 20TKm immer noch 3/4 voll 😉Zitat:
Original geschrieben von rocsam
Also bei meinem vorherigen A4 AvantB7 3.0TDI musste ich auf 240.000km keinen Tropfen Öl zwischen den Wartungsintervallen nachfüllen! Mein Q5 3,0TDI zeigt nach 4000km noch "3/4 voll" an, bin gespannt......
3.0 tdi: nach 6 Monaten und 25 TKM: >3/4 voll.
Gruß
Stefan
(der nicht auf der BAB schleicht)
benzinmotoren drehen einfach höher
das heisst dass auch das öl mehr für die schmierung
gebraucht wird
ich fahre als 2.auto einen swift sport
der dreht 7.500u/min
und habe nach 8.000km öl nach gefüllt
es ist bei den heutigen,
im vergleich zu den "alten" motoren
einfach so.
denn die sind "hochgezüchtet"
denn vor einigen jahren waren
aus einem 2liter motor
keine 211ps möglich
Zitat:
Original geschrieben von bastelonkel
...
denn die sind "hochgezüchtet"
denn vor einigen jahren waren
aus einem 2liter motor
keine 211ps möglich
Richtig, das hat aber so gut wie nix mit der Drehzahl zu tun. Die Motoren waren eben vor einigen Jahren Saugmotoren, heute werden die mit Turbolader und Kompressor befeuert. Daher kommt die Mehrleistung, nicht aus einer Erhöhung der Drehzahl. Der rote Bereich liegt immer noch bei ca. 6500 U/min, da war er schon vor 20 Jahren.
Auch die Verdichtung ist nicht wesentlich höher als vor einigen Jahren.
Das es möglich ist, Motoren zu bauen, die so gut wie kein Öl verbrauchen und bei Wartungsintervallen von 30Tkm nicht zwischendurch befüllt werden müssen, beweisen andere Hersteller.
Gruß
Tom
Hi,
ich musste bei meinem A6 , 3.0 TDI auch nach den ersten 8.500 KM ca. 0,7 Liter nachfüllen. Seitdem ist nun seit 55.000 KM keine Meldung mehr gekommen. Der Motor scheint sich nur am Anfang ein bischen Öl zu gönnen.
hi xc tom
stimmt schon was du sagst
nur der swift sport hat weder einen tubo
noch einen kompressor
aber aus 1800ccm 125ps
ich würde meinen dass es mit der verdichtung
zu tun hat
sprich der kolben muss bei kleineren hubraummotoren
öfter auf und ab
vieleicht mag auch sein dass auf grund
des direkteinspritzen mehr öl gebraucht wird
denn bei meim 1.auto vor 20jahren
habe ich alle 20.000km ein ölservice
machen lassen ohne nachzufüllen
und beim x3 habe ich auch schon nach
ca 12.000 etwas nachgefüllt
nur mich stört das nicht
es ist eben so!!
Zitat:
Original geschrieben von bastelonkel
hi xc tom
stimmt schon was du sagst
nur der swift sport hat weder einen tubo
noch einen kompressor
aber aus 1800ccm 125ps
ich würde meinen dass es mit der verdichtung
zu tun hat
sprich der kolben muss bei kleineren hubraummotoren
öfter auf und ab
vieleicht mag auch sein dass auf grund
des direkteinspritzen mehr öl gebraucht wird
denn bei meim 1.auto vor 20jahren
habe ich alle 20.000km ein ölservice
machen lassen ohne nachzufüllen
und beim x3 habe ich auch schon nach
ca 12.000 etwas nachgefüllt
nur mich stört das nicht
es ist eben so!!
