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KFZ Batterie ladegerät von Lidl

Themenstarteram 28. September 2015 um 17:57

Hallo zusammen.

Ich bin auf der Suche nach einem preiswerten Autobatterie Ladegerät.

Mein Auto besitzt eine 3 Monate alte Varta Batterie mit 85 Ah die ich falls ich zu viele Kurzstrecken hintereinander fahre oder falls ich versehentlich mal einen Stromverbraucher an lasse, mit dem kfz Ladegerät wieder aufladen möchte.

Das Ladegerät von Lidl müßte es ja auch tun, aber ist das um eine 85Ah Batterie in absehbarer Zeit aufzuladen mit einem Ladestrom von 3,8Ah nicht ein bißchen zu schwach?

http://www.lidl.de/de/ultimate-speed-kfz-ladegeraet-ulg-3-8/p191079

Beste Antwort im Thema

Zitat:

@Kung Fu schrieb am 11. Januar 2020 um 09:31:33 Uhr:

Bei den Spielzeugwaren vom Discounter macht das Abklemmen in der Tat keinen Sinn. Wenn man aber eine leere Batterie mit hohem Ladestrom lädt und zwischendurch mal unterbricht, kanns zu hohen Spannungsspitzen durch Selbstinduktion im Bordnetz kommen, was unter seltenen Umständen Elektronikschäden verursachen könnte.

Wow, kaum zu glauben das jemand so viel Unsinn in viereinhalb Zeilen verpacken kann.

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Zitat:

@AE01a schrieb am 10. Januar 2020 um 00:15:08 Uhr:

 

Aber warum schreiben die Ladegerätehersteller, man müsse die Fahrzeugbatterie abklemmen?

Aus Gewährleistungsgründen.

Wenn irgendwas kaputt geht während dein Ladegerät im Auto hängt, sind sie aus dem Schneider und müssen keine Diskussionen führen, ob nicht vielleicht das Ladegerät an allem Schuld ist.

Ich weiß nicht wie das die Autohersteller sehen. Könnte mir vorstellen, dass diese zumindest bei Fahrzeugen mit Lademanagement nicht begeistert davon sind, wenn sich der Ladezustand außerhalb des Fahrzeugs ändert, ohne dass es das Fahrzeug mitbekommt.

Zum Thema Labornetzteil von mir noch ein paar ergänzende Worte. Labornetzteile und dergleichen haben an einer Autobatterie niemals was verloren solange sie im Fahrzeug eingebaut ist. Man weiß nie inweiweit da Wechselwirkungen mit der Fahrzeugelektronik auftreten. Ich sage nur plötzliche Belastungen. Ein Labornetzteil muss ja auf die Ausgangsspannung regeln. Wenn irgendein Steuergerät wach wird und für einen kurzen Moment viel Strom zieht regelt das Labornetzteil den Strom hoch um die Spannung zu halten. Dazu braucht es einen Moment. Fällt die Stromaufnahme muss das Netzteil wieder gegenregeln. Auch das dauer wieder einen Moment aber das erzeugt eine Spannungsspitze. KFZ Ladegeräte sollten von vornherein diese Spannungsspitze begrenzen. Und die kann gefährlich werden. Baut man den Akku aus kann man mit der Strombegrenzung arbeiten und stellt die Spannung auf die passende Ladeschlussspannung des Akkus ein. Ideal ist das aber nicht, die paar Euro kann man schonnal in ein Ladegerät investieren.

Für Fahrzeuge mit einem Batteriemanagementsystem gilt: Wenn die Batterie unter normalen Nutzungsbedingungen geladen werden muss ist sie entweder kaputt oder man sollte das System unbedingt neu initialisieren. Ansonsten sollte man einen Nachladevorgang immer vom Fremdstartpunkt (meist im Motorraum) aus mit einem geeigneten Ladegerät durchführen. Dann bekommt es der Batteriesensor auch mit Die Batterie darf nicht ausgebaut geladen werden, dann kommt das System durcheinander.

Also das glaub ich jetzt weniger.

Eine Autobatterie wirkt mit egal welchem Netzteil wie ein riesiger Kondensator.

Der ganze Stromkreis ist dadurch nahezu optimal tiefpassgefiltert.

Da entstehen keine Spannungsspitzen die für irgendetwas gefährlich sein könnten.

Daher war der Hinweis schon der richtige: Wenn man weiß was man tut kann man das schon machen.

