ForumFinanzierung
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Finanzierung
  5. Kosten für AG

Kosten für AG

Themenstarteram 14. November 2020 um 18:04

Hallo Zusammen,

wir versuchen gerade herauszufinden, welche Kosten unter dem Strich anfallen, wenn wir einem Mitarbeiter einen Firmenwagen anbieten.

Die Kosten für das Leasing, Versicherung, Steuern, etc. sind uns klar.

Was allerdings nicht ganz klar wird inwiefern sich die Kosten des Lohns, der Lohnsteuer, der Nebenkosten, ... (?) verändern.

In unserem konkreten Beispiel hat der Wagen einen BLP von 24030. Wären bei der 1%-Regelung also 240€. Außerdem kommen für die Fahrten zwischen Wohnung und Arbeit 158,40€ hinzu. Der Brutto-Lohn von 2500€ steigt also auf 2898,40€. Nun ist sie Frage wie sich dadurch die Lohnnebenkosten verändern. Und natürlich was davon letztlich Gewinnmitnahme ist, und was nicht. Die SV-rechtlichen Abzüge verändern sich dadurch ja auch!?

Kann man mir mit diesen Werten helfen, oder fehlt noch etwas?

Sehr interessant wäre natürlich auch, ob eine Gehaltserhöhung vielleicht sinnvoller wäre?!

Bzw. in welchem Verhältnis die Ausgaben beim Firmenwagen gegenüber der Gehaltserhöhung stehen. Natürlich immer aus Sicht des AG. Aus Sicht des AN nehme finde ich hier ne Menge Beiträge. Daraus werde ich aber leider nicht schlau. :(

Vielen Dank schon mal. :)

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@-Pitt schrieb am 14. November 2020 um 19:26:20 Uhr:

In welcher Branche gibt es bei lausigen 2500 Brutto einen Firmenwagen?

Ganz allgemein: Dienstleistungsbranche

Vom Pflegedienst bis zum Handwerker und noch viele mehr gehen nun Mal nicht mit Motor-Talk-üblichen 8000€ nach Hause.

 

Firmenwagenrechner im Internet zeigen oft auch die Mehrbelastung für den AG an. Sonst: Lohnbüro fragen (scheinbar machst du das ja nicht selbst).

16 weitere Antworten
Ähnliche Themen
16 Antworten

Macht deine Firma die Gehaltsabrechnungen mit einem Abakus oder mit Bleistift, Papier und Taschenrechner?

Ganz ehrlich, als AG sollte man schon über das notwendige Wissen für Gehaltsabrechnungen verfügen.

Wenn nicht, dann halt den Steuerberater fragen.

Sorry für die ehrlichen Worte.

In welcher Branche gibt es bei lausigen 2500 Brutto einen Firmenwagen?

Zitat:

@-Pitt schrieb am 14. November 2020 um 19:26:20 Uhr:

In welcher Branche gibt es bei lausigen 2500 Brutto einen Firmenwagen?

Ganz allgemein: Dienstleistungsbranche

Vom Pflegedienst bis zum Handwerker und noch viele mehr gehen nun Mal nicht mit Motor-Talk-üblichen 8000€ nach Hause.

 

Firmenwagenrechner im Internet zeigen oft auch die Mehrbelastung für den AG an. Sonst: Lohnbüro fragen (scheinbar machst du das ja nicht selbst).

Zitat:

@Thinky123 schrieb am 14. November 2020 um 20:43:45 Uhr:

Ganz allgemein: Dienstleistungsbranche

Vom Pflegedienst bis zum Handwerker

Naja nicht gerade die Fahrzeuge die man auch privat nutzen will...........

Ja, hast schon Recht. Bei meinen Beispielen denkt man natürlich gleich an Kleinstwagen bzw. Lieferwagen in Grundausstattung.

Das ist aber nicht immer der Fall. Inerhalb der genannten Branchen gibt es Ausnahmen, dazu fallen mir noch ein: IT-Dienstleister, Elektriker, Wartungsfirmen für spezielle Geräte (Medizintechnik, Tankstellen, Kassensysteme, Ampelanlagen, usw). Da gibt es genug Personal, gerade zu Beginn in der Gehaltsklasse + Firmenwagen (weil man mobil sein muss und nicht als Extra-Gehalt).

 

Der Listenpreis von 24000€ schließt zumindest den Kleinstwagen aus.

 

@witschi87 Gibt es denn dienstliche Fahrten, die bisher z.B. steuerfrei mit 30 Cent / km vergütet werden? Diese Ausgaben fallen für den AG dann weg, weshalb es bei vielen Dienst-km oft den kleinen Firmenwagen gibt und der AN gar keine Wahl hat.

Das fiktive Gehaltsplus steigert auch die Sozialversicherungsabgaben und da du diese zur Hälfte mit bezahlst, ergibt sich ein Mehraufwand für Dich. Lohnsteuer führst du nur mehr ab, zahlt aber der AN.

Was ist mit Innungsbeiträgen, Berufsgenossenschaft, erinnere mich dunkel, dass es da irgendweche Saffeln gibt, aber weiß nicht mehr ob die Grundlage Umsatz, Gehalt oder sonst was war.

