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Leihwagen mit Sommerreifen auf schneebedeckten Straßen

Themenstarteram 15. November 2007 um 12:11

Mann, oh Mann, das ist zum Mäusemelken.

Wir waren gerade bemüht, kurzfristig für einen Mitarbeiter für ein paar Tage einen Leihwagen zu beschaffen. Dieser sollte natürlich mit Winterreifen bestückt sein, da hier bei uns hier im Süden der Winter Einzug hält bzw. Einzug gehalten hat.

Aber was soll ich sagen: Dies ist ein odyssee-mäßiges Unterfangen, fast unmöglich. Nach endlosen Telefonaten haben wir dann doch noch einen „aufgetrieben“, der Winterreifen hat und nicht nur mit Sommerreifen ausgestattet ist.

Da wird in Deutschland alles und jedes reglementiert und verboten, ob sinnvoll oder nicht. Nur hier, wo meines Erachtens eine entsprechende Bestimmung durchaus ihre Berechtigung hätte, herrscht „luftleerer Raum“. Ist die Vermieter-Lobby so stark?

Dabei wäre es doch relativ einfach: Wenn die Verleiher verpflichtet würden, generell z.Bsp. im Zeitraum vom 01. November bis 31. März nur Fahrzeuge mit Winterbereifung verleihen zu dürfen. Das wäre doch mal eine Reglementierung, die tatsächlich zur allgemeinen Verkehrssicherheit beitragen würde. Und ich hätte auch nichts dagegen einzuwenden, sofern dann die Mietpreise ein paar Euro am Tag höher ausfallen würden.

Ich für meinen Teil möchte jedenfalls nicht unbedingt im Schneegestöber einem „zwangsweise“ sommerbereiften Leihwagen-Fahrer begegnen ...

Beste Antwort im Thema

Zitat:

Original geschrieben von R 129 Fan

Da gibt es einen einfachen Weg. Man mietet woanders.

Genau.

Ich wollte vor kurzem, als es in Bayern gut Schnee hatte, für eine Woche einen Kleinwagen mieten. Einer der ganz großen Vermieter hatte die Vorstellung, dass er brutto ~19€/Tag für Winterreifen verlange könnte. Ich habe extra telefonisch nachgefragt, ob die das Ernst meinen. Antwort war: Ja, es gebe keine Pflicht, und wenn ich ohne das bestelle, wäre das eine Problem des Fahrzeugführers, ohne zu fahren. Bei 7 Tagen hätte ich die kleinen Polo-Reifen schon fast selber kaufen können, da waren wir bei ~130€ nur für die Winterreifen.

Die (kleinere regionale) Konkurrenz wollte 20€ für die Dauer der Anmietung, hat letztlich selbst die nicht verlangt. Mietet man halt da. Problem ist, dass die z.B. am Flughafen nicht vertreten wären.

Grüße

Einbayer

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Ich verstehe das nicht ganz.

Du mietest ein Fahrzeug und das muss den gängigen Vorschriften entsprechen.

Und wenn Winterreifen vorgeschrieben sind, dann müssen die eben auch drauf sein.

Die dürfen ja auch kein Fahrzeug ohne TÜV vermieten.

Eigentlich muß man sich als Kunde darauf verlassen können, daß alle verkehrstechnischen Vorschriften von Seiten des Vermieters eingehalten werden.

Dies spiegelt aber leider, wie oben geschrieben, NICHT die Realität wider.

Und im Fall des Falles ist der entsprechende Fahrer der Dumme, den der hat für den ordnungsgemäßen Zustand während der Fahrt zu sorgen. Und wo winterliche Verhältnisse sind, darf er dann halt in dem Moment nicht fahren.

Zitat:

Original geschrieben von Speedwoman

Ich verstehe das nicht ganz.

Du mietest ein Fahrzeug und das muss den gängigen Vorschriften entsprechen.

Und wenn Winterreifen vorgeschrieben sind, dann müssen die eben auch drauf sein.

Die dürfen ja auch kein Fahrzeug ohne TÜV vermieten.

