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Leasing – Mysterium, Fluch und doch so normal.

Wenn man in Foren über Leasing diskutiert hat man schnell zwei Lager, die einen sagen lohnt sich für Private nicht, nur für Firmen und andere die der Meinung sind lohnt sich unter entsprechenden Umständen.

 

Ich werde versuchen das Ganze ein wenig zu entzaubern und so einfach und bildlich wie mir möglich zu erklären.

Gäbe es einen Goldenen Weg für Reichtum, hätte schon jemand ein Buch drüber geschrieben und man müsste nicht darüber unken. Daher hilft auch im Falle Leasing Schubladendenken nicht weiter bei der Einordnung der Attraktivität.

 

Wie funktioniert ein Leasing? Im Grunde ist jedes Leasing eine 100% Rechnung.

Der Bruttolistenpreis (BLP) entspricht 100%. Von diesem wird dann der kalkulierte Restwert (RW), welcher von der Bank oder dem Händler bestimmt wird, und der Nachlass (NL) abgezogen.

Die restliche Summe (Delta) +Zinsen/Leasingkosten geteilt durch die vereinbarte Laufzeit ergibt die monatliche Leasing Rate.

 

Diese Summe kann man durch eine Anzahlung oder korrekt Leasingsonderzahlung (LSZ) senken. Diese wirkt sich aber nur auf die Rate und nicht auf den RW aus.

 

Der Nachlass ist Verhandlungssache, die Laufzeit und die vereinbarten Kilometer(km) ergeben den Restwert, außer beim RW Leasing da wird er frei festgelegt.

 

Umso mehr km man einplant umso niedriger ist der RW und umso höher daher die Leasing Rate.

Übliche Laufzeiten sind 12-48 Monate man kann nicht immer sagen welche Laufzeit am günstigsten ist. Normalerweise kalkuliert man maximal 180tkm für die gesamte Laufzeit, danach kann der Händler das Fahrzeug an keinen Privatkunden mehr Aufgrund der Garantie verkaufen.

 

Über- oder unterschreitet man die vereinbarte Laufleistung gibt es zumeist einen Puffer von 2500km der nichts kostet und für den auch nichts erstattet wird. Im Leasingvertrag steht exakt drin wie hoch der Mehr- oder Minderkilometer Satz pro km in cent ist. Der Minder liegt eigentlich immer unter dem Mehr, dass ganze orientiert sich am BLP.

 

Man kann Neuwagen (NW), Vorführwagen (VFW) wie auch Gebrauchtwagen (GA) leasen, bei den Händlerbanken sind aber zumeist nur die beiden ersten interessant.

 

Hier mal ein Bsp. für ein Km-Leasing mit 36 Monaten Laufzeit und 25tkm p.a. (pro Jahr) Die Zinsen/Kosten und der RW sind als Beispiel zu sehen.

 

BLP = 100000€

RW = 50000€ (50%)

NL 10% = 10000€

Delta = 40000€ + Zinsen 5000€ = 45000€ /36 = 1250€ Rate im Monat

 

Mal mit 24 Monaten

 

RW 65000€

Delta = 25000€ + Zinsen 3500€ = 28500€ = 1187,50€ Rate im Monat

 

Der selbe Fall mit LSZ

 

LSZ 5000€

Delta = 20000€ + Zinsen 3200€ = 23200 = 966,67€ Rate im Monat

 

Mehr Nachlass senkt immer das Delta und schadet nie ?

Man kann nicht sagen, dass ein vom BLP her teureres Auto immer mehr im Monat kostet wie ein günstigeres. Es hängt alles vom NL, RW, den Kosten und dem sich ergebenden Delta ab.

 

Auch hier ein Bsp.

BLP = 30000€

RW = 10000€

NL = 0€

Delta = 20000€ / 36 = 555,55€

 

BLP = 50000€

RW = 25000€

NL = 5000€

Delta = 20000€ /36 = 555,55€

 

Da der Kunde selten Einblick hat in die Kalkulation (was im Grunde auch egal ist), gibt es einen einfachen Weg die Angebote zu vergleichen.

Man teilt die Rate durch den BLP und multipliziert das mit 100 – der sich ergebende Wert wird auch Leasingfaktor genannt. Wichtig ist, dass man immer entweder die Bruttozahlen oder die Nettozahlen heran zieht und diese nicht mischt und vor allem auch Laufzeit und Km in Betracht zieht beim Vergleichen.

