Kleine Basteleien
Hallo MT!
Ich hatte mir schon mal überlegt, einen Fred über Motorradtechnik aufzumachen,
in dem jeder das beschreibt, was er am und um das Mopped so schraubt.
Ein paar Bilder wären nett, "vorher-nachher" oder so. Im Winter steht das Möpp ja meist,
da bereitet man es auf die kommende Saison vor.
Nur bitte folgendes sagen, wenn es um ein spezielles Motorrad geht:
Marke, Typ, Typenbezeichnung, Baujahr.
Selbst Ölwechsel oder Lufi ausklopfen welcome!
Viel Spass!
Beste Antwort im Thema
Tschö.
14433 Antworten
Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
Ich greife die Sache mit Jayem und seiner GS 500 noch einmal auf.Die vorgesehenen Arbeiten, z.B. Kontrolle des Ventilspiels sind genau das von mir beschriebene Kinderspiel und jede Panikmache drumherum ist unnötig.
Ich habe am Freitagabend eine 92er GS 500 für ein paar Euro aufgeladen und heute Mittag in die Werkstatt geschoben.
In 20 Minuten waren Sitzbank, Tank, Seitendeckel, Luftfilterkasten und Vergaser abgebaut.
6 Schräuble am Ventildeckel gelöst, ein trockener Schlag mit dem Gummihammer und der Ventildeckel nebst Profilgummidichtung (wieder verwendbar) lässt sich kinderleicht nach hinten abnehmen.Um nur an die Ventile ranzukommen, müssen nur Tank und Sitzbank ab. Da ich aber anhand dieser GS 500 wieder eine Dokumentation einer Komplettsanierung mache, wird sie komplett auseinander geschraubt.
Anstatt mich hier weiter zu ärgern, habe ich mit Jayem auf anderem Weg Kontakt aufgenommen und supporte ihn dort. Nur als Hinweis, falls jemand geglaubt hat, ich piss mich hier weg und lasse den Jungen hängen.
Pustekuchen.
So war es für mich logisch, nach einer vergammelten GS 500 zu schauen, die ich wieder aufbaue, um dem Jungen eine komplette Dokumentation an genau dieser Maschine an die Hand zu geben.
Dann weiß ich auch genau, wovon ich rede.Als Nebeneffekt entsteht wieder ein bildhübsches, kleines Motorrädle, das mit 34 kW genau in die FS Klasse A2 passt und für vermutlich insgesamt nicht mehr als 500 Euro in Topzustand mit HU/AU neu zu realisieren ist.
Ich darf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man eine GS 500 nicht mit einer alten K-BMW oder einer Ducati vergleichen darf. Weder muss man bei der Einscheibenbremse irgendwas abbauen, um das Vorderrad herauszunehmen, noch sind sonstige Arbeiten an der GS etwas für die berühmten Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
Im Gegenteil. Diese kleine Suzuki ist derart einfach zusammengebaut, dass sie sich als Übungsobjekt geradezu anbietet Und Jayem kann das. Das weiß ich mittlerweile sehr sicher.
Folgende Arbeiten habe ich auf dem Zettel:
Zerlegen und wieder zusammen bauen (Motor verbleibt im Rahmen)
Beide Bremssättel (vuh) zerlegen, reinigen und überholen.
Bremsflüssigkeit tauschen, Bremsen entlüften.
