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LED-Nachrüstung für H4-Scheinwerfer nun legal von Philips lieferbar

Themenstarteram 10. November 2021 um 21:05

Hallo,

H7-Nachrüstlampen in LED-Technik mit Straßenzulassung gibt es schon eine Weile von Osram und Philips. Nun hat Philips auch eine legale H4-Variante vorgestellt:

https://www.philips.de/.../led-compatibility-list.html

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14 Antworten

Ich kann es kaum erwarten, mein Auto nicht auf der Liste stehen zu sehen ^^

Tja von Ford gibs für das h4 nur 4 Fahrzeuge und bei h7 knapp 5 oder 6...

Also ein Wassertropfen aufn heißen Stein

Für jedes Fahrzeug muss ein lichttechnisches Gutachten erstellt werden. Auch muss geschaut werden ob für den Kühler, der hinten auf der LED sitzt, genügend Platz vorhanden ist. Das dauert halt.

Und das Ganze geht nur wenn man das Fahrzeug zur verfügung hat.

Beim dem jetzt verfügbaren Audi A4 B8 haben die meisten ja eh Xenon oder LED Lampen bestellt. Wenn macht es nur für den 8E und 8H Sinn.

Auch bei den anderen Herstellern sind es durch die Bank nur neuere Baujahre die zur Verfügung stehen.

Zitat:

@A-punkt schrieb am 12. November 2021 um 08:03:56 Uhr:

Auch muss geschaut werden ob für den Kühler, der hinten auf der LED sitzt, genügend Platz vorhanden ist. Das dauert halt.

Das wird ja nicht so lange dauern.

Das kann je nach Modell durchaus länger dauern.

Wenn es eng zugeht kann es sein, dass der Kühlkörper die Wärme nicht los wird. Die LED wird dann zu warm, was die Lebensdauer reduziert. Sowas prüft man nicht grad in 5 Minuten. Das kann schon mal mehrere Stunden dauern.

Themenstarteram 13. November 2021 um 21:15

Die lichttechnischen Untersuchungen führt der TÜV Süd durch. Der verlangt dafür ein Paar neuer Scheinwerfer sowie ein vollständiges Auto für die Einbauversuche.

Werden die lichttechnischen Anforderungen der ECE erfüllt, wird das Ergebnis zum KBA nach Flensburg gemeldet und das erteilt dann irgendwann die Allgemeine Bauartgenehmigung. Das alles dauert insgesamt etwa so lange wie Tesla braucht, um eine komplette Autofabrik hochzuziehen.

Wonach sich das Angebot richtet, habe ich aber auch nicht verstanden, finde die Auswahl teilweise etwas seltsam. Aber es gibt wohl viele Modelle, wo keine Chance besteht, die zulässigen Blendwerte zu unterschreiten, die fallen dann raus.

Die Abwärme der LED ist übrigens nicht das Problem. Die ist sogar erwünscht, damit der Scheinwerfer im Winter schnell abtaut.

Zitat:

@Hinnerk1963 schrieb am 13. November 2021 um 21:15:59 Uhr:

Die Abwärme der LED ist übrigens nicht das Problem. Die ist sogar erwünscht, damit der Scheinwerfer im Winter schnell abtaut.

Doch, das ist ein Problem, weil sich die Abwärme auf einen kleinen Punkt konzentriert und auf die ganze LED-Kontrollelektronik abstrahlt (Wärme ist Gift für Elektronik). Bei einer H4 oder H7 Lampe dagegen hast du das gesamte Glas als "Kühlkörper" und die Wärme wird auch eher nach vorne und nicht auf die Fassung abgestrahlt. Viele Serien-LED-Scheinwerfer besitzen sogar zusätzlich Ventilatoren um die Abwärme abzuführen.

Themenstarteram 13. November 2021 um 22:19

Vergiss mal die Theorie.

Bei diesen Retrofit-Lampen wird die Abwärme benötigt, um Beschlag zu vermeiden. Deshalb ist auch ein winziger Ventilator hinter den Kühlrippen integriert.

Das ist keine Theorie.

Der Kühlkörper mit Ventilator ist wirklich nur dafür da die Elektronik zu kühlen.

Die Abwärme zu nutzen um das Beschlagen zu verhindern, wäre zwar ein gewünschter Nebeneffekt. Nur bekommt man die Wärme nicht dahin wo sie benötigt wird.

Bei Scheinwerfer, die zum Beschlagen neigen, könnte das durchaus zum Problem werden. Möglicherweise wird das ja auch getestet.

Themenstarteram 14. November 2021 um 9:49

Du hast deine Theorie, ich habe voriges Jahr mit Osram telefoniert.

Ich weiß aus leidvoller Erfahrung, dass nicht jeder, der in einer Firma arbeitet, auch Ahnung von der Materie hat.

@Hinnerk1963

wann hast Du dir das letzt mal einen Halogenscheinwerfer von hinten angeschaut?

Jetzt denk dir mal den Kühler der LED an die Stelle des Stecker an der Halogenlampe. Und jetzt überleg mal, wie die Wärme vom Kühlkörper nach vorne zum Scheinwerferglas kommen soll. Das erkennt eigentlich jeder mit etwas technischen Verständnis, dass das nicht funktionieren kann. Zumal der Kühlkörper wohl kaum heißer als 60°C wird. Bis das vorne ankommen würde, bleibt davon wohl kaum was übrig.

Themenstarteram 14. November 2021 um 16:47

Da ein bekannter Scheinwerferhersteller zu meinen Kunden gehört, ist mir die Materie vertraut. Das Verhindern von Betauung ist ein zentraler Punkt in der Scheinwerferentwicklung und muss auch bei der Verwendung von LED-Lampen sichergestellt sein. Der Ventilator hinter den Kühlrippen sorgt für Zirkulation der erwärmten Luft im Scheinwerfergehäuse, das genügt. Insgesamt wird so eine Differenz gegenüber der Außentemperatur erreicht, die mit einem Xenonscheinwerfer vergleichbar ist.

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