@bastelonkel,
na ja, Ausnahmen bestätigen die Regel 😉 . Mein erstes Auto war ein Scirocco GLI der hatte 1600ccm und 110 PS. Baujahr 1978, also schon mehr als 30 Jahr her, das war auch ein Saugmotor. Trotz des mageren Hubraums drehte der nur bis ca. 6500 U/min. Wenn man ordentlich auf den "Pinn" trat, musste man sicher allerdings mit dem Schalten beeilen, sonst war man ruckzuck am Begrenzer 🙂🙂
Bei 800kg Leergewicht war das Auto mal ein richtiges Spaßmobil. Öl gefressen hat der "erst" ab ca. 80Tkm - dafür dann aber ordentlich. Das lag auf gar keinen Fall an meiner damaligen Fahrweise 😉😉
Im Gegensatz dazu hatte ich vor meinem jetztigen Volvo mal einen C200 Kompressor. Den habe ich auch ordentlich getreten, trotzdem ist der immer ohne Öl nachzufüllen von einem zum anderen Inspektionstermin gekommen. Das gilt übrigens auch für meinen Volvo, obwohl der 30Tkm-Intervalle hat.
Zwischenzeitlich hatte ich mal einen 130PS PD-Passat, der brauchte je nach Fahrweise zwischen 0,5 und einem Liter Öl von Inspektion zu Inspektion (damals 15Tkm). Das fand ich durchaus akzeptabel.
Gruß
Tom
Beobachte schon einige Zeit die Diskussion um den Ölverbrauch zwischen Diesel- und Benzinmotoren bei der Quh. Anscheinend wir hier die Meinung vertreten, dass wenig, sehr wenig oder überhaupt kein Ölverbrauch die beste Lösung sei. Ich denke es ist viel wichtiger sich erst einmal Gedanken zu machen in welchen Bereichen im Motor es zum besagten Ölverlust kommt und warum dies in Kauf genommen wird.
In erster Linie gibt es da den Bereich zwischen Kolben und Zylinderlaufflächen, wo Öl für Schmierung und somit zur Verschleißminderung eingesetzt wird. Bei jedem Kolbenhub werden die Zylinderlaufflächen mit Öl benetzt, um anschließend durch die Kolbenringe abgestreift zu werden. Bei diesem Vorgang muß klar sein, dass das Öl seine Schmierwirkung nur entfalten kann, wenn es sich an Ort und Stelle opfert und geringe Mengen anschließend im Zylinder verbrennen. Beim Vergleich zwischen Diesel- und Benzinmotoren fällt sehr schnell auf, dass der Diesel eine wesentlich höhere Verdichtung aufweißt. Aus diesem Grund haben die hier verbauten Kolbenringe und Abstreifringe eine deutlich größere Vorspannung, um den notwendigen Kompressionsdruck auch zu ermöglichen. Dies wirkt sich zwar sehr günstig auf den Ölverbrauch aus, jedoch erhöht sich andererseits die Reibung zwischen Zylinder und Kolben und somit der Verschleiß. Bei Benzinmotoren sind diese Anforderungen nicht im gleichen Maße gegeben, sodass hier mehr Wert auf geringe Reibung und Verbrauch gelegt wird. Eine geringere Vorspannung der Kolbenringe führt zwar zwangsläufig zu einem etwas höheren Ölverbrauch, verbessert jedoch den Zylinderverschleiß massgeblich.
Ein weiterer wichtiger Aspekt beim Ölverbrauch ist der Turbolader, der mit Motoröl geschmiert wird. Hierbei muß bedacht werden, dass das Bauteile aufgrund der thermischen sehr hohen Belastungen Abdichtungen mit z.B. Simmeringen nicht erlaubt. Vielmehr kommen sogenannte Labyrinthabdichtungen zum Einsatz, die es dem Öl durch diverse Umlenkungen schwer macht in das Turbinen- oder Pumpengehäuse zu gelangen.