Bremsscheibe vorn erneuern
Vordergabel revidieren (Simmerringe, Öl)
Vergaser im Ultraschall reinigen (schon erledigt)
Ventilspiel prüfen (erledigt) und einstellen (Auslassventile haben nahezu kein Spiel mehr)
Öl und Ölfilter wechseln (Lufi ist neuwertig)
Andere Blinker montieren
Handbremshebel erneuern
Kette reinigen und fetten
Entrosten und lackieren (Rahmenteile, Schwinge, Ständer, Lampentopf
Putzen und Polieren (Lack, Crom)
Alles fotografieren, dokumentieren und beschreiben. Gibt wieder eine dieser kleinen Motorradgeschichten, die die Leser meiner website schon kennen.Die Ventilspielkontrolle zusammengefasst:
1. Sitzbank abnehmen
2. Seitendeckel vorn ausclipsen
3. Zulaufschlauch vom Tank zum Benzinhahn mit Schlauchklemme schließen, dann das Ende am Benzinhahn abziehen
4. 2 Schrauben am Tank hinten (durch den Rahmen gesteckt) ausdrehen
5. Tank hinten hochheben und nach hinten wegziehen
6. 6 Schrauben am Ventildeckel lösen (6er Inbus)
7. Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung am Deckel abziehen
8. Deckel lösen (Gummihammer) und abnehmen
9. Kerzen ausdrehen (18er)
10. Ventilspiel der vier Ventile prüfen.Weder muss man Angst haben, dass sich etwas verzieht, noch muss man irgendwas „über Kreuz“ anziehen. Der Deckel wird nachher mit etwas Dichtmittel auf der Profilgummidichtung (hauchdünn) wieder aufgesetzt , die 6 Schrauben von Hand eingesetzt und mit Zweifingerdruck angezogen. Reihenfolge ist völlig egal.
Wer unbedingt will, macht das wie beim Zylinderkopf . (nicht „über Kreuz“, sondern von innen nach außen, abwechselnd vorne und hinten, hinten beginnend)
Dann mit Dremo 10-13 Nm (Ich brauche dafür keinen)
Perfekt 🙂
Das mit dem Support bestätige ich hier mal und bin sehr glücklich darüber, so kann man lernen 🙂
Danke 😉
Zitat:
Original geschrieben von jayem
Perfekt 🙂Zitat:
Original geschrieben von moppedsammler
Ich greife die Sache mit Jayem und seiner GS 500 noch einmal auf.Die vorgesehenen Arbeiten, z.B. Kontrolle des Ventilspiels sind genau das von mir beschriebene Kinderspiel und jede Panikmache drumherum ist unnötig.
Ich habe am Freitagabend eine 92er GS 500 für ein paar Euro aufgeladen und heute Mittag in die Werkstatt geschoben.
In 20 Minuten waren Sitzbank, Tank, Seitendeckel, Luftfilterkasten und Vergaser abgebaut.
6 Schräuble am Ventildeckel gelöst, ein trockener Schlag mit dem Gummihammer und der Ventildeckel nebst Profilgummidichtung (wieder verwendbar) lässt sich kinderleicht nach hinten abnehmen.Um nur an die Ventile ranzukommen, müssen nur Tank und Sitzbank ab. Da ich aber anhand dieser GS 500 wieder eine Dokumentation einer Komplettsanierung mache, wird sie komplett auseinander geschraubt.
Anstatt mich hier weiter zu ärgern, habe ich mit Jayem auf anderem Weg Kontakt aufgenommen und supporte ihn dort. Nur als Hinweis, falls jemand geglaubt hat, ich piss mich hier weg und lasse den Jungen hängen.
Pustekuchen.
So war es für mich logisch, nach einer vergammelten GS 500 zu schauen, die ich wieder aufbaue, um dem Jungen eine komplette Dokumentation an genau dieser Maschine an die Hand zu geben.
Dann weiß ich auch genau, wovon ich rede.Als Nebeneffekt entsteht wieder ein bildhübsches, kleines Motorrädle, das mit 34 kW genau in die FS Klasse A2 passt und für vermutlich insgesamt nicht mehr als 500 Euro in Topzustand mit HU/AU neu zu realisieren ist.
Ich darf an dieser Stelle darauf hinweisen, dass man eine GS 500 nicht mit einer alten K-BMW oder einer Ducati vergleichen darf. Weder muss man bei der Einscheibenbremse irgendwas abbauen, um das Vorderrad herauszunehmen, noch sind sonstige Arbeiten an der GS etwas für die berühmten Schrauber mit dem schwarzen Gürtel.
Im Gegenteil. Diese kleine Suzuki ist derart einfach zusammengebaut, dass sie sich als Übungsobjekt geradezu anbietet Und Jayem kann das. Das weiß ich mittlerweile sehr sicher.
Folgende Arbeiten habe ich auf dem Zettel:
Zerlegen und wieder zusammen bauen (Motor verbleibt im Rahmen)
Beide Bremssättel (vuh) zerlegen, reinigen und überholen.
Bremsflüssigkeit tauschen, Bremsen entlüften.
