Lexus-Attacke - Mercedes bald mehr als alt dagegen?

Mercedes

http://www.autobild.de/aktuell/neuheiten/artikel.php?artikel_id=6016#

Mercedes wurde ja bereits in den USA von Lexus verdrängt so wie alle anderen deutschen Premium Oberklasse wagen aber droht das nun auch in Deutschland?

304 Antworten

Hallo Forum,

Interessante Posts und Stellungnahmen bisher...bis auf die eine 😉

Um das ganze mal von der Gesellschaftlichen Entwicklung zu betrachten. "Früher war alles besser", Wirtschaftswunder, etc...

Nur nebenbei: Meine Wirtschaftslehrerin meint, es müsse alle 50-100 Jahre einen neuen Krieg geben, damit die Wirtschaft weiterlebt/wiederbelebt wird.

Ich glaube das hat sich folgendermaßen abgespielt. Nach dem Krieg kam das Wirtschaftswunder. Jeder war motiviert Deutschland neu aufzubauen, hat dafür auch in Kauf genommen länger zu arbeiten. Man war froh und stolz, dass man überhaupt wieder Arbeit hatte. Und die Arbeit zeigte Ergebnisse, der Lebensstandard stieg an. Fresswelle, viele Kaufwellen folgten. Jeder musste einen Kühlschrank, Waschmaschine, Auto, usw. haben.
Jetzt meine Einschätzung dazu: Der Lebensstandard ist irgendwann auf ein Niveau gestiegen
auf dem sich immer Menschen ausruhten. Die Arbeitsmoral wird schlechter, man ist nicht mehr bereit so hart zu Arbeiten, weil man aus der lebensbedrohlichen Situation direkt nach dem Krieg heraus ist. Demzufolge verschlechtert sich natürlich auch die Qualität und langfristig gesehen mindert das die Gewinne und später auch Umsätze des Unternehmens (Reklamationen, Meinungsbild über das Unternehmen).
Nun wollen die Arbeitskräfte natürlich ihren einmal erreichten Lebensstandard halten. Wenn man aber ein festes Gehalt bekommt, ist es egal, ob man "hart" Arbeitet oder das ein oder andere mal ein Auge zudrückt, hier und da etwas "pfuscht" oder etwas vergisst. Der Lebensstandard ist also vorerst nicht in Gefahr, auch wenn man das mit der Arbeit nicht mehr ganz so genau nimmt, wie noch vor 50 Jahren (außer man fällt mit seiner "Schlampigkeit" unter ein bestimmtes Level).

Da aber die Qualität der Produkte nicht mehr stimmt, gibt es vermehrt Reklamationen und längerfristig verschlechtert sich die Meinung über das Unternehmen. Dass ein Produkt nicht die gewünschte Qualität liefert spricht sich herum. Und das mindert eben den Gewinn. Jetzt muss das Unternehmen einsparen. In der Qualität etwa? Nein, die ist schon zu schlecht... Lohnkürzungen? Da drohen die Gewerkschaften mit Streiks. Also was nun? Entlassungen! Es geht bergab.....

Dieser Beitrag soll in keiner Weise Arbeitnehmer beleidigen oder zurechtweisen. Der Text spiegelt lediglich meine Theorie bezügl. unserer momentanen Diskussion über Qualität etc. wieder.

Gruß
Standbye

Ich frag mich grad welchen Lexus Jeep er meint, soweit ich weiss gibts nur den SUV RX und der is auch so groß wie der M, da machen die höchsten nen totalschaden aber da wird keiner auf den anderen fahren können. 😁

So, nachdem ich ja etwas soziologischer argumentiert habe (Mentalitäten etc.) möchte ich die Diskussion wieder in eine andere Richtung bringen und zwar anhand eines ganz konkreten Beispiels, nämlich mir selber und meinen Erfahrungen bei

1.) einer deutschen Automarke, die mit "A" anfängt, deren Name ich aber hier nicht nennen möchte

2.) Einer japanischen Automarke, die mit "H" anfängt, deren Name ich jedoch auch nicht nennen möchte.

Ich war Student und fuhr/fahre jeweils ältere Fahrzeuge (>15J.) der beiden Marken und war jeweils bei einer Vertragswerkstatt.

Bei A wurde ich ignoriert, es wurde an mir vorbeigelaufen und nach einiger Zeit wurde ich so halb abgewimmelt, allerdings war ein älterer Mitarbeiter sehr freundlich und hat mir ein paar Tipps gegeben, soz. inoffiziell.