Ein Kompromiss könnte auch sein, den AN an den Kosten zu beteiligen.

Firmenwagen und dafür Verzicht auf 150,- brutto oder wie auch immer.

Oder wie selber geschrieben statt Firmenwagen eine Gehaltserhöhung.

Der Rat, das mit dem Steuerberater zu besprechen ist wirklich nicht zu umgehen.

Mache Dir auf Gedanken, wie der Kraftstoff bezahlt wird. Tankkarte, Limit für jeden Monat, Jahreslimit...

Ich als AN hätte kein Problem mit einen Firmenwagen vom Firmenhof zu Auftrag zu Auftrag zu gurken (Arbeitsmittel stellt der AG). Nach Feierabend die Kiste auf den Firmenhof zu stellen und mit meiner Karre nach Hause zu fahren.

Ich habe das auch gerade mal für meine Mitarbeiterin durchgerechnet und die Mehrkosten allein beim Gehalt machen für mich schon über 100 € aus, dann noch die Kosten für den Firmenwagen.

Es gibt Brutto-Netto-Rechner für Arbeitgeber. Dort mal altes und neues Brutto eintippen und zusammenzählen, was an Sozialabgaben und Steuer insgesamt zusätzlich abgeführt werden muss. Es ist ein Trugschluss zu glauben, ein Teil würde der AN bezahlen, denn wovon bezahlt er es? Von "meinem" Geld. Er bekommt nur etwas weniger Netto raus, denn ich rechne das so: Nettogehalt und alle Sozialabgaben nebst Steuer muss ich abführen, nicht er.

Nicht zu vergessen, dass für den geldwerten Vorteil des Mitarbeiters Umsatzsteuer abgeführt werden muss.

XF-Coupe

Zitat:

@Goify schrieb am 15. November 2020 um 18:51:12 Uhr:

Ich habe das auch gerade mal für meine Mitarbeiterin durchgerechnet und die Mehrkosten allein beim Gehalt machen für mich schon über 100 € aus, dann noch die Kosten für den Firmenwagen.

Es gibt Brutto-Netto-Rechner für Arbeitgeber. Dort mal altes und neues Brutto eintippen und zusammenzählen, was an Sozialabgaben und Steuer insgesamt zusätzlich abgeführt werden muss. Es ist ein Trugschluss zu glauben, ein Teil würde der AN bezahlen, denn wovon bezahlt er es? Von "meinem" Geld. Er bekommt nur etwas weniger Netto raus, denn ich rechne das so: Nettogehalt und alle Sozialabgaben nebst Steuer muss ich abführen, nicht er.

Genau das habe ich auch mal meinem Angestellten gesagt, als er meinte, dass er die Hälfte der Sozialabgaben zahlt. Geht ja schließlich von meinem Konto runter.

Der geldwerte Vorteil über 398,40 € ist Gehaltsaufwand, der Nettoabzug erhöht den Gewinn wieder als Ertrag aus Sachbezug netto in Höhe von 343.44 €. Die Umsatzsteuer in Höhe von 54,96 € ist gewinnneutral und muss an das Finanzamt abgeführt werden. Auf den geldwerten Vorteil sind ca. 25 % AG-Anteil inkl. Berufsgenossenschaft etc. (Aufwand) fällig.

Lohnsteuer und AN-Anteil zur Sozialversicherung stellen keinen Aufwand für den AG dar, da das Netto des Arbeitnehmers dadurch gemindert wird. Der Arbeitgeber führt das lediglich ab, geschuldet wird dem Arbeitnehmer der vereinbarte Bruttolohn für seine Arbeitsleistung.

Mit Verlaub Jerry

Zitat:

@-Pitt schrieb am 14. November 2020 um 20:52:00 Uhr:

Zitat:

@Thinky123 schrieb am 14. November 2020 um 20:43:45 Uhr:

Ganz allgemein: Dienstleistungsbranche

Vom Pflegedienst bis zum Handwerker

Naja nicht gerade die Fahrzeuge die man auch privat nutzen will...........

Naja, das siehst du vielleicht etwas zu pauschal. Nicht jeder, der einen Firmenwagen privat nutzen möchte, ist ein Petrolhead.

Ich schon, je nach Bedingungen der Arbeit..

Einen Dienstwagen hätte ich auch gerne..

Um nichts mehr kümmern ausser bezahlen...

Zitat:

@-Pitt schrieb am 15. November 2020 um 08:48:23 Uhr:

Ich als AN hätte kein Problem mit einen Firmenwagen vom Firmenhof zu Auftrag zu Auftrag zu gurken (Arbeitsmittel stellt der AG). Nach Feierabend die Kiste auf den Firmenhof zu stellen und mit meiner Karre nach Hause zu fahren.

Zitat:

@Biker1112 schrieb am 16. November 2020 um 20:24:44 Uhr:

Genau das habe ich auch mal meinem Angestellten gesagt, als er meinte, dass er die Hälfte der Sozialabgaben zahlt. Geht ja schließlich von meinem Konto runter.

Ich würde mir da eher Gedanken machen wieviel deine Angestellten auf dein Konto einbringen. ;)

Deine Antwort
Ähnliche Themen