Absolut dicht sind diese Konstruktionen allerdings nicht! Gerade im Bereich des Turbolochs arbeiten Diesel als auch Benziner wie herkömmliche Saugmotoren und sorgen für einen Unterdruck im Pumpengehäuse. Dieser Unterdruck begünstigt natürlich das Eindringen von Öl, speziell wenn bei niedrigen Drehzahlen schlagartig Gas gegeben wird. Sobald der Turbolader jedoch ausreichend Druck aufbaut, ist die besagte Leckage allerdings beseitigt. Vergleicht man auch hier den Ölverbrauch so hat der Diesel erneut Vorteile, da er den Einsatz von Turboladern mit varibaler Turbinengeometrie erlaubt, die frühzeitiger Druck aufbauen können.
Zusammenfassend haben Dieselmotoren heute sicherlich generell einen geringeren Ölverbrauch als vergleichbare Benzinmotoren, jedoch erhöht diese Maßnahme auch gleichzeitig den Verschleiß im Motor. Ölverbrauch ist somit ein ganz normaler und notweniger Vorgang in einem Verbrennungsmotor, der nicht immer ein schlechtes Zeichen sein muß sofern er sich im normalen Rahmen bewegt.
Ich hoffe diese Ausführungen nehmen dem einen oder anderen die Angst, die womöglich schon an einen Motorschaden gedacht haben nur weil Sie bei 8000 km einen halben Liter Öl nachfüllen mußten.
Gruss,
spyder68
(Der die hier aufgeführten Ölverbräuche sehr gelsssen sieht!)
@spyder68,
danke für die ausführliche technische Beschreibung. Grundsätzlich ist ein gewisser Ölverbrauch sicher ok. Aber nach 8.500km 1 Liter erscheint mir dann doch etwas viel. Na ja, ist ja hier schon angesprochen worden, vielleicht wird das ja noch weniger, wenn der Motor mal mehr gelaufen hat.
Wie du richtig beschrieben hast, geht es nicht ohne Ölverbrauch. Einige Hersteller sind deshalb einfach so clever und gestalten die Ölwanne und damit die Ölmenge so, dass zwischen Min und Max einfach mehr Luft ist, also anstatt 1Liter bspw. 2Liter. Dann kommt man auch von einem zum anderen Inspektionsintervall. 😉
Gruß
Tom
Zitat:
Original geschrieben von xc_tom
@spyder68,danke für die ausführliche technische Beschreibung. Grundsätzlich ist ein gewisser Ölverbrauch sicher ok. Aber nach 8.500km 1 Liter erscheint mir dann doch etwas viel. Na ja, ist ja hier schon angesprochen worden, vielleicht wird das ja noch weniger, wenn der Motor mal mehr gelaufen hat.
Wie du richtig beschrieben hast, geht es nicht ohne Ölverbrauch. Einige Hersteller sind deshalb einfach so clever und gestalten die Ölwanne und damit die Ölmenge so, dass zwischen Min und Max einfach mehr Luft ist, also anstatt 1Liter bspw. 2Liter. Dann kommt man auch von einem zum anderen Inspektionsintervall. 😉
Gruß
Tom
Hallo XC_tom,
mein alter 2,8 ltr. Audi brauchte auch immer so ca. 1 ltr. auf 5000 km, aber er stand auch nach 280.000 km immer noch gut im Futter und ist nie
mit Panne liegen geblieben. Hätte zum Zeitpunkt des Verkauf auch immer noch darauf gewettet, dass er nochmal mindestens 100.000 km ohne
Probleme schafft.
1 ltr. auf 8500 km ist meines Erachtens nicht zuviel zumal der Motor noch neu ist. Der Verbrauch wird sich mittelfristig sicher noch weiter verbessern, da sich Passungen im Motor noch besser aufeinander einstellen und auch der Turbo leichter läuft und somit früher anspricht. Sofern man dem Motor die Chance gibt warmzulaufen bevor man die volle Leistung abruft, muß zukünftig mit einem zurückgehenden Verbrauch gerechnet werden.
Also genieße die sorgenlose Fahrt mit Deiner Quh. 😉
Gruss,
spyder68