Kaufberatung Mercedes Neuling

Mercedes GLC C254

Hallo,

wir möchten von VW auf Mercedes umsteigen (privat Kauf mit Finanzierung bei Mercedes). Es war sehr überraschend, dass Mercedes nun auch keinen Verhandlungsspielraum lässt. Das ist etwas unbefriedigend daher würde ich gerne wenigstens Ganzjahresreifen raushandeln. Hattet ihr damit schon Erfolg? Es ist überraschend, dass der Händler nicht darauf eingeht die Sommereifen gegen Ganzjahresreifen zu tauschen. Angeblich erlaubt Mercedes diese Art von Rabatt nicht mehr. Ist das korrekt?

Auch wollte ich Fragen ob jemand von euch gute Gummis für die 50,8 cm (20") AMG Leichtmetallräder im Vielspeichen-Design kennt.

Und zum Schluss noch die Frage, dieses Memory Park assist feature... bei VW bricht der Ab sobald irgendwas in den Nahbereich kommt. Was bei unserer Garage doof ist, da links und rechts vielleicht 50 cm auf beiden Seiten und ist etwas abschüssig. Eigentlich dachte ich dafür wäre das Memory parken gemacht. Kennt einer von euch die Systemgrenzen bei VW? Sonst brauchen wir das nicht.

Btw: Was mir noch Bauchschmerzen macht.. der Wagen soll erst im Januar in Bremen geholt werden. Damit es mit dem Geleasten nicht soviel überlapp gibt. Ist Mercedes da flexibel genug? Der Verkäufer kann ja viel erzählen. Bei VW gab es dann öfter die Situation "Freuen Sie sich, der Wagen ist schon en Monat früher fertig geworden. Bitte holen Sie ihn in den nächsten 4 Wochen sonst wird er zum Händler geschickt"... wäre doof ;)

Viele Grüße

Jens

56 Antworten

Die Autos sind nicht schlechter geworden. Ein Auto heute fährt mit Leichtigkeit mehrere 100k KM. Früher war das schon bemerkenswert. Die Fertigungstechniken sind einfach viel präziser und die "Technik" schreitet ja auch voran.

Es ist auch OK, wenn jemand das alles toll findet und kauft und zufrieden ist. Tue ich auch, aber ich verschließe mich nicht vor der negativen Entwicklung.

Steigende Preise bei sinkender Qualität in den Innenräumen. Das ist ein Trend. Preise steigen immer weiter und die Innenräume werden immer billiger.

Klar kann man Plastik hochwertig verarbeiten und auch top bauen. Aber das ist ein Material, dass eben mit der Zeit an Spannung verliert und anfängt zu knarzen. Der über die Zeit durch die Sonne spröde werden kann, der ausbleicht usw. Wenn man ein Auto für 3 Jahre least, dann kann es einem wirklich Wurst sein. Wer sein Auto 5+ Jahre fährt, der wird das später merken. Die Frage ist, wie lange der Kunde das mit sich machen lässt. Irgendwann werden die Chinese eine Infrastruktur in Europa aufgebaut haben mit Ersatzteile, Werkstätte usw...irgendwann werden einige Chinesen weg vom Fenster sein und die richtig guten Firmen ihre Marktanteile ergattern. Und dann kommt die Stunde der Wahrheit für die Deutschen Autobauer.

Entweder muss man ein besseres Produkt anbieten und dafür ein Premium verlangen oder man muss preislich konkurrenzfähig sein. Bei beiden bin ich mir langfristig nicht sicher.

Mercedes hatte letztes Jahr die meisten Rückrufaktionen aller Autohersteller. Und das war nichts neues, war nämlich im Jahr davor auch schon so. Das Beste oder Nichts....geht anders. Genauso wie Audi und die "Vorsprung durch Technik". Die sind auch nur am aufholen. BMW kann noch den Titel "Freude am Fahren" einigermaßen gerecht werden aber auch da wird sich beim Elektroantrieb nochmal was ändern.