Eigentlich muß man sich als Kunde darauf verlassen können, daß alle verkehrstechnischen Vorschriften von Seiten des Vermieters eingehalten werden.

Die Vorschrift Winterreifen ist mir neu.

Das ist doch wieder so ein Gummiparagraph. Der Witterung angapasste Bereifung.

Fährst du am 9. November bei Schnee mit Sommerreifen zahlst du. 2 Tage später bei 10 Grad und Sonne ist das legal.

Theoretisch kann man sich ja ein Auto mieten um es stehen zu lassen.

Das einzige was den Vermieter "zwingen" kann Winterreifen aufzuziehen ist das Mietverhalten des Kunden.

Themenstarteram 15. November 2007 um 14:50

Zitat:

Das einzige was den Vermieter "zwingen" kann Winterreifen aufzuziehen ist das Mietverhalten des Kunden.

Das ist grundsätzlich schon richtig, der Mieter hat’s in der Hand.

Aber wenn unbedingt auf die Schnelle ein Fahrzeug benötigt wird und, wie unsere gemachte Erfahrung zeigt, kaum eines mit Winterbereifung im Angebot ist, lässt sich möglicherweise so mancher notgedrungen doch mit der Sommerbereifung abspeisen und hofft: „Es wird schon gut gehen“.

Nicht außer Acht lassen sollte man auch, dass es viele (geschäftsreisende) Mietwagenfahrer gibt, welche aus Ländern kommen, wo man Schnee und Eis nur aus dem Fernsehen kennt. Diese Leute sind sich der gesamten Thematik und Problematik überhaupt nicht bewusst, woher denn auch.

Da hat die Sekretärin mal kurz in Deutschland einen Mietwagen vorbestellt, der Chef jettet an, nimmt am Flughafen seinen Autoschlüssel samt sommerbereiftem Mietwagen in Empfang und fährt, bar besseren Wissens, einfach los – und durchaus manchmal leider ins Verderben.

klingt jetzt hart, aber meistens hast du doch ne Vollkasko ohne SB...da wäre es mir egal...

auch wenn ich kein freund von ihnen bin, aber Ganzjahresreifen würde hier imho sinn machen.

Da ich berufsbedingt mit den ganzen Flotten zu tun habe, kenne ich dieses Problem...Ursache liegt halt darin, dass bei Neuwagenbestellung Sommerreifen mit dabei sind - logisch; räder gehören ja zum bestandteil des autos.

Aber winterreifen würden extra kosten, das sind ausgaben, die sich der Flottenbetreiber erstmal spart.

 

Wobei ich auch sagen muss, dass es viele betreiber gibt, die insbesondere jetzt ihre neuwagen ab werk direkt mit Winterreifen bestellen. Hertz z.b.

 

kleiner tipp am rande: bei hertz erkennt man die fahrzeuge welche mit winterreifen bestellt wurden am kennzeichen.... DN-WR ...

(da diese kennzeichenserie mittlerweile aufgebraucht ist, gibts nun natürlich auch noch andere buchstabenkombinationen....)

 

gruß martin

Themenstarteram 15. November 2007 um 15:27

Zitat:

klingt jetzt hart, aber meistens hast du doch ne Vollkasko ohne SB...da wäre es mir egal...

:D gut gebrüllt. Typisch deutsch gebrüllt. :):)

Ne, mal im Ernst. Fundamental geht es ja nicht nur um die Delle im Auto.

Man kann sich bei einem Bumms den eigenen Möckel ja auch ganz schon anstossen. Und wenn dann auch noch Dritte in Mitleidenschaft gezogen werden (und da denke ich jetzt auch nicht nur an deren Auto ...). Muß ja wirklich nicht sein.

Zitat:

Original geschrieben von joschi67

Zitat:

Original geschrieben von Speedwoman

Ich verstehe das nicht ganz.

Du mietest ein Fahrzeug und das muss den gängigen Vorschriften entsprechen.

Und wenn Winterreifen vorgeschrieben sind, dann müssen die eben auch drauf sein.

