ForumVerkehr & Sicherheit
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. KFZ Brief ohne Halter bei Autokauf von Händler

KFZ Brief ohne Halter bei Autokauf von Händler

Themenstarteram 22. Oktober 2017 um 2:37

Scheint so, als wäre mein Beitrag eben nicht angekommen, daher hier nochmal:

Ich habe mir gestern ein Auto bei einem typischen Hinterhofhändler angeschaut. Das Auto passte technisch soweit ganz gut, allerdings war der Kfz-Brief ein wenig ungewöhnlich. In diesem waren nur die Fahrzeugdaten, aber keine Besitzerdaten eingetragen. Der Besitzer war wohl ein verstorbener Amerikaner (evtl. US Soldat, hier in Deutschland stationiert). Es gab noch ein Dokument gedruckt auf einem weißen Papier (sah ähnlich aus wie ein Fahrzeugschein, allerdings zweisprachig in englisch/deutsch) mit einem Fahrzeughalter (dem Amerikaner). Unterlagen über die letzte HU und AU liegen vor.

Der Hinterhofhändler sagte, dass er den Wagen von einem anderen Händler gekauft hat, der ihn wiederum von der Witwe erworben hatte.

Sind solche Kfz Briefe mit Fahrzeugdaten, aber ohne eingetragenen Halter üblich in Deutschland für Fahrzeuge die von amerikanischen Soldaten gehalten wurden? Kann man damit ein Fahrzeug auf sich selbst anmelden, oder braucht man dazu weitere Papiere, wenn ja welche?

Ähnliche Themen
7 Antworten

Heute ist zwar Sonntag, aber morgen hat deine zuständige Zulassungsstelle sicherlich geöffnet.

Selbst hier im Forum habe ich die Erfahrung gemacht, dass es zwar zahlreiche Leute gibt, die hier Erfahrung haben oder sogar bei einer Zulassungsstelle arbeiten, aber selbst die sich gerne widersprechen bzw. im Spezial-/Einzelfall dazu raten, bei der eigenen Zulassungsstelle nachzufragen, da es von Bundesland zu Bundesland und sogar Stadt zu Stadt auch kleine (aber feine) Unterschiede geben kann.

Um das ganze abzukürzen, daher mein Rat: Bis morgen warten und anrufen.

Deine Erfahrung, solltest du den Wagen irgendwann erfolgreich angemeldet haben, ist natürlich willkommen.

Außerdem verbiete ich natürlich niemandem das Wort - mögen die Experten die (sicherlich ganz einfache und eindeutige) Lösung aufzeigen.

PS:

Mal gegoogelt?

https://www.motor-talk.de/.../...s-soldaten-in-d-gekauft-t5628664.html

Vielleicht nicht ganz vergleichbar, weil der Vorbesitzer hier schon die HU durchgeführt und sich um einen neuen Brief bemüht hat?

Das Ganze wird wohl ein Leerbrief sein, ausgestellt von irgendeiner windigen Zulassungsstelle. Leerbriefe sind per se nichts ungewöhnliches, dürfen allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen ausgestellt werden. Um genaueres sagen zu können, müsste man wissen, was da noch für ein Dokument vorlag. Zur Zulassung muss auch der Nachweis vorliegen, dass für das Fahrzeug eine Typgenehmigung vorliegt, also entweder ein CoC oder ein Gutachten. Ist aber hier nicht komplett zu beantworten ohne Kenntnis sämtlicher Details.

Aber wenn du eh schon bei dem Händler ein ungutes Gefühl hast und der dann auch noch so ne Story auftischt von x Zwischenverkäufen, warum dann unbedingt dort kaufen?

am 22. Oktober 2017 um 9:38

...das wär ich ein wenig vorsichtig, bei den Zulassungen der Autos von hier stationiertem US-Personal ist so manches möglich.

Da wurde auch seit der ganzen Terrorgefahr immer wieder in den Bestimmungen drin rumgerührt - Stichwort "Lookalike-Kennzeichen"... erst gabs noch "AD, AF, HK oder IF" inzwischen fahren die Amis mit ganz normalen Kennzeichen ihres zuständigen Zulassungsbezirkes rum um nicht aufzufallen.

Meiner Meinung nach insgesamt ein Quatsch... einen Amerikaner erkennt man i.d.Regel -fahren bei uns hier genügend rum- allein schon am Fahrzeug (groß, viel Hubraum, spritfressend, verdunkelte vordere Seitenscheiben, rote Blinker, gelbe Seitenmarkierungsleuchten, usw.... oft Pickup, o.ä.... Ami-mäßig halt).

Ich glaube z.B. auch nicht, dass die Amis ne deutsche HU-Plakette benötigen...

Hauptaugenmerk beim Kauf eines solchen Fahrzeugs würde ich auf evtl. Zollformalitäten, Einfuhrzoll und evtl. nötige Umbauten, die zur Zulassung auf einen dt. Halter nötig werden können legen.

Auch würde ich je nach Fahrzeug mal gucken, was die Kiste in Sachen Kfz-Steuer & Versicherung kostet... hier bei uns in der Gegend gabs mal ganz günstige BMW X5 zu kaufen... Haken an der Sache, die hatten den 4,8 Liter Benziner drin - für nen Ami, der in Amerika tankt mag das kein Problem sein. Wie das in den USA mit KFZ-Steuer & Versicherung aussieht weiß ich zwar nicht genau, aber wenn ich sehe mit welchen Kisten unsere amerikanischen Freunde rumfahren muß das im Verhältnis zum Einkommen erheblich anders geregelt sein als bei uns.

