Kosten für Werkstatt-Arbeitsstunde bei MB?

Mercedes A-Klasse W176

Hallo,
wollte mal gerne wissen, was eigentlich eine Werkstatt-Arbeitsstunde bei MB kostet? Ich weiß auch, dass viele nach Arbeitseinheiten/Vorgaben abrechnen! Hat da einer Ahnung?
LG: Wolfgang

Beste Antwort im Thema

Nach meinen Unterlagen:
1 AW = 5 Minuten. Daher 1 Std. = 12 AW.

Zahlen aus meiner letzten Rechnung bei MB Untertürkheim im Oktober 2013:
1 AW Euro 9,15, Preisgruppe 01 = Stunde Euro 109,80 + MWSt.
1 AW Euro 11,35, Preisgruppe 05 = 1 Stunde Euro 136,20 + MWSt.

Gruß - Dieter.

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Mir tränen immer die Augen, wenn ich die Stundenverrechnungssätze der Vertragswerkstätten sehe. Wenn ich das in meinem Handwerk hätte, dann hätte ich im Juni das Geld fürs Jahr im Sack...

Außerdem gibt es noch Unterschiede nach Fzg.-Gruppe:

-PKW
-LKW
-Anhänger
-Supersportwagen

Ist also alles noch etwas komplizierter. Aber in jeder MB-Werkstatt gibts die AW-Preise für jede Gruppe auf die Hand.

Gruß Jan

Zitat:

Original geschrieben von Franz_Jaeger


Mir tränen immer die Augen, wenn ich die Stundenverrechnungssätze der Vertragswerkstätten sehe. Wenn ich das in meinem Handwerk hätte, dann hätte ich im Juni das Geld fürs Jahr im Sack...

Hi,

der Mitarbeiter sieht davon natürlich nur einen bruchteil. 😉

Ich weiß ja nicht in welchen Handwerk du arbeites,aber vermutlich hast du keinen Showroom/Glaspalast der finanziert werden muß. Außerdem keinen Computerdiagnosesystem das pro Jahr mehrere tausend € verschlingt. Die Liste ließe sich dann noch um einige (wahrscheinlich dutzende) Punkte fortsetzen. 😉

Ob das alles wirklich nötig ist darüber kann man sicher streiten,aber es ist nun mal vorhanden und muß bezahlt werden.

Gruß tobias

Hi,

der Mitarbeiter sieht davon natürlich nur einen bruchteil. 😉

Ich weiß ja nicht in welchen Handwerk du arbeites,aber vermutlich hast du keinen Showroom/Glaspalast der finanziert werden muß. Außerdem keinen Computerdiagnosesystem das pro Jahr mehrere tausend € verschlingt. Die Liste ließe sich dann noch um einige (wahrscheinlich dutzende) Punkte fortsetzen. 😉

Ob das alles wirklich nötig ist darüber kann man sicher streiten,aber es ist nun mal vorhanden und muß bezahlt werden.

Gruß tobias
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Ja, die Formel 1 und die DTM ist ja auch mit hohen Kosten verbunden.

Gruß - Dieter.

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Zitat:

Ich weiß ja nicht in welchen Handwerk du arbeites,aber vermutlich hast du keinen Showroom/Glaspalast der finanziert werden muß. Außerdem keinen Computerdiagnosesystem das pro Jahr mehrere tausend € verschlingt.

Kommt doch auf die Grösse des Betriebes an, ob sich das signifikant in den Kosten/Arbeitsstunde niederschlägt. Letztlich gibt es den Glaspalast auch wegen des Verkaufs von Fahrzeugen. Jeder kleine Handwerksbetrieb hat 5-stellige Kosten im Monat. Der Unterschied ist, das der Verrechnungssatz bei ner Vertragswerkstatt akzeptiert wird. Hauptsächlich wegen der Garantiebedingungen. In jedem anderen Gewerk geniesst man diesen Luxus nicht. Gleiches gilt auch für die Aufschläge aufs eingesetzte Material.

Der unterschiedliche Stundensatz ergibt sich IMHO weniger aus den unterschiedlichen Kosten. Vielmehr ist es den Vertragswerkstätten gelungen, mit einer Mischung aus Garantiebedingungen und exklusiver Ersatzteilversorgung gute Preise durchzudrücken.