 

Hier auch wieder ein Bsp.

BLP = 100000€

Rate = 1000€

1000/100000 x 100 = 1

 

Wie ordnet man einen Faktor ein? Umso kleiner ist logischerweise umso besser. Man kann sagen ein Faktor von 1 oder kleiner ist eigentlich immer gut, 0,5 und kleiner ist gigantisch und alles über 1,3 ist eher unattraktiv wenn man von normalen Laufzeiten 36/48M und 15-25tkm p.a. ausgeht.

Viele km und auch hohe BLP sind eher kontraproduktiv und daher nur untereinander zu vergleichen. Sie ergeben entsprechend einen höheren Faktor.

Bei einem Porsche erzielt man nie so gute Werte wie z.B. bei einem stark subventionierten Fahrzeug wie einem A6.

 

Man kann auch einen Vorführwagen attraktiv leasen, hier sind normalerweise höhere Nachlässe möglich als bei einem Neuwagen aber über das Alter und die bereits gefahrenen Kilometer sinkt der RW.

Dadurch kann auch ein Neuwagen günstiger sein als ein Vorführwagen und ein Gebrauchtwagen teurer als ein Vorführwagen, man kann es nie zu 100% vorher sagen.

 

Zu dem hier erläuterten KM-Leasing gibt es auch noch das Restwert Leasing.

Restwert Leasing hat man eigentlich nur noch selten und ist für Privatkunden nicht interessant da man es als Laie nicht einschätzen kann.

Ich sage immer, das Leasing an sich hat den schlechten Ruf aus der Zeit der RW-Leasings.

 

Anders als bei einem KM-LS ist der RW nicht vorgegeben sondern relativ frei wählbar.

Im Normalfall wird der Restwert deutlich angehoben, dadurch ergibt sich ein geringeres Delta, welches eine niedrigere Rate ergibt.

 

Problem ist nur, dass am Ende der Laufzeit der tatsächliche Wert heran gezogen wird. Das heißt im Klartext, die Kosten kommen am Ende. Die Differenz aus dem kalkulierten Wert und dem Schätzwert ist dann vom Leasingnehmer zu tragen. Alternativ kann man es als Privatperson auch übernehmen aber dies verschiebt das Problem ja nur, da es ja total überteuert übernommen werden muss.

 

Wieso gab es dann RW Leasing? Ganz einfach, für Blender Verkäufer die bei der Rückgabe eh nicht mehr da sind oder für gewerbliche Kunden.

 

Hier wurde früher der RW runter gesetzt, die Rate war dann entsprechend hoch was ja die Steuerlast senkt und das Fahrzeug wurde dann zum Ende oder kurz vorher günstig privat übernommen.

Dies stellt aber den Tatbestand des Mietkaufs und eigentlich Steuerbetrug dar und ist daher heutzutage nicht mehr umzusetzen. Auch nicht wenn die Frau, Bruder oder sonst wer kauft ?

Von seriösen Verkäufern wird kein RW LS angeboten, wenn doch sollte man hellhörig sein.

 

Wie wir gerade gelernt haben, darf ein gewerblicher das Fahrzeug nach dem Leasing nicht übernehmen werden. Als privater geht dies zum kalkulierten Restwert wenn man im Vertrag ein risikoloses Andienungsrecht drin stehen hat.

Dies bedeutet, dass man nach dem Ablauf entscheiden kann, ob man das FZ übernimmt, oder zurückgibt. Übernehmen kann man mit Kauf, Leasing oder Finanzierung.

 

Auch ohne Andienungsrecht kann man das Fahrzeug übernehmen, aber nur wenn der Händler zustimmt und auch nur zu seinem Preis.

 

Was passiert nachdem das LS zu Ende ist und man es nicht übernehmen will. Hier hört man ja immer die tollsten Geschichten, Millionen die man nachzahlen muss.

Im Normalfall macht man einen Übergabe Termin aus an dem das Fahrzeug von einem unabhängigen Sachverständigen überprüft wird und der Zustand fest gehalten wird. Die Kosten werden dann anteilsmäßig errechnet und protokolliert.

 

Wie der Zustand sein muss und was alles berechnet wird, ist in den AGBs fest gehalten, im Grunde kann man sagen, dass eine Abnutzung sein darf aber keine Schäden. Ganz einfach gesagt, alles was euch beim Kauf von diesem Auto als Gebrauchtwagen stören würde wird auch in Abzug gebracht.

