Kaufberatung S204 Diesel
Hallo.
Ich suche schon seit Längerem nach einem für uns passenden Auto für die nächsten 10 Jahre. Seit einiger Zeit schleiche ich auch um eine C-Klasse herum und wollte nun mal konkret fragen, ob und wenn ja welcher 204 für uns passen könnte.
Das Fahrprofil ist: Täglich 2x 50km Arbeitsweg, dazu ca. 5-10tkm Urlaubsfahrten pro Jahr. Vor allem wegen der vielen Urlaubskilometer soll es ein möglichst angenehm zu fahrendes Auto werden. Der Kofferraum sollte bei umgelegten (bzw. ausgebauten - falls möglich) Rücksitzen groß genug für 2 demontierte Fahrräder + leichtes Gepäck sein.
Ich fahre sehr moderat und motorschonend aber in den Urlaub soll es auch mal etwas schneller gehen. Deshalb sollte eine übliche Reisegeschwindigkeit von 180kmh gut und souverän möglich sein.
Als Motor hatte ich mir den 220d vorgestellt, weil er (laut Wiki) deutlich mehr Drehmoment entwickelt, als der 180er, dabei aber kaum mehr verbraucht.
Ist der im Wiki beschriebene Mehrverbrauch des 646 Motors im Vergleich zum 651 realistisch?
Bisher bin ich ausschließlich Fahrzeuge ohne Automatik gefahren. Wenn, dann sehr selten mal mit Mercedes Taxis. Das war schon nett aber ist die Haltbarkeit einer G-Tronic mit einem Schaltgetriebe vergleichbar oder kann ich meine erhofften mehr als 500tkm Laufleistung damit vergessen? Sind die in Wikipedia beschriebenen, nur minimalen Mehrverbräuche der Automatik Modelle realistisch?
Bezüglich des Budgets ist es etwas kompliziert.
Bisher bin ich gut damit gefahren, eher ältere Autos mit vielen Km für maximal 5000€ zu kaufen und genug Reserven für Reparaturen zu haben. Ich tue mich sehr schwer damit, jetzt 15K oder so für einen Wagen zu investieren, der auch keine Garantie dafür bietet, damit wirklich Ruhe vor desaströsen Defekten zu haben.
Ist ein Mopf auch bezüglich Langzeithaltbarkeit und Qualität einen vor Mopf vorzuziehen oder ist das eher eine Frage der Qualitätsanmutung? (die Hinterachse ist wohl ein großes Problem gewesen aber vielfach schon getauscht?)
Kann man z.B. so einen Wagen mit gutem Gewissen kaufen, pflegen und lange fahren, wenn er untenrum gut aussieht?
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2027043709-216-2240
Vielen Dank und Grüße
Tunfaire
35 Antworten
Zitat:
@matthiaslausb schrieb am 20. Februar 2022 um 11:48:34 Uhr:
Von der Kilometerleistung her ist er Tot.
Sorry, aber das ist mit Sicherheit nicht richtig.
Mein W204 200 CDI hat mittlerweile 260tkm am Tacho, und fährt sich noch immer einwandfrei.
Von tot kann da überhaupt keine Rede sein. Von den W204ern mit Dieselmotor gibts welche die über 400tkm am Tacho haben, und noch immer fahren.
Man darf einen Dieselmotor nicht mit einem Benziner verwechseln.
Zitat:
@Schrauber1221 schrieb am 20. Februar 2022 um 14:10:09 Uhr:
Zitat:
@tunfaire schrieb am 20. Feb. 2022 um 11:4:15 Uhr:
https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../2027043709-216-2240
Das Fahrzeug ist ok,allerdings 2tsd Euro zu teuer.Die Automatik fehlt.229tsd Km sind nichts für einen OM646.
Genauso sieht’s aus. Der OM646 ist noch ein richtig guter Dieselmotor.
Mit dem kannst locker 4-500tkm fahren, vorausgesetzt er wird immer zeitgerecht serviciert.
Ein Schaltgetriebe hält sicher 500 Tkm und mehr. Hier werden eben mal Kosten für eine neue Kupplung fällig werden. Die Intervalle für den ATF-Wechsel weiß ich gerade nicht auswendig, aber ich meine, bei der Automatik mit 5 Gängen seinen es 60 Tkm gewesen. Bei der 7 Gang ohne Start-Stopp weiß ich es nicht, vermute aber, dass es auch 60 Tkm waren. Kosten bei seriöser freier Werkstatt oder MB jeweils 450 - 600 €.
