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Lange nicht abgesicherte Stromwege

Themenstarteram 1. September 2022 um 9:06

Alter Mercedes-G, 24V-Anlage, Originalzustand 1991:

Batterie+ läuft zum Lichtschalter, dann zum Fernlichtschalter und dann erst zu den Sicherungen der Scheinwerfer.

Batterie+ läuft völlig unabgesichert zum Zündschloß und dann weiter zum Vorglührelais.

Sollte man das mal ändern zwecks Brandvermeidung?

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34 Antworten

Kann ich fast nicht glauben daß das so erlaubt war. Zusätzliche Sicherung würde sicher nicht schaden (sicher daß es die nicht gibt?).

Gruß Metalhead

Doch, das war früher so.

Und gibt es auch heute noch.

Die Leitung zwischen B+ und Generator, bzw. in den Motorraum zum Fremdstartpunkt.

Für die Ltg. zur Si-Box ist später eine Hauptsicherungsbox direkt am Pluspol der Batterie hinzu gekommen.

Wenn Du Dich mit Autoelektrik auskennst, kannst Du ja eine HSB nachrüsten.

Ansonsten gilt:

Never touch a running system.

Hm, selbst mein damaliger 85er Honda hatte direkt an der Batterie eine Hauptsicherung, ca 100A "träge". Gibts als Automatik wie https://www.amazon.de/.../ und als Schmelzsicherung wie https://www.amazon.de/.../B08W4S5GRM

Letzte haben im Gegensatz zu Automaten kaum einen Spannungsabfall, aber "mal eben reindrücken" wenn die doch kommen sollte ist halt nicht. Das Problem ist nicht den Sicherungshalter zu kaufen, sondern das fette Batteriekabel an diesen anzuschliessen. Was eigentlich nur mit gescheitem Presswerkzeug und passenden Kabelschuhen geht.

Das Werkzeug hat eigentlich jede LKW-Werkstatt.

Zitat:

 

Letzte haben im Gegensatz zu Automaten kaum einen Spannungsabfall, aber "mal eben reindrücken" wenn die doch kommen sollte ist halt nicht. Das Problem ist nicht den Sicherungshalter zu kaufen, sondern das fette Batteriekabel an diesen anzuschliessen. Was eigentlich nur mit gescheitem Presswerkzeug und passenden Kabelschuhen geht.

Das Thema hatten wir schon mal, aber hier noch mal:

Pressen ohne Presskraftüberwachung ist in Serienfahrzeugen nicht zulässig.

Und da die wenigsten einen Druckmesser in der Hand haben, ist das also nur mit Automaten möglich.

Löten ist die einzig sichere Verbindung, wenn man es kann.

Wird im Auto nur für Spezialfälle (z.B. Feuchträume) angewendet. Da viel F-Zeit und somit teuer.

Da frage ich mich doch glatt warum wir in der Industrie 240mm*2 ohne Presskraftüberwschung pressen dürfen.

Oder gleich 3 120mm*2 auf einer Phase.

Ist doch hanebüchener Quatsch sowas,die passende Presskraft ergibt sich automatisch durch die Preßzange mit den passenden Quetschkabelschuhen.

Je nach Kabeltyp kommen noch Stützhülsen dazu,oder eben nicht.

Die Zangen mit den Matrizen müssen nur regelmäßig geprüft werden,das da eine Preßkraft gemessen wird ist ja eine ganz andere Sache.

Die einfachste Art einer „Presskraftüberwachung“ wird bei vielerlei Presswerkzeugen alleine schon dadurch realisiert, das man die Zange mechanisch nur wieder öffnen kann wenn man „durchgepresst“ hat.

Das ist schon sehr lange Standard bei „Markenwerkzeugen“ für diese Art Pressungen.

Elektrohydraulische Presswerkzeuge oder gar Schusswerkzeuge für Industrieanwendungen sind wieder ein anderes Thema.

Aber generell gilt natürlich auch für den KFZ Bereich, das derjenige der mit solcherlei Querschnitten hantiert, in denen dann auch entsprechende Ströme fließen können, schon Wissen sollte was er da macht, zb. dann auch die geeigneten Kabelschuhe und das dazu passende Presswerkzeug verwenden.

Es gibt bspw.

-Presskabelschuhe ausgeführt als geschlossene Rohrkabelschuhe, die oft mehrfach gepresst werden sollen,..

-Quetschkabelschuhe die oben offen sind und mit einem anderen Werkzeug „gequetscht“ werden

aber auch -Lötkabelschuhe

da sollte man schon Wissen was man wie verwenden kann und soll.

Mit dem „Löten“ in vibrationsgefährdeten Bereichen generell und speziell dann noch in diesen Querschnittsbereichen wäre ich doch vorsichtig. Dafür braucht man dann auch wieder das geeignete Lötwerkzeug, Material und Erfahrungen.

Wenn nicht richtig durchwärmt wird, ist‘s Mist, wenn zu lange zu heiß „rumgebraten“ wird verschmort im besten Fall nur die Isolierung, da gibts dann noch weiter reichlich Raum für Fehler in der Verbindung, wenn man keine Erfahrungen hat.

Da ist das „Pressen“ mit einer geeigneten Presszange und ordentlichen Kabelschuhen dann die deutlich einfachere und für Laien wohl sicherere Arbeitsweise für ein ordentliches Ergebnis.

Am Ende einen Schrumpfschlauch mit „Kleber“ als Feuchtigkeitsschutz drüberschrumpfen und man hat eine fachgerechte haltbare Verbindung.

