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Kaufberatung Toyota Carina bis 3000 Euro.

Themenstarteram 15. April 2007 um 12:59

Hallo,

ein Bekannter von mir ist gerade auf der Suche nach einem Auto. Sein Budget ist aber sehr begrenzt - auf 3000 Euro.

Nun dachte er eher an einen Japaner, weil die angeblich so problemlos auch im hohen Alter sein sollen.

Wie sieht es mit dem Toyota Carina in dieser Preisklasse aus?

Es soll ein Benziner (1.6-2.0) werden.

Welche Motoren sind eher sparsam und zuverlässig? Welche sollte man sich gar nicht mal anschauen?

Danke!!

Gruß

P.S.: dass es SEHR auf den Zustand des Autos ankommt, ist schon klar...

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20 Antworten

Zitat:

P.S.: dass es SEHR auf den Zustand des Autos ankommt, ist schon klar..

Nö, Carinas halten immer!

Gibt wohl kaum zuverlässigere Autos. Der (die?) Carina und der Starlet sind die beiden Modelle, die die sagenumwobene Zuverlässigkeit von Toyota aufgebaut haben.

Also wenn er was passendes findet, zugreifen.

Ciao,

In dieser Preisklasse wird er schon einen Carina E finden - auch Kombi-Versionen. Sowohl aufgrund Informationen von Händlern als auch 2 Carina-E Fahrzeugen in unserer Familie, würde ich diese Fahrzeuge als sehr zuverlässig bezeichnen. Beide Fahrzeuge fahren immer noch rum und zeigen nichtmal Anzeichen von Rost.

Von den Fahrleistungen her, kenne ich nur die Benziner 1.8l und 2.0l. Besonders letzterer verfügt mit seinen 128 PS über sehr gute Fahrleistungen, der 1.8l reicht für die meisten Fahrer auch aus.

Am Besten Testfahren und vielleicht auch noch ein unabhängiges Gutachten einholen: wie der Wagen behandelt wurde, sieht man als Aussenstehender leider weniger..

Gruss,

Oliver

Jep. Der Carina ist eins der zuverlässigsten Autos seiner Zeit, was aber keine Garantie für absolute Mängelfreiheit ist (guckt' mal nach Rost an den Türen...).

Einen sehr guten Kompromiss aus Leistung und Sparsamkeit stellt der 1.8 (ab Bj 96, 107 PS) dar.

Grüße

eciman

Zitat:

Original geschrieben von eciman

Jep. Der Carina ist eins der zuverlässigsten Autos seiner Zeit, was aber keine Garantie für absolute Mängelfreiheit ist (guckt' mal nach Rost an den Türen...).

Einen sehr guten Kompromiss aus Leistung und Sparsamkeit stellt der 1.8 (ab Bj 96, 107 PS) dar.

Grüße

eciman

Das kann ich bestätigen. Der 1,8 Magermixer hat übrigens ca. 0,5l weniger gebraucht als der 1,6er gleicher Leistung. Was evtl. zu bedenken ist, ist die naturgemäß nicht günstige Schadstoffeinstufung der Magermixer. Sonst ist der CarinaE 5türig ein sehr praktisches ausgewogenes Auto.

monegasse

Also bekommt man einen Carina 1.8 nicht über EURO 2?

Die Magermixer sind sehr sparsam. frag am besten mal ein paar Carina-Freaks. Ich hbas so in Erinnerung, dass da einer besonders empfehlenswert war (Verbrauch, Haltbarkeit). Frag mich aber nicht welcher.

Hi !

Ich habe einen 1,8er Magermix.

Kann dir diesen Motor nur sehr empfehlen.

Zitat:

Also bekommt man einen Carina 1.8 nicht über EURO 2?

Evtl. mit einem KLR. :confused:

Was bedeutet denn Magermixer genau? Haben andere Toyos auch so ein Prinzip?

mfg

Ciao,

Magermix bezieht sich auf das Verbrennungsgemisch. Im Gegensatz zu den konventionellen Motoren, verbrennt ein Magermix mehr Luft und ist ergo nicht stöchiometrisch.

Üblicherweise verbrennt ein normaler Motor ein fetteres Gemisch. Stöchiometrisch ist ein Fachbegriff aus der Chemie und bezeichnet die Anteile der an einer Reaktion beteiligten Stoffe.

Soweit mir bekannt, hat die Magermixtechnologie neben niedrigen Benzinverbräuchen vorallem eine Reduktion von NOx als Ziel.