Bremsscheibe vorn erneuern
Vordergabel revidieren (Simmerringe, Öl)
Vergaser im Ultraschall reinigen (schon erledigt)
Ventilspiel prüfen (erledigt) und einstellen (Auslassventile haben nahezu kein Spiel mehr)
Öl und Ölfilter wechseln (Lufi ist neuwertig)
Andere Blinker montieren
Handbremshebel erneuern
Kette reinigen und fetten
Entrosten und lackieren (Rahmenteile, Schwinge, Ständer, Lampentopf
Putzen und Polieren (Lack, Crom)
Alles fotografieren, dokumentieren und beschreiben. Gibt wieder eine dieser kleinen Motorradgeschichten, die die Leser meiner website schon kennen.Die Ventilspielkontrolle zusammengefasst:
1. Sitzbank abnehmen
2. Seitendeckel vorn ausclipsen
3. Zulaufschlauch vom Tank zum Benzinhahn mit Schlauchklemme schließen, dann das Ende am Benzinhahn abziehen
4. 2 Schrauben am Tank hinten (durch den Rahmen gesteckt) ausdrehen
5. Tank hinten hochheben und nach hinten wegziehen
6. 6 Schrauben am Ventildeckel lösen (6er Inbus)
7. Schlauch der Kurbelgehäuseentlüftung am Deckel abziehen
8. Deckel lösen (Gummihammer) und abnehmen
9. Kerzen ausdrehen (18er)
10. Ventilspiel der vier Ventile prüfen.Weder muss man Angst haben, dass sich etwas verzieht, noch muss man irgendwas „über Kreuz“ anziehen. Der Deckel wird nachher mit etwas Dichtmittel auf der Profilgummidichtung (hauchdünn) wieder aufgesetzt , die 6 Schrauben von Hand eingesetzt und mit Zweifingerdruck angezogen. Reihenfolge ist völlig egal.
Wer unbedingt will, macht das wie beim Zylinderkopf . (nicht „über Kreuz“, sondern von innen nach außen, abwechselnd vorne und hinten, hinten beginnend)
Dann mit Dremo 10-13 Nm (Ich brauche dafür keinen)Das mit dem Support bestätige ich hier mal und bin sehr glücklich darüber, so kann man lernen 🙂
Danke 😉
wenn du ein Foto von einem Werkzeug brauchst kannst du dich leider nicht die nächsten Wochen an mihc wenden da ich leider nicht @home bin!
anonsten würde ich dich auch gerne Supporten und Hypomotieviren!
Alex
PS viel Spaß beim Kennenlernen deiner Maschine!
... man kann aber faxen, wenn das Klopapier alle ist.
Alex, Du fasst da wieder mitten rein.
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Weiß jetzt nicht recht was du meinst!
ich hab nur gesagt, dass ich leider die Nächste Zeit nicht zuhause bin und somit bei Fragen speziell was Fragen zu Werkzeugen besteht keinen Support generieren kann.
Alex
@jayem.
Du hast email mit einer genauen Beschreibung.
Jayem weiß bereits genau, was er braucht. 😉
Für sonstige Interessierte:
Man benötigt folgende Werkzeuge:
1. Zündschlüssel fürs Sitzbankschloß
2. 12er Ring- oder Gabelschlüssel für Tankbefestigung
3. Spitzzange für Benzinschlauch
-entfernt-
5. 6mm Inbus für Ventildeckel
6. 19er Ringschlüssel um das Polrad zu drehen oder 3. Gang einlegen und Hinterrad drehen. Mit ausgeschraubten Kerzen (18 mm Kerzenschlüssel) geht es einfacher.
7. Fühlerlehre, Hunderstel - Einteilung (Ein- und Auslass 0,03 bis 0,08 mm)
8. Ein Finger voll hitzebeständiger Motor-Silikondichtmasse um den VD wieder aufzusetzen (Gummidichtung kann - wenn sie heil bleibt - wieder verwendet werden.
Muss das Ventilspiel korrigiert werden, braucht man:
9. "Stößeltassenherunterdrücker" im Foto 3. von links oder ein wenig Geschick und einen breiten Schlitzschraubendreher,
10. Pinzette, besser ein kleiner Magnet auf Teleskopstange (2,95 Euro, Baumarkt)
und natürlich passende shims. Die Stößeltasse so drehen, dass die Einkerbung nach innen zeigt, dann kann man den shim herausnehmen.