@XB_Mod ich bin insofern bei dir, dass die Preise verrückt sind. Den CLS hatte ich 5 Jahre, auch danach hat noch nichts geknarzt, aber das nur am Rande. Aber die Preise… der hat August 2019 82k gekostet, als 300d in nahezu Vollausstattung. Heute der W214 94k als 220d ebenfalls mit nahezu Vollausstattung. Mehr und bessere Ausstattung, aber trotzdem irre. Dafür kleinerer Motor. Die Verarbeitung im E finde ich wirklich extrem gut, obwohl im GLC schlechter als im E und da schlechter als im S. Aber auch der GLC ist sehr hochwertig. Ich merke das immer nur, wenn andere mitfahren. Oh wie schick, toll, schau mal hier kommt dann oft. Diese Mitfahrer fahren dann einen Tiguan, eine B-Klasse oder einen Golf oder auch mal einen Audi A4 (allerdings nicht neustes Baujahr).

Und du hast auch recht, die meisten Autos halten heute problemlos mehrere Hunderttausend Kilometer. Das hat früher meist nur der Mercedes oder der Golf geschafft. Die Qualität an sich ist also immer noch sehr hoch.

Bezgl. Rückrufe. Da bin ich entspannt. Mercedes ist da sehr vorsichtig. Lieber einmal mehr in die Werkstatt und alles ok danach, als einmal zu wenig. Das deutet nur darauf hin, dass Mercedes die Qualität hier ernst nimmt. Apple bringt ja auch ständig Punktupdates raus, die Leute beschweren sich, vergessen aber dabei, dass Apple eben ganz vorne deswegen bei Sicherheit mitspielt. So ist es auch bei Mercedes. Und ganz ehrlich. Der einzelne ist vielleicht einmal betroffen.

Ich glaube, die Qualität ist immer noch sehr gut bei Mercedes. Ich habe es wie gesagt am eigenen Leib erfahren. Was aber auch korrekt ist: wenn ich 94k Euro ausgebe, dann erwarte ich das auch und bin unter Umständen kritischer, als wenn es halt im Dacia klappert und das zu Recht. Daher fordert eure Werkstatt. Ich bin bei meiner 100% zufrieden, obwohl ich wegen knarzender Rücksitze beim GLC zweimal hin musste… aber jetzt ist es auch behoben. Der Service macht den Unterschied und da gibt es große Unterschiede… auch hier habe ich offenbar Glück.

^ja genau das ist der Punkt. Bei steigenden Preisen sind die Kunden einfach kritischer.

Vor einigen Jahren (2019) wollte ich ein X5 kaufen. Als 30d damals 66k und vollausgestattet um die 90.

Jetzt kostet der 30d 90k (blank). Der 40d ist jetzt 97k. Vollausgestattet kommst Du auf 140k.

Das sind gute 50k Preisunterschied in 5 Jahren. Ja vielleicht mit dem 30d sind es nur 39, ich weiß es nicht. Aber es sind quasi 50% mehr, die Du zahlst. Im gleichen Zuge sind die Ersatzteile usw. so absurd teuer geworden, dass die Versicherungsprämien sich auch verdoppelt haben. Steigende Prämien bei steigende Schadenfreiheitsklassen....versteht man auch nicht mehr.

Und das alles steuert der Autohersteller. Das wird irgendwann knallen (müssen).

als jemand der öfter mal mit Mietwagen unterwegs ist, bin ich auch jemand der immer sehr froh ist, wenn man wieder im Mercedes sitzt (das war allerdings auch bei meinen vorherigen BMWs so, aber das hat der Betreuer dort verbockt). Klar gibt es deutliche Kritikpunkte wie die unsäglichen Touchelemente am Lenkrad, aber alles in allem bin ich mit meinem C254 sehr zufrieden! Ich muss auch immer wieder sagen, dass die Probleme die hier bei MT angesprochen werden, meist unschöne Einzelfälle sind… Montagsautos gab es schon immer und das bei allen Herstellern! Am Ende muss man sich einfach bei einer ausführlichen Probefahrt ein Bild von dem gewünschten Fahrzeug machen, bei mir war es nie ein Problem das betreffende auch über ein Wochenende zu bekommen