Gruss,

Lex

P.S: Beispiel: 2 O2 + H2 = 2 H2O (stöchiometrische Reaktion)

Für 1kg Kraftstoff werden normalerweise 14,5kg Luft gebraucht, um eine stöchimetrische Verbrennung zu haben. Soweit ich mich erinnere waren es bei den Toyota Magermixern bis zu 17kg Luft, erreicht wurde das über Schichtladung. Dabei wurde zuerst Luft gesaugt und dann stark verwirbeltes brennbares/zündbares Gemisch.

Leider ist gerade NOx das Problem der Magermixer. Darum sind sie im Zuge der strengeren Abgasvorschriften vom Markt verschwunden.

Ich hab damals meinen 1,8er CarinaE mit 6,5l/100km bewegt, das wird man heute (bei Benzinern) wohl nur noch mit Hybriden erreichen. Ein anderer Vertreter der Magermixtechnik, wenn auch nicht so stark beworben, waren die bekannt sparsamen 1,8l 90PS Audimotoren. Leider (aus Verbrauchssicht) sind auch sie vom Markt verschwunden.

 

monegasse

Laufen die VW FSI Motoren nicht auch nach dem Magermixprinzip?

Ist doch generell so, dass heutige Motoren in bestimmten Drehzahlbereichen sehr mager laufen oder?

PS: danke euch beiden! :)

mfg

Ciao Monegasse,

Ich kenne den genauen Grund des Verschwindens der Magermix-Motoren nicht. Aufgrund der Chemie und Thermodynamik hätte ich aber darauf getippt, dass bei einem Luftüberschuss (Magermix) bei der Gemischverbrennung eigentlich weniger NOx entstehen müsste, wahrscheinlich aufgrund der geringeren Temperatur ? Das entgegengesetzte Problem kennt man ja aus der andauernden p-T Erhöhung bei der Einspritzung moderner Diesel, bei denen - ohne andere Massnahmen - hierdurch der NOx-Anteil zunimmt ?

Korigier mich, wenn ich falsch liegen sollte. Von daher glaube ich, dass der Magermix-Motor damals eher dem Trend zu stärkeren Motorisierungen zum Opfer gefallen ist - leider. Würde mich interessieren, wie das Ganze im 1.5l Benziner des Prius gelöst wurde. Neben dem idealeren Betriebs-Feld dieses Motors, wurden sicherlich noch andere Kniffe eingesetzt?

Gruss,

Lex

Magermixmotoren waren bei Toyota der 1.6er und 1.8er im Carina. Eine Economy-Leuchte im Armaturenbrett gibt dabei Auskunft, ob man sich im Magermixbereich aufhält oder nicht.

Toyota hat das Prinzip Magermix genannt. In der Verbrennungstechnik spricht man einfach von Magermotoren. Wie LexPacis schon geschrieben hat, wird der Kraftstoff dabei mit einem hohen Luftüberschuss verbrannt (zündfähiges Gemisch um die Zündkerze induziert selbständige Verbrennung des mageren umliegenden Gemischs), wodurch der Wirkungsgrad steigt und der Verbrauch sinkt. Das ganze funktioniert allerdings nur im Teillastbetrieb und bis zu einer bestimmten Drehzahl (~4000 UPM).

Das Magermotorkonzept ist in fast allen modernen Motoren wiederzufinden und wird gerade "neu entdeckt". Tatsächlich stellten die Stickoxid-Emissionen bisher ein großes Problem der Magermotoren dar, was aber mit der Entwicklung von NOx Speicherkatalysatoren gelöst wurde.

Mir ist nichts bekannt, dass man den Carina über EURO2 bringen kann.

 

Grüße

eciman

eciman hat es schon geschrieben, die NOx Belastung steigt mit dem Luftanteil, weil die Verbrennung naturgemäß nicht mehr optimal abläuft. Es widerspricht zwar dem schlauen Wikipedia, aber so wurde es von der Autoindustrie damals beschrieben. Das Gleiche trifft auch bei Dieseln zu die ja auch mit hohem Luftüberschuss arbeiten. Darum müssen Ladedruck (also die Menge Luft) und Einspritzmenge auch zueinander passen. Tut es das nicht, so rußt der Motor (zuwenig Luft) oder er erzeugt übermäßig viel NOx (zuviel Luft.

Toyota hat die NOx Reduktion durch spezielle patentierte Katalysatoren geschafft, die aber auch wieder Sprit fressen (siehe D-CAT, aber auch bei den Benzin Direkteinspritzern).

Darum sind die heutigen Motoren (im Vergleich zu den Magermixern) echte Säufer.

VW hat meines Wissens die ersten FSI nach Toyota Lizenzen gereinigt. Ob das noch so ist, weis ich nicht, ich hab aber auch mitbekommen, dass man das Problem durch verbesserte Schichtladung im Zusammenwirken mit Direkteinspritzung in den Griff bekommen will.

monegasse

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