Kleine Basteleien
Hallo MT!
Ich hatte mir schon mal überlegt, einen Fred über Motorradtechnik aufzumachen,
in dem jeder das beschreibt, was er am und um das Mopped so schraubt.
Ein paar Bilder wären nett, "vorher-nachher" oder so. Im Winter steht das Möpp ja meist,
da bereitet man es auf die kommende Saison vor.
Nur bitte folgendes sagen, wenn es um ein spezielles Motorrad geht:
Marke, Typ, Typenbezeichnung, Baujahr.
Selbst Ölwechsel oder Lufi ausklopfen welcome!
Viel Spass!
Beste Antwort im Thema
Tschö.
14433 Antworten
XJ 900, Hi-Rad Bremse:
Totales Fading bei schnellem 2 Personenbetrieb in den Alpen.
Totales Fading auf Korsika bei 40 Grad und sehr schnell unterwegs.
Vapor- Lock in den Alpen den Col del Madeleine runter (fast unten, bei Sonne)
Vapor Lock bei Vollgas auf der Autobahn bei 40 Grad.
Am besten die Hi- Radbremse nur bei kühlen Temperaturen oder sehr gemässigt benutzen.
die ist nicht genug gekühlt. Kann sein dass die auch fest geht, wenn sie einmal zu heiss wird.
Fett verbrennt...kann auch sein, dass Du den Fuss zu lange auf der Bremse gelassen hast.
Sintermetallbeläge leiten die Hitze auch sehr gut.
Eine Abhilfe: Fahrstil ändern. Die Vorderradbremse kennt keine Schwäche, die ist auch gut vom Wind gekühlt.
Also, die Hi-Rad Bremse nur für den Notfall, bei Schotter etc...
Was ist "Vapor Lock"?
Eine Bremse, die ich nicht benutzen darf, ist eine Fehlkonstruktion. Permanent Fuß drauf habe ich nicht, aber beim Anbremsen auf und Hineinbremsen in Kurven nehme ich die hintere gerne zum stabilisieren, funktioniert sehr gut und das sollte sie im Normalfall auch abkönnen.
Bei einem Vapor_Lock beginnt die Bremsflüssigkeit (oder das darin enthaltene Wasser)
zu kochen und der entstehende Gasdruck macht die Bremse zu. Extrem unangenehm, wenn die 300 Kg gebremst
in der Kurve stehen und von hinten hört man das Motorengeräsch von dem LKW, den man gerade überholt hat...
Da haben mir die Kollegen das Möpp gerettet: haben wir zu dritt von der Fahrbahn geschleift und einer hat gewunken.
Jedesmal eine Zigarette rauchen und alles tut es wieder.
Meiner Meinung nach ist die Hi-radbremse der XJ 900 eine Fehlkonstruktion: Sofern man sie zu intensiv benutzt.
Dafür ist sie nicht ausgelegt.
Bremsflüssigkeit ist von Anfang des Jahres, da mache ich mir eigentlich keine ernsthaften Sorgen, dass die auskochen könnte. Wir waren zu zweit auf unbekannten Strecken und nicht auf dem Kringel. Zwar durchaus flott aber keineswegs in Harakiri Manier unterwegs. Für mein Verständnis fällt das noch mit in das Toleranzfeld "normale Nutzung". Die Hornet bewege ich deutlich forcierter und da muckt nix, die Bremse ist aber auch nicht besser belüftet.
Muss die Tage mal gucken, ob der Arschlochteufel da im Sattel selbst sitzt, also die Kolben klemmen oder ob doch eher die Leitung stänkert oder sowas. Hab nebenbei auch schon auf passenden Ersatz geschielt, liegt preislich aber doch noch ne Ecke über dem Niveau, was die Dicke gekostet hat. Man will ja wenn dann auch ein upgrade.
Ähnliche Themen
Da bin ich mal gespannt.
Trotz all dieser Probleme bei meiner XJ (die z.T. auch auf zu seltenen DOT 4 Wechsel zurückzuführen waren) *schäm*
waren die Pads eigentlich nie sehr schnell verschlissen. Ich hatte Carbon Lorraine, die halten ewig. Danach bin ich auf organische umgeschwenkt,
weil die die Hitze nicht so gut leiten. Die Carbon Lorraine aus gefrittetem Metal waren noch mindestens zur Hälfte gut. Nach knapp 50.000 Km!
Aber trotzdem würde ich dir raten mehr vorn zu bremsen. Du hast ja progressive Federn drin, wenn ich mich recht entsinne.
Ja ist richtig. Ich bremse auch primär vorn, falls das jetzt missverständlich rüber kam. Aber hinten halt mit.