Heutzutage gibt es ja Smart Repair und man muss nicht immer gleich teuer lackieren. Die Reifen müssen Mindestprofil aufweisen und der Service darf nicht fällig sein.

Wer auf Nummer sicher gehen will inspiziert das Fahrzeug im Vorfeld und erlebt dann auch keine bösen Überraschungen.

Kann man sich nicht einigen, gibt es genug Präzedenzfälle welche recht genau die Rahmenbedingungen abstecken.

 

Welchen Vorteil hat ein Leasing?

Zuerst ein paar Stichpunkte und danach die Erläuterung.

 

- Belastet nicht die Bonität

- Kalkulierbare Kosten über die gesamte Laufzeit

- Sparpotential durch Servicepakete und Versicherung

- Immer ein Neues und aktuelles Auto

- Liquidität bleibt erhalten

- Planungssicherheit

 

Für mich ist u.a. ein großer Vorteil welchen viele als größten Nachteil sehen. Das Fahrzeug gehört mir nicht….

Jeder der sich mit dem Thema beschäftigt, wird schnell feststellen, dass ein Auto im seltensten Fall eine Kapitalanlage ist und wenn sie das ist dann nutzt man das Auto nicht im Alltag.

Also welchen Nachteil habe ich durch das nicht besitzen? Ich kann nicht daran rum basteln…bzw. nur auf eigene Kosten und Risiko für alle Schäden.

 

Erhöht man den Wert sind manche Händler durchaus bereit dies im Vorfeld durchzugehen.

Ok, welchen Vorteil habe ich wenn mir das Auto nicht gehört? Meine Bonität erhöht sich, da ich nicht an den vollen Betrag gebunden bin sondern nur an die Rate.

Ich weiß genau was das Auto mich kostet, vor allem wenn ich Service und Versicherung mitnehme.

Wenn man nicht an die alte Butze gebunden ist, dann hat man regelmäßig neue Autos, neue Technik und aktuelle Sicherheit. Statistiken belegen Barkäufer fahren am längsten ihr Auto und dann kommen die Finanzierer.

Wer in der Branche war unterschreibt dies sofort, die Leute denken immer weiß wunder was ihre Wrucke noch an Wert hat, sind dann von der Bewertung so enttäuscht und finanziell auch auf dem Boden der Tatsachen angekommen, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt als das Auto weiter zu fahren.

 

Stecke ich nicht den letzten Cent in ein Auto oder in eine Finanzierung, dann habe ich immer was in der Rückhand. Kann dies anlegen und arbeiten lassen und bei Bedarf darauf zugreifen. Ist alles im Auto kann ich nicht den Kofferraumdeckel verkaufen um dafür eine neue Waschmaschine zu kaufen.

 

Ein weiterer Vorteil ist das man genau weiß wann man sich wieder orientieren kann und wie lange man noch an dem Auto gebunden ist.

 

Ich persönlich bin Pro Leasing, aber nicht um jeden Preis. Man muss sich die Möglichkeiten ansehen und durchrechnen, aber es gibt keinen Grund als Privatperson nicht zu leasen wenn die Zahlen stimmen.

 

Hoffentlich habe ich nichts vergessen, ansonsten einfach einen Kommentar hinterlassen wenn was unklar sein sollte und/oder ich was vergessen habe.

 

Habe bei all dem Text doch noch was vergessen, Thema Versicherung...

 

Es ist absolut unumgänglich, sofern nicht direkt von der Leasing Bank abgesichert, den sogenannten GAP Schutz bei der Versicherung mit buchen.

 

GAP wird die Differenz zwischen Buchwert bei der Bank und Schätzwert genannt, der vor allem im ersten und zweiten Jahr teuer werden kann. Bei einem Totalverlust und/oder Totalschaden gleicht die Bank/Versicherung dieses Differenz aus und man kann im Grunde ein neues Auto kaufen.

 

Hat man dies nicht dann bekommt man von der Versicherung den Schätzwert und die Bank möchte den Buchwert. Macht wenig Sinn, für ein nicht mehr existentes Auto weiter zahlen zu müssen.

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93 Antworten

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 12:32:52 Uhr:

Wo?

Es sind zwei paar Schuhe und beide sind bei einem Leasing positiv.