11. Zum Festziehen des Ventildeckels ist ein Drehmomentschlüssel sinnvoll, wenngleich nicht zwingend notwendig, wenn man etwas Gefühl im Handgelenk hat. Für Anfänger aber kein Fehler.
Ich habe Jayem den Proxxon microclic 1/4 Zoll empfohlen. Allerdings benötigt man dann auch Viertelzoll-Inbus Stecknüsse und ein kardanisches Gelenk, sonst ist für die vorderen Ventildeckelschrauben der Rahmen im Weg.
Ich denke diese Werkzeuge kennt jeder, auch ohne dass ich sie abfotografiere, ein Foto des Suzuki "Tappet depressors" habe ich verlinkt.
Hat hier jemand Interesse an Fotos von Motorrad/Arbeiten ?
Darüber kann man philosophieren. Ich habe ihn der Vollständigkeit halber erwähnt.
Die Schlauchklemmen habe ich wieder gestrichen weil ich mir den (abgebauten) Tank genauer angeschaut habe. Da ist nochmal ein Hahn, den man von hinten mit einem Schraubendreher schließen kann. Dann kann man die Schläuche da abziehen, ohne dass Sprit rausläuft. Bei ER 5 sind die direkt am Tank angeschlossen. Bei ZZR 1100C auch.
So ganz umsonst war der Hinweis auf die Schlauchklemme nicht. Da ist mir wieder eingefallen, dass ich mir endlich mal ein Paar davon besorgen wollte.
Habe bis jetzt immer mir anderen Provisorien gearbeitet, aber so eine Schlauchklemme ist schon praktisch und kostet (fast) nichts.
Jepp. Man schraubt ja auch mal wieder an einer Kawasaki.
Noch ein Hinweis für ambitionierte Jungschrauber: Erfahrungsgemäß folgen Teile beim Loslassen immer der Schwerkraft.
Anders als z.B. bei dem liegend eingebauten Vierzylinder einer BMW K 1100 landen Kleinteile wie shims oder Schrauben an stehenden Motoren schneller via Kettenschacht im Kurbelgehäuse als man glaubt.
Es empfiehlt sich daher, alle verdächtigen Löcher mit Lappen zuzustopfen, auch die der Ansaugstutzen.
Leider muss ich Dich da korrigieren:
Die Schwerkraft gilt nur, wenn die Teile IN den Motor fallen. Dann fallen sie garantiert so, dass der maximale Aufwand betrieben werden muss, um das Teil wieder herauszubekommen.
Fällt eine Schraube hingegen bei einer Bastelei am Auto in den Motorraum, so wird sie niemals bis auf den Boden fallen, sondern an einer unmöglichen Stelle auf irgendeinem 3 mm breiten Überhang oder einem sonstigen Hindernis hängen bleiben, sodass auch dort die Regel des maximalen Aufwands gilt.
Die Schwerkraft ist eigentlich nur im Bereich des Verlassens der haltenden Hand bzw. Werkzeugs gültig, danach sind die Wege der Schraube unergründlich.
In der Küche bei Essen bereiten kommt zur Schwerkraft die 3-Sekunden-Regel hinzu.
Was nach dem Runterfallen weniger als 3 Sekunden auf dem Boden gelegen hat, gilt als nicht runter gefallen. Liegt es länger, gehört es in die Tonne.
Zitat:
Original geschrieben von kandidatnr2
In der Küche bei Essen bereiten kommt zur Schwerkraft die 3-Sekunden-Regel hinzu.Was nach dem Runterfallen weniger als 3 Sekunden auf dem Boden gelegen hat, gilt als nicht runter gefallen. Liegt es länger, gehört es in die Tonne.
Falls man einen Hund hat, dann gibt es da noch den Punkt 2b:
Lag es länger als 20 Sekunden auf dem Boden, dann ist es im Hund verschwunden.
2c Katzenausnahme
I. Hebt die 3 Sekunden Regel auf, da sie schon vorm Landen an dem heruntergefallenen Nahrungsmittel geleckt und geknappert haben
II. Sollte I. nicht eintretten, haben sie mindest 5 Haare darauf hinterlassen