Dranhängen und dann 3 Tage nicht mehr dran denken ist hinsichtlich einer schonenden Batterieladung also nicht die richtige Strategie, denn Labornetzgeräte sind "dumm".

Bitte nicht immer Stammtischweisheiten verbreiten.

Am Ende glaubts noch jemand.

Zitat:

Bitte nicht immer Stammtischweisheiten verbreiten.

Am Ende glaubts noch jemand.

Glaub es oder glaub es nicht, das bleibt dir ja überlassen. Was ich schreibe sind jedenfalls keine Schreibtischweisheiten sondern Erfahrungswerte. Eine "gesunde" Batterie die einfach bloß leer ist mag ein ausreichend guter Puffer sein, in soweit gehe ich ja noch mit. Wenn sie aber dem Lebensende entgegen geht und deshalb schwächelt, der Laie kann das oftmals nicht wirklich beurteilen, puffert sie eben nicht mehr ausreichend weil die Sulfatschicht das verhindert. Dann ist neben ungeeigneten Ladeversuchen auch Starthilfe nicht ungefährlich, ich habe schon das ein oder andere deshalb gestorbene Steuergerät gesehen.

Zitat:

@Matsches schrieb am 10. Januar 2020 um 06:57:08 Uhr:

Zitat:

@andi.36 schrieb am 9. Januar 2020 um 20:38:28 Uhr:

OK danke.

Wie oft sollte man so ein Nachladen machen, einmal im viertel Jahr oder öfters?

Wenn das Auto keine Zicken macht: Gar nicht.

Wenn das Auto "Zicken" macht (also nicht mehr anspringt, weil der Akku leer ist), ist es häufig schon zu spät.

Ich habe im Alltagsbetrieb sehr gute Erfahrungen mit 1...3x Nachladen pro Jahr gemacht. Meistens bei Gelegenheit, wenn das Auto mal eine Nacht im Hof vor der Haustür steht, oder ein paar Tage in der Halle.

Häufiger Nachladen ist dann nur in Extremfällen sinnvoll. Selbst der 96er Opel Corsa einer älteren Damen mit 250km Jahres(!)fahrleistung (und jede Strecke nur etwa 2km reiner Stadtverkehr) kommt mit 1x Nachladen gut über den Winter (allerdings ist der Akku auch erst 1 Jahr alt).

Gruß jof

Ob man nachlädt oder nicht, sollte man vom Nutzungsschema abhängig machen. Siehe Beispiel meines Nachbars: täglich 2 x 800 Meter - da macht wöchentliches nachladen Sinn, denn die möglichen Schäden durch dauerhaft zu niedrigen Ladestand sind höher einzustufen, als der Verschleiß durch den Ladevorgang. In diesem speziellen Fall. Ich fahre auch sehr wenig und wenn, dann meistens 18 Kilometer. Dann steht das Auto z. T. wieder bis zu 7 Tage. Wenn ich das vorher weiß, lade ich auf.

Zum Thema Bordnetz stimme ich Spezialwidde zu. Da wäre ich auch vorsichtig. Ich nutze u.a. *dieses Gerät*. Auch dort der klare und unmissverständliche Hinweis: Batterie trennen.

Ich bin auch sehr detailverliebt. Dennoch werde ich mir kein Labornetzteil anschaffen denn dann geht's wirklich ans Eingemachte und in dem Zug darf man sich dann tatsächlich fragen, ob sich der Aufwand lohnt. Eine halbwegs vernünftige Ladetechnik, ein Auge auf die Kameraden sofern man wie ich mehrere hat, dann ist das die halbe Miete. Spaß macht's auch und gut. :)

Man kann es denke ich nicht oft genug sagen: der Anwendungsfall bestimmt die Maßnahme denn es gibt eben Leute, die brauchen alle 2 Jahre einen neuen Energiespeicher und dann lohnt sich ein gewisser Aufwand schon. ;)

Wenn man mit Netzteil die Batterie laden will würde ich die float Spannung wählen wie sie der Hersteller vorgibt. so 13,25-13,5V sollten das sei . Im Sommer wenn es heiß ist evtl auch weniger. Damit sollte man das Kochen der Batterie vermeiden.

Zitat:

@Spezialwidde schrieb am 10. Januar 2020 um 10:01:52 Uhr:

 

Glaub es oder glaub es nicht, das bleibt dir ja überlassen.

Ich brauche das gar nicht zu glauben.