Kauf mal ein Haus mit einer Finanzierung für ein Auto über 100k und mit einem Leasing über 100k - dann weißt du was "belastet nicht die Bonität bedeutet"

Wenn dann schreibe, dass es die Bonität geringer belastet, aber dass ein Leasing die Bonität nicht belastet oder gar die Bonität besser wird, ist schlicht und einfach nicht der Fall.

Wo steht, dass es die Bonität besser macht?

Zudem bleibe ich bei der Aussage - es belastet nicht die Bonität.

Du darfst es gerne widerlegen, aber LS per se abzulehnen ist leider kein Argument.

Ich dachte hier es geht um den Vergleich Leasing vs. Barkauf.

Wenn ich das Geld für ein Auto nicht habe, dann arbeite ich mich eben mit älteren / kleineren Fahrzeugen hoch.

Bisher haben die Leaser ja immer geschrieben, sie leasen wegen der Kostentransparenz und nicht weil die Kohle nicht da ist ;)

Der Vergleich Neuwagenfinanzierung vs Neuwagenleasing wird häufig zu Gunsten von Leasing ausfallen, das stellt ja niemand in Abrede.

Aber wenn der Vergleich Barkauf mit vorhandenen Mitteln vs. Leasing gemacht wird, sehe ich beim Leasing keinen Bonitätsvorteil, eher im Gegenteil, weil ja das verfügbare monatliche Einkommen um die Leasingrate beschnitten wird.

XF-Coupe

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 13:22:43 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 12:38:12 Uhr:

 

Führt zwar eigentlich zu weit, aber nur mal angerissen.

Du least ein Auto über 3 Jahre und 45tkm - dann musst du exakt einmal Öl wechseln. Bringst du dieses mit, kommst du mit 200€ hin.

Hast du ein Auto was schon 45tkm auf der Uhr hat und du fährst nochmals 45tkm drauf.

Hast du einen Ölwechsel, eine große Inspektion, eventuell Getrieböl, Reifen und auf jeden Fall Bremsen...

Kannst du mit 2500€ aufwärts rechnen...du erkennst den Unterschied? :)

Du wolltest doch nicht pauschalisieren.

a) bei Mercedes jedes Jahr eine Inspektion(groß oder klein)

b) Bremsen, fahre mit 110.000 km immer noch mit Erstausrüstung

c) Reifen muß nicht zwandsläufig, durch Wechsel Winter/Sommer

d) Getriebeöl kann schon vorher gewechselt worden sein und fällt nie wieder an(Mercedes)

und und und...

Vergleiche gehen immer nur ganz konkret. Allein der Unterschied Herstellerwerkstatt vs. freie Werkstatt läßt jede pauschale Kalkulation unsinnig erscheinen.

Reifen die 90tkm durchhalten und Bremsen die 110tkm fahrbar sind...ich bitte dich!

Auch in der freien Werkstatt bekommst du kein Geld, wenn du deine Kiste hin bringst.

Klassischer Serviceintervall ist 20-30tkm oder zwei Jahre, ich kann jetzt nicht auf jeden Ferrari oder Lambo eingehen :)

Bei Audi fällt bei manchen Getrieben alle 60tkm der Ölwechsel an...es ging um ein Bsp. und klassische Kosten...hätte/wenn/aber hat in einer Kalkulation wenig zu suchen!

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:16:01 Uhr:

Ich dachte hier es geht um den Vergleich Leasing vs. Barkauf.

Wenn ich das Geld für ein Auto nicht habe, dann arbeite ich mich eben mit älteren / kleineren Fahrzeugen hoch.

Bisher haben die Leaser ja immer geschrieben, sie leasen wegen der Kostentransparenz und nicht weil die Kohle nicht da ist ;)

Der Vergleich Neuwagenfinanzierung vs Neuwagenleasing wird häufig zu Gunsten von Leasing ausfallen, das stellt ja niemand in Abrede.

Aber wenn der Vergleich Barkauf mit vorhandenen Mitteln vs. Leasing gemacht wird, sehe ich beim Leasing keinen Bonitätsvorteil, eher im Gegenteil, weil ja das verfügbare monatliche Einkommen um die Leasingrate beschnitten wird.

XF-Coupe

Wenn du es bar kaufen kannst, musst du abwägen ob die Kosten höher sind fürs Leasing als die Zinsen die du für das Kapital bekommen könntest.

Es bleibt aber das Selbstvermarktungsrisiko - dies kannst du nie bestimmen und daher bleibt immer mehr Risiko.

