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Leistungssteigerung Peugeot eintragen lassen, risiken?

Themenstarteram 9. April 2017 um 14:24

Guten Tag,

ich habe mir aus einer alten Jugendleidenschaft heraus einen Peugeot 106 S16 gekauft. Dieser wurde als Neuwagen bei Peugeot am Motor getuned.

Schmiedekolben, Fächerkrümmer, Kopf, Nockenwelle. Laut Leistungsprüfstand hat der Wagen nun 165ps statt 118 PS.

Die Änderungen am Fahrwerk und Felgen wurden eingetragen, die Leistungssteierung leider nicht. Ich möchte die Leistungssteigerung aber gern eintragen bevor ich den Wagen jetzt zulasse.

Meine Fragen:

1. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Änderungen angenommen werden ohne noch riesen Änderungen z.B. an den Bremsen durchzuführen? Wie werden die notwendigen Änderungen bemessen?

2. Was kostet die Eintragung, erfolgt dies über eine Einzelabnahme?

3. Wird die Leistungsprüfung dann direkt beim TÜV durchgeführt oder muss ich vorher auf einen Leistungsprüfstand?

4. Sollte der Prüfer sagen. "Da müssen Sie aber noch das ganze Bremssystem wechseln." Kann ich dann noch sagen "Nein danke" oder ist in dem Moment, die Betriebserlaubnis erloschen und ich bekomme keine Zulassung mehr?

Ich danke!

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@frufus309 schrieb am 9. April 2017 um 14:24:55 Uhr:

4. Sollte der Prüfer sagen. "Da müssen Sie aber noch das ganze Bremssystem wechseln." Kann ich dann noch sagen "Nein danke" oder ist in dem Moment, die Betriebserlaubnis erloschen

Wenn, dann ist sie nicht erloschen, sondern das Gefährt hatte von vornherein nie eine.

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Zuerst mal alle Klarheiten beseitigen, das kann aber am besten die Persohn welche am Ende den Wisch unterschreibt.

In Alt Deutschland zu einem fähigen Tüv Prüfer in Neu Deutschland zu einem fähigen Dekra Prüfer.

In der Regel tragen die Prüfer nicht einfach Leistung xy Kw ein sondern wollen dazu auch was haben, wenn der Prüfer eigen ist dann akzeptiert dieser auch nur Messungen von bestimmten Leistungsprüfständen, deswegen vorher nachfragen.

Dieser kann dir auch sagen ob die Bremsanlage und der Rest des Fahrzeuges zu dieser Leistung passen würde.

Zum Thema Abgasgutachten, kann dies der abnehmende Prüfer in auftrag geben und dir sagen was der Spass kosten wird.

Das einfachste ist wenn der Umrüster (zuerst schreibst du der Hersteller, wenn es der Hersteller war wundert es mich das er keine Zulassung dafür beantragt hat, hätte ihn wahrscheinlich drei Bier gekostet/ Oder ist das ein reines Rennfahrzeug?, jetzt sagst du das Autohaus, wieso hat dieses nicht den Umbau abnehmen lassen? ) Bei Umrüster nachfragen ob da nicht sogar schon was in der Richtung bestehen würde.

Es liest sich auch so das dein Fahrzeug nicht das einzigste mit so einem Umbau ist, also gibt es noch andere und die wahrscheinlichkeit ist groß das andere den Umbau abgenommen haben, Kopien von deren Papieren besorgen und zum Prüfer rennen und dem Mitteilen das genau die Kombination schon mal von einem Prüfer abgenommen wurde.

Man kann sich nur wundern. Was ist das denn für ein Händler, der einen Neuwagen umbaut und ohne Eintragung verkauft? Hoffentlich ist der Umbau besser gemacht als die Dokumentation. Plan A wäre für mich: Versuch das Auto wieder loszuwerden. Ätt Juristen unter uns: Kann man den Händler nicht wegen arglistiger Täuschung haftbar machen, wenn er ein Auto ohne Eintragungen verkauft? Auch noch als soundsovielter Halter? Sowas kann man ja nicht mal eben übersehen, da steckt doch Absicht dahinter.

Was das für n Händler?

Modifiziertes Fahrzeug und keine Dokumente?

Teile alle zugelassen?

Mach kein scheiss mein Jung.

Nicht das dir den finanziellen Strick umlegst.

