Langstreckenkomfort - Vergleich mit A6 und Co.

Tesla Model S 002

Hallo Gemeinde,

ich suche nach Erfahrungsberichten als Entscheidungshilfe für das nächste Geschäftsfahrzeug.

Nach einem Jahrzehnt mit 5er und A6 mit 6-Zylinder Motoren möchte ich das Elektrozeitalter einläuten. Dabei geht es mir nicht um den Vorteil des elektrischen Fahrens ansich, das ist mir durchaus bekannt; wir haben privat noch einen weiteren Stromer im Fuhrpark. Auch die Kosten sollen hier außen vorbleiben.

Es geht mir um die „Werte“, die man bei einer halbstündigen Probefahrt nicht erfahren kann.
Ich fahre im Jahr locker 50-60tkm, wobei meistens plusminus 300km /Tag anfallen. Darüber hinaus natürlich auch einige längere Übernachtungs-Reisen bis ca. 600/700km.
Laden kann ich grundsätzlich sowohl im Betrieb als auch zu Haus jeweils mit Wallbox 11kW.

Mich interessiert der Komfort wenn man längere Zeiten im Auto verbringt (verbringen muss) im Vergleich zu o.g. Fahrzeugen, insbesondere:
-Ergonomie, Sitzkomfort, Abrollverhalten
-Fahrwerk, Federungskomfort, Spurtreue
-Geräuschniveau bei höheren Autobahngeschwindigkeiten (wobei die sicherlich sinken werden)
-Licht (vergleichbar mit Audi-Matrix ?)

Hat jemand hier die Vergleiche/Erfahrungen und kann ehrlich, subjektiv und ohne Fanbrille in die eine oder andere Richtung berichten ?

ps. Den Kompromiss Hybrid möchte ich gern überspringen, macht bei meinem Fahrprofil so gar keinen Sinn.
Am interessantesten erscheinen mir derzeit eben das (neue) MS oder der kommende EQE.

73 Antworten

Wenn ich das hier alles richtig sehe, dann komme ich auf das alte Fazit.

Autos z. B. von Audi (und damit meine ich die Materialien und Verarbeitung des A6 und A8 des Vorgängers des aktuellen Modells) und die Software usw. von Tesla.

Also lieber noch ein paar Jahre auf Audi warten.

Als langjähriger Audi-Fahrer vor Tesla meine Meinung: Die reinen Materialien an sich sind im A6 nicht hochwertiger - einen A8 würde ich hingegen in einer anderen (Preis-)Klasse und höher einstufen. Und gerade die dt. Premium-OEM sparen in den Innenräumen mittlerweile was das Zeug hält, leider setzt auch Audi da im unteren Bereich mit jeder neuen Modellgeneration immer mehr Hartplastik ein, der ziemlich voll ausgestattete E-tron Testwagen hat mich da auch nicht überzeugt - im Model S findet man Hartplastik hingegen kaum, das ist sehr viel Serie mit Kunstleder/Alcantara beschlagen.

Die Verarbeitung an sich fand ich in den Pre-Raven-Modellen vor 2019 unter Audi-Niveau, seit 2019 vergleichbar und das 2021er Refresh hatte hier in Europa noch keiner in den Fingern, aber da gab es schon nochmal einen sichtbaren Sprung, was man auf Bildern so sieht. Genaueres wird man dann erst erfahren wenn die Fahrzeuge ausgeliefert werden.

Zitat:

@RainerHarke schrieb am 4. August 2021 um 09:15:23 Uhr:


Also lieber noch ein paar Jahre auf Audi warten.

Damit unterstellst Du dass die Software von Audi irgendwann gut werden würde. Da kann ich als Softwareentwickler (leider) nur sagen die Hoffnung stirbt zuletzt.

Das gesamte Mindset der deutschen Automobilindustrie ist so ziemlich das Gegenteil von dem was heute innovative Softwareentwicklungsprozesse ausmacht.

Mein E-Tron (Volle Hütte) ist gespickt mit seltsamen Materialmixen und sehr viel Hartplastik, das zum Teil nach einem Jahr beim Hingreifen schon knarzt. Auch eine "Klasse drüber" also beim Q8 sieht es kein Deut besser aus, bei dem war z. B. der Navibildschirm krumm und schief eingebaut. Nimmt man die Markenbrille ab und schaut genauer hin (Ingenieurskrankeit) ist man erschrocken wie stark Audi abgebaut hat, ist uns auch beim Fahrzeugwechsel meiner Frau vom 4F auf den 4G aufgefallen.

Man kann sich einreden, das Ausi im Innenraum besser als Tesla wäre, um sich eine Entscheidung selber schönzurefen, mit der harten Realität ist das leider nur schwer in Einklang zu bringen.

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Zitat:

@RainerHarke schrieb am 4. August 2021 um 09:15:23 Uhr:


Autos z. B. von Audi (und damit meine ich die Materialien und Verarbeitung des A6 und A8 des Vorgängers des aktuellen Modells) und die Software usw. von Tesla.

Ich bin da ein wenig bei Dir.

Ballex hat schon recht, wenn er sagt, dass sich die Art das Materialien nicht unterscheidet oder bei Tesla vielleicht sogar höherwertig ist. Aber in meiner subjektiven Wahrnehmung nehme ich die Wertigkeit des Innenraums (auch des Ravens) bei ABM als höherwertig wahr. Das ist aber eben subjektiv und da wird man andere auch nicht überzeugen können.