Bei aktuell 0.9% Zinsen bei manchen Anbietern in der Finanzierung, welchen Sinn macht da eine Barzahlung? Sparen wirst du da nie was, vor allem wenn eine Rückkauf Garantie dabei ist.

Aber wohl dem, der überhaupt drüber nachdenken kann :)

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:12:22 Uhr:

Wo steht, dass es die Bonität besser macht?

Zudem bleibe ich bei der Aussage - es belastet nicht die Bonität.

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 10:34:09 Uhr:

Meine Bonität erhöht sich ...

Jede Zahlungsverpflichtung belastet die Bonität.

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:16:01 Uhr:

Bisher haben die Leaser ja immer geschrieben, sie leasen wegen der Kostentransparenz und nicht weil die Kohle nicht da ist ;)

Da kommt mir doch gleich wieder der schöne Spruch in den Kopf:

Biste in den Miesen, musste einen Leasen ;).

Zitat:

@TrickyFinger schrieb am 1. September 2016 um 13:15:16 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 12:38:12 Uhr:

 

Führt zwar eigentlich zu weit, aber nur mal angerissen.

Du least ein Auto über 3 Jahre und 45tkm - dann musst du exakt einmal Öl wechseln. Bringst du dieses mit, kommst du mit 200€ hin.

 

Kannst du mit 2500€ aufwärts rechnen...du erkennst den Unterschied? :)

Ja, bei dem neuen habe ich weit mehr an Wertverlust bezahlt als die 2500€ ;)

Es sollte eher ein Kostenvergleich zwischen "Bar und halten" und immer wieder neu sein.

Kann man gegenüber stellen, aber das Risiko bei älteren Fahrzeugen lässt sich nicht kalkulieren. Dazu welchen Sinn macht es ein brandneues Auto mit einem z.B. neun Jahre alten zu vergleichen.

Die Grundbedingungen für eine Vergleichbarkeit stimmen da für mich nicht.

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:16:17 Uhr:

Reifen die 90tkm durchhalten und Bremsen die 110tkm fahrbar sind...ich bitte dich!

45 tkm für die Reifen, da die Hälfte ja mit Winterreifen gefahren wird. Schrieb ich aber. Liest du auch Anworten auf deine Beiträge?

Und meine Bremsen sind fahrbar und funktionieren hervorragend. Da ist bei Audi wohl einiges im argen;)

Zitat:

Auch in der freien Werkstatt bekommst du kein Geld, wenn du deine Kiste hin bringst.

Aber es kostet die Hälfte.

Zitat:

Klassischer Serviceintervall ist 20-30tkm oder zwei Jahre,

Das mag bei Audi so sein, dies ist aber nicht der Nabel der Welt.

Zitat:

ich kann jetzt nicht auf jeden Ferrari oder Lambo eingehen :)

Deswegen sagte ich ja, lass es sein mit einer Kalkulation mit so viel Unbekannten.

Zitat:

Bei Audi fällt bei manchen Getrieben alle 60tkm der Ölwechsel an...es ging um ein Bsp. und klassische Kosten...hätte/wenn/aber hat in einer Kalkulation wenig zu suchen!

Blödsinn. Deine Kalkulation ist unseriös weil du Sachen annimmst, die nicht allgemein gültig sind bzw. bei anderen Marken/Modellen völlig daneben liegen.

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

 

Wenn du es bar kaufen kannst, musst du abwägen ob die Kosten höher sind fürs Leasing als die Zinsen die du für das Kapital bekommen könntest.

... nein, Geld das ich für Privatdinge wie ein Auto übrig habe, setze ich dort ein, selbst wenn ich alternativ dort 1% Zinsen mehr haben könnte. Ich mag es, dass mir die Dinge gehören, die ich mir zum Vergnügen kaufe.

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

Es bleibt aber das Selbstvermarktungsrisiko - dies kannst du nie bestimmen und daher bleibt immer mehr Risiko.

... da ich ja als Käufer von jungen Gebrauchten schon deutlich unter dem Neupreis gekauft habe, ist der Wertverlust nach 3 Jahren geringer

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

Bei aktuell 0.9% Zinsen bei manchen Anbietern in der Finanzierung, welchen Sinn macht da eine Barzahlung? Sparen wirst du da nie was, vor allem wenn eine Rückkauf Garantie dabei ist.