Selbstredend verbietet sich das Pfuschen durch „Quetschen in Schraubstöcken“, rumhämmern mit runden Meißeln auf dem Kabelschuh und ähnlichem Murks.

Hab ich alles schon gesehen…

Zitat:

@emv_tester schrieb am 1. September 2022 um 13:40:49 Uhr:

Und da die wenigsten einen Druckmesser in der Hand haben, ist das also nur mit Automaten möglich.

Gary spricht IMHO von Sicherungsautomaten. ;)

Gruß Metalhead

Auch. Aber solche Pressverbindungen würde ich von der nächsten "freundlichen Werkstatt mit entsprechendem Werkzeug" (siehe https://www.motor-talk.de/.../...esicherte-stromwege-t7336659.html?...) machen lassen. Länger als eine halbe Stunde incl. Rechnungsstellung oder eben 20-30 Teuros in die Kaffeekasse kann das nicht dauern. Kabelreste gibts immer (und nein, solche Querschnitte sind NICHT umsonst), aber das aufwändige ist halt das taugliche Presswerkzeug und eben wissen, wie man dieses korrekt benutzt.

Zitat:

@metalhead79 schrieb am 1. September 2022 um 16:24:39 Uhr:

Zitat:

@emv_tester schrieb am 1. September 2022 um 13:40:49 Uhr:

Und da die wenigsten einen Druckmesser in der Hand haben, ist das also nur mit Automaten möglich.

Gary spricht IMHO von Sicherungsautomaten. ;)

Gruß Metalhead

Gary hat schon verstanden, was ich meine. Für das Pressen von Kabelschuhen brauchst Du einen Automaten mit Presskrafterkennung. Es ging nicht um den Sicherungsautomaten.

Zitat:

@emv_tester schrieb am 2. September 2022 um 09:02:45 Uhr:

 

Gary hat schon verstanden, was ich meine. Für das Pressen von Kabelschuhen brauchst Du einen Automaten mit Presskrafterkennung. Es ging nicht um den Sicherungsautomaten.

Moin, ich weiß nicht warum du auf „Presskrafterkennung“ so beharrlich bestehst. Hast du da ne Vorschriftenquelle wo das gefordert wird?

M.W.n. reicht ein Presswerkzeug mit „Durchpresszwang“ völlig aus, auf dem Kabelschuh ist der zugehörige Kabelquerschnitt graviert, in den Pressmatritzen ebenso und das ist dann nach der Pressung auch im Kabelschuh sichtbar als Dokumentationen das mit den richtigen Matritzen gepresst wurde.

Für den Bereich bis 50mm2 oder 70mm2 reicht eine mechanische Presszange aus, für Arbeiten an beengten Stellen gäbe es dann auch „kleinere“ Zangen die hydraulisch arbeiten.

 

Allerdings ist da bei Standardpressungen m.W. nirgends eine Vorrichtung zur Dokumentation des Pressdrucks vorhanden.

Es wird üblicherweise mit dem passenden Kabelschuh und den zugehörigen Matritzen gepresst, die Pressung per Sichtkontrolle kontrolliert, ggf. dann noch nen Schrumpfschlauch drüber - fertig. Wer das fachgerecht gezeigt bekommen hat und einige male ausgeführt hat weiß wie eine korrekte Pressung aussehen soll.

 

Vielleicht kannst du ja ein Beispiel so eines Werkzeugs und der zugehörigen Vorschrift nennen. Ich lerne ja gerne dazu. Wie sieht so ein Dokument über die ausgeführte Presskraft denn aus und wie wird es genau dieser einen Pressstelle zugeordnet?

Ganz schön aufwendig, wenn es denn noch Rechts und Fälschungssicher verwahrt werden soll.

Mir wäre Presskrafterkennung auch neu. Was ich mir aber vorstellen kann - wenn du maschinell in einer Fertigung arbeitest, dann bietet es sich an ein simples Manometer in den Apparat einzubauen. Um zum Beispiel Fehlpressungen (wie kein oder zu geringer Druckaufbau) automatisch und zudem sicher zu erkennen, was die Produktion von Ausschuss verringert.

Sowas ist "internes Qualitätsmanagement" als "gesetzliche oder quasigesetzliche Vorschrift" durch z.B. eine Richtlinie.

Bei einer maschinellen Fertigung wäre das ja noch nachvollziehbar,aber doch nicht in einer Montagefirma.

Da reicht der Nachweis der regelmäßigen Prüfung,die Auswahl der richtigen Werkzeuge und Verbinder mit passendem Aufdruck auf dem Verbinder durch das Preßwerkzeug.

Da lässt man die Verbindung auch ohne Schrumpfschlauch,damit das auch optisch erkennbar ist,zum Schutz sind da Abdeckkappen drüber.

Unter Schrumpfschlsuch wurde auch schon viel Murcks versteckt.

Ich kenne nur die normalen Montagewerkzeuge, kann man auch an Dienstagen benutzen, habe ich getestet. Sieht aus wie ein Bolzenschneider mit drehbarem Einsatz vorne für verschiedene Durchmesser. Haben wir für Nachrüstungen einer Lademöglichkeit am Auflieger mit LBW genommen und für Natodosen. Hat alles gehalten, auch wenn es vielleicht nicht DIN ISO 911 entspricht. Gleichmäßige Pressung ist dadurch gewährleistet, dass man das Ding immer ganz zu macht.

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