Beim OM 646 gab es m.W. nie ein verpflichtendes Update. Beim OM 651 war es sicher verpflichtend beim 220er und 250er in der BR 212. Ob das in der BR 204 auch so war, weiß ich nicht, vermute es aber. Aber sicher kann das hier jemand kompetent beantworten. Ich möchte hier auch keine neue Diskussion darüber lostreten, ob MB oder das KBA besser wissen, was für den Motor gut ist, aber sicher ist, dass das für mich ein absolutes No Go wäre. Andere mögen es anders sehen. Das Update erkennt man an einer neuen ABE und einem Aufkleber an der B-Säule Fahrerseite. Sollte der Verkäufer behaupten, dass das Update nicht gemacht wurde oder er den Status nicht kennt, würde ich mir im Kaufvertrag bestätigen lassen, dass das Update nicht gemacht wurde. Wer das nicht unterschreibt, würde mir kein Fahrzeug verkaufen. Bei der Wahl zwischen OM 646 und 651 würde ich ersteren bevorzugen.
Und zu den ganzen Horrorszenarien, die hier kursieren, was alles kaputt gehen kann: Wir fuhren und fahren in unserer etwas größeren Familie seit zig Jahren weit über 10 MB. Alle wurden halbwegs intelligent behandelt (Warm Up und Cool Down usw.) und regelmäßig gewartet. Und von den ganzen Problemen, die hier geschildert werden, traf bei uns fast nichts ein. Vielleicht liegt das einfach auch an Behandlung und Wartung.
In meinem Bekanntenkreis werden auch VW gefahren, und die sind im Großen und Ganzen auch zufrieden.
Noch was zu Peugeot: Meine Frau hat einen 407 SW 2.0 HDI FAP. Der hat inzwischen 295 Tkm und keinerlei Reparaturen und z.B. noch die erste Kupplung.
Okay danke - das klingt ja doch ganz ermutigend.
Dann wäre der verlinkte 220er keine so schlechte Wahl - bis auf dem Preis. Allerdings steht der auch schon mindestens seit Ende letztem Jahr. Da könnte man dann sicher auch etwas handeln, zumal mein Golf ja auch eher wertvoller geworden sein wird in den letzten Monaten. ;-)
Probe fahren kann man ja mal und wenn der Händler lieber weiter auf jemanden wartet, der den angesetzten Preis zahlt, schaue ich mal weiter nach einem Om646 oder Om651 als 200er.
Edit: Ja, es fahren zig Autos mit hohen Km Leistungen rum. Der W211 unserer Nachbarn stand bei 400tkm, bevor die Elektronik denen zu sehr gesponnen hat, der T4 meines Bruders hat 450tkm auf der Uhr, unser Subaru 260tkm, mein Golf über 300tkm. Alles noch erster Motor, erste Kupplung, erstes Getriebe.
Natürlich gibt es auch genügend Gegenbeispiele aber ich denke nicht, dass man davor gefeit ist, wenn man einen 8 jährigen Wagen mit wenig KM für 20000€ kauft, der dann vielleicht nur Kurzstrecke fuhr.
Nur wird dann z.B. bei einem Motorschaden das Bein richtig dick, weil man nochmal 7k oder so investieren "muß", obwohl man schon all sein Geld in den Kaufpreis investiert hat.
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Mich wundert es eigentlich immer wieder dass Taxis so hohe Laufleistungen zustande bringen, denn die fahren ja eigentlich nur Kurzstrecke,,,,,,,,,
Was ich ganz vergaß zu erwähnen, weil es für mich selbstverständlich war: Natürlich die Wartungshistorie checken. Wenn das Wartungsheft nicht nahezu lückenlos ist, wäre der für mich draußen. Und dann unbedingt zu MB fahren und dort das Fahrzeug durchchecken und den Fehlerspeicher auslesen lassen. Was mir auf den Bildern auffiel, die ich erst vor kurzem ansah: Die Sommerreifen hat er ohne Reifensäcke in den Kofferraum gepackt, was ich persönlich eine Schweinerei finde und nie machen würde, aber vielleicht bin ich da auch besonders pingelig.
Zitat:
@2704 schrieb am 20. Februar 2022 um 19:01:33 Uhr:
Was ich ganz vergaß zu erwähnen, weil es für mich selbstverständlich war: Natürlich die Wartungshistorie checken. Wenn das Wartungsheft nicht nahezu lückenlos ist, wäre der für mich draußen. Und dann unbedingt zu MB fahren und dort das Fahrzeug durchchecken und den Fehlerspeicher auslesen lassen. Was mir auf den Bildern auffiel, die ich erst vor kurzem ansah: Die Sommerreifen hat er ohne Reifensäcke in den Kofferraum gepackt, was ich persönlich eine Schweinerei finde und nie machen würde, aber vielleicht bin ich da auch besonders pingelig.
Bei meinem W204 hat mir der Verkäufer einen Ordner mitgegeben, in dem er jedes Service, und jede Reparatur mit Rechnung archiviert hat.
Bis jetzt hat mich das Fahrzeug auch nicht entäuscht.
Ok, der ABS Ring den ich jetzt tauschen muss ist ein Verschleißteil, sehe ich nicht so dramatisch.
Ja, das mit den Reifen hat für mich auch nicht zu dem angenehmen Eindruck gepasst, den der Händler ansonsten hinterlässt. Ich fand es schön, dass sich mal jemand die Mühe macht, zu jedem seiner angebotenen Autos noch einen kleinen Text zu schreiben.