Gegenfrage: Welchen Sinn macht es, für ein Gebrauchsgut, das ich auch bar bezahlen kann, monatliche Raten zu bezahlen und dadurch meine Fixkosten zu erhöhen und gleichzeitig das nicht eingesetzte Kapital für lächerliche Zinsen auf der Bank einem "Bail In Risiko" (einfach mal googeln) auszusetzen?

XF-Coupe

Zitat:

@Jupp78 schrieb am 1. September 2016 um 14:22:24 Uhr:

 

Jede Zahlungsverpflichtung belastet die Bonität.

Stimmt so auch nicht, bei einer Firma tut sie das nicht, ist auch Bilanz neutral. Es sind in dem Fall Kosten und deine Bonität wird am Gesamtergebnis bemessen und nicht an einzelnen Zahlungsverpflichtungen.

Hättest du gekauft oder finanziert sieht das anders aus.

Bei privaten muss man es im Vergleich mit einer Finanzierung oder Barkauf setzen. Eine Finanzierung belastet die Bonität da ich für die gesamte Summe hafte und nicht für eine Rate. Bei einer Rückkaufvereinbarung sieht dies ein wenig anders aus, interessiert den Bänker aber nicht.

Bei einem Barkauf werden deine liquiden Mittel verringert, auch die fehlen dir bei einem Darlehen. Hättest du geleast hättest du sowohl die Barmittel wie auch eine vom Kredit nicht belastete Bonität.

Ich weiß passt dir Null in den Krams, ist aber eben so!

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:29:32 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

 

Wenn du es bar kaufen kannst, musst du abwägen ob die Kosten höher sind fürs Leasing als die Zinsen die du für das Kapital bekommen könntest.

... ich kaufe als Barkäufer eben nicht neu, weil ich keine Lust habe, den ersten großen Verlust zu tragen, den der Neuwagen-Leaser immer trägt.

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:29:32 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

Es bleibt aber das Selbstvermarktungsrisiko - dies kannst du nie bestimmen und daher bleibt immer mehr Risiko.

... da ich ja schon deutlich unter dem Neupreis gekauft habe, ist der Wertverlust nach 3 Jahren geringer

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:29:32 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:20:47 Uhr:

Bei aktuell 0.9% Zinsen bei manchen Anbietern in der Finanzierung, welchen Sinn macht da eine Barzahlung? Sparen wirst du da nie was, vor allem wenn eine Rückkauf Garantie dabei ist.

Gegenfrage: Welchen Sinn macht es, für ein Gebrauchsgut, das ich auch bar bezahlen kann, monatliche Raten zu bezahlen und dadurch meine Fixkosten zu erhöhen und gleichzeitig das nicht eingesetzte Kapital für lächerliche Zinsen auf der Bank einem "Bail In Risiko" (einfach mal googeln) auszusetzen?

XF-Coupe

Danke, ich brauche nicht Google befragen :)

Dann kauf Immobilien für die Kohle in sicherer Lage, oder noch nen Wald...Anlage ist ja vielschichtig.

Du kannst aber einen Gebrauchtwagen nicht mit einem Neuwagen gleichsetzen - daher hinkt der Vergleich.

Wirtschaftlich gesehen macht deine Herangehensweise durchaus Sinn, aber nicht jeder hat deine Möglichkeiten und am Ende muss jeder für sich entscheiden, wie er seine Ausgaben gewichtet.

Das Vermarktungsrisiko ist bei einem Gebrauchten nicht geringer, auch wenn der Wertverlust geringer ist. Neues Modell, Gesetzesänderung oder auch nur schlechtes Image und die Kiste verliert überproportional und nicht vorher kalkulierbar.

 

Das sehe ich etwas Anders. Denn Du vergißt, dass der Leasingnehmer, der sein Kapital geschont hat, sein monatliches verfügbares Einkommen entsprechend verringert.

Nehmen wir mal an, jemand braucht zum Immobilienerwerb 400.000 € von der Bank und hat ein Einkommen von 4.000 € netto.

Der Eine hat sein Eigenkapital von 50 k€ in ein Auto gesteckt, der Andere hat ein Auto für 50 k€ geleast und zahlt monatlich 500 € Leasingrate.

Das heißt, der Eine braucht bei 4.000 € verfügbarem Monatseinkommen 400.000 € Kredit und der Andere bei 3.500 € verfügbarem Monatseinkommen 350.000 € Kredit.