Welche Beläge da aktuell verbaut waren, kann ich nicht mal sagen, waren noch vom vorbesitzer. Gekauft hab ich jetzt ganz normale trw beim Louis, gehe mal davon aus, dass das organische sind, hab nicht explizit Sinter bestellt und meine goldstuff sehen auch anders aus.
Vielleicht begutachte ich zumindest den Sattel mal noch am Wochenende. Vielleicht mache ich aber auch einfach nur Urlaub.Das Mopped rennt nicht weg.
War heute nochmal schnell an der Halle, bissl Bestandsaufnahme gemacht.
Scheibe hinten ist tot. Der ganze Sattel und die Kolben insbesondere sind fürchterlich verschmockt, für meinen Geschmack viel zu heftig, wenn man bedenkt dass die vor gut 3000km erst komplett draußen waren und absolut sauber (so wie das kleine Stück, was nach dem Nachpumpen ans Licht trat). Über die "Beläge" brauchen wir gar nicht mehr reden, hab ich so jedenfalls noch nie gesehen. Bin jetzt durch eine Schlachtung relativ einfach und preiswert an Teile gekommen, somit kommen Sattel und Scheibe neu, Beläge hab ich schon hier. Dazu noch Stahlflex rundum, um eine verquollene Leitung auszuschließen. Ausgebauterweise gingen die Kolben recht artig zurück, was mich etwas stutzig machte.
Nunja, zweite Tourwoche muss dann halt die Hornet ran, die Diva hat Pause bis nach dem Urlaub. Sollte sie es nicht danken, und hinterher wider erwarten doch noch zicken, schubse ich sie in nen See oder so 😁
Hatten auch geguckt nach entsprechend Ersatz in Zweiradform, aber was ich dann so will geht meist erst bei 4000€ los, das ist mir für ein "steht die meiste Zeit rum und kommt nur n paar mal im Jahr zum Touren fahren raus" Mopped zu teuer und als Alleinmopped sind mir die Brocken zu groß / schwer / unhandlich.
Das habe ich in der Form noch nie gesehen.
Die Bremsscheibe ist ja nur unten ausgehöhlt.
Man hat fast den Eindruck, da hat sich ein Steinchen oder eine Schraube zwischen
den Belägen und der Scheibe festgesetzt, und diese zerrieben.
Ist natürlich sehr unwahrscheinlich, dass so etwas passiert, fast unmöglich, denn ein Steinchen würde sicherlich wegspringen.
Suche mal, was das sein könnte. Das ist kein normaler Verschleiss.
"Das ist kein normaler Verschleiss."
Denke ich auch, aber genau deswegen bin ich ganz froh über die Austauschlösung. Denn Fehlersuche bei verbauten Teilen kann teuer werden. Wenn´s das vermutete Teil dann nicht war, hat man die nächste Scheibe ruiniert. Hatte ich so jedenfalls auch noch nie.
Mal eine dumme Frage: ist das Foto 3 von unten geschossen?
Also von da, wo im eingebauten Zustand die Bremsscheibe sitzen müsste?
Hast du für das Foto also den Sattel nach oben verdreht? Nicht dass das Antiquietschblech
geschliffen hat...
Hat die keine Staubmanschetten an den Bremskolben?
Normal gehören da doch welche hin. Das würde auch erklären, warum die Kolben nicht mehr zurück gegangen sind und die Bremse geschliffen hat.
Zitat:
@TDIBIKER schrieb am 22. August 2015 um 19:44:07 Uhr:
Mal eine dumme Frage: ist das Foto 3 von unten geschossen?
Also von da, wo im eingebauten Zustand die Bremsscheibe sitzen müsste?
Hast du für das Foto also den Sattel nach oben verdreht? Nicht dass das Antiquietschblech
geschliffen hat...
Der Sattel ist aktuell abgebaut und war für´s Foto gedreht, jop.
Zitat:
Hat die keine Staubmanschetten an den Bremskolben?
Hatte der Sattel in meinem Besitz zumindest nicht.
Nach der Scheibe zu urteilen waren die Beläge vekantet ,unten mehr gebremst als oben. Eventuell haben die oben irgendwo oben gehangen oder es hat was verhindert das die oben zusammen gehen. Oben auf dem Sattel den Deckel kannst den abnehmen? Darunter eine Feder die von öden auf die Klotzer drücken? Die beim letzten Ausbau wieder richtig draufgesetzt?
Mal von oben....
Doch, Staubmanschetten sollten dran sein. Kann jetzt nicht alles auseinanderbauen...
Die Bremsbeläge hängen an den Stiften und sind mit dem Draht gesichert. Und das Anti-Quietschblech ist nur oben drauf.
Im Netzt findet sich bestimmt ein Bild.