Wie die Preisstruktur ohne diese Instrumentarien aussehen würde, kann aus den Preisen der freien Werkstätten ungefähr abgeleitet werden. Ohne die Garantiebedingungen und ohne die exklusive Ersatzteilversorgung würden die Kunden auch mal Preise vergleichen, und da würde die Vertragswerkstatt ganz schön alt aussehen...

Zitat:

Original geschrieben von Franz_Jaeger


Jeder kleine Handwerksbetrieb hat 5-stellige Kosten im Monat.

Das kostet den Freundlichen schon die Miete für einen Nichtglaspalast. Da sind Lohnkosten, Verbrauchskosten, Investitionen, Wartung der Betriebsausstattung, etc. pp noch nicht mal erwähnt...

Zitat:

Der unterschiedliche Stundensatz ergibt sich IMHO weniger aus den unterschiedlichen Kosten. Vielmehr ist es den Vertragswerkstätten gelungen, mit einer Mischung aus Garantiebedingungen und exklusiver Ersatzteilversorgung gute Preise durchzudrücken.

Alleine ein einziges Diagnosegerät kostet schon >1000€ im Monat. Wir z.b. haben allein 3 Stück für Transporter/LKW. Dazu noch zwei Rechner für Trailer-Bremssysteme und eine Diagnose für Fremdfahrzeuge im Truckbereich.

Und wieso exclusive Ersatzteilversorgung. Jede Freie darf gerne bei MB bestellen, die genießen als Kunde genau den gleichen Service. Wenn du meinst die wollen nur einfach so mehr verdienen, dann hast du keine Ahnung.

Zitat:

Wie die Preisstruktur ohne diese Instrumentarien aussehen würde, kann aus den Preisen der freien Werkstätten ungefähr abgeleitet werden. Ohne die Garantiebedingungen und ohne die exklusive Ersatzteilversorgung würden die Kunden auch mal Preise vergleichen, und da würde die Vertragswerkstatt ganz schön alt aussehen...

Du glaubst gar nicht wieviele andere Marken und eben gerade auch freie Werkstätten ich in 15 Jahren Dienstlich schon von innen gesehen habe. Da sind viele Läden dabei, wo ich freiwillig keinen Kunden hinschicken würde. Manche haben nichts... da wird ohne Spezialwerkzeug gepfuscht bis zum bitteren Ende... etc. etc.

Man muss doch die Fixkosten, und von denen redest du ja, ins Verhältnis zur Betriebsgrösse setzen. Meinetwegen 50K für Miete/Finanzierungskosten/Betriebskosten für einen Glaspalast ( kleine Glaspaläste mietet man für unter 10K) eines Mittelständlers entspricht der Ladenmiete für ne 5 Mann Klitsche. Und dann ist auch 1000€ für deine Diagnosesoftware für die kleine Bude teurer als für einen grossen Betrieb. Aber auch da machen die 1000 Tacken nur rund 2€ pro Stundensatz aus, wenn du 500 Stunden verkaufen kannst.

Ach so, klar kann die freie Werkstatt bei MB Ersatzteile kaufen, aber sicher nicht zu dem Preis, wie ne MB Vertragswerkstatt einkauft.

Also kleinerer Stundensatz, bei gleichen, bzw. höheren Fixkosten und teurerem Einkauf ( womit ne Mischkalkulation schwierig wird).

Und ja, freie Werkstätten sind meist nicht so gut ausgestattet und vor allem nicht so gut geschult, wie Vertragswerkstätten. Aber da können wir jetzt streiten, was zuerst da war: Die Henne oder das Ei....

Ohne auskömmliche Einnahmen eben kein Glaspalast oder Marmorfliesen im Kundenbereich.

Wenn beim Vertragspartner was gebaut werden muß kommen vom Werk arrogante, krawattentragende Klugscheisser und schreiben vor wie gebaut werden muß. Den nach ihrer Ansicht geeigneten Generalunternehmer empfehlen sie auch gleich. Hauptsache teuer ! Es müssen halt unbedingt die "Standards" erfüllt werden und das kostet Geld. Geld, das der Unternehmer wieder verdienen muß.
Ich habe das zweimal miterleben dürfen und -dem Generalunternehmer sei Dank- hinterher mehrere beteiligte Handwerker als Kunden verloren.