Es reicht mir völlig, dass ich es weiß.;)

Es gibt Themen im Alltag, da ist so ein Elektrotechnikstudium durchaus hilfreich (wobei DAS vermutlich auch jeder x-beliebige Automechatronikerazubi erklären könnte).:p

 

Zitat:

@dodo32 schrieb am 10. Januar 2020 um 10:53:29 Uhr:

 

Zum Thema Bordnetz stimme ich Spezialwidde zu. Da wäre ich auch vorsichtig. Ich nutze u.a. *dieses Gerät*. Auch dort der klare und unmissverständliche Hinweis: Batterie trennen.

Äh hilf mir mal kurz auf die Sprünge:

Gings jetzt darum ob man eine Batterie "auch mal" mit einem Labornetzteil aufladen kann (so hatte ichs verstanden) , oder geht's um die Desulfatierung mittels Pulsaren, die mit hunderten Ampere und 60V Spannung die Zellen freiblasen?

Irgendwie sprechen wir glaube ich von verschiedenen Sachen!?

Zitat:

@Provaider schrieb am 10. Januar 2020 um 11:40:45 Uhr:

Wenn man mit Netzteil die Batterie laden will würde ich die float Spannung wählen wie sie der Hersteller vorgibt. so 13,25-13,5V sollten das sei . Im Sommer wenn es heiß ist evtl auch weniger. Damit sollte man das Kochen der Batterie vermeiden.

Ich denke, es geht weniger um Float als darum, gezielt eine höhere Ladespannung anzulegen um Sulfatierung zu beseitigen. Das ist ja das Hauptproblem bei gängigen / günstigen Ladegeräten: die Ladespannung ist zu niedrig und der Ladevorgang wird zu früh abgebrochen. Daher schrieb ich ja, wenn man weiß, was man da macht. Man muss dann auch die Temperatur im Auge behalten. Stichwort: thermal runaway.

Zitat:

Daher schrieb ich ja, wenn man weiß, was man da macht. Man muss dann auch die Temperatur im Auge behalten. Stichwort: thermal runaway.

Du kennst dich ja mit Akkus aus, das merkt man schon ;) Batterieregeneration ist ja eine Wissenschaft für sich, Sulfat löst man ja am Besten mit kurzen Pulsen mit Spannungen oberhalb der Ladeschlussspannung, das vermeidet wegen der Kürze der Einwirkung eine Überhitzung und übermäßige Zellengasung.

Ich habe jetzt mal im Service Menü geschaut und die Lima hat zwischen 13,8 - 14,7 Volt.

Die Ladung der Batterie war nach ca. 16h Ruhe bei ca.12,55 Volt.

Die Spannung, die aus den billig-Ladegeräten kommt ist schöner als das, was die Lima bereitstellt. Die Transienten sind ebenfalls im Vergleich zu dem, was aus der Lima kommt, der absolute Witz. Es gibt keinen rationalen Grund, die Batterie zum Laden abklemmen zu müssen.

Hatte mit toter Batterie und angeklemmten Lidl-Ladegerät auch schon Startversuch am Moped unternommen. Diverse Fahrzeuge angeklemmt gelassen. Auch zB beim Bremsentausch bei Fahrzeugen mit elektronischer Parkbremse oder beim auspumpen des Tanks mittels der Vorföderpumpe bei Falschbetankungen.

Bei den Spielzeugwaren vom Discounter macht das Abklemmen in der Tat keinen Sinn. Wenn man aber eine leere Batterie mit hohem Ladestrom lädt und zwischendurch mal unterbricht, kanns zu hohen Spannungsspitzen durch Selbstinduktion im Bordnetz kommen, was unter seltenen Umständen Elektronikschäden verursachen könnte.

Die Spielzeugware macht aber was sie soll und ist für Otto-Normal-Verbraucher völlig ausreichend.

Zitat:

@Kung Fu schrieb am 11. Januar 2020 um 09:31:33 Uhr:

Bei den Spielzeugwaren vom Discounter macht das Abklemmen in der Tat keinen Sinn. Wenn man aber eine leere Batterie mit hohem Ladestrom lädt und zwischendurch mal unterbricht, kanns zu hohen Spannungsspitzen durch Selbstinduktion im Bordnetz kommen, was unter seltenen Umständen Elektronikschäden verursachen könnte.

Wow, kaum zu glauben das jemand so viel Unsinn in viereinhalb Zeilen verpacken kann.

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