Bei H kam gleich der Meister persönlich, ich wurde sehr zuvorkommend behandelt und beim Zahnriemenwechsel wurde ich quer durch die Stadt nach Haus gefahren. Preisabsprachen werden exakt eingehalten, ein Lackstift, der die falsche Farbe hatte (mein Fehler) wurde ohne zu Murren umgetauscht, einmal wurde ein kleinerer Handgriff umsonst erledigt usw.

Ich komme da nicht umhin, H zwangsläufig beim nächsten Autokauf wieder in meine Überlegungen mit einzubeziehen.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich denke, dass Mercedes mit etwas Fingerspitzengefühl durchaus in der Lage wäre, dem Kunden Qualität außerhalb des Fahrzeuges zu liefern. Ich meine, selbst wenn man NOCH kein Geld hat, irgendwann ist man mit dem Studium fertig und dann erinnert man sich, wo man wie behandelt wurde.

Bei Benz wurde ich übrigens auch sehr nett behandelt, soll also jetzt keine Schelte sein, sondern eher ein Hinweis darauf, dass Autokauf auch etwas sehr persönliches ist.

Moin

hab mir mal erlaubt partiell aufzuräumen.

Die Reaktionen auf den Verbalausfall hab ich mal mit abgeräumt, sonst fehlt der Zusammenhang.

Gruß

AKL33
MOD MB Foren

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@Standbye

Du hast es erkannt, nur das ich hoffe das es kein Krieg geben wird. Wenn ja, wird es keinen mehr geben der uns beim Aufbau finanziell unterstützt.

@Schroederweg

Ja ich kenn das ignoriert zu werden, aber das ist mir bei A oder V noch nicht passiert. Bei Mercedes erst recht nicht. Nur bei BMW. Das liegt aber nicht an der Marke (BMW mal ausgenommen), das liegt einzig und allein an den Personen mit denen du dort zu tun hast und deren Fingerspritzengefühl im Umgang mit Kunden. Manchmal sind die Leute aber auch einfach nur dämlich.

Viele Grüße

Moin,

Ich glaube Schröderweg hat etwas sehr wichtiges gesagt...

Ein Punkt, der ganz unabhängig davon existiert, ob ein Auto nun wirklich gut, oder wirklich schlecht ist.

Es geht einfach darum, das die Schnittstelle zwischen Hersteller und Kunde das jeweils betreuende Autohaus ist.

Und hier kann es dazu kommen, das der Fahrer der den schlimmsten Lexus fährt ... und einmal im Monat in die Werkstatt muss, mit seinem Auto zufriedener ist, als der Mensch der mit seinem Mercedes 1 im Jahr ausserplanmäßig in die Werkstatt muss.

Ich selbst habe erlebt, wie unterschiedlich man beim freundlichen Daimler behandelt werden kann. Bei meinem Stammautohaus, werde ich auch mit meinem W124 sehr freundlich und kompetent behandelt, bekomme adäquate Preise (Ich war 2 mal in der Werkstatt, jeweils probleme wo mir eine freie nicht helfen konnte) und werde fair behandelt. Der Wagen wird vom Meister in Empfang genommen, in meiner Anwesenheit wird der Wagen durchgecheckt, bei einem Kaffee wird das Arbeitsvolumen abgesprochen und ein Preis ausgehandelt (beide Male ein Festpreis!) und ein schriftlicher Auftrag erstellt, wo der Festpreis explizit erwähnt wurde. Anschließend wurde mir angeboten, einen Leihwagen zu günstigen Konditionen zu nehmen, oder aber mich vom Service heimfahren zu lassen. Der Wagen wurde mir anschließend Heim gebracht (das verband der Meister mit der Probefahrt), und ich brachte den Meister wieder zum Händler. Und dies passierte in beiden Fällen. Lobenswertes Verhalten, da geht man gerne wieder hin.

Als mein Wagen in der Fremde rumzickte, bin ich in Unkenntnis der Werkstattlage logischerweise (ich wollte heim) zum freundlichen DC Autohaus gefahren. Dort dauerte es ca. 30 Minuten, bis Ich (das 2. mal an der Info nachgefragt!) dann endlich von einem Werkstattmenschen in Empfang genommen wurde. Das wäre vertretbar, wenn dieser Mensch nicht die ganze Zeit vorher an seinem Schreibtisch gesessen hätte ...

Nach 2 Stunden ... wurde sich dann mal kurz um mein Auto gekümmert, mit der lapidaren Bemerkung, das müsse das Steuergerät sein. Hier wurde mir dann bei ATU weitergeholfen, wo man sich kurz den Verteilerläufer ansah, wechselte und der Wagen wieder lief.