Darüberhinaus müssen auch personalmäßig gewisse Standards eingehalten werden, ebenso in der Werkstattausrüstung und der Gestaltung des Kundenbereichs in der Serviceabteilung. Alles wird von der Konzernmutter "empfohlen" und kostet Geld. Alles geschieht zum Wohle des Kunden der das dann gefälligst auch zu honorieren hat.
Mit Stundensätzen jenseits der 100 Euro und Literpreisen fürs Öl jenseits von 25 Euro.

Die Herren wissen aber auch dass nur noch wenige Autos die über 6 Jahre alt sind in der Vertragswerkstatt auftauchen. Diese werden dann in freien Werkstätten gewartet, zu Stundensätzen um die 60 Euro und Ölpreisen unter 15 Euro. Komischerweise verdienen die freien Werkstätten mit diesen Tarifen aber auch noch Geld.

Gruß
Franz

Zitat:

Original geschrieben von Kunipfuhl


Die Herren wissen aber auch dass nur noch wenige Autos die über 6 Jahre alt sind in der Vertragswerkstatt auftauchen. Diese werden dann in freien Werkstätten gewartet, zu Stundensätzen um die 60 Euro und Ölpreisen unter 15 Euro. Komischerweise verdienen die freien Werkstätten mit diesen Tarifen aber auch noch Geld.

Gruß
Franz

Hallo Franz,

genau die Punkte, die Du genannt hast, die Vertragshändler als Auflage gemacht bekommen, erfüllen die freien Werkstätten nicht und können nur einen Teil der Arbeiten durchführen. Wenn für eine Inspektion nur drei Schraubenschlüssel benötigt werden halten sich die Kosten dafür sehr in Grenzen und es können andere Preise gemacht werden.

Wenn die "Geiz ist geil" Tendenz sich nicht ändert/abschwächt, gehe ich davon aus, dass die Preisgruppen noch extremer im Preis auseinander gehen. Dies wäre notwendig die Prüfgeräte nur auf die Diagnose Arbeiten umzulegen. Wird dann die Programmierstunde dann 250 € kosten?

Gruß Dirk

Hallo Dirk,
die Frage ist was der Kunde noch akzeptiert. Ich habe bei meinem Freundlichen für den Assyst B1 an meinem B 180 CDi € 398,- bezahlt, den Liter Öl berechnete er mit Netto € 15,50. Das ist gerade noch akzeptabel und sicher nicht billig. Enthalten war auch ein neuer "Kombilfilter"für 45 Euro.
Würde er für den Liter Öl 20 Euro oder mehr verlangen hätte er mich das letzte Mal gesehen. In werkseigenen Niederlassungen ist das aber anscheinend gang und gäbe, ebenso AW-Preise von 10 Euro. Dafür habe ich kein Verständnis und würde es auch nicht akzeptieren.
Interessant ist es wenn man Vergleiche hat.
Ich besitze u.a. ein Wohnmobil auf dem aktuellen Fiat Ducato mit 130 PS, dafür habe ich bei km-Stand 23000 für einen Ölwechsel, Durchsicht, Rädertausch vorne-hinten und Bemsflüssigkeitswechsel knapp 265 Euro bezahlt, beim Fiat Professional-Partner. Der Ducatomotor verlangt übrigens die gleiche Ölqualität wie das Mercedes-Aggregat,kostet bei Fiat € 11,50 netto pro Liter, der Fiat-Professional-Partner ist ein hervorragend geführter und organisierter Nutzfahrzeugbetrieb.

Wie lassen sich die hohen Werkstattkosten speziell bei Mercedes noch rechtfertigen ?

Mein älterer Sohn hat seinen Mercedes C 220 CDi, knapp 7 Jahre alt, 70000 Kilometer, verkauft, an einen türkischen Mitbürger aus München. In 25 Tagen ist ein Assyst fällig. Ich habe dem neuen Besitzer abgeraten den Wartungsdienst in der Niederlassung machen zu lassen, er soll sich eine kleinere Vertragswerkstätte, wenn möglich ausserhalb Münchens suchen.
Mein Sohn hat sich übrigens, auch wegen der hohen Werkstattkosten, von Mercedes verabschiedet, er fährt jetzt einen Toyota Auris Hybrid. Ist natürlich keine Alternative zur C-Klasse, auch mein B spielt in einer anderen Liga.
Die Qualität ist aber ganz bestimmt besser als die seiner bisher 4 Mercedesfahrzeuge. Mit 2 A-Klassen hat er sehr schlechte Erfahrungen gemacht.

Gruß
Franz

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