Themenstarteram 11. April 2017 um 16:24

Also noch mal von vorne. Der Wagen wurde vom Marken Händler (Hersteller, kein Hinterhofhändler) als Neuwagen umgebaut. Geplant war wohl die Teilnahme an Gruppe F Rallyes. Nach den Regularien wurde der Wagen umgebaut. Der Umbau ist absolut Professionell gemacht, ich hatte ihn schon in der Werkstatt. Quasi Neuwagenzustand, kaum was gelaufen. Ich vermute aber, dass der Händler damals keine Notwendigkeit darin sah die Leistungssteigerung eintragen zu lassen, da es ja kein Turbo/Kompressorumbau ist, ich war bis vor kurzem auch der Meinung, dass Leistungssteigerungen nur bei baulichen Veränderungen notwendig sind. Regulär Streut der 1,6 - 16V von PSA schon bis zu 20% nach oben, ohne irgendwelche Eingriffe. Es ist einer der Motoren mit der größten Serienstreuung nach oben. Vermutlich um die Versicherungsklassen einzuhalten, 118PS hatte noch keiner auf dem Prüfstand. Aus dem Grund kommt man ja schon Serie auf so absurde Beschleunigungswerte, trotz „nur“ 118 PS.

Der direkte Vorbesitzer von dem ich den Wagen nun gekauft hab, hatte den Wagen so vom Autohaus vor über 16 Jahren gekauft. Der Umbau ist Ende der 1990er Jahre erfolgt, den Markenhändler habe ich kontaktiert, der hat den Wagen zwar noch im System aber aufgrund der Zeitspanne keine Dokumentation mehr im System. Die Aussage über die 165PS laut Prüftstand, ist mündlich überliefert, ohne Nachweise.

Mein Knackpunkt ist folgender: Mir ist bewusst, dass der Wagen schon seit fast 20 Jahren so unterwegs ist. Es gibt keine Nachweise, ich fühle mich aber nicht wohl und gern absolut legal unterwegs.

Ohne Nachweise vom Händler wird das wohl eine fiese Nummer für dich werden, weil dann alles an dir hängen bleiben wird was die Erstellung von Gutachten und dergleichen angeht. Da würde ich ja alles daran setzen, vll doch noch irgendwie was auftreiben zu lassen.

Zitat:

@frufus309 schrieb am 11. April 2017 um 16:24:34 Uhr:

Regulär Streut der 1,6 - 16V von PSA schon bis zu 20% nach oben, ohne irgendwelche Eingriffe.

Das würde ja bedeuten, dass dem Hersteller die notwendige Zuverlässigkeit für die Erteilung einer Typgenehmigung fehlt, wenn er die gleichmäßigkeit der Produktion innerhalb der gegebenen Toleranzen (+/- 5% für Nachprüfungen bei der Motorleistung) nicht gewährleisten kann?!

:D

Themenstarteram 14. April 2017 um 19:57

Wenn das so ist. PSA Motoren sind ja bekannt für die hohe Streuung nach oben.

Zitat:

@frufus309 schrieb am 11. April 2017 um 16:24:34 Uhr:

Die Aussage über die 165PS laut Prüftstand, ist mündlich überliefert, ohne Nachweise.

Mein Knackpunkt ist folgender: Mir ist bewusst, dass der Wagen schon seit fast 20 Jahren so unterwegs ist. Es gibt keine Nachweise, ich fühle mich aber nicht wohl und gern absolut legal unterwegs.

Fahr doch erstmal auf einen Prüfstand um zu sehen was er wirklich bringt. Sagen kann man viel...

So und da der Wagen schon 20 Jahre und etliche male über den TÜV gekommen ist scheint ja in Sachen was im Motorraum zu sehen ist nicht viel zu sein. Bei einem Sauger von sagen wir mal mit Streuung 130 PS nochmal 35 obendrauf zu legen und da nicht sichtbare Modis an Ansaug , Auspuff zu machen halte ich zwar nicht für unmöglich aber dennoch seltsam.

Schmiedekolben sind nicht das Problem. Hat der Wagen "neue Nockenwellen" bekommen? Die sind für das Abgasverhalten entscheidend. Etwas mehr Drehzahl und zur Sicherheit Schmiedekolben verändert das Abgasverhalten formal nicht, da im Prüfzyklus diese Leistung nie gemessen und abgerufen wird (VW & Co lassen grüßen). Somit ist das Abgas kein Hindernis. Und ob wirklich andere Nocken drin sind, das weisst du mangels Dokumentation wirklich nicht und kannst es damit mit Gewissheit nicht angeben.

Wenns nur die Abgasanlage, Ansaugbereich und eben Schmiedekolben ist, dann machen die eine Geräuschmessung und das wars. OB dem so ist - das sagt dir der TÜV/Dekra Prüfer.

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