Bei Lexus (seit neuestem gibt es bei mir einen Lexushändler) wird man dagegen generell sehr freundlich behandelt, es ist zeitnah jemand da, der einen betreut und soweit ich es bisher gehört habe, ist der Service auch stets bemüht, freundlich und Mängel am Fahrzeug werden prompt und meist ohne große Diskussion abgestellt. Sind es offenkundig FAHRZEUGMÄNGEL, die aufgrund von Produktionsfehlern zustandekommen, werden diese meist unsichtbar vom Kunden abgestellt.

Das schafft vertrauen und Sicherheit ... und man fühlt sich als Kunde einfach GUT aufgehoben.

Und dann ist man auch mit einem unzuverlässigerem Fahrzeug glücklich, ist das Fahrzeug dann zusätzlich auf einem gleichen Level ... dann wird diese Schere selbstredend noch extremer und wichtiger.

MFG Kester

Zitat:

Original geschrieben von Kenshiro


@Standbye

Du hast es erkannt, nur das ich hoffe das es kein Krieg geben wird. Wenn ja, wird es keinen mehr geben der uns beim Aufbau finanziell unterstützt.

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Ich weiß nicht mit welchen Waffen ein 3er Weltkrieg geführt werden würde,ein 4.Weltkrieg würde dann aber wohl mit Stöcken und Steinen geführt werden....war mal eine Signatur hier bei Motortalk und an die habe ich mich gerade erinnert.....

@Schroederweg

Ja ich kenn das ignoriert zu werden, aber das ist mir bei A oder V noch nicht passiert. Bei Mercedes erst recht nicht. Nur bei BMW. Das liegt aber nicht an der Marke (BMW mal ausgenommen), das liegt einzig und allein an den Personen mit denen du dort zu tun hast und deren Fingerspitzengefühl im Umgang mit Kunden. Manchmal sind die Leute aber auch einfach nur dämlich.

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Ich denke wenn man Stammkunde ist und eine Bindung mit persönlichem Kontakt da ist wird man selten diese Ignoranz erleben wie z.T. beschrieben.

Oft wird aber der fatale Fehler bei Neukunden gemacht,dass taxiert wird ob es ''lohnt'' sich drum zu kümmern oder nur ein Störenfried ohne Geschäftsaussicht im Verkaufsraum steht.....ein häufig gemachter Verkäuferfehler das alleine an der Kleidung ein Kunde eingeschätzt wird.

Auch bei meinem Audihändler wird es so gemacht wie es Kester beschrieben hat,ich fahre hin,werde zurückgebracht und wenn das Auto fertig ist mir in den Hof gestellt Schlüssel im Briefkasten und fertig.....kein Problem.

Oft fordern Kunden in der Zeit von Geiz ist Geil es aber auch herraus schlecht behandelt zu werden,wenn die erste Frage ist ''was gibt es für einen Rabatt'' und das Produkt weniger die Rolle spielt würde ich manchmal auch den Verkäufer verstehen wenn der Rolladen runter geht.

Grüße Andy

Viele Grüße

Das mit dem persönlichen Kontakt gestaltet sich mitunter auch für Stammkunden sehr schwierig in einer großen Mercedes Benz Niederlassung. Ich habe in meiner jetzigen Niederlassung 3 Neufahrzeuge gekauft, jedesmal bei einem anderen Verkäufer und der Service wird zwar regelmäßig aber nicht vom gleichen Team durchgeführt. Es ist nicht so, dass ich unzufrieden wäre, aber es ist doch sehr anonym, was natürlich auf die Größe des Betriebs zurückzuführen ist und wohl auch darauf, dass es mir auch nicht sehr wichtig ist.
Meine Frau hatte mal ein Hyundai Coupe , von 1997-2001, hat mich nicht sonderlich begeistert der Wagen , knallgelb war er auch noch, aber sie fand ihn hübsch. Gekauft haben wir den bei einem kleinen Familienbetrieb, Vater war für den Verkauf zuständig, Sohn für die Werkstatt und die Tochter hat das Büro gemacht. Das hat mir schon gefallen, da kannte man seine Ansprechpartner, auch am Telefon wurde man nicht hin und her verbunden, weil sie einen auch kannten.
Vor allem hat mich die Freundlichkeit, Zuverlässigkeit und Einsatzbereitschaft dieser Familie begeistert. Aber so ist das wohl, wenn man nicht einfach nur angestellt ist und einen Job macht, sondern für sich selber arbeitet und ein hohes Maß an persönlicher Verantwortung trägt.
Ich habe den Betrieb auch später ein paar Leuten weiterempfohlen und eine Bekannte hat sich dort wirklich einen neuen Santa Fe gekauft

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