Gut, dass die Einkommen der Amis höher liegen müssen erkennt man schon daran, was die bereit sind an Mieten, usw. zu bezahlen.

Themenstarteram 22. Oktober 2017 um 11:40

Ich vermute, dass der Wagen in Deutschland gekauft wurde. Ist ein harmloser VW Caddy, ohne besondere Ausstattung, also kein typischer Amischlitten.

Die Zulassungsstelle versuche ich morgen mal zu erreichen, mal schauen, was die dazu zu sagen haben.

Zitat:

@Leonardo75 schrieb am 22. Oktober 2017 um 11:40:34 Uhr:

Ich vermute, dass der Wagen in Deutschland gekauft wurde. ...

Das dürfte bei so gut wie allen hier in D befindlichen Ami-Kutschen der Fall sein... braucht man sich nur mal das Fahrzeugangebot der Händler im Dunstkreis der "US-Niederlassungen" angucken. Da steht alles rum was sich unsere amerikanischen Freunde wünschen.

Für die einen die es eher heimisch wünschen die großen dicken Ami-Kutschen und für die anderen die das "There is no speed limit..." auskosten wollen die Kisten mit den vielen PS...

Aber man muß beachten, dass Amerika nicht so weit weg ist als man denkt... die US-Einrichtungen / Übungsplätze, usw. hier in D sind US-Gebiet mit eigenen Regeln, Vorschriften und auch Zulassungsregularien bei den Fahrzeugen.

PS: Vielleicht ganz lustig die Hinweise zum Straßenverkehr... Drivers Manual & Practice Test, Drinking & Driving Rules in Germany, Pre Block Leave Safety Brief - US Army Europe,... und ganz aktuell: Everything you need to know about winter tires in Germany - Amis und Winter, das ist jedes Jahr ein Drama, was da so alles in den Gräben landet :(

Zitat:

@gast356 schrieb am 22. Oktober 2017 um 09:38:20 Uhr:

...das wär ich ein wenig vorsichtig, bei den Zulassungen der Autos von hier stationiertem US-Personal ist so manches möglich.

Da wurde auch seit der ganzen Terrorgefahr immer wieder in den Bestimmungen drin rumgerührt - Stichwort "Lookalike-Kennzeichen"... erst gabs noch "AD, AF, HK oder IF" inzwischen fahren die Amis mit ganz normalen Kennzeichen ihres zuständigen Zulassungsbezirkes rum um nicht aufzufallen.

Meiner Meinung nach insgesamt ein Quatsch... einen Amerikaner erkennt man i.d.Regel -fahren bei uns hier genügend rum- allein schon am Fahrzeug (groß, viel Hubraum, spritfressend, verdunkelte vordere Seitenscheiben, rote Blinker, gelbe Seitenmarkierungsleuchten, usw.... oft Pickup, o.ä.... Ami-mäßig halt).

Ich glaube z.B. auch nicht, dass die Amis ne deutsche HU-Plakette benötigen...

Hauptaugenmerk beim Kauf eines solchen Fahrzeugs würde ich auf evtl. Zollformalitäten, Einfuhrzoll und evtl. nötige Umbauten, die zur Zulassung auf einen dt. Halter nötig werden können legen.

Auch würde ich je nach Fahrzeug mal gucken, was die Kiste in Sachen Kfz-Steuer & Versicherung kostet... hier bei uns in der Gegend gabs mal ganz günstige BMW X5 zu kaufen... Haken an der Sache, die hatten den 4,8 Liter Benziner drin - für nen Ami, der in Amerika tankt mag das kein Problem sein. Wie das in den USA mit KFZ-Steuer & Versicherung aussieht weiß ich zwar nicht genau, aber wenn ich sehe mit welchen Kisten unsere amerikanischen Freunde rumfahren muß das im Verhältnis zum Einkommen erheblich anders geregelt sein als bei uns.

Gut, dass die Einkommen der Amis höher liegen müssen erkennt man schon daran, was die bereit sind an Mieten, usw. zu bezahlen.

Mag daran liegen, dass Ausland --> doppelter Sold und/oder tanken auf dem Stützpunkt, je nachdem wer da ein Auge zudrücken muss. Da kann man natürlich in die vollen gehen, zudem ist mans ja von daheim gewöhnt ;)

@gast356: "beware of belgian beer" ;) Also beware of Büble, würde ich sagen, aber ü...

Die Frage ist doch - lesen die das auch?

...auch oder gerade deshalb sind wir hier in der Gegend ganz froh über unsere Amerikaner... auch wenn se hin und wieder auch mal übers Ziel hinausschießen... kann ja mal passieren, was solls :D

Dafür schießen wir dann hin und wieder auch mal ein wenig mit oder fahrn zum "Deutsch-Amerikanisches Volksfest"

Deine Antwort
Ähnliche Themen
  1. Startseite
  2. Forum
  3. Wissen
  4. Verkehr & Sicherheit
  5. KFZ Brief ohne Halter bei Autokauf von Händler