Ich habe gerade noch ein Video zum 204 gesehen, wo das Modell sehr empfohlen wird. Beide im Film vorgestellten Wagen über 300tkm runter. Unser ehemaliger Vermieter hatte den auch und nie irgendwelche Probleme.
Scheint wirklich ein guter Kompromiss aus Premium und nicht so sehr Diva zu sein.
Ich hatte vorher in Richtung Citroen C5 geschielt aber das war mir dann doch etwas zu exotisch.
Etwas OT: Würdet ihr für einen 2003er Golf 4 mit 75 PS und 305tkm aber ohne Rost und mit LPG Gasanlage und Standheizung inzwischen wieder über 1000€ bei einer Inzahlungnahme ansetzen? Vor 3 Jahren sollte er nur 600€ bringen aber inzwischen ist der Markt ja völlig verrückt.
C5 würde ich nicht nehmen wegen Luftfahrwerk. Was wäre mit Passat, Mondeo oder 508?
Wenn der Golf neuen TÜV hat, würde ich den schon über 1 T€ ansetzen und eventuell nicht in Zahlung geben, sondern selbst verkaufen.
Ich hatte auch mal einen Golf4 75 PS.Diese neigen zum Kolbenkippersyndrom und massiven Ölverlust...zumindest meiner damals.Ich würde den Golf um jeden Preis loswerden wollen.
Nun noch etwas zum S204..
Achte auf verrostete hintere Bremsleitungen und verostete Hinterachse.Ferne verschmorte Stecker der Heckleuchten.
Mache dir keine großen Hoffnungen zur Kulanzanfragen.Mir wurde alles abgelehnt.
..
Und noch eins..der OM651 hat hinten eine Nockelwellensteuerkette ,auch Fahrradkette genannt,verbaut,welche kostenintensiv bei ca.200tsd Km getauscht werden muss.Deshalb kein OM651.
Peugeot 508 ist auf der Wunschliste. Ich habe diesen hier im Blick aber bisher ist es im Harz noch zu ungemütlich, um eine Probefahrt zu machen. https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../1967542935-216-3582
Ich sondiere eher noch den Markt nach in Frage kommenden Modellen aber ich muß sagen: Wann immer ich in einem Mercedes gesessen habe, war das schon irgendwie gediegen.
Ansonsten wäre auch so ein Avensis eine Vernunftlösung. https://www.ebay-kleinanzeigen.de/.../1975607297-216-2170
Aber nach 9 Jahren Golf (ok und Subaru) habe ich nicht mehr so richtig Lust auf reine Vernunftlösungen.
Gegen Ford habe ich eine Abneigung. Da würde ich lieber beim Golf bleiben.
Der Tüv beim Golf läuft gerade ab und erneuern würde ich den eher, wenn er noch länger bleibt oder an Privat verkauft wird. Exporthändler dürfte das ja eher wurscht sein.
Edit: Bremsleitungen würde ich als Verschleißteil betrachten bei dem Alter. Und wenn die Hinterachse nicht schon auf Kulanz erneuert wurde oder Top aussieht, kann er ihn behalten.
Der Golf ölt etwas durch die Ventildeckeldichtung, vielleicht 1l alle 8000km, ansonsten muckt er nicht.
Ich habe mich da wohl nicht richtig ausgedrückt (Sorry) mein W204 hatte auch 276 Tausen runter, wenn man die Kilometer selbst abgerissen hat und den Wagen gepflegt hat ist es kein Problem. In Sprintern laufen die OM651 oft auch 1 Million Kilometer. Mir ging es um andere Sachen vom Fahrwerk bis zu Anbauteile wie DPF usw.
Wenn man vieles alleine machen kann mag es gehen ansonsten Finger weg oder wie schon jemand geschrieben hat den Wagen durch einen Gutachter prüfen lassen.
Ich kenne niemanden, dem die Kulanzanfrage für die Hinterachse abgelehnt wurde, allerdings meine ich, heute zum ersten Mal gelesen zu haben, dass die Grenze bei 15 Jahren sei, aber da wäre der verlinkte ja noch drin. Verstehe ich Dich da schon richtig?
Das sehe ich etwas anders:
Also ich habe an einen MB schon den Anspruch, dass Bremsleitungen länger als 8 Jahre halten. Mir wurde nach 8 Jahren Kulanz abgelehnt und dann habe ich es relativ kostengünstig in einer freien Werkstatt machen lassen.
Wiederum wäre ich bezüglich der Hinterachse nicht so hart, denn die rostet von innen nach außen durch, wodurch man das lange gar nicht sieht, außer wenn man das weiß und deswegen ganz gezielt danach schaut. Da die Kulanz bis 15 Jahre oder unendlich geht (diesbezüglich bin ich grad nicht so sicher), könnte man das aber immer noch machen lassen.