Ich sehe hier zwar keine großartigen Nachteile des Leasing aber auch keinen Vorteil, weil der geringeren Darlehenssumme auch ein geringeres verfügbares Einkommen gegenübersteht.

XF-Coupe

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:35:52 Uhr:

 

Dann kauf Immobilien für die Kohle in sicherer Lage, oder noch nen Wald...Anlage ist ja vielschichtig.

... also soll ich ein Auto leasen um dann zu überteuerten Preisen Immobilien oder Wald zu kaufen?

Danke für den Tipp!

Wald und Immos hat man zuletzt vor 5 - 10 Jahren gekauft, da hat Wald noch die Hälfte gekostet wie jetzt und Immos waren je nach Lage 30 - 60% günstiger.

Aber auch damals war man, wenn das Geld für beides nicht da war, gut beraten, lieber die Vermiet-Immos und den Wirtschaftswald zu finanzieren und das Auto cash zu kaufen.

Denn die Zinsen für Dinge mit denen ich Ertrag erwirtschafte, kann ich als Kosten von der Steuer absetzen. Die Zinsen, die in der Lesingrate eines Privat-KFZ enthalte sind nicht.

Versteh mich nicht falsch, es gibt durchaus Situationen wo Leasing Sinn macht, insbesondere bei bezuschussten Angeboten, aber nicht um jeden Preis und man muss auch steuerliche Gesichtspunkte im Auge behalten.

XF-Coupe

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 14:29:25 Uhr:

Zitat:

@PPL-1 schrieb am 1. September 2016 um 14:16:17 Uhr:

Reifen die 90tkm durchhalten und Bremsen die 110tkm fahrbar sind...ich bitte dich!

45 tkm für die Reifen, da die Hälfte ja mit Winterreifen gefahren wird. Schrieb ich aber. Liest du auch Anworten auf deine Beiträge?

Und meine Bremsen sind fahrbar und funktionieren hervorragend. Da ist bei Audi wohl einiges im argen;)

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 14:29:25 Uhr:

Zitat:

Auch in der freien Werkstatt bekommst du kein Geld, wenn du deine Kiste hin bringst.

Aber es kostet die Hälfte.

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 14:29:25 Uhr:

Zitat:

Klassischer Serviceintervall ist 20-30tkm oder zwei Jahre,

Das mag bei Audi so sein, dies ist aber nicht der Nabel der Welt.

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 14:29:25 Uhr:

Zitat:

ich kann jetzt nicht auf jeden Ferrari oder Lambo eingehen :)

Deswegen sagte ich ja, lass es sein mit einer Kalkulation mit so viel Unbekannten.

Zitat:

@Bert1956 schrieb am 1. September 2016 um 14:29:25 Uhr:

Zitat:

Bei Audi fällt bei manchen Getrieben alle 60tkm der Ölwechsel an...es ging um ein Bsp. und klassische Kosten...hätte/wenn/aber hat in einer Kalkulation wenig zu suchen!

Blödsinn. Deine Kalkulation ist unseriös weil du Sachen annimmst, die nicht allgemein gültig sind bzw. bei anderen Marken/Modellen völlig daneben liegen.

Sagt der mit den 110tkm Bremsen und 90tkm Reifen :)

Dies ist nicht nur bei Audi,VW,BMW,Opel und anderen Marken so - deine Rechnung ist da wohl eher die Ausnahme. Selbst bei den MB die ich kenne gibt es das nicht.

Ich habe explizit dazu geschrieben es ist ein Bsp. nicht bei jedem FZ auf diesem Planeten fallen die gleichen Kosten an im Unterhalt.

Ich bitte dich, es wird lächerlich...

Zitat:

@XF-Coupe schrieb am 1. September 2016 um 14:36:16 Uhr:

Ich sehe hier zwar keine großartigen Nachteile des Leasing aber auch keinen Vorteil, weil der geringeren Darlehenssumme auch ein geringeres verfügbares Einkommen gegenübersteht.

Richtig, weil es unterm Strich für die Bonität keinen Unterschied macht, ob man das verfügbare Einkommen schmälert oder einen Kredit am Hacken hat.

Die restliche Argumentation von PPL-1 diesbezüglich läuft nur auf den Punkt hinaus, wie täusche ich eine größere Bonität vor. Da mag Leasing Vorteile bieten, aber dazu sage ich nur: Biste in den Miesen, musste einen Leasen.

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