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Das ist der Punkt @Rudi3. Probefahrten und ausgiebig testen. Kontagsautos gab es schon immer. Durch solche Foren, die es eben früher nicht gab in dem Umfang und You!Tube wo jeder alles postet, bekommt man halt den Eindruck, dass alles schlechter ist. Aber dem ist nicht so. Wenn ich überleg, was an meinem W124 alles geklappert hat und auch am W211 war einiges (Inhektoren, SBC Bremse, usw.). Da ist die Qualität wirklich um einiges besser geworden. Wenn man dann noch bedenkt, was heute alles in den Autos steckt, ist es enorm gut. Im W124 hatte ich Schiebedach, Fensterheber, Klimaanlage und Radio/CD. Ja ok, zwei Airbags und ABS und ASD hieß es damals. Das war es. Heute volle Hütte 😊

Ich kann euch nur sagen, als „BMW Fanboy“ und etlichen gefahrenen BMW‘s, (aktuell noch bis Juli 530d Touring), bin ich zum Mercedes GLC gewechselt aus absoluter Enttäuschung bzgl. der Qualität. Zur Auswahl standen der neue 5er Touring und der neue X3. Gegenüber den Vorgängern sind beide Fahrzeuge qualitativ richtig mies geworden. Plastik soweit das Auge reicht. Selbst galvanisierung, belederte Amaturenbretter oder vernünftige Ledersitze wurden rationalisiert. In beiden Fahrzeugforen gibt es ellenlange Threads mit Bebilderung dazu. Der aktuelle W214 und X254 sind dagegen noch richtig edel verarbeitet. Ich kann nur hoffen das Mercedes diesen Weg nicht mitbeschreitet und BMW sich wieder besinnt. Die Leute sind bereit mehr Geld für bessere Qualität auszugeben, aber BMW bietet nicht mal optional eine Aufwertung an. Wirklich traurig…

In 1990 hat ein W124 30k DM gekostet. Das durchschnittliche Nettoeinkommen war 37k DM im Jahr. Du konntest also mit weniger als 1x Nettojahreseinkommen ein W124 erwerben.

Heute kostet das Auto 100k, das Nettoeinkommen ist aber bei 33k EUR. Also hat sich der Autopreis relativ zum Einkommen verdreifacht.

@BMW320ie46 bin nach unzählig vielen 5ern auch hier gelandet. Vor allem weil es zum Zeitpunkt meiner Bestellung nichts vergleichbares auf dem Markt gab und ich bereit für eine Veränderung gewesen bin. Dafür auf alle Fälle Respekt an Mercedes auch mal etwas mutiger zu sein. Es gibt allerdings doch einige Punkte die so nicht sein dürften. Ich bin gespannt was du nach ein paar Monaten zu berichten hast :)

Dem würde ich widersprechen @XB_Mod. Der W124 300D von meinem Vater hat 1985 bereits 65.000 DM gekostet. Ok war ein Sechszylinder mit 113 PS. Aber trotzdem.

Mit Leder, Metallic, ABS, Schiebedach, Fensterhebern, Sitzheizung vorne, Leichtmetallfelgen, Radio mit Kassette, Kopfstützen hinten und automatische Antenne. Airbag gab es damals nur in der S-Klasse und Fahrassistenzsysteme wie ASD oder ASR noch 5 Jahre in der Zukunft. Mehr war da nicht drin. Sagen wir mal umgerechnet 33.000 Euro… da finde ich die Preise 40 Jahre später gar nicht mal so verrückt… und wir verdienen doch auch alle mehr als 18.000 Euro netto, oder?

Das W124 Cabrio meiner Eltern war 1993 bereits bei 100.000 DM als E220.

^ja aber da waren damals ein paar Crazy Optionen. Freisprecheinrichtung hat knapp 8k DM gekostet und Panodach auch über 7k. Da kann man natürlich diskutieren, ob die sinnvoll waren. Damals waren 65k DM eine menge Holz, da konntest Du davon eine Wohnung kaufen vermutlich. Krasse Preise.

Ja @XB_Mod das ist nicht ganz falsch. Für 120.000 DM gab es damals schon schöne Wohnungen. War wohl vermutlich ein Fehler das Geld in die Autos zu stecken. Aber auf der anderen Seite, Geld kann man nicht mitnehmen… aber das ist ein anderes Thema.

Und ja, ein C Nett Telefon 1989 war irgendwas um die 12.000 DM… schon verrückt.