Die dürfen ja auch kein Fahrzeug ohne TÜV vermieten.

Eigentlich muß man sich als Kunde darauf verlassen können, daß alle verkehrstechnischen Vorschriften von Seiten des Vermieters eingehalten werden.

Die Vorschrift Winterreifen ist mir neu.

Das ist doch wieder so ein Gummiparagraph. Der Witterung angapasste Bereifung.

Fährst du am 9. November bei Schnee mit Sommerreifen zahlst du. 2 Tage später bei 10 Grad und Sonne ist das legal.

Theoretisch kann man sich ja ein Auto mieten um es stehen zu lassen.

Das einzige was den Vermieter "zwingen" kann Winterreifen aufzuziehen ist das Mietverhalten des Kunden.

Du kannst auch bei -10°C angepasst mit Sommerreifen fahren. Nämlich dann, wenn die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei 0% liegt und herrlichster Sonnenschein herrscht.

Zitat:

Original geschrieben von patti106

 

Du kannst auch bei -10°C angepasst mit Sommerreifen fahren. Nämlich dann, wenn die Niederschlagswahrscheinlichkeit bei 0% liegt und herrlichster Sonnenschein herrscht.

Solange kein Schnee oder matsch auf der Straße liegt kannst Du auch bei 99%-iger Niederschlagswahrscheinlichkeit weiterfahren. Nur wenn es dann runterkommt mußt Du halt anhalten.

Zitat:

Original geschrieben von horro63

Dies ist ein odyssee-mäßiges Unterfangen, fast unmöglich. Nach endlosen Telefonaten haben wir dann doch noch einen „aufgetrieben“, der Winterreifen hat und nicht nur mit Sommerreifen ausgestattet ist.

Dein / Euer Teilglück:

Für die Winterreifen haften Fahrer und Halter.

Clever:

Mietvertrag unterschreiben, Annahme des Fahrzeuges ohne Winterreifen verweigern und mit Schadensersatz drohen. :D

Typisch:

Jeder Unsinn ist in D reguliert - erfolgreich am Markt sind diejenigen die sich daran nicht halten.

Der Staat benachteiligt die Vernünftigen und Ehrlichen.

Das sind aber genau diejenigen die ehrlich ihre Steuern zahlen. :rolleyes:

 

Naja, wenni chschon weiß, dass Niederschlag kommen wird, würde ich eher nicht mehr losfahren und dann irgendwo in der Pampa nen Zwangsstopp auf einem Autobahnparkplatz machen.

Ich frage mich aber auch, ob ich eine überzogene Fantasie habe.

Als Vermieter kann man doch sicher beim Autohersteller ne Ansage machen a la:

Ich kaufe bei dir jetzt 10.ooo Autos und bekomme die mit Allwetterreifen Marke XY oder ich kaufe bei bei dir nicht ein einziges Auto!

Zitat:

Original geschrieben von patti106

 

Als Vermieter kann man doch sicher beim Autohersteller ne Ansage machen a la:

Ich kaufe bei dir jetzt 10.ooo Autos und bekomme die mit Allwetterreifen Marke XY oder ich kaufe bei bei dir nicht ein einziges Auto!

Ob du damit jemanden beeindrucken kannst?

Mein Chef will ne E-Klasse und Sixt,Hertz und wie sie alle heißen sagen dann: Och Mensch nimm nen 5er oder 7er BMW, wir haben keinen Benz weil die uns keine Winterreifen sponsorn.

Ich glaube nicht das sich eine Autovermietung so auf dem Markt halten kann.

Kennt einer die "Dauerrenner" in der Vermietung?

Ich tippe mal (ohne es zu wissen) auf Golf, E-Klasse und A6.

Also wirst du von Benz, Audi und VW nur hönisches Gelächter ernten.

Gruß,

Joschi

Ob es den Autobauern schnurz ist, 10.ooo Autos mehr oder weniger zu verkaufen? Vor allem kann ein Mietwagen ja auch gute Werbung sein.

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