Bei Tesla stört mich bis heute am meisten das Lenkrad. Du kommst halt ins Auto und blickst die ganz Zeit drauf. Jetzt muss ich zugeben: Das aktuelle aus der S-Klasse finde ich subjektiv auch "billig", aber dennoch besser als das im Tesla. Und den Vergleich zu Audi und Porsche muss man denke ich nicht anstellen - so unterschiedlich können die Wahrnehmungen da kaum sein.

Auf der anderen Seite hatte ich noch nie ein Fahrzeug, dass so wenig knarzte und quietschte wie das Model S. So ab 100.000km mit einem Audi wirkt der schon ein wenig ausgenudelt. Auch die Sitze sehen beim Model S noch immer sehr sehr gut aus (unglaublich für die Laufleistung und besser als in der S-Klasse nach 35.000km). Hinten raus (also mit höherer Laufleistung) punktet so ein Tesla in meiner subjektiven Wahrnehmung daher. Und im Vergleich zu Audi und Mercedes ist das Fahrzeug fast immun gegen Fingerabdrücke.

Also ich finde die Sitze im Model S für Ihre Einfachheit extrem gut. Nun bin ich 2 Tage den kleinen Taycan gefahren und muss leider als kleiner Tesla Fanboy feststellen, dass dann die Komfortsitze der deutschen da schon besser sind. Wobei ich das beim MS LR auf Grund des Preises weniger schmerzlich finde...Bei so einem Plaid schon eher..

Echt? Ich war weder von Komfort noch Sportsitzen vom Taycan angetan. Aber so subjektiv sind die Themen einfach.

Ja die Sportsitze keine Ahnung, aber die Komfortsitze mit 14 Wege sind schon gut.
Komfort war mit dem Luftfahrwerk auch sehr gut, aber nicht extrem besser. Der Taycan federt und klingt bei Gullideckel etc einfach satter und der Wendekreis ist um Welten besser.
Dafür ist er eine lahme Krücke und Porsches Autopilot aka Innodrive fühlt sich beim Spur halten bisschen betrunken an. Auf volleren Straßen kann man ihn dafür viel besser nutzen.
Beide Autos haben ihre Vorteile. Wenn man beim Taycan etwas aufpasst, schafft man mit Nachlass auch unter 100k und ich finde so hat man ein gewisses Maß an "Preis-/Leistungsverhältnis "

Generell ist der Komfort sehr gut für einen Sportwagen das stimmt schon. Trotzdem fehlt mir der Haben Wollen Effekt von Taycan sobald ich dann hinter dem Lenkrad sitze. Von der außen Optik würde ich ihn mir jederzeit holen. Was mich aber noch dazu extrem abschreckt ist das miese Infotainment. Da erwarte ich mir von einem 100k+ Auto mehr. Das kann selbst der 1er BMW von Sohn besser.

Langstrecken Komfort ist für mich auch immer ausreichend Platz für Urlaubsgepäck und Kleinkram. Da liefert momentan keiner besser als Model S und X.

Doch der EQV :-)))

Der säuft noch mehr als den Fetron😉

Also den Taycan Cross sollte man da echt nicht unterschreiben. Man darf nur nicht ein vernünftiges Entertainment erwarten.
Auch mit dem segeln anstatt Reku war echt angenehm zu fahren.
Wenn der halbwegs gute Restwerte hinbekommt, dann passt das schon.

Zitat:

@autofrei schrieb am 4. August 2021 um 09:47:56 Uhr:



Zitat:

@RainerHarke schrieb am 4. August 2021 um 09:15:23 Uhr:


Autos z. B. von Audi (und damit meine ich die Materialien und Verarbeitung des A6 und A8 des Vorgängers des aktuellen Modells) und die Software usw. von Tesla.

Bei Tesla stört mich bis heute am meisten das Lenkrad. Du kommst halt ins Auto und blickst die ganz Zeit drauf. Jetzt muss ich zugeben: Das aktuelle aus der S-Klasse finde ich subjektiv auch "billig", aber dennoch besser als das im Tesla. Und den Vergleich zu Audi und Porsche muss man denke ich nicht anstellen - so unterschiedlich können die Wahrnehmungen da kaum sein.

Das „Problem“ mit dem Lenkrad ist ja jetzt im Facelift wenn nicht gelöst dann doch „entschärft“, wenn man so will 😁

Zitat:

@hakael schrieb am 5. August 2021 um 15:59:27 Uhr:


Also den Taycan Cross sollte man da echt nicht unterschreiben. Man darf nur nicht ein vernünftiges Entertainment erwarten.
Auch mit dem segeln anstatt Reku war echt angenehm zu fahren.
Wenn der halbwegs gute Restwerte hinbekommt, dann passt das schon.

Hab den jetzt vor gut 2 Wochen live gesehen. Konnte nur noch nicht gefahren werden. Einstieg ist minimal entspannter naturgemäß. Infotainment ist dasselbe und da ist der große Knackpunkt für Leute die auf der Digitalisierungswelle schwimmen. Zu Tesla oder BMW ist das ein richtiger Rückschritt.
Kofferraum war mir auch zu klein für Family. Und als 2t Wagen ist er mir zu teuer. Dann lieber einen i4 oder M3P.

Bin aber schon sehr auf den A6 Etron und den BEV 5er gespannt.

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