Zitat:@HansPeterDieter schrieb am 21. Mai 2025 um 12:32:59 Uhr:

@BMW320ie46 bin nach unzählig vielen 5ern auch hier gelandet. Vor allem weil es zum Zeitpunkt meiner Bestellung nichts vergleichbares auf dem Markt gab und ich bereit für eine Veränderung gewesen bin. Dafür auf alle Fälle Respekt an Mercedes auch mal etwas mutiger zu sein. Es gibt allerdings doch einige Punkte die so nicht sein dürften. Ich bin gespannt was du nach ein paar Monaten zu berichten hast :)

Der 5er war bis zur G3x Baureihe wirklich ein tolles Auto, traurig wie man das Fahrzeug so verunstaltet hat. Bin tatsächlich eher mit zwei weinenden Augen zu MB gewechselt, hoffe aber positiv überrascht zu werden. Hatte bei BMW nie große technische Probleme und war mit meinem Servicepartner äußerst zufrieden. Was hilft das alles wenn mir die Fahrzeuge nicht mehr zusagen? Naja jetzt freue ich mich mal auf etwas Abwechslung und werde berichten ;)

ein paar Kleinigkeiten vermisst man schon, zum Beispiel den Offset beim Tempomat. Inzwischen kann man bei den Münchnern sogar 2 verschiedene einstellen: in der Stadt und über Land… das ist etwas was mich wirklich jedesmal nervt wenn ich das manuell über das blöde Touchfeld anpassen muss (wer fährt Strich 50 in der Stadt??? Wenn es wenigstens wirklich 50 wären!)

Aber ok, klagen auf hohem Niveau :)

Vor meinem aktuellen GLC 220d (Erstzulassung 08/2024) fuhr ich drei Jahre lang einen Audi Q3 (Modelljahr 2021). Zuvor war ich dienstlich mit einem VW Tiguan (Baujahr 07/2019) unterwegs. Soweit mir bekannt ist, basieren der Audi Q3 und der Tiguan auf derselben Plattform. Über beide Fahrzeuge kann ich grundsätzlich nur Positives berichten: In Anbetracht des jeweiligen Preissegments waren sie sehr solide verarbeitet. Es gab keinerlei Knarzgeräusche, und die verwendeten Materialien waren sowohl hochwertig als auch optisch ansprechend.

Davor war ich über zwölf Jahre hinweg BMW-Fahrer und musste die Werkstatt lediglich im Rahmen der regelmässigen Inspektionen alle zwei Jahre aufsuchen. Auch der Kundenservice war vorbildlich. Im direkten Vergleich fällt insbesondere das After-Sales-Management von BMW Schweiz deutlich positiver aus als jenes von Mercedes-Benz oder Audi/VW. Hinsichtlich der Verarbeitungsqualität war BMW stets auf einem hohen Niveau – wenngleich Mercedes und Audi in puncto Materialanmutung damals etwas voraus waren. Dieser Vorsprung ist seit der Corona-Pandemie allerdings nicht mehr feststellbar.

Zu meinem derzeitigen Fahrzeug, dem GLC 220d, möchte ich nur kurz Stellung nehmen: Leider habe ich offenbar ein sogenanntes „Montagsauto“ erwischt. Im vergangenen Herbst befand sich das Fahrzeug wegen wiederkehrender Probleme mit dem Digital Light-System nahezu im Zweiwochentakt in der Werkstatt. Seit rund einer Woche funktioniert nun auch das Tacho-Display nicht mehr – zum Glück funktioniert das Head-up-Displays noch, morgen gehts wieder einmal in die Werkstatt.

Zudem treten im Innenraum mittlerweile zahlreiche Knarzgeräusche auf, insbesondere an Stellen, die nicht als Auflageflächen konzipiert sind. Die Materialqualität empfinde ich grundsätzlich als akzeptabel. Was die Listenpreise von Neufahrzeugen der vergangenen drei bis vier Jahre betrifft, kann man nur den Kopf schütteln – glücklicherweise hatte ich einen grosszügigen Flottenrabatt.

Kann jemand den X254 220d mit dem Q5 mk3 